Jetzt läuft auf Ö1:

Ö1 Mittagsjournal

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Der göttliche Zweifel". Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk tritt in einen Dialog mit göttlichen Zweiflern wie Blaise Pascal, Sören Kierkegaard, Muguel de Unamuno oder Hans Blumenberg. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Wir sind Christen im gleichen Sinne, wie wir Schwaben oder Perigordiner sind, notiert der französische Philosoph Michel de Montaigne 1580 in seinen berühmten "Essais". Der scheinbar harmlose Satz meint, dass es keinen absoluten und hinreichenden Grund gibt, Christ zu sein, erklärt der Literatur- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk in seinen "Gedanken für den Tag". Religion liege - nach Montaigne - ein menschliches Grundbedürfnis zugrunde, das alle Religionen befriedigen. Keine Religion oder Konfession sei indes in einem absoluten Sinne wahr oder objektiv. Das menschliche Erkenntnisvermögen sei zu schwach, um die Existenz Gottes zu bekräftigen. "Montaigne verwirft den Glauben keineswegs, denn der Atheismus ist in diesem Sinne genauso verwegen wie jene Frömmigkeit, die Montaigne zufolge "unseren Leidenschaften schmeichelt". Es ist der Absolutismus des Glaubens, der Krieg und Grausamkeit entfacht. Von daher ist Skepsis gegen religiöse Wahrheiten ein Gebot der Bescheidenheit", so Müller-Funk. In seinen "Gedanken für den Tag" tritt der Literatur- und Kulturwissenschaftler in einen Dialog mit göttlichen Zweiflern wie Blaise Pascal, Sören Kierkegaard, Miguel de Unamuno oder Hans Blumenberg.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Der Künstler Luke Jerram Luke Jerram ist ein englischer Objekt- und Installationskünstler. Gerne entwickelt er Arbeiten für den öffentlichen Raum, die das Publikum spielerisch miteinbeziehen. Jerrams wohl bekanntestes Projekt heißt "Play Me, I'm Yours". Vor 10 Jahren erlebte es in Birmingham seine Premiere. Für drei Wochen wurden 15 alte Pianos in der ganzen Stadt aufgestellt. Die Idee zum Projekt kam Luke Jerram bei der Beobachtung von anonymen Routinen im städtischen Zusammenleben. Viele Menschen tun immer wieder das gleiche, etwa warten an der Busstation oder im Waschsalon, ohne je miteinander zu reden. Klaviere im öffentlichen Raum könnten Konversationen in Gang bringen, dachte Jerram. Und er sollte sich nicht täuschen. Weitere Arbeiten des Künstlers Luke Jerram sind etwa die schwebende Klangskulptur "Sky Orchestra" oder die Windharfe "Aeolus".- Gestaltung: Markus Moser


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Ulla Pilz. Versuch einer Montagmorgen-Versüßung. Hugh Laurie ist hierzulande am ehesten als "Dr. House" bekannt, besondere Freunde britischen Humors lieben auch seine legendären Fernsehduos mit Stephen Fry. Dass der Mann auch studierter Anthropologe und Meisterruderer ist, dürfte manchen neu sein; und vielleicht auch die Tatsache, dass er ziemlich anständig Klavier und Gitarre spielt und sehr originell singt.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Mit dem Biologen Peter Prack am Zusammenfluss von Enns und Steyr. Teil 1: Lebensraum Ennsknie Gestaltung: Lothar Bodingbauer Flüsse bilden Lebensräume von Lebewesen im Wasser. An ihren Rändern sind die Schnittstellen zum Land nicht scharf und plötzlich, sondern zoniert, was sich auch auf die Vielfalt der Lebewesen in diesem Bereich überträgt. Dies gilt für naturnahe Flüsse, deren Ränder die Einflüsse von Hochwassern widerspiegeln. In hochwassergefährdeten Gebieten sind die Ufer oft von Menschen in einer Weise geformt, die stark in diese Zonierung eingreift. Zusätzlich gibt es Eingriffe, die entlang der Flüsse die Lebensräume ändern: Kraftwerke und Geschiebefänge, die Kies zurückhalten. Auch sie sind in den Hochwasserschutz eingebunden. Naturnahe Flüsse mit ursprünglichen, zonierten Ufern sind gleichzeitig wertvolle Naherholungsgebiete für die Menschen angrenzender Siedlungen. So stehen die Wünsche nach Erholung und die Wünsche nach Schutz vor Hochwassern in einem Widerspruch, den es zu lösen gilt. Am Zusammenfluss von Enns und Steyr im Großraum der Stadt Steyr sind alle Frage- und Problemstellungen des Naturschutzes samt ihren derzeitigen Lösungen und Visionen modellhaft auf einem kleinen Raum versammelt.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Lernen Sie Geschichte!

Modems, Lichtermeer und Europäische Union. Die 90er Jahre in Österreich (1). Gestaltung: Julia Reuter "Lernen Sie Geschichte!" Das berühmte Zitat von Alt-Kanzler Bruno Kreisky ist Titel und Motto dieser Radiokolleg-Reihe: Rückblickend wird jenes Jahrzehnt näher betrachtet, in dem Österreich "Ja" zur EU sagte und wir mit lauten Modem-Geräuschen auf Verbindung zum Internet warteten. Nostalgisch betrachtet schien es uns hierzulande gut zu gehen: Die Wirtschaft war weitgehend in Ordnung, der "Kalte Krieg" vorbei, im Fernsehen spielte es "Friends" und "Hör mal, wer da hämmert"; musikalisch sorgten Boybands wie die Backstreet Boys für Furore. Wer diese Art von Popmusik verweigerte, hörte Nirvana, Techno oder Elektronik. In letzterem Genre reüssierten Kruder Dorfmeister zu Weltstars und verschafften somit auch Wien wieder einen Platz im Rampenlicht der internationalen Musiklandschaft. In Sachen Mode begann der Aufstieg von Kleiderketten wie H M, während das sogenannte "Arschgeweih" der Tattoo-Szene einen kurzlebigen Trend bescherte. Dass nicht alles rosig war, zeigt der Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Für die daraus resultierende Flüchtlingswelle wurde bei "Nachbar in Not" eifrig gespendet und in Wien demonstrierten 300.000 Menschen beim sogenannten "Lichtermeer" gegen den Fremdenhass. Außerdem entschieden wir uns mehrheitlich dafür, der Europäischen Union beizutreten und somit auch auf "unseren Schilling" zu verzichten. Als die FPÖ unter Jörg Haider bei den Wahlen 1999 einen starken Zugewinn verzeichnen konnte, folgten international viele Proteste, die zu den "bilateralen Maßnahmen" der EU - den sogenannten "Sanktionen" - führten. In den USA sorgte die Affäre von Präsident Bill Clinton mit seiner Praktikantin Monica Lewinsky für politischen Tumult, in Russland kam 1991 mit Boris Jelzin zum ersten Mal ein demokratisch gewählter Präsident an die Macht, der 1999 von Wladimir Putin abgelöst wurde. Auch in Südafrika fanden nach dem Ende der Apartheid Wahlen statt, die Nelson Mandela für sich entschied. Die Medienlandschaft veränderte sich insofern, dass der ORF nicht mehr das alleinige Monopol auf die Rundfunklandschaft besaß, sondern nun auch Privatsender mitspielten. Im Printbereich begann sich der Boulevard mit Zeitschriften wie "News" und "Format" mehr auszubreiten, während "Der Standard" 1995 als erste deutschsprachige Zeitung online ging. Wie lässt sich diese Dekade aus heutiger Sicht einordnen, wie denken Zeitzeug/innen und Vertreter/innen der Generation Y darüber?


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Last und Lust der Hochsensibilität

Erklärungen für das Gefühl, anders zu sein (1). Gestaltung: Ingrid Götz Hochsensible, Vielfühler, Hochsensitive, Highly Sensitive Persons - mittlerweile gibt es viele Begriffe für ein Persönlichkeitsmerkmal, das Betroffene mehr und intensiver wahrnehmen lässt als andere. Auswirken kann es sich positiv wie negativ. Hochsensible Menschen erleben alle oder bestimmte Arten von Sinneseindrücken besonders stark. Ihr vegetatives Nervensystem reagiert darauf mit erhöhter Alarmbereitschaft. Was die Mehrheit nur erlebt, wenn Krieg und extreme Armut herrschen oder jemand täglichem Mobbing ausgesetzt ist, das geschieht bei Hochsensitiven aus relativ geringem Anlass. Ihre Körperchemie reagiert wesentlich früher. Auslöser können äußere Reize wie Lärm, Gerüche, Schmerzen oder Menschenansammlungen sein, aber auch Gefühle wie Verliebtheit oder Wut. Manchmal reichen auch schon zu viele Informationen gleichzeitig, um Hochsensitive in einen Zustand der Überstimulation zu bringen. Sie können dann nicht mehr klar denken und empfinden nur noch Stress. Das Thema Reizüberflutung, dem sie nahezu ohnmächtig gegenüber stehen, kennen alle Betroffenen. Andererseits hat die hohe Empfindsamkeit auch ihre guten Seiten: Feinheiten und Nuancen werden besser erfasst. Viele Hochsensible sind kreative und intuitive Menschen. Sie verfügen über ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden, können gut zuhören, sind loyal und gewissenhaft. Einige setzen sich für idealistische Ziele ein und kämpfen für eine bessere, gerechtere Welt. Das individuell unterschiedliche Paket an Eigenschaften, das die Hochempfindsamkeit mit sich bringt, ist meist schon von Kindheit an zu spüren. Bei der Berufswahl schließlich ist entscheidend, ob sie das eigene Naturell unterstützt oder ihm entgegensteht. Und ob auch grundsätzlich auf die überstarken Reaktionen Rücksicht genommen wird, indem etwa Auszeiten und Regeneration eingeplant werden. Denn je besser Betroffene sich selbst und ihre Bedürfnisse kennen, desto eher können sie Strategien für den Umgang mit ihrer Besonderheit entwickeln und das Beste aus sich herausholen. Doch welche Erklärung gibt es für das Phänomen, welches weder eine Diagnose noch eine Erkrankung darstellt? Was die Entstehung angeht, so ist sich die Wissenschaft nicht einig. Eindeutig messbar ist Hochsensibilität ebensowenig. Wer wissen möchte, ob er betroffen ist, und das sind immerhin 10-15% der Bevölkerung, findet es am besten über die Literatur zu diesem Thema oder einen Selbsttest heraus. Den ersten dieser Art entwickelte in den 1990er Jahren die amerikanische Psychologin Elaine Aron. Anhand von 27 Fragen lässt sich einschätzen, ob man sich den "Highly Sensitive Persons" zuordnen kann. Doch auch Therapeut/innen und Coaches befassen sich zunehmend mit dem Konzept der Hochsensitivität. Denn Beobachtungen zeigen, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Klient/innen in ihren Praxen hochsensibel ist.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Alte Tasten - Neue Klänge

Renovierung historischer Klaviere, Cembali und Orgeln (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz Die gotische Orgel von St. Andreas in Ostönnen (Nordrhein-Westfalen) zählt zu den ältesten spielbaren Orgeln der Welt, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts gebaut und zwischen 2000 und 2003 umfassend restauriert. Das weltweit älteste Klavier aus dem Jahr 1726, ein über die Jahre hinweg aufwendig restauriertes Stück des Italieners Bartolomeo Cristofori, ist heute noch spielbar. Dennoch sehen sich heutige Instrumentenrestauratoren bei ihrer Arbeit immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie die Klangvorstellung jener Zeit war, in denen die Instrumente gebaut wurden. Denn bei der Restaurierung geht es nicht nur um detailgenaue Präzisionsarbeit, sondern auch um musikalisches Einfühlungsvermögen in ein längst vergangenes Klangspektrum. Die Komponisten von damals ließen sich von den musikalischen Nuancen der Instrumente inspirieren. Heute gilt es, dem Originalklang so nahe wie möglich zu kommen.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. "Jeans pawlowskeer Ideal" - Olga Smirnitzkaja Johann Strauß war bei seinen Konzerten im russischen Pawlowsk der umschwärmte Stern aller Damen. Er aber hatte nur einen - und den umschwärmte er mit zahlreichen sehr innig gehaltenen Liebesbriefen. Gerne hätte er seine Olga als Ehefrau heim nach Österreich geführt - aber er war halt letztendlich doch ein "Trauminet". Seine Schreiben legen aber manches aus seinem Inneren bloß - auch in musikalischer Hinsicht - und er fand Trost in der Musik Robert Schumanns.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Ex libris-Nachlese. "Expeditonen ins dunkelste Wien" von Max Winter. Gestaltung: Peter Zimmermann


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gerhard Krammer. Ein musikalisches Statement für mehr Menschlichkeit. Das erst vor zwei Jahren gegründete Clarion Quartett besteht aus vier Musikerinnen, die aber bereits seit langem im Pittsburgh Symphony Orchestra zusammen musizieren. Ihre aktuelle CD widmet sich der Musik von vier Komponisten, die von den Nationalsozialisten verfolgt, verboten und ermordert wurden. Erich Wolfgang Korngold, Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff und David Zehavi bekommen durch das Clarion Quartett eine höchst expressive Stimme, die berührt, fasziniert und gerade in diesen Tagen aufwühlt und aufweckt.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Abschied vom Mythos, Entdeckung des Dichters Peter Rosegger. Gast: em. Univ.-Prof. Dr. Karl Wagner, Literaturwissenschafter und Mitherausgeber der Rosegger-Leseausgabe. Moderation: Johann Kneihs. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 In den hundert Jahren seit seinem Tod am 26. Juni 1918 sind Generationen von Leserinnen und Lesern mit den Büchern Peter Roseggers aufgewachsen. In seinen Geschichten und Romanen konnte man vieles erkennen, das für das Leben nicht nur im steirischen Mürztal typisch war: eine mächtige Natur und soziale Härte, den strengen Vater, einen Buben, der sich eine andere Welt erträumte. Auf Peter Rosegger und sein Werk haben sich Konservative, Sozialreformer und Naturschützer berufen, ebenso wie die Nationalsozialisten - das hat Peter Rosegger den Ruf eines Antisemiten eingetragen, aber seine Beliebtheit in der Nachkriegszeit nicht geschmälert. In den letzten Jahrzehnten schien er aber "ins Ausgedinge der Provinzliteratur geschickt", so der Germanist Wendelin Schmidt-Dengler. Heute steht Peter Rosegger als Autor mit gewaltiger Wirkungsgeschichte, aber ohne Werk da - bis jetzt fehlte eine kritische Ausgabe seiner Schriften. Der Literaturwissenschafter Karl Wagner möchte Rosegger der Vereinnahmung entreißen und gibt gemeinsam mit Daniela Strigl vier seiner Hauptwerke neu heraus. Johann Kneihs spricht mit Karl Wagner über die von Peter Rosegger selbst mit geschaffene Legende Rosegger und über die bleibende Qualität seines Werks, literarisch und als historische Quelle zu seiner Lebenszeit (1843 - 1918), dem letzten Dreivierteljahrhundert der Donaumonarchie. Wenn Sie sich an der Sendung beteiligen möchten: Schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at oder rufen Sie live während der Sendung an unter der Nummer 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

The Tallis Scholars, Leitung: Peter Phillips beim Utrecht Early Music Festival; aufgenommen am 1. und 2. September 2017 im Tivoli Vredenburg, Utrecht). "Die Rockstars der vokalen Renaissancemusik". Gestaltung: Jörg Duit Das größte Alte Musik Festival der Welt stand 2017 im Zeichen der Feierlichkeiten zum Lutherjahr. Im ausufernden Reigen der etwa 225 Konzerte, die im Rahmen dieser Großveranstaltung in Utrecht stattfinden, traten auch die von der New York Times als Rockstars der vokalen Renaissancemusik bezeichneten Tallis Scholars mehrmals auf. Alle drei Konzerte bestanden ausschließlich aus Psalmvertonungen der verschiedensten Epochen und wurden von Peter Phillips, dem Gründer und Leiter des Ensembles thematisch geordnet vorgestellt: Gratitude, Security und Power and Oppression. Jörg Duit präsentiert im Ö1 Konzert eine Auswahl der im Tivoli Vredenburg gesungenen Werke.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Nostalgisches Wohnaccessoire oder doch Wertanlage? Auf der Jagd nach Vintage- und Designermöbeln Lange Zeit galten sie als verstaubt und altmodisch, heute sind sie wieder der letzte Schrei. Vintage- und Designermöbel aus den 1920er bis 70er Jahren bringen Stimmung in die eigenen vier Wände und lassen sich perfekt mit neuen Stücken kombinieren. Dazu sind die Stücke noch von guter handwerklicher Qualität und auch für die nächsten 60 oder 70 Jahre haltbar. Käufer dieser Spezialitäten am Möbelmarkt sind längst keine Individualisten mehr. Die Älteren wollen sich damit eher an die Vergangenheit erinnern, die Jüngeren distanzieren sich mit dem Kauf von Vintage aktiv von der gegenwärtigen Wegwerfkultur. Doch wo kauft man Vintage richtig ein, wie man ein Original von einem Nachbau unterscheidet, und was "kann" es? Andreas Maurer hat sich dazu in Wien und Graz umgehört. Gestaltung: Andreas Maurer Randnotizen: Marie-Claire Messinger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Klassische Kinderlieder und ein Teufli "Der Sommer ist da", freut sich unser Radiohund und genießt die Sonne, die Wärme und das Eis im Magen. Coretta Kurth hat für Rudi die passende Musik dazu: klassische Kinderlieder, die von der Arbeit am Feld erzählen, von den Tieren in Wald und Wiese und einem Teufli. Das Lied vom armen, welschen Teufli kommt Rudi komisch vor, doch dann erkennt er sich darin wieder... Coretta Kurth: "Das Lied erzählt vom Wandern. Im Sommer hat man Ferien und in den Ferien geht man doch oft wandern. Das Teufli, von dem der Text erzählt, geht auch wandern und sagt: ich bin so ein armes Teufli, ich bin müde. Und dann hat er auch noch etwas verloren und da muss er jammern." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Literatur ist der Rede wert - Die Literarische Soiree Drei literarische Neuerscheinungen, von einer journalistischen Kritikerrunde unter die Lupe genommen. Moderation und Bearbeitung: Robert Weichinger (aufgenommen am 29. Mai 2018 im Literaturhaus am Inn in Innsbruck) Unter der Leitung von Robert Weichinger diskutieren Dorothea Zanon (Lektorin, Haymon Verlag), Anna Rottensteiner (Literaturvermittlerin und Programmchefin des Literaturhauses am Inn) und Joachim Leitner (Tiroler Tageszeitung) Die Buchauswahl: James Baldwin: Von dieser Welt (dtv) Monika Maron: Munin oder Chaos im Kopf (S. Fischer) Esther Kinsky: Hain - Geländeroman (Suhrkamp)


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1992 - Austrian Cultural Forum New York Obwohl das Trauma von 9/11 noch frisch war, herrschte am 18. April 2002 im gerade fertiggestellten Österreichischen Kulturforum in New York, an der 52. Straße, zwischen 5th und Madison Avenue, fröhliche Geschäftigkeit: nach langem großkoalitionären Hickhack und einem mühsamen Bauprozess wurde das Haus endlich eröffnet. Zehn Jahre zuvor war der Wettbewerb ausgeschrieben worden; es gab 256 Einreichungen, aus denen der Entwurf des in den USA lebenden österreichischen Architekten Raimund Abraham ausgewählt wurde. Ein aus der Fassade auskragender Würfel, gestützt auf eine Art Stab, lässt das Gebäude wie ein Totem wirken. Nur 7,6 Meter schmal ist der Turm. "Für mich ist das Gebäude nicht ein Büroturm, sondern ein Haus. Es hat die Intimität eines Hauses", sagte der Architekt damals, als er die Ö1-Journalistin Dorothee Frank durch das Austrian Cultural Forum führte, "ich wollte vom Eingangsbereich bis ins Theater fließende Räume schaffen, sodass die Engheit des Gebäudes überwunden wird". Auch der damalige Finanzminister Karlheinz Grasser besichtigte den Neubau und übte vor Journalisten scharfe Kritik am Architekten, der aus Protest gegen die schwarz-blaue Koalition seine österreichische Staatsbürgerschaft niedergelegt hat. Kritisiert wurden die Kostensteigerungen - die ursprünglich veranschlagten Kosten wurden ums Dreifache überschritten. "Das ist eine Buchhalter-Polemik, die interessiert mich an sich nicht", meinte Raimund Abraham 2002 dazu. US-Medien, wie die New York Times, spendeten Abraham und dem damaligen Leiter des ACF, Christoph Thun-Hohenstein, höchstes Lob; das Hochhaus, das das Problem der extrem schmalen Parzelle scharfsinnig löst, gilt als wichtigstes Werk des 1933 in Lienz geborenen und 2010 in Los Angeles verstorbenen Architekten Raimund Abraham. Architektur: Raimund Abraham Wettbewerb: 1992 Adresse: 11 E 52nd St, New York, NY 10022, USA


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Jon Hiseman: Eine Legende des britischen Rock-Jazz ist tot. Groß wurde er in der aufregenden Londoner Szene der 1960er-Jahre, wo die Grenzen zwischen Blues, Rock und Jazz durchlässiger waren als anderswo. Und der 1944 geborene Jon Hiseman mischte auch schon früh in wichtigen Bands mit: Der Schlagzeuger spielte mit den Jazzpianisten Mike Taylor und Peter Lemer, außerdem ab 1966 in der Graham Bond Organization (als Nachfolger von Ginger Baker) und wenig später bei John Mayall The Blues Breakers. 1968 gründete er mit Saxofonist Dick Heckstall-Smith jene Band, mit der seine Name zeit seines Lebens zuallererst assoziiert werden sollte: Colosseum. Die epischen, suitenartigen Kompositionen, in denen Einflüsse aus Jazz, Rock, Blues und klassischer Musik zu einem elektrisierendem Amalgam verschmolzen, machten die Band berühmt. Bereits im November 1971 löste sich "Colosseum" wieder auf; spätere Neubelebungen in den Jahren 1975 bzw. 1994 konnten nicht an den Erfolg der "Erstausgabe" anschließen. Daneben arbeitete Jon Hiseman, der seit 1967 mit der Saxofonistin Barbara Thompson verheiratet war, u. a. im von Wolfgang Dauner gegründeten United Jazz + Rock Ensemble und auch mit Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber zusammen. Am 12. Juni 2018 starb Hiseman im Alter von 73 Jahren in London an den Folgen eines Gehirntumors.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Eine Kulturgeschichte der Höhlenforschung. Mit Johannes Mattes, Höhlenforscher und Historiker an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie Autor des Buchs "Reisen ins Unterirdische: Eine Kulturgeschichte der Höhlenforschung in Österreich bis in die Zwischenkriegszeit". Gestaltung: Daphne Hruby Höhlen haben die Menschen schon immer in ihren Bann gezogen. Ob nun als Rückzugsort, als Orakelstätten, als Schatzkammer oder als geheimnisumwobener Schauplatz romantisierender Märchen. Dabei wurden die Höhlen gleich selbst zu Kunstwerken. Die ältesten Malereien prangen auf ihren Wänden. Aber auch Gedanken auf philosophisch höchster Ebene haben dort ihren Schauplatz, denken wir nur an Platons Höhlengleichnis. Etwas später trieb die Menschen vor allem die Gier in die Tiefen hinab. Ende des 16. Jahrhunderts befahl etwa der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und Erzherzog von Österreich, Rudolf II., eine Expedition ins niederösterreichische Ötscherhöhlensystem zu unternehmen, um nach Gold und anderen wertvollen Rohstoffen zu suchen. Einfache Bergknappen hingegen versuchten nur ihren Lebensunterhalt in den Höhlen zu bestreiten - unter kräftezehrenden und gefährlichen Bedingungen. Auch die Wissenschafter entdeckten die Höhlen für sich. Bereits im Grimm'schen Wörterbuch ist von der Höhlenforschung die Rede. Professionell erkundet und topografisch dargestellt wurde die Welt unter der Oberfläche dann ab dem späten 19. Jahrhundert. 1923 wurde in Österreich das "Speläologische Institut" - spelaeum ist das lateinische Wort für Höhle - gegründet. In Österreichs Geschichte spielen Höhlen eine zentrale Rolle. Hierzulande gibt es etwa 16.000 davon - und es werden immer mehr. Immer wieder entdecken Forscher/innen bisher unbekannte Höhlen in Österreich.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Bali - Die Insel der Sinnsucher

Die indonesische Insel Bali gilt als Traumziel für Urlauber und als Sehnsuchtsort für müde westliche Aussteiger Gestaltung: Lena Bodewein In den letzten Jahren ist die Trauminsel ziemlich überrannt worden. Jetzt wimmelt es dort von Bio-Cafés, Internet-Startups, Yoga-Studios und Surfschulen. Die Begleiterscheinungen sind verschmutzte Strände, Drogen, die teilweise Zerstörung traditioneller balinesischer Kultur. Eine Insel zwischen Bewahren und Verändern.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Porträt eines Chronisten der Klimaerwärmung Von Lukas Wieselberg Gletscherforscher zu sein, ist in Zeiten wie diesen nicht ganz einfach. Denn das Forschungsobjekt schmilzt während der Untersuchung buchstäblich dahin. Das war nicht immer so. Noch in den 1970er Jahren hat es in Österreich eine kurze Phase von Gletscherwachstum gegeben. Heinz Slupetzky hat sie noch erlebt. 1960 hat er begonnen, Gletscher in den Hohen Tauern zu vermessen. Die jungen Kollegen beneiden ihn, dass er einen Gletschervorstoß dokumentieren konnte, sagt er heute lachend. Denn seit Jahrzehnten lässt die Klimaerwärmung das Eis schmelzen. Heinz Slupetzky ist ein Chronist dieses Tauens. Im Radio und Fernsehen ist er ein viel beachteter Experte, für science.ORF.at hat er seit 2003 ein Gletschertagebuch geschrieben. "Man baut schon eine persönliche Beziehung zu Gletschern auf", sagt der heute 78-Jährige. Besonders jener auf dem Stubacher Sonnblick hat es ihm angetan. Es war der erste, den der Forscher vermessen hat. In 20 bis 30 Jahren wird er verschwunden sein. Aber Slupetzkys Messungen, Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse - sie werden überdauern.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Christian Bakonyi. David Bowies Lieblingssaxofonist live in Krems Donny McCaslin ist seit seiner Mitwirkung auf David Bowies Schwanengesang "Black Star" in vieler Munde. Der in New York lebende kalifornische Saxofonist, zuvor u. a. als Solist im Orchester Maria Schneiders hervorgetreten, beendete am 29. Juli 2017 beim "Glatt Verkehrt"-Festival in Krems seine dreiwöchige Europa-Tournee: Entsprechend perfekt eingespielt präsentierte sich sein mit Jason Lindner (Keyboards), Jonathan Maron (Bass) und Nate Wood (Schlagzeug) besetztes Quartett, das Stücke aus McCaslins aktuellem Album "Beyond Now" ebenso zum Besten gab wie kraftvolle Interpretationen der Bowie-Titel "Lazarus" und "Look Back in Anger".


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Lernen Sie Geschichte! Modems, Lichtermeer und Europäische Union. Die 90er Jahre in Österreich (1). Gestaltung: Julia Reuter Last und Lust der Hochsensibilität. Erklärungen für das Gefühl, anders zu sein (1). Gestaltung: Ingrid Götz Alte Tasten - Neue Klänge. Renovierung historischer Klaviere, Cembali und Orgeln (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Rückschau auf die Wittener Tage für neue Kammermusik 2018. Gestaltung: Reinhard Kager Die österreichische Präsenz bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik hätte kaum größer sein können als Ende April dieses Jahres. Gleich am Eröffnungsabend stand eine poetisch anmutende "Blumenwiese 1-3" von Georg Friedrich Haas auf dem Programm. Tags darauf folgt mit dem Klavier-Duo "Im Lichte II" von Johannes Maria Staud ein weiteres Werk eines Österreichers. Gleich drei Mal spielte das Klangforum Wien an den drei Tagen des WDR-Festivals an der Ruhr, und der Kontrabassist des Ensembles, Uli Fussenegger, schuf mit "Synthetic Skin" ein improvisatorisches Stück mit verzerrt und übereinander geschichtet ertönender Tonbandmusik. Das Zentrum dieser Wittener Tage bildete aber der elsässische Komponist Mark Andre, der als diesjähriger Composer in Residence gleich mit fünf Stücken präsent war. Mit Nachdruck verweisen seine sensiblen Werke, dass Intensität keine Frage der Lautstärke ist, auch wenn die Töne beinahe verlöschen. Weitere interessante Uraufführungen stammen u .a. auch von Franck Bedrossian, Ricardo Eizirik, Liza Lim, Elena Mendoza, Agata Zubel und Karola Bauckholt.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Scheidle Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten