Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Eindrücke aus einer terra incognita" - Künstler und Autorinnen aus Belarus möchte Martin Pollack, Autor und Übersetzer, aus ganz persönlicher Sicht in den Mittelpunkt stellen. - Gestaltung: Alexandra Mantler Ein blinder Fleck im heutigen Europa. Eine terra incognita, die im Westen oft reduziert wird auf die Tatsache, dass Weißrussland, oder Belarus, die letzte Diktatur in Europa ist, ein kommunistisches Freilichtmuseum, mit einem schnauzbärtigen Diktator, der wie eine groteske Kopie von Josef Stalin anmutet. Da ist schon was dran, aber in Wahrheit ist die Sache natürlich viel komplizierter. Belarus ist, wenn man einmal die Politik ausklammert, ein Land von großer Schönheit, urtümliche Sumpfgebiete und Wälder, gemächlich durchs Land mäandernde Flüsse, und dann wieder schier endlose Kolchosen, Ackerwüsten. Vor allem aber besitzt Belarus ungemein liebenswerte Menschen, interessante Intellektuelle, Verleger, Autoren, Künstlerinnen. Artur Klinau, Viktar Martynovych, Valer Bulhakau, Swetlana Alexijewitsch, Valzhyna Mort ... Sie möchte der Autor und Übersetzer polnischer Literatur Martin Pollack in den Mittelpunkt stellen, aus ganz persönlicher Sicht.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Sarah Wiener: Gerichte, die die Welt veränderten Johannes Nestroy: Über dem Meer Sarah Wiener: Gerichte, die die Welt veränderten Was wäre die Welt ohne ihre Speisen? Die Köchin und Unternehmerin Sarah Wiener recherchierte, was zu historischen Ereignissen gekocht wurde. "Gerichte, die die Welt veränderten" heißt ihr neues Buch. Darin gibt sie Antworten auf Fragen kulinarischer Natur: Mit welchem Essen wurde die Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags durch die beteiligten Außenminister gefeiert? Und was aß Nelson Mandela am Vorabend seiner Freilassung nach seinem langen Gefängnisaufenthalt? Für Sarah Wiener ist Kochen und Essen ein wesentlicher, kultureller Bestandteil. - Gestaltung: Jakob Fessler Johannes Nestroy: Über dem Meer Am 31. Juli 1944 brach der Pilot und Autor von "Der kleine Prinz" mit seinem Flugzeug von Korsika aus zu einem Aufklärungsflug auf - und kehrte nie mehr zurück. Schon in seiner Jugend las Johannes Nestroy einige Bücher des schreibenden Piloten. Ausgehend von den letzten Augenblicken des Saint Exupéry über dem Meer, spannt Nestroy nun in seinem Buch "Über dem Meer. Die Rose des Antoine de Saint Exupéry" ein Feld der Erinnerungen und Möglichkeiten. - Gestaltung: Jakob Fessler


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Ulla Pilz. Von Elementarteilchen bis zu einer Puppe aus Porzellan Mit 59 Jahren schreibt die deutsche Komponistin Luise Adolpha Le Beau ihre "Lebenserinnerungen". Einer der Gründe für diese schonungslose Autobiographie ist der Wunsch ihres Vaters, sie solle doch aufmerksam machen "auf die vielen Schwierigkeiten, welche einer Dame auf dem Gebiet der musikalischen Komposition entgegenstehen" - ein emanzipierter Mannes im 19. Jahrhundert. Das Resummee ihres Buches fällt aber dann doch positiv aus, sie schreibt: "Mit Genugtuung empfinde ich es auch, daß ich völlig frei bin im Denken und Handeln. Dies höchste und menschenwürdigste Ziel habe ich erreicht; alle Erfolge der Welt könnten es mir nicht ersetzen!


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Zugvogel und Luftkünstler. Der Ornithologe Norbert Teufelbauer über den Europäischen Kranich. Teil 1: Prachtvogel und Prahlmarsch Gestaltung: Jakob Fessler Mit seinen langen Beinen und dem schlanken Hals ist der Europäische Kranich über einen Meter groß. Bei Kranichen ist die Luftröhre verlängert und führt durch das Brustbein. Dadurch sind sie in der Lage, sehr laute, trompetenähnliche Rufe auszustoßen. Viele Kraniche bleiben ein Leben lang beisammen. Jedes Frühjahr beeindrucken die Männchen in der Balz durch ihren Prahlmarsch. Der Europäische Kranich brütet im Nordosten Europas. An Sammelplätzen kommen die Kraniche zusammen. Feuchte Gebiete wie Verlandungszonen und Moore sind für die Brut notwendig. Umringt von Wasser ist das Nest vor Fressfeinden wie Füchsen geschützt. Jedes Paar legt in der Regel ein bis zwei Eier. Im Winter gibt es im Norden für den Kranich kaum Nahrung und keine sicheren Schlafplätze, weshalb er in den Süden zieht. In Frankreich, Spanien und Nordafrika befinden sich ihre Winterquartiere. Kraniche sind ausdauernde Flieger und können mehrere Stunden am Stück unterwegs sein. Sie ziehen oft in größeren Gruppen, die keilförmige Formationen annehmen können. Das Ausbreitungsgebiet des Kranichs lässt sich durch die zahlreichen Vogelbeobachtungen sehr gut beschreiben. Über Österreich ziehen die Zugvögel im Frühjahr und Herbst. Der Kranich breitet sich weiter aus: War eine Kranichbeobachtung früher hierzulande eine Seltenheit, gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, Kraniche zu sehen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Weißer Fleck in Europa

Weißrusslands unsicherer Kurs zwischen Ost und West (1). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Republik Belarus nennt sich das Land zwischen Polen und Russland, wobei der Ursprung des Namens bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Im Deutschen spricht man von Weißrussland, auch hier bevorzugen Expert/innen aber immer häufiger den Begriff Belarus, um eine klare Abgrenzung zum östlichen Nachbarn zu ziehen. Zugleich dient das "Weiß" weiterhin für zahlreiche Metaphern. Denn Weißrussland gilt als der weiße Fleck auf der Landkarte Europas, bis heute ist es für die meisten Europäer eine "Terra Incognita" geblieben. Es handelt sich um eine Region, in der sich erst sehr spät ein Nationalbewusstsein im modernen Sinn entwickelte und die - von einem kurzen, bald gescheiterten Versuch Anfang des 20. Jahrhunderts abgesehen - erst mit dem Zerfall der Sowjetunion ihre staatliche Unabhängigkeit erlangte. Historiker/innen sprechen von einer Geschichte tragischer Risse und Brüche. Lange gehörte die Region zum großen polnisch-litauischen Reich, dann zum russischen Reich, später zur UdSSR. Als Hitler-Deutschland zunächst Polen und dann die Sowjetunion überfiel, kam es zur schlimmsten Tragödie. Im Holocaust wurde eine Jahrhunderte alte, überaus reiche jüdische Kultur vernichtet. Die Aufarbeitung ist erst in den vergangenen Jahren mühsam in Gang gekommen. In zahlreichen weißrussischen Städten, wo einst mehr als 50 Prozent der Bewohner/innen Juden waren, muss man heute gezielt suchen, um noch Spuren dieser brutal ausgelöschten Welt zu entdecken. Die Last der Geschichte nennen Expert/innen als einen möglichen Grund dafür, dass die Mehrheit der Weißrussen bis heute scheinbar widerspruchslos den autokratischen Präsidenten Aljaksandr Lukaschenka akzeptiert, den "letzten Diktator Europas", wie er im Westen genannt wird. Aber auch die Sorge vor den Folgen einer Revolution wie in der Ukraine spielt eine Rolle. Weißrussland unterhält zwar enge Beziehungen zu Moskau, seit der Eskalation des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland versucht Lukaschenka allerdings einen unabhängigeren Kurs zu steuern und sich als Vermittler zwischen Moskau und Kiew zu etablieren. Von einer Multivektor-Politik ist offiziell die Rede, man will mit allen Nachbarn, und mit Moskau ebenso wie mit Brüssel, einen möglichst ausgeglichenen Kurs fahren. Junge, gebildete Weißrussen blicken freilich oft nach Westeuropa und suchen dort ihr Glück. Dabei hat ihr Land durchaus Potenzial, wie die rasante Entwicklung des IT-Sektors in den vergangenen Jahren belegt. Hier, meinen erfolgreiche Vertreter der IT-Branche, könne man im positiven Sinne aus dem sowjetischen Erbe schöpfen - nämlich aus den hohen technischen und naturwissenschaftlichen Bildungsstandards, die Weißrussland bewahrt und weiterentwickelt habe.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1918, 1968, 1971, 1947 (1). Gestaltung: Julia Gindl und Sarah Kriesche Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut. *1918 Drohnen* Am 4. Oktober fand der Erstflug des "Kettering Bug" statt, eines unbemannten Flugkörpers, den der Erfinder Charles Franklin Kettering entwickelte. Im letzten Jahr des ersten Weltkriegs waren Ideen, wie man Bomben zu einem schwer erreichbaren Ziel bringen konnte, ohne das Leben der Piloten zu gefährden, Treiber für den unbemannten Flugverkehr. Bereits 69 Jahre zuvor hatte ein Österreicher, Franz Freiherr von Uchazius, die, für die damalige Zeit, visionäre Idee, Ballone, beladen mit Bomben ins feindliche Lager zu schicken. Die Vision, ein unbemanntes Flugobjekt ferngesteuert an ein beliebiges Ziel fliegen zu lassen, sollte sich im Lauf der Zeit unter dem Sammelbegriff "Drohne" weiterentwickeln. In den 1960er-Jahren öffnete allen voran Israel die Türen für eine neue Disziplin, aus der Drohnen nicht mehr wegzudenken sind: Den Aufklärungsflug. In den 1960er-Jahren öffnete allen voran Israel die Türen für eine neue Disziplin: Den Aufklärungsflug. Aber auch in der Land und Forstwirtschaft will man mit Hilfe der smarten Beobachter aus der Luft zum Beispiel Schädlinge frühzeitig entdecken, in der Unterhaltungsindustrie sollen Drohnen spektakuläre Luftaufnahmen liefern und in Wüstenstaaten wie etwa Dubai laufen bereits die ersten Tests um mit sogenannten "Flugtaxis" künftig auch Personen mit eigenen Drohnen durch die Lüfte transportieren zu können.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Schlagzeug als Antriebsmaschine der Musik

Von der Marschtrommel zum Drumset (1). Gestaltung: Lukas Tremetsberger Das Schlagzeug verdankt die Musikwelt einem Verbot. Mit den "No Drumming Laws" wurde es Afroamerikanern in den USA bis Mitte des 19. Jahrhunderts untersagt, ihre traditionellen Trommeln - Werkzeuge der Revolte - zu spielen. Man wich auf orientalische Trommeln, Becken und auch auf den eigenen Körper aus, spielte mit beiden Händen und Füßen. Wurden in Marching Bands die einzelnen Schlaginstrumente - Kleine Trommel, Große Trommel, diverse Becken - einzeln von mehreren Musikern gespielt, kombiniert ein Drumset diese Instrumente. Das gelang durch die Entwicklung des Pedals, einer Innovation, mit dem Musiker die am Boden liegende große Basstrommel mit dem Fuß spielen konnten. Man hatte nun die Hände frei für Snare Drum, andere kleine und große Trommeln und viele Becken. Im Jahr 1918 brachte die Firma Ludwig aus Chicago das erste Drumset auf den Markt. Damit konnte ein Musiker allein alles spielen. Das Schlagzeug kann seine Gestalt anpassen, wie kaum ein anderes Musikinstrument. Universell einsetzbar, von minimalistischer Ausführung in Jazz-Formationen bis zu pompösen Maschinen der Rock-Bands, die zusammengestellt aus unzähligen Trommeln und Becken den optischen und rhythmischen Schwerpunkt bilden. Am Schlagzeug lässt sich die Musikgeschichte der vergangenen 100 Jahre verfolgen.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Stefan Höfel. Von der "Dorfkirchenmusik" zur Missa solemnis. Die Anfänge der Kirchenmusik Anton Bruckners stehen ganz im Zeichen barocker und klassischer Kompositionstraditionen - kirchliche Gebrauchsmusik, wie sie zu dieser Zeit am Land üblich war.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Nebenan Weißrussland: "Minsk. Sonnenstadt der Träume" von Artur Klinau. (Ausschnitt) Aus dem Russischen von Volker Weichsel. Es liest Till Firit. Gestaltung: Nicole Dietrich Minsk irritiert und überwältigt viele Besucher mit seinen riesigen Boulevards, den endlosen Parks mitten im Zentrum, den vielen mit sonderbarem Dekor reich verzierten Palästen. Von den Sowjets als ideale Stadt, als Verwirklichung der kommunistischen Utopie entworfen, hat sie sich in einen Raum des Absurden verwandelt: architektonisches Monument einer Stadt des Glücks und Ausdruck der Unmöglichkeit, es zu erlangen. Die demokratischen Prinzipien Europas verschwinden hier in der Dämmerzone. Der weißrussische Künstler, Architekt und Publizist Artur Klinau hat eine melancholische Skizze seiner touristisch wenig reizvollen Heimatstadt in Form eines autobiografischen Essays gefertigt. Minsk, die "Sonnenstadt der Träume" kennt er wie seine Westentasche. Er erzählt u.a. Anekdoten wie jene von den Totenschädeln, mit denen er und seine Freunde in der Kindheit spielten: Es sind die Überreste der in Massengräbern verscharrten Opfer stalinistischer Herrschaft und der Nazi-Besetzung, die beim Ausheben von Baugruben für neue Plattenbauten zum Vorschein gekommen waren. Und er spart nicht mit Kritik an der Diktatur Lukaschenkos. Artur Klinau, geboren 1965, ist Herausgeber des einzigen Magazins für zeitgenössische Kunst in Weißrußland pARTisan. Er lebt in Minsk.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Helmut Jasbar. Neue Ausgrabungen von Ars Antiqua Austria. Ars Antiqua Austria unter der Leitung des Barockgeigers Gunar Letzbor können es nicht lassen: wieder einmal haben die virtuosen Musikarchäologen ein beinah vergessenes Werk in unser Bewusstsein zurückgeholt. Rupert Ignaz Mayr? Ah, DER Rupert Ignaz Mayr! Das Ensemble präsentiert diese lohnenswerte Wiederentdeckung - wobei das "lohnenswerte" ja nicht vorausgesetzt werden kann bei den zahlreichen "Wiederentdeckungen" im Reiche der Alten Musik. So erklingt nun eine zentrale Arbeit dieses Erneuerers der katholischen Kirchenmusik, des "Bayern aus Schärding", wie er auf seinem Grabstein genannt wird, nach einer langen "Zwangspause" aufs Neue. Der Psalm aus Sacri Concentus des Geigers und Komponisten, der zwischen 1646 und 1712 lebte, wird originell, farbig und vielschichtig gestaltet. Die Surround-Aufnahme bringt das Timbre der fünf Gastvokalisten noch mehr zur Geltung.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Drei Jahre in der Volksrepublik. Gäste: Raimund Löw, Historiker und Publizist; Kerstin Witt-Löw, Psychologin und Sozialwissenschafterin. Moderation: Johann Kneihs. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Vierzig Jahre sind vergangen seit Beginn der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik. Innerhalb einer Generation ist China zum größten Hersteller der Welt geworden, sind gewaltige Metropolen entstanden, hunderte Millionen Menschen vom Land in die Stadt gezogen und von Armut zu relativem Wohlstand aufgestiegen, etliche auch reich geworden. Drei Jahre haben Raimund Löw und Kerstin Witt-Löw in der Volksrepublik China verbracht - er als Korrespondent des ORF, sie als Sozialwissenschafterin und interessierte Beobachterin. In Beijing und auf Reisen haben sie vieles miterlebt: den Abschied von der Ein-Kind-Politik, die gravierende Umweltsituation, die Leidenschaft für das Glückspiel, die Überwachung durch die Polizei. In ihrem Buch "Weltmacht China" beschreiben und erklären sie Politik, Wirtschaft und Alltag des riesigen Landes. Johann Kneihs spricht mit dem Ehepaar Löw über die Arbeitsmöglichkeiten als Journalist, über die Begegnungen mit Chinesinnen und Chinesen und wie man in China Europa und den Rest der Welt wahrnimmt. Reden Sie mit: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Festival Musica Sacra 2018

Ensemble Zeitgeist; Martina Daxböck und Barbara Zidar-Willinger, Sopran; Anna Kargl, Alt; Dimitri Bondarenko, Cembalo. Werke von Claudio Monteverdi, Marc Antonio Ziani u.a. (aufgenommen am 29. September in der Stiftskirche Herzogenburg). Präsentation: Gustav Danzinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

Die Welt am Drehknopf. Kurzwellenradio als Hobby. Die Kurzwelle ist die älteste Radiowelle und die mit der größten Reichweite. Die Signale können am ganzen Globus über sogenannte Weltempfänger gehört werden. Besonders wichtig ist die Technologie für entlegene Gebiete wie Pazifikinseln, die hohe See oder Wüsten, die anders kaum erreichbar sind. Die meisten Länder strahlen Kurzwellenprogramme aus, viele sogar in deutscher Sprache. Aus finanziellen Gründen wurden in den letzten 15 Jahren zahlreiche Sender eingestellt. So auch der österreichische Auslandssender des ORF "Radio Österreich International". Heute ist das Kurzwellenhören vor allem ein vereinsmäßig organisiertes Hobby. Doch auch dort werden die Mitglieder weniger. Gestaltung: Jonathan Scheucher Randnotizen: Marie-Claire Messinger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Wie man aus Zeitungspapier und Malerkrepp einen Flugdrachen bastelt Wütend springt Rudi im Quadrat. Rosi hat "unabsichtlich" seinen Lenkdrachen als Abdeckung für ihre Topfpflanzen benutzt und jetzt ist er kaputt. Noch dazu ist der Radiohund gerade pleite und kann sich keinen neuen Drachen leisten. Er macht einen Spaziergang, um sich abzureagieren. Zufällig trifft er den Hobbydrachenbauer Rolf Stohanzl vom Wiener Drachen- und Flugverein. Rudi klagt ihm sein Leid, vielleicht kann ihm ja der Drachenbauer helfen, einen billigen Drachen zu bauen. Rolf Stohanzl: "Aber Rudi! Du musst dir keinen Drachen kaufen. Man kann sie relativ leicht selber machen. Aus Zeitungspapier und Malerkrepp und ein paar dünne Rollo-Stangen. Also alles kein Problem!" Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Im Zeit-Raum: Inklusive Bildung Johannes Kaup im Gespräch mit Expert/innen und Betroffenen (Aufgenommen am 19. September 2018 im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien) Bearbeitung: Haimo Godler 1,6 Millionen Menschen in Österreich leben mit einer Behinderung, 100.000 davon mit einer Lernbehinderung. Sie sind in Gefahr von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzt zu werden. Inklusion zu leben bedeutet, eine Gesellschaft zu sein, in der niemand ausgeschlossen wird, unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung, Lebensalter oder Behinderung. Inklusive Bildung gibt jenen Menschen, die in der Gesellschaft ein "weniger wertvoll"-Image haben, die Möglichkeit zu zeigen, was sie können. Wie sieht schulische Bildung für Menschen mit Lernbehinderung derzeit aus und welche Weiterbildungsangebote gibt es danach? Diese und weitere Fragen werden diskutiert mit dem Schauspieler Markus Hering, Vater eines Mädchens mit Trisomie-21, Germain Weber vom Institut für Angewandte Psychologie der Universität Wien, dem Leiter des Österreichischen Behindertenrats Herbert Pichler, Martina Parzer vom Verein "WINS - Verein für Inklusion von Menschen mit kognitiver Behinderung", Inklusionsforscher Rainer Grubich sowie Markus Pusnik, Direktor der inklusiven Leopoldschule.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1930 - Karl Marx Hof


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Bittersüße Pillen. Das neue Album "Look Now" von Elvis Costello Er ist wieder da - mit einem opulenten Album: pompös, verspielt, sentimental bis hie und da ein bisschen schmalzig. Elvis Costello, der Veteran aus der Pionierzeit von Punk und New Wave, hat in den vier Jahrzehnten seither wie ein Chamäleon Stile anprobiert: Jazz und Soul, Musik für Ballett und Oper, Orchester und Streichquartett im klassischen Stil, Country Western, schlichtes Singer-Songwriting, New Orleans-Rhythm and Blues, Hip Hop und Rap. Die 16 Songs von "Look Now", davon zwei mit dem 90-jährigen Burt Bacharach komponiert und aufgenommen, erwecken den typischen Costello-Stil früherer Jahre zu neuem Leben, in der Tradition von Album-Hauptwerken wie "Imperial Bedroom". Das ungebrochene Liebeslied ist nach wie vor eher nicht seine Sache, meist erzählen die neuen Songs von unschönen menschlichen Seiten und Härten des Lebens, oft aus Sicht weiblicher Protagonistinnen; vom Betrogen- und Verlassen-Werden bis hin zu #MeToo-Geschichten. Elvis Costello, eigentlich Declan Patrick MacManus, aber seit Mitte der 1979er Jahre nach dem King of Rock'n'Roll benannt, musste im vergangenen Sommer Konzerttermine absagen, während er sich von einer Tumor-Operation erholte. "Look Now" setzt danach ein kräftiges Lebenszeichen und wird in ersten Rezensionen bereits in den Kanon der besten seiner 33 Alben gereiht.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Geschichte Weißrusslands und seine gegenwärtige Gratwanderung zwischen Ost und West. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Ab dem Mittelalter war das heutige Weißrussland Teil des litauisch-polnischen Großreichs, am Ende des 18. Jahrhunderts stand es dann zum Teil schon unter russischer Herrschaft. Mit der Gründung der Sowjetunion 1922 wurde der östliche Teil von Weißrussland dann zur sowjetischen Unionsrepublik, die auch ihre eigene Sprache beibehalten durfte. Der westliche Teil blieb bis 1939 unter polnischer Herrschaft. Erst danach wurde auch der westliche Teil in die Weißrussische sozialistische Sowjetrepublik eingegliedert. Erste Unabhängigkeitsbestrebungen kamen ab den 1980er Jahren auf. Doch ein eigenständiges Land ist Weißrussland erst seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 - wenn man von einem kurzen Zwischenspiel im Jahr 1918 absieht, als nach dem Einmarsch der Deutschen in Minsk für einige Monate eine nominell unabhängige Weißrussische Volksrepublik bestand. Seit 1994 wird Weißrussland von Präsident Aleksander Lukaschenko regiert, der vor allem für seine autoritäre Regierungshandschrift bekannt ist. "Der letzte Diktator Europas", so sein oft zitierter Beiname, hält Kritiker brutal in Schach, kontrolliert die Medien und manipuliert Wahlen zu seinen Gunsten - so lautete jedenfalls auch bei der letzten Wahl im Jahr 2016 der Vorwurf, bei der zumindest zwei oppositionelle Abgeordnete ins Parlament einziehen konnten.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama Diskussion

Wir analysieren das Wahlergebnis mit Journalisten und Expertinnen Diskussionsleitung: Elisa Vass Die Umfragen sagen für Bayern eine Art politisches Erdbeben voraus: Demnach wird bei den Wahlen am Sonntag die jahrzehntelange Übermacht der CSU gebrochen, die Grünen werden möglicherweise noch vor der SPD die neue Nummer zwei, und die nationalistische AfD wird in einen weiteren Landtag einziehen. Wie wird es nun weitergehen, ist das Horst Seehofers politisches Ende als CSU-Chef? Was bedeutet das alles für die CDU-CSU-SPD-Koalition in Berlin und für Kanzlerin Angela Merkel?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Das Ringen um neue Geschichtsnarrative Von Brigitte Voykowitsch In der Sowjetunion wurde der Sieg im Zweiten Weltkrieg, dem Großen Vaterländischen Krieg, wie er dort genannt wurde, zum Mythos. Russland und Weißrussland als ehemalige Teilrepubliken der UdSSR haben diesen Mythos übernommen und pflegen ihn staatstragend weiter. Das zeigt sich in Museen der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Bei dieser Art der Mythenpflege werden viele, dem Regime nicht genehme Aspekte übergangen. Inzwischen gibt es aber auch im sehr autoritären Weißrussland Experten und Gruppen, die das offizielle Narrativ hinterfragen, die neben und hinter den gefeierten Helden das Schicksal der Menschen suchen und insgesamt die eigene Geschichte kritisch beleuchten wollen. Dabei geht es auch um die Gegenwart und insbesondere um die eigene Identität. Wer sind die Weißrussen, und warum sprechen sie bis heute mehrheitlich Russisch, obwohl sich in jüngster Zeit mehr Initiativen auch um das weißrussische Idiom bemühen? Was macht die Kultur und das Selbstverständnis einer Region aus, die lange Teil verschiedener Reiche war und erst spät ihre staatliche Eigenständigkeit erlangte? Das sind heikle, politisch sensible Fragen, wie kritische Publizisten und Verleger immer wieder im Zuge von Anzeigen und Gerichtsverfahren erleben müssen.


19.30 Uhr

 

 

On stage

mit Maria Reininger. Walzer, Polkas, Scherz- und Klagelieder aus Weißrussland On stage beteiligt sich am "Nebenan"-Weißrussland-Schwerpunkt und macht dabei einen Abstecher zur allerersten Ausgabe des Festivals "Glatt Verkehrt" in Krems: Dort gastierte am 10. August 1997 das Volksmusikensemble "Biaseda" unter der Leitung von Leonid Zakhlevny. Der Name der 1991 gegründeten Formation lässt sich grob mit "ein Fest mit Freunden" übersetzen, und die zehnköpfige Besetzung, deren Gesangsstimmen von den Klängen von Akkordeon, Kontrabass, Perkussion, Hackbrett, Violine und Flöte unterstützt wurden, intonierte schwungvolle Polkas, Walzer sowie weißrussische Scherz- und Klagelieder. Maria Reininger präsentiert das Konzert des bis heute existierenden Ensembles.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Weißer Fleck in Europa. Weißrusslands unsicherer Kurs zwischen Ost und West (1). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Datenpunkte im Informationszeitalter. 1918, 1968, 1971, 1947 (1). Gestaltung: Julia Gindl und Sarah Kriesche Von der Marschtrommel zum Drumset. Das Schlagzeug als Antriebsmaschine der Musik (1). Gestaltung: Lukas Tremetsberger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Weißrusslands Musiker/innen auf der Suche nach einem neuen Aufbruch. Gestaltung: Rainer Elstner und Susanna Niedermayr Die verlorene Zukunft, Anton Sarokin hat ihr die audiovisuelle Installation "Backup from Temporary Untitled Files" gewidmet. Damals in den späten 1990er Jahren, schildert er, erlebte Weißrussland eine rasante technologische Entwicklung, auch die gesellschaftspolitische Lage würde sich nun bald verbessern, so die allgemeine Hoffnung, die er in "Backup from Temporary Untitled Files" wiederauferstehen lässt. Stattdessen folgte Stillstand und abermals das Gefühl der Isolation. Seit einiger Zeit scheint sich Weißrussland gegenüber der Europäischen Union nun tatsächlich schrittweise zu öffnen. Im Minsker Industriegebiet rund um die Octyabrskaya Straße etwa entstand in den letzten Jahren ein Kreativ-Cluster. Alles nur Fake meinen die einen, hier herrsche keine tatsächliche, sondern lediglich eine simulierte Freiheit. Staatliche Förderung zeitgenössischer Kunst und Musik gibt es heute so gut wie keine, vom sowjetischen System der breiten Unterstützung sind nur Rudimente übrig geblieben, etwa der vorweihnachtliche Partiturenkauf für das Archiv der Nationalbibliothek. Und wer vom White Cube oder dem geschützten Konzertsaal in den öffentlichen Raum hinausgeht, der zieht schnell die Aufmerksamkeit der Zensurbehörde auf sich. Andere, wie etwa die Veranstalter/innen des Mental Force und des KINAMO Festivals, fühlen sich ermutigt, ihre kreativen Kräfte erneut zu bündeln. Nach einer Reise in die jüngste Musikgeschichte Weißrusslands hören Sie heute die traditionelle dicht gepackte Musikreportage quer durch alle Genres.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Nina Strehlein Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten