Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Die Gier nach den neuen Dingen". Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution. Gedanken vom stellvertretenden Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Furche", Oliver Tanzer. Gestaltung: Alexandra Mantler Die einen verstehen darunter den Aufstand für Freiheit und das Sprengen der Ketten, die anderen meinen damit die Bestrafung und Vertreibung der Ungerechtigkeit. Dritte wieder bezeichnen so die Entfesselung von Produktivkräften durch Erfindungen. So ist sie einmal glorreich, einmal russisch, einmal industriell und neuerdings digital. Die Revolution. Das große Wort ist oft auch bloß eine Fassade, bepinselt mit historischen Schönfärbereien und beschrieben mit ideologischen Märchen. In allen seinen Schattierungen aber beschreibt das Revolutionäre eine der wirksamsten menschlichen Regungen: die Suche und die Sucht nach dem Neuen und der Veränderung. Oliver Tanzer, stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Furche", macht sich "Gedanken für den Tag" über die Revolution, ihre Visionen, Propheten und Scharlatane - und was sie sich alles von Göttern und Götzen abgeschaut haben. Die etwas andere Würdigung zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Art and Technology Line up bei der Vienna Art Week "Pinocchio" in der Volksoper Art and Technology Line up bei der Vienna Art Week Live dabei sein während einer Lungenoperation oder zusehen, wie einem Patienten die Hüfte ersetzt wird - das möchten wohl die wenigsten Menschen. Die Soziologin und Filmemacherin Christina Lammer war schon bei vielen Operationen anwesend. Sie möchte die nonverbale Kommunikation während Operationen filmisch festhalten. "Künstlerische Forschung" heißt ihre Tätigkeit, bei der sie mit einem künstlerischen Zugang ein wissenschaftliches Feld betritt. In ihrem Fall ist das die Chirurgie. Im Rahmen der diesjährigen Vienna Art Week werden einige von Christina Lammers Filmen am Dienstag im Museum für Angewandte Kunst gezeigt. Unter dem Titel "Art and Technology Line up" diskutieren Künstler, Wissenschaftler und Theoretiker im MAK an den Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft.- Gestaltung: Hanna Ronzheimer "Pinocchio" in der Volksoper In der Wiener Volksoper erobern derzeit mit dem Stück "Pinocchio" Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren die Bühne. Neben nur sechs Erwachsenen spielen und singen in dieser Produktion insgesamt knapp 90 Kinder in wechselnder Besetzung: als Zirkusakrobaten, Meerestiere, Ärzte und sogar als "Cupcakes" führen sie durch das Stück. Und die kleinen Sängerinnen und Sänger sind wirklich keine Amateure. Schon seit Jahren wirken alle bei Produktionen der Volksoper mit. Am kommenden Sonntag feiert Pinocchio an der Volksoper Premiere. Mit ungewohnten Bildern zu einer bekannten Geschichte, mit verzaubernder Videokunst, die die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwinden lässt.- Gestaltung: Sophie Menasse


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Renate Burtscher. Erzherzogin Leopoldine von Österreich hält Einzug in Brasilien, Johann Sebastian Bach sitzt im Gefängnis und Janacek versenkt sich ganz in der Natur ohne in ihr zu ertrinken.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die Ozeanographin Kristin Richter über die weltweiten Änderungen der Meeresspiegel. Teil 1: Globale Verbindungen Gestaltung: Lothar Bodingbauer Wo trifft das Meer auf das Land? Diese Linie verändert sich durch kleinräumige Schwankungen im Meer, zum Beispiel durch Gezeiten. Normalerweise mitteln sich diese Schwankungen weg. Insgesamt sind aber im letzten Jahrhundert steigende Meeresspiegel zu beobachten: 15 cm sind die Meeresspiegel in den letzten 100 Jahren gestiegen. Die Ursachen liegen in steigenden Temperaturen. Wasser dehnt sich aus und braucht mehr Platz. Und höhere Temperaturen bedeuten schmelzendes Eis - zusätzliches Wasser. Wenn Eis schmilzt, wird das gespeicherte Wasser frei. In der Auswirkung auf den Meeresspiegel tragen dazu jene Eismassen bei, die auf Gestein lagern. Schwimmendes Meereis hingegen - wie am Nordpol - hat den Meeresspiegel bereits erhöht. So gibt es einerseits schmelzende Gletscher, die zum Anstieg beitragen, andererseits Eispanzer auf Grönland und in der Antarktis. In Summe ist es also der Temperaturhaushalt der Erde, der maßgeblich die Höhe der Meeresspiegel beeinflusst. Zwei Drittel der Änderungen sind menschgemacht - vor allem durch Treibhausgase wird die Erde erwärmt. Computermodelle zeigen die Auswirkungen, denn werden wir Menschen nicht einberechnet, stimmen die Vorhersagen in den Modellen nicht mit den tatsächlichen Beobachtungen überein. Weitere beitragende Faktoren sind große Dämme, die Wasser zurückhalten können, aber auch die Entnahme von Grundwasser, was ursprünglich gespeichertes Wasser den Weltmeeren zuführt. Die beobachteten Anstiege im Meeresspiegel können je nach Ort sehr unterschiedlich ausfallen. Winde, Erdbeben, Vulkanausbrüche und lokale Klimaphänomene wie El Niño überlagern die großen Trends. Ozeanograph/innen versuchen, die gemessenen Daten in ein großes Modell zu bringen, um den Anstieg der Meeresspiegel vorhersagen zu können. Dies ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage für politisches Handeln auf lokaler und globaler Ebene.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Erkundungen des literarischen Feldes

Beziehungen, Business und Bedeutungen (1). Gestaltung: Peter Zimmermann Man kann es System nennen oder Raum, aber das Feld ist eine anschauliche Metapher für einen Bereich, der einerseits in sich geschlossen ist, der nach bestimmten Regeln funktioniert und dessen Grenzen dennoch nicht klar gezogen sind. Man kann ein Feld sanktionsfrei betreten und es wieder verlassen, sofern keine Autorität Sanktionen verhängt. Das ist in der Regel eine politische Autorität, ein Führer, ein Diktator, unter dessen Herrschaft Gebote und Verbote verhängt werden, die keinerlei Autonomie zulassen. Das literarische Feld, wie wir es in einem westlich-demokratischen Staat vorfinden, ist in Europa und in den USA in vielerlei Hinsicht ähnlich strukturiert, in vielen Details jedoch geprägt von regionalen Eigenheiten. Und die sind kulturell gewachsen. Der Globalisierung zum Trotz funktioniert das literarische Feld noch sehr traditionell, anders als etwa das Feld der Kunst. Dort hat Internationalität einen anderen Stellenwert. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe. Erstens: Der Marktwert von Literatur ist, mit wenigen Ausnahmen, als bescheiden zu veranschlagen. Zweitens: Die Sprache der Literatur ist nicht universell. Das heißt: auch wenn sie von Erfahrungen handelt, die alle Menschen gemacht haben oder machen können - Liebe, Tod, Verrat und so weiter - muss sie in irgendeiner Weise verortet sein. Folgende Fragen sind zu stellen: Was ist ein Schriftsteller und wie wird man zu einem? Was ist der Sinn von Literatur? Ist sie abhängig von ihren Entstehungsbedingungen? In welcher Beziehung stehen die Akteure des Feldes zueinander, also Autoren, Verlage, Medien, Veranstalter, Leser?


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Equus

Von Pferden und Menschen (1). Gestaltung: Sarah Kriesche "Der Exodus des Pferdes aus der Menschengeschichte ist ein erstaunlich unbeachteter Vorgang. Ganze Bibliotheken zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts schweigen sich aus über das Pferd, das gleichwohl in Europa und Amerika allgegenwärtig war - bis das letzte Jahrhundert der Pferde in der Zeit Napoleons anbricht und mit dem Ersten Weltkrieg ausklingt.", so der Autor Ulrich Raulff in seinem Buch "Das letzte Jahrhundert der Pferde", in welchem er die Auflösung der "Arbeitsgemeinschaft" zwischen Mensch und Pferd im Lauf der Jahrhunderte beleuchtet. Das "Ö1 Radiokolleg" begibt sich auf die Spuren des Miteinanders von Mensch und Pferd und beleuchtet seine Rolle in der Wirtschaft, der Kunst, aber auch der Kultur, die mit ihnen einhergeht. Vor allem Reiterstatuen, die Stadtbilder mitgestalten, erinnern an die Zeit und die Rolle des Pferdes vor seinem Wandel vom Nutz- zum Haustier; Sie waren nicht nur das Symbol für die Größe und die Stärke eines Herrschers, sondern auch kriegsentscheidend. Ohne Pferde wären die Strecken, die es zur Eroberung und Verteidigung von Gebieten gebraucht hatte, nicht zu bewältigen gewesen. Manch besonders edlem Ross wurde dementsprechende Ehre zuteil. Bukephalos etwa, der Hengst von Alexander dem Großen, bekam eine eigene Bestattung in einem prunkvollen Mausoleum. Ihm zu Ehren gründete Alexander außerdem die Stadt Alexandreia Bukephalos, das heutige Jhemal in Pakistan. Der größenwahnsinnige Caligula ließ seinem Lieblingspferd "Incitatus" bereits zu Lebzeiten einen eigenen Palast bauen. Das Rennpferd besaß eigene Diener, kostbare Möbel, ein Halsband aus Edelsteinen und trank bei Festen aus goldenen Pokalen. Ein ständiger Sitz im Senat wurde vereitelt, da sein Herr ermordet wurde, bevor er Incitatus - wie geplant- zum Konsul ernennen konnte. Auch in der Mythologie und Sagenwelt ist das Pferd - und alle daraus entstehenden Fantasieformen - quasi ein Fixbestandteil. Zentauren, Einhörner oder fliegende Pferde sind ständige Begleiter in Mythen, Märchen und Göttersagen, durch die man die Welt und Naturerscheinungen erklärbar machen wollte. Bis heute prägen ihre Legenden Kulturen. Sleipnier etwa, der "Dahingleitende", war das achtbeinige Pferd des nordischen Gottes Odin. Einmal stolperte er, konnte sich aber fangen, indem er seinen Fuß auf Nordirland setzte. Bis heute ist sein Hufabdruck, in Form der Ásbyrgi-Schlucht zu sehen. Ob in den Massenmedien und Serien wie "Fury" oder "Black Beauty", im Sprachgebrauch, wo man das Pferd lieber nicht von hinten aufzäumen will, thematisch gut beschlagen ist und dem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut, bis hin zu einem der berühmtesten Wahrzeichen Wiens - den Lippizanern - selten hat ein Miteinander von Mensch und Tier Kulturen so intensiv und nachhaltig geprägt.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Horizontal und vertikal

Von Melodik und Harmonik (1). Gestaltung: Martin Adel Wer wüsste nicht, was eine Melodie ist? - man singt, pfeift, spielt sie nach; man erkennt sie wieder; oder sie sitzt einem als Ohrwurm im Kopf. Man könnte sie auch einfach definieren als zeitliche Tonfolge, die von bestimmten Tonintervallen und Rhythmus strukturiert und charakterisiert ist. Man könnte auch von einer typischen Melodik der italienischen Oper (beispielsweise) sprechen; - aber Verfeinerungen dieser Art machen die Sache im Prinzip nicht anders, nur schwerer zu beschreiben. Tatsächlich komplizierter ist es da mit der Harmonik! Die Harmonik regelt - ganz grob gesprochen - den Zusammenklang mehrerer Töne, d.h. Mehrstimmigkeit, allerdings angefangen von der frühen Mehrstimmigkeit des (europäischen) Mittelalters bis hin zu den Klangstrukturen der Avantgarden. So ist auch eine der vielen Fragen, die sich über das lange wechselseitige Verhältnis von Melodie und Harmonie auftun, nicht zuletzt diese: Haben nicht gerade diese Avantgarden immer wieder versucht, den "Spieß" umzukehren und eine Musik ohne Melodie zu komponieren? Oder auch jene andere Frage: Weltharmonie, Weltharmonik - wie, was, wann, wo? Harmonie ist doch "einigermaßen" der Gegensatz zu Chaos, d.h. geordnet, regelhaft, im traditionellen Sinne aber jedenfalls "wohl proportioniert" oder auch um Spannungsausgleich bemüht! Zumindest Letzteres kann man von der Harmonik gerade nicht behaupten. Vielleicht sind dafür unsere "Ohrwascheln" "von-Haus-aus" zu sehr melodieorientiert, womit das Komponieren und (Zu-)Hören von harmonischen Klanggebilden zur (steigerungsfähigen) hohen Kulturleistung avanciert? Man wird vermutlich nicht falsch liegen mit der These, dass die Herausforderungen des Komponierens - im Laufe der Jahrhunderte - deren melodische Schöpfungen zwar keineswegs obsolet gemacht, aber deren harmonische Komplexität und Kompliziertheit haben steigen lassen. Immerhin scheint es zu kurz gegriffen, wollte man der Melodik das Gefühl zuschreiben und der Harmonik das intellektuelle Vergnügen an musikalischer Artistik.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. "Die Weisheit der Einfachen" - von Papageno zu Valentin Holzwurm. Die "Weisheit" wird in der "Zauberflöte" oft beschworen. Aber - wer besitzt sie? Keineswegs nur die von Haus aus "Eingeweihten" rund um Sarastro. Letztendlich erweisen sich die beiden Liebespaare Pamina und Tamino und Papageno mit Papagena als durch die Liebe zueinander weise Gewordene. Und gerade der Vogelfänger mit seiner Gattin wirkt im österreichischen poetischen Volkstheater weiter und hat einen weisen Nachfahren im menschenfreundlichen Tischler Valentin in Raimunds "Verschwender".


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Ex libris-Nachlese. "Aufleuchtende Details" von Péter Nádas. Aus dem Ungarischen von Christina Viragh. Gestaltung: Peter Zimmermann


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus. Das Symphonieorchester der Volksoper Wien feiert sein hundertjähriges Bestehen und sitzt diesmal nicht - wie auch schon vor 100 Jahren! - im Orchestergraben, sondern auf der Bühne. Mit einem Festkonzert in der Volksoper am 16.11. feiert das Symphonieorchester der Wolksoper Wien sein hundertjähriges Bestehen. Obwohl es als Spezialorchester für die Operette und Wiener Tanzmusik des 19. Jahrhunderts weltweit konzertiert und seit 1994 regelmäßig das Neujahrskonzert in der Suntory Hall in Tokyo bestreitet, spielen die knapp 100 Musikerinnen und Musiker am kommenden Donnerstag auch große symphonische Werke: Dvoraks 9. Symphonie und Mahlers "Lieder eines fahrenden Gesellen". Letztere standen auch auf dem Programm vor fast genau 100 Jahren, als das damals so genannte "Wiener Volksopernorchester" auf der Bühne der Volksoper erstmals auftrat und u.a. ebenfalls Mahlers "Lieder" interpretierte. Der Dirigent am kommenden Donnerstag ist Lorenz C. Aichinger, die Solistin Martina Mikelic. Operette, Wiener Walzer und Auftritte mit großen Gesangssolisten - von Pavarotti bis Diana Damrau oder Elina Granca - zeichnen das Repertoire dieses Orchesters aus. Aber Hornist und Orchestervorstand Erich Saufnauer gesteht im Interview, es sei schon schön, auch einmal aus dem Orchester-Graben auf die Bühne zu wechseln und das symphonische Konzert-Repertoire zu spielen.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Demokratie im Spiegel der globalen Kritik. Gast: Kenichi Mishima, Sozialphilosoph. Moderation: Philipp Blom. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Wir durchleben eine Krise der Demokratie, sagt der japanische Sozialphilosoph Kenichi Mishima. Systeme, die seit Jahrzehnten stabil schienen, brechen plötzlich ein, autokratische Herrscher und illiberale Demokratien verändern die politische Landschaft, nationalistische Populisten überflügeln traditionelle Volksparteien, ein allgemeines Misstrauen gegenüber der Demokratie macht sich bemerkbar. "Was jetzt nottut, ist ein ernüchternder Blick, also der Perspektivenwechsel des demokratischen Westens. Der Blick auf den anderen muss ersetzt werden durch den Blick auf das Eigene, " meint Mishima. Wie also sehen westliche Demokratien aus der Außenperspektive aus? Wie begründet ist es, die Geschichte des reichen Westens als Fortschritt zu begreifen und wie universell sind demokratische Werte und Denkweisen? Im Gespräch mit Moderator Philipp Blom beleuchtet der Philosoph die Demokratien des globalen Westens von innen und von außen und stellt die Frage, ob eine Außenperspektive auf die europäische Geschichte helfen könnte, die gegenwärtige Krise der Demokratie zu verstehen. Die Redaktion freut sich auf Ihre Fragen, Gedanken und Beiträge zum Thema - unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 - wie immer kostenlos aus ganz Österreich - oder per Mail an punkteins(at)orf.at


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Barockes Twittern. Präsentation: Gerhard Hafner "Baroque Twitter - Vogelstimmen in Arien und Konzerten des Hochbarocks" lautete der Titel eines Galakonzertes am 29. Juli beim 61. Gstaad Menuhin Festival in der Schweiz. Dabei warfen sich -getragen vom Kammerochester Basel - die Sopranistin Nuria Rial und der Blockflötist Maurice Steger in Noten gegossene Twitter-Nachrichten zu. Kompositionen von Vinci, Torri, Gasparini, Scarlatti u.a. wurden dabei zu einem vielfarbigen musikalischem Florilegium gebunden.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Tote Tiere am Rande der Straße. Ein undankbares Arbeitsfeld. Jeder hat schon einmal überfahrene Tiere gesehen. Besonders im Herbst häufen sich Unfälle mit Wildtieren. Unauffällig liegen sie irgendwo am Straßenrand und werden wenig beachtet. Behindert der Tierkadaver den Straßenverkehr oder handelt es sich gar um ein gesuchtes Haustier, wird die Straßenmeisterei verständigt. Mit Schaufeln und Handschuhen heben die Mitarbeiter die Tiere vom Asphalt und verwahren sie in Kühltruhen, bis die Tierkörperverwertung kommt. Von Wildunfällen, vermissten Haustieren und verdächtigen Bremsspuren. Gestaltung: Kathrin Wimmer Randnotizen: Xaver Forthuber


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Als 6er mitten im Geschehen am Feld Wenn unser Radiohund einen Ball sieht, kann er einfach nicht anders: er muss hinterher. Ganz ähnlich geht es Mona. Sie spielt leidenschaftlich Fußball - seit der Volksschule. Auf der Position der Torfrau hat sie mit dem Kicken angefangen, jetzt ist sie als 6er mitten im Geschehen am Feld und erzählt Rudi, was sie am Fußball so fasziniert. Mona: "Ich hab mich nie für eine andere Sportart interessiert, immer nur für Fußball. Die Burschen denken, Mädchen können es nicht. Aber wenn man ihnen zeigt, was man kann und wenn man es gut kann - tja..." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Literatur ist der Rede wert Aufgezeichnet am 10. Oktober 2017 im Literaturhaus Graz. Moderation und Bearbeitung: Robert Weichinger Eine erlesene Runde aus Kritikerinnen und Kritikern diskutiert mitunter sehr leidenschaftlich über literarische Neuerscheinungen. Zur Schau gestellt werden: Schärfe, Fundiertheit und Prägnanz. Das Ping-Pong der Meinungen der Expert/innen soll dem Publikum Anregung und Aufforderung zum Lesen sein. Denn: Literatur ist der Rede wert! Unter der Leitung von Robert Weichinger diskutieren Julya Rabinowich (Autorin und Kolumnistin), Julia Schafferhofer (Kleine Zeitung) und Klaus Kastberger (Literaturhausleiter). Auf dem Programm stehen diesmal: S. Corinna Bille: "Für immer Juliette" (Rotpunktverlag) Robert Menasse: "Die Hauptstadt" (Suhrkamp) Laura Freudenthaler: "Die Königin schweigt" (Droschl)


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Tanzen mit dem Tod: Boris Bukowski und Paul Plut Vor 18 Jahren ist das letzte Album von Boris Bukowski erschienen. Jetzt jubelt die Kritik über seine neue CD und ein "immerjunges Rock-'n'-Roll-Herz". Der 71-jährige Steirer, wohnhaft in Wien, gehört mit Hits wie "Kokain" zu den historischen Größen des Austropop. Die Musik ist für den vitalen Künstler offenbar ein Lebenselixier: Die Platte "Gibt's ein Leben vor dem Tod" bleibt dem Pop-Idiom treu, klingt dafür aber überraschend unorthodox. 26 Musiker haben bei diesem ausgereiften Langzeitprojekt mitgewirkt. Songs über das Abenteuer Leben im Angesicht der eigenen Sterblichkeit. Klanglich noch progressiver geht es ein anderer Steirer an, und auch bei ihm geht es ums Ganze. "Lieder vom Tanzen und Sterben" heißt das introspektive Solodebüt von Paul Plut, den man von den Bands Viech und Marta kennt. In seinen düsteren Liedern singt er mit kratziger Stimme im steirischen Dialekt über seine Jugend in der konservativen Strenge des Ortes Ramsau am Dachstein. Eine bestechend offenherzige und berührende Auseinandersetzung mit einem frühen Selbstmordversuch und dem Thema Tod im Allgemeinen.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Freimaurer. Zur 300-jährigen Geschichte des Geheimbundes. Mit Christian Rapp, Kulturwissenschafter und Kurator. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Freimaurer - das sind straff organisierte Geheimbündler mit seltsamen Ritualen, die ihre Finger bei sämtlichen Großereignissen der Weltpolitik mit im Spiel haben - oder? Um die Geschichte der Freimaurer sind viele Verschwörungstheorien und Legenden gesponnen worden. Im Jahr 1717 wurde die erste Großloge in London gegründet - so sagt die Überlieferung, Fakten für diese Datierung fehlen. Tatsache ist, dass sich die Freimaurerlogen von England aus ab dem beginnenden 18. Jahrhundert im Rest Europas ausbreiteten. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität sind bis heute ihre Grundsätze. Das hatte durchaus Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft. Bei der amerikanischen Unabhängigkeit und den 1776 erstmals ausformulierten Menschenrechten etwa spielten die Freimaurer eine wichtige Rolle. George Washington war Freimaurer, ebenso die Präsidenten Abraham Lincoln oder Theodore Roosevelt. In Österreich wurde die erste Freimaurerloge mit dem Namen "Zur wahren Eintracht" im Jahr 1781 in Wien gegründet. Berühmte österreichische Freimaurer kommen aus allen Sparten der Gesellschaft: Künstler wie Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn gehörten Freimaurerlogen an, ebenso wie der ehemalige Bundeskanzler Fred Sinowatz oder Richard Coudenhove-Kalergi, der Begründer der Paneuropa-Bewegung. Derzeit gibt es in Österreich 78 Logen und 3.500 Brüder - denn Frauen sind bis heute nicht in der Großloge von Österreich zugelassen.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Seit dem Wahlsieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump am 8. November 2016 ist die Spaltung der USA noch größer geworden - Gestaltung: Martin Ganslmeier Wer gedacht hätte, das Amt werde Trump, den unbeherrschten Heißsporn, schon zähmen, sah sich schnell getäuscht. "America First!" war kein bloßer Wahlslogan, sondern bleibt oberste Priorität der Politik des neuen US-Präsidenten. Welche seiner Ziele konnte Donald Trump verwirklichen? Was misslang ihm? Und wie kommt seine Politik ein Jahr nach der Wahl bei seinen Anhängern und seinen Gegnern an?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Eine Stadt aus dem Meer Von Hanna Ronzheimer Vom "Penninischen Ozean" in der Kreidezeit erzählt das Flyschgestein, das sich am Tiefseeboden aus heruntergefallenem Schutt und Sedimenten gebildet hat. Noch heute stößt man im Wienerwald auf Flysch. Der Architekt Otto Wagner verwendete das witterungsfeste Gestein für den Bau der Stadtbahn. Im Flysch findet sich auch ein bis heute rätselhaftes Spurenfossil, über das sich schon Leonardo da Vinci den Kopf zerbrach. Es stammt vom Paleodictyon, einem Lebewesen aus der Urzeit-Tiefsee. Viel später, vor rund 12 Millionen Jahren, war die Gegend des heutigen Wien dann ein subtropisches seichtes Gewässer, wie es heute etwa bei Dubai existiert. Dieses damalige "Sarmat-Meer" war höchstens 100 Meter tief. In den Weinbergen von Liesing verlief seine westliche Strandlinie, und das östliche Ufer lag weit entfernt im heutigen Turkmenistan. Der Muschelkalkstein aus dem Sarmat-Meer diente später als Baumaterial für den Stephansdom und die Minoritenkirche.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Andreas Felber. Lucia Cadotsch Speak Low und das Jakob Zimmermann Trio beim Outreach-Festival 2017. Eine in Berlin lebende Schweizer Sängerin und ein 17 Jahre junger Vorarlberger Pianist sorgten im August 2017 für Höhepunkte beim Outreach-Festival in Schwaz in Tirol. Zum einen beeindruckte Lucia Cadotsch im Rahmen ihres Trios "Speak Low" mit aparten Interpretationen von Standards wie "Strange Fruit" oder "Don't Explain". Wobei neben Bassist Petter Eldh Altsaxofonist Hayden Chisholm mit auf der Bühne stand, der nicht zur Stammbesetzung zählt, mit hauchzarten, lyrischen Linien den Songs jedoch auf andere Weise berührendes Profil verlieh. Zweitens demonstrierte der gebürtige Bludenzer Jakob Zimmermann sein großes Talent: Im Trio mit Bassist Clemens Rofner und Schlagzeuger Simon Springer zeigte er sich als technisch und rhythmisch verblüffend versierter, u. a. von Chick Corea beeinflusster Tastenmeister wie auch als ideenreicher Komponist.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich All in the Family Péter Nádas: Aufleuchtende Details, Rowohlt Verlag (Übersetzung: Christina Viragh) Elena Lappin: In welcher Sprache träume ich? Die Geschichte meiner Familie, Kiepenheuer Witsch Verlag (Übersetzung: Hans Christian Oeser) Barbara Gowdy: Kleine Schwester, Roman, Kunstmann Verlag (Übersetzung: Ulrike Becker) Silvia Pistotnig: Tschulie, Roman, Milena Verlag Frank Witzel: Direkt danach und kurz davor, Roman, Matthes Seitz Verlag



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Erkundungen des literarischen Feldes. Beziehungen, Business und Bedeutungen (1). Gestaltung: Peter Zimmermann Equus. Von Pferden und Menschen (1). Gestaltung: Sarah Kriesche Horizontal und vertikal. Von Melodik und Harmonik (1). Gestaltung: Martin Adel


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Wien Modern 2017. Musik als körperliche Mitteilung. Die Komponistin Iris ter Schiphorst. Gestaltung: Irene Suchy Die 1956 in Hamburg geborene Komponistin, Autorin und Performerin Iris ter Schiphorst ist so vielseitig als Komponistin wie als Instrumentalistin. In ihren Werken setzt sie ihre Anliegen für eine Gender-balancierte Welt der gelebten Diversität ein: Sie nehmen den Blick der Frauen von Euridice bis Elfi Briest ein oder thematisieren Gehörlosigkeit. Ter Schiphorst, mittlerweile Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, begann ihre musikalische Laufbahn in einer Frauen-Rockband. Rhythmus, Körper und Bewegung sind Parameter ihres Werkes, das von Elektronik bis Kammermusik, von Vokal-Kompositionen bis zur Pantomime reicht. Für Wien Modern hat sie Lacans Gedanken für Orchester in einem Libretto der Operndramaturgin Helga Utz umgesetzt.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Nina Strehlein Musikauswahl: Friederike Raderer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten