Jetzt läuft auf Ö1:

Des Cis

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Die oft in Österreich arbeitende deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller hat die Notschlafstelle VinziRast in Wien besucht und dort Habseligkeiten gefunden, die Menschen liegengelassen haben. Sie hat die Gegenstände in 30 Koffer, Taschen und Rucksäcke aufgeteilt, 30 Autorinnen und Autoren gegeben und sie gebeten, darüber zu schreiben. Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Ein roter Rucksack. Darin braune Schuhe, ein braunes Hemd, eine Zeitung, ein Messer, eine Sonnenbrille und eine Kette. Eine Geschichte von Franz Schuh. Gestaltung: Monika Kalcsics, Christina Lenhart


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Ausstellung im TM: Stadtverbindungen. Wien-Bratislava Buch über Wiener Waagen Ausstellung im TM: Stadtverbindungen. Wien-Bratislava Einst fuhren die Pressburger Damen mit ihr zum Kaffeekränzchen ins Café Demel nach Wien. Zwei Stunden hat die Fahrt damals noch gedauert, dafür hatte man auf weiten Teilen der Strecke eine herrliche Aussicht auf die Donau. Die Rede ist von der elektrisch betriebenen Lokalbahn Wien-Pressburg, das heutige Bratislava. 1914, als die Strecke eröffnet wurde, hieß die Stadt allerdings noch Pozsony und gehörte zu Ungarn. Das Technische Museum Wien widmet der historischen Streckenverbindung Wien-Bratislava nun eine Ausstellung.- Gestaltung: Hanna Ronzheimer Buch über Wiener Waagen Der Fotograf Andreas Urban hat sich eines Tages vorgenommen, alle in Wien öffentlich aufgestellten Personenwaagen abzulichten. Daraus ist in der Wiener "Schule für Dichtung" die Idee entstanden, diese Fotos in einem Buch zu veröffentlichen, erinnert sich der künstlerische Leiter der Schule, Fritz Ostermayer. Im Sonderzahl-Verlag erschienen, liegt damit nun der Bildband "Wiener Waagen" auf, der von der Poesie ihres Ablaufdatums erzählt. Denn trotz ihrer massiven Erscheinung werden diese Relikte einer vergangenen Zeit kaum wahrgenommen. Wer aber mit offenen Augen durch Wien geht, entdeckt die noch über hundert einsatzbereiten Waagen in Parks, Bahnhöfen oder bei Straßenbahn Haltestellen. So gut wie nicht in Verwendung und damit ihrer Bestimmung beraubt, sind sie scheinbar dazu verdammt, nutzlos auf ihrem Standplatz auszuharren. Im Buch "Wiener Waagen" wird ihnen deswegen neben den Fotos, in verschiedenen Texten eine Huldigung an das Obsolete zu Teil. Die Essays, Gedichte und Betrachtungen wurden einerseits von den Schülern der "Schule für Dichtung" verfasst, wo es zu dem Thema eigens ein Online-Projekt gab. Andererseits von bekannten Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie Bodo Hell, Barbi Markovic, Rosa Pock, Ernst Molden, Tex Rubinowitz oder Friederike Mayröcker.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Irene Suchy. Was ein Designer als seine Aufgabe nennt, machen die Musikschaffenden schon lange: herausfinden, wovon wir träumen würden, wenn wir wirklich den Mut hätten zu träumen! Und: ein Nachruf an Ernst Knava!


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die ganze Umwelt in der feinen Nase. Die Biologin und Hundetrainerin Gabriele Sauseng spricht über die Ausbildung und Arbeit von Spürhunden. Teil 1: Gemeinsamkeit beim Riechen Gestaltung: Lothar Bodingbauer Hunde haben eine gute Nase. Die Nasenlöcher weisen nach vorne und bilden somit die erste Kontaktmöglichkeit des Hundes mit der Umwelt. In der Spürhundeausbildung wird bereits in den ersten Lebenstagen mit den Gerüchen trainiert. Es findet eine frühe Geruchsprägung statt. Immer soll Positives mit dem Geruch verbunden werden. Wird ein Geruch erkannt, gibt es eine Belohnung. Das Verhalten des Hundes muss vom Menschen gelernt werden, der Hund muss verstehen lernen, was der Mensch von ihm will. Über mehrere Trainingsschritte findet eine Synchronisierung statt und der gemeinsame Weg betrifft nicht nur die Schnüffelarbeit, sondern das ganze Leben. Der Zielgeruch ist jener Geruch, der erlernt werden soll: Trüffel, weitere Pilze, Käfer, Drogen, Lebensmittel, Fledermäuse, Wildkatzen - alles was riecht, kann gezielt trainiert und gesucht werden.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Freiheitsträume und Realpolitik:

Prag und Bratislava 1918-2018 (1). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch 2018 begehen Österreichs Nachbarn Tschechien und die Slowakei mehrere wichtige Jahrestage. Vor 50 Jahren weckte der Prager Frühling - also das Liberalisierungsprogramm der tschechoslowakischen KP unter Alexander Dubcek sowie der Reformdruck von Seiten der Zivilgesellschaft - Hoffnungen auf einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Doch nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts am 21. August 1968 wurde der Frühling gewaltsam beendet. Die Tschechoslowakei war erst 50 Jahre zuvor gegründet worden. Sie entstand als Staat im Zuge des Zerfalls der Habsburger Monarchie am Ende des Ersten Weltkriegs. Häufig ist von der magischen Acht die Rede, da viele Ereignisse in Jahre fielen, die mit einer Acht enden: 1918, 1938, 1948, 1968. Infolge von Nationalsozialismus und Kommunismus machte die Tschechoslowakei turbulente Jahre durch. Als Protektorat Böhmen und Mähren wurde sie dem nationalsozialistischen Deutschland einverleibt. Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung, die das Leben vor allem auch in Prag entscheidend mitgeprägt hatte, wurde im Holocaust vernichtet. Das schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen konnte erst nach der Wende schrittweise aufgearbeitet werden. Mit dem Fall der Mauer begann aber auch der Kitt zwischen Tschechen und Slowaken zu bröckeln. Uralte Spannungen traten verstärkt zutage, das Gefühl der Slowaken, als kleinere Nation stets einen geringeren Stellenwert im gemeinsamen Staat gehabt zu haben, führte zu Forderungen nach Unabhängigkeit. Mit 31. Dezember 1992 wurde die Tschechoslowakei aufgelöst. Mit 1. Jänner 1993 - also vor 25 Jahren - entstanden die beiden neuen Staaten Tschechien und Slowakei.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Nam June Paik, Florian Hecker, Marina Abramovic, Ashley Hans Scheierl (1). Gestaltung: Thomas Mießgang und Christine Scheucher Die Radiokolleg-Langzeitserie "Positionen in der Kunst" will Kristallisationspunkte in der Entwicklung der Kunst der vergangenen 50 Jahre aufzeigen: Momente, in denen sich eine neue Dringlichkeit, mediale Sensibilität oder auch politische Durchschlagskraft auf eine Weise manifestierte, die man bis dato so noch nicht gekannt hatte. Eine Kunst, die traditionelle Genres transzendiert und im intermedialen Diskurs neue ästhetische Sprachen zwischen Sinn und Sinnlosigkeit, zwischen Traum und Trauma zur Debatte stellt. Von Andy Warhol bis Florian Hecker, von Valie Export bis Anne Imhof. Motto: Was zählt, das liegt dazwischen. Die Edition April 2018 umfasst ein breites Spektrum zwischen etablierten Positionen und kontemporären Ansätzen: Nam June Paik - der Multimedia-Klassiker par excellence Er begann als Musiker, studierte bei Karlheinz Stockhausen, wechselte aber unter dem Eindruck von Fluxus zur Bildenden Kunst. Der gebürtige Koreaner, der hauptsächlich in den USA lebte, betätigte sich in einer Vielzahl von künstlerische Ausdrucksformen zwischen Performance, Sound - Environment und Installation, wurde aber vor allem als "Vater der Videokunst" apostrophiert. Emblematisch sind seine "closed circuit"- Inszenierungen mit technisch manipulierten Schirmbildern von zusammengeschalteten Fernsehern.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Turandot

Verwandlungen einer orientalischen Prinzessin (1). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber Heiratsunwillig, kalt, hartherzig und stolz: So tritt die chinesische Prinzessin Turandot in der Operngeschichte auf. Doch woher kommt die Figur der Turandot eigentlich und wie sah deren Wandlung über Jahrhunderte hinweg aus? Aus China stammt sie nämlich nicht- und auch als hartherzig wird sie in den epischen Ursprüngen nicht beschrieben. Ihren ersten Auftritt hat Turandot bei dem persischen Dichter Nizami Ende des 12. Jahrhunderts und findet, über die Wandlung zur chinesischen Prinzessin 300 Jahre später, ihre Bewunderer im Frankreich des späten 17. Jahrhunderts. Dort beginnt nun die Popularität dieser Figur rasant an Fahrt aufzunehmen und findet bald ihren Weg auf die Theaterbühne der Commedia dell'Arte. Der Venezianer Carlo Gozzi feiert mit seiner Theaterfassung über Turandot einen so großen Erfolg, dass sein Werk niemand geringeren als Goethe, Schiller, Schlegel oder E.T.A. Hoffmann inspiriert. Gerade eine Rückübersetzung ins Italienische von Schillers Bearbeitung der Turandot fällt schließlich auch Puccini in die Hände und dieser widmete der Prinzessin sein letztes Werk. Doch die Reise von der persischen Dichtung über die italienische Commedia dell'Arte auf die Opernbühne hinterließ bei Turandot Spuren. Einzig der Rätselhaftigkeit, aber auch der Rätselfreudigkeit Turandots hat dies keinen Abbruch getan. Personelle Eigenheiten und Adaptierung der Handlung erfuhren jedoch einen steten Wandel, was sich auch in der unterschiedlichen musikalischen Darstellung niederschlägt. Die Charaktere in Puccinis Oper, allen voran die beiden Frauenfiguren Turandot und Liù, werden musikalisch ausdifferenziert, ebenso finden exotisierende und chinesisch anmutende Klänge Eingang in das Werk. Dass aber gerade diese Wandlungen, allen voran der charakterliche Wechsel der Prinzessin, ihre Tücken haben, musste auch Puccini erfahren: er haderte mit der Vertonung dieser schwierigen Stelle schließlich so lange, dass er darüber starb. Die Überlegungen zum Schluss dieser Turandot halten jedoch bis ins 21. Jahrhundert an, wie Luciano Berio unter Beweis stellt.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Ein Kapellmeister als Wiener Bischof - Jurij Slatkonja. Als unter Kaiser Maximilian der langgehegte Wunsch der östrerreichschen Herrscher in Erfüllung ging und Wien ein zwar kleines, aber immerhin ein Bistum, geworden war, da dauerte es noch einige Zeizt, bis hier ein Bischof auch tatsächlich residierte. Das war der Krainer Jurij Slatkonja, der nicht zufällig dieses Amt erhalten hatte. Sein Zweitberuf gewissermaßen war nämlich die Musik und er organisierte u.a. die Hofkapelle von Kaiser Friedrich III., deren prominente Mitglieder, wie Isaac oder Hofhaymer, er persönlich kannte und für Maximilian nach Österreich holte. Komponiert soll er auch haben, davon ist jedoch nichts überliefert. Dafür singt heute noch ein besonders kunstvoll gestalteter Grabstein sein Lob.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Ex libris-Nachlese. "Lebenssee IV: Wandelaltar" von Walter Pilar. Gestaltung: Peter Zimmermann Es liest Roman Blumenschein


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Jazzkonzert 2. "Wean Hean" 3. "Grimms Märchen - hart gekürzt" Robben Ford in Graz Am 18. und 19. April gastiert der US-amerikanische Gitarrist Robben Ford gemeinsam mit dem Jazzorchester der Kunstuniversität Graz im György-Ligeti-Saal im Mumuth, dem Haus für Musik und Musiktheater der Kunstuniversität Graz. Der 1951 in Kalifornien geborene Musiker Robben Ford wurde sowohl als Solokünstler wie auch durch zahlreiche Projekte mit Chick Corea, Miles Davis und B. B. King international bekannt. 19. Wienerliedfestival Von 21. April bis 21. Mai bietet das Festival "Wean Hean" die Möglichkeit in die facettenreiche Welt des Wienerliedes einzutauchen. In der Ausgabe 2018 wird ein besonderes Augenmerk auf die Literatur gelegt, zudem gibt es Musikalisches, Ritterliches, Altbewährtes, Gesungenes, Zeitgenössisches, Hocherotisches, Flüssiges, und Spannendes. Märchenerzähler in Unterhosen Drei Schauspieler in Unterhosen widmen sich den Märchen der Gebrüder Grimm. Klingt profan? Ist es aber ganz und gar nicht. Am 20. April gastieren die drei Herren des "Feinripp"-Ensembles mit ihrem Programm "Grimms Märchen - hart gekürzt!" im Kleinen Theater in der Stadt Salzburg. Unter der Regie von Susi Weber widmen sich die drei Schauspieler Thomas Gassner, Bernhard Wolf und Markus Oberrauch den "Kinder und Hausmärchen" der Gebrüder Grimm und servieren deren Erzählungen in mundgerechten Happen.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. In St.Petersburg sind kürzlich die kompletten Orchesterstimmen einer frühen Komposition von Igor Strawinsky aufgetaucht - und jetzt liegt sie auf CD vor! So unumstritten der bedeutende Rang Igor Strawinskys unter den Komponisten des 20.Jahrhunderts ist, so selten kann man im Konzertsaal seinen frühen Orchesterwerken begegnen. Schon aus diesem Grund ist Riccardo Chaillys neueste CD interessant, doch sie enthält zusätzlich noch eine kleine Sensation: die erste Aufnahme einer kürzlich wiederentdeckten Partitur Strawinskys, sein "Chant funèbre" op.5, geschrieben anlässlich des Todes von Nicolai Rimsky-Korssakow.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Warum Stimme uns bewegt. Gäste: Cornelius Obonya, Schauspieler und Gunda Hofmann, Sprechtrainerin. Moderation: Beate Macura. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Kein Instrument lässt sich so fein modulieren wie die Stimme des Menschen. Sie ist das Merkmal unserer Identität und gibt Einblick in unsere Seele. Unsere Stimme macht uns unverwechselbar. Es erfordert Mut, sie klingen zu lassen und seine Gefühle damit anderen zu offenbaren. Die Stimme gilt als entscheidender Faktor für Sympathie und Erfolg, ob im Beruf oder in der Liebe. Wer gehört wird, hat etwas zu sagen. Die innere Stimme, das Bauchgefühl, ist vielen zudem letzte Instanz bei Alltagsentscheidungen. Der Schauspieler Cornelius Obonya und Sprechtrainerin Gunda Hofmann sind anlässlich des "Welttags der Stimme" zu Gast bei Beate Macura in Punkt eins und sprechen über Kraft und Zauber der Stimme und des Sprechens, sowie das Finden und die Pflege der eigenen Stimme. Wenn Sie sich an der Sendung beteiligen möchten: Schreiben Sie ein Mail an punkteins(at)orf.at oder rufen Sie live während der Sendung an unter der Nummer 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Das Ensemble Al Ayre Español beim Festival Actus Humanus in Danzig. Gestaltung: Jörg Duit An der Barockmusik, die das Ensemble Al Ayre Español bei seinem vorweihnachtlichen Konzert im Rahmen des Festivals Actus Humanus in Danzig im Dezember 2016 gespielt hat, lässt sich ablesen, mit welcher Leichtigkeit, ja Heiterkeit im sonnigen Südwesten Europas auf die großen christlichen Feste zugegangen wird. Von großer Gelassenheit künden sogar die Titel der spanischen Weihnachtskantaten, die da zu hören sind und noch mehr die charakteristischen Jácaras - Zwischenmusiken zu Komödien, in denen Schelmen, Schönlinge, Delinquenten oder gar Zuhälter mit einem speziellen Tonfall beim Singen soziale Missstände kritisierten. Ein farbenfroh leuchtendes Konzert im adventlichen Kerzenschein zwei Wochen nach Ostern.


15.30 Uhr

 

 

Moment

mit "Koffergeschichten" Alle können kommen, wie sie sind. Eine Arztpraxis mit Schwerpunkt auf schwule und HIV-positive Patienten Ärzte und Patienten über gegenseitiges Vertrauen, Gespräche nach dem Outing und den Umgang mit intimen Themen. Horst Schalk, Arzt für Allgemeinmedizin, eröffnete 1996 eine Praxis in Wien-Alsergrund mit einem Schwerpunkt auf schwule Patienten. Niemand muss sich hier verstellen oder etwas verschweigen. Und einen schwulen Arzt vor sich zu haben, senke die Hemmschwelle, alles offen anzusprechen, sagt der 55-Jährige. Als zweiten Schwerpunkt behandeln er und sein Kollege HIV-Patienten. Laut den AIDS-Hilfen Österreichs werden HIV-positive Menschen vor allem im Gesundheitswesen diskriminiert - durch abwertende Kommentare, Scheu vor Berührung oder Reihung an das Ende der Warteschlange. Gestaltung: Elisabeth Stecker Koffergeschichten: Peter Simonischek liest Doron Rabinovici


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Streiche spielen und Kuchen backen. Rudi trifft Isadora. Isadora, 8 Jahre alt, ist eine bemerkenswerte Zweibeinerin, findet unser Radiohund: sie ist aus Island, sie spielt gerne Streiche, liebt Kuchenbacken (vor allem in der Nacht) und mag keine Fragen. "Darf ich dir ein Pupskissen unter den Popo legen?" - fragt man nicht, erklärt sie Rudi. Sie verrät dem Radiohund ihr Geheim-Rezept, ob ihr auch Streiche gespielt werden und wozu sie sich wirklich berufen sieht. Isadora: "Mit meiner Freundin backe ich Kuchen, weil wir das Kuchen backen lieben. Wir wollen auch einmal eine Stocktorte backen, aber das dürfen wir natürlich nicht. Ich backe Kuchen ohne Erlaubnis, die schmecken sehr lecker. Nicht so gaaanz lecker, aber schon lecker." Gestaltung: Almud Krejza


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Literatur ist der Rede wert: Die literarische Soiree (aufgenommen am 20. März 2018 im Literaturhaus Graz) Eine erlesene Runde aus Kritiker/innen diskutiert sehr leidenschaftlich über literarische Neuerscheinungen. Es geht um Schärfe, Fundiertheit, Prägnanz, aber auch um eine lustvolle Streitkultur. Das Ping-Pong der Meinungen der Expert/innen soll dem Publikum Anregung und Aufforderung zum Lesen sein. Denn: Literatur ist der Rede wert! Unter der Leitung von Robert Weichinger diskutieren Andrea Grill (Schriftstellerin), Werner Krause (Kleine Zeitung) und Klaus Kastberger (Literaturprofessor am Franz Nabl-Institut der Universität Graz und Leiter des Grazer Literaturhauses) Die Buchauswahl: Tanja Paar "Die Unversehrten", Haymon Thomas Mulitzer "Tau", Kremayr Scheriau Clemens J. Setz "Bot - Gespräch ohne Autor", Suhrkamp Moderation Bearbeitung: Robert Weichinger


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Von verlorener und wiedergefundener Liebe. Scott Matthew unplugged für die Ö1-Spielräume Ein Wechselbad der Gefühle macht mit, wer die Karriere des australischen Singer/Songwriters, Gitarristen und Ukulele-Spielers in New York verfolgt. Von Scheitern und Verlust berichtete das Album "This Here Defeat" vor drei Jahren -sein neues, siebtes Werk aber erzählt vom Triumph der Liebe. Es ist die Liebe im weiten Sinn - zu den Menschen und Orten, die uns wichtig sind: Freunde, Brüder und Schwestern, Verwandte und Seelenverwandte, die Scott Matthew auf "Ode To Others" besingt, reich instrumentiert und zugleich filigran. Am kommenden Freitag erscheint "Ode To Others", und: Scott Matthew hat im Wiener Funkhaus ein paar seiner aktuellen Songs solo aufgenommen, extra für die Spielräume.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Der Papierkrieg zwischen Washington und Wien 1917/18. Mit Kurt Bednar, Historiker und Publizist. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Als im Juli 1914 in Europa der Erste Weltkrieg ausbricht, verhalten sich die USA zunächst neutral. Zwar unterstützte man die Entente-Mächte mit Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfen, darüber hinaus wollte man sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen. Am 6. April 1917 änderte sich das: An diesem Tag traten die USA unter der Präsidentschaft von Woodrow Wilson in den Ersten Weltkrieg ein - mit einer Kriegserklärung an das Deutsche Reich. Die USA entsandten bis zum Kriegsende 1918 etwa zwei Millionen Soldaten nach Europa. Ihr Einsatz wird als ein entscheidender Faktor für den Sieg der Alliierten gesehen. Mit dem "Vierzehn Punkte-Plan" formulierte Präsident Wilson im Januar 1918 seine Kriegsziele und Vorstellungen für eine friedliche Nachkriegsordnung, über die ein Völkerbund wachen sollte. Wenig aufgearbeitet sind jedoch bis heute die Hintergründe und Folgen der Kriegserklärung der USA an Österreich-Ungarn, die erst am 7. Dezember 1917 erfolgte. Die Auseinandersetzungen mit Österreich-Ungarn fanden weder auf Schlachtfeldern noch mittels Angriffen in der Luft oder auf hoher See statt, sondern hauptsächlich auf Papier. Zwischen den amerikanischen Soldaten und jenen der Donaumonarchie gab es kaum Kämpfe - der Krieg fand eher zwischen Diplomaten statt. Doch die Folgen waren weitreichend.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Der Iran und Saudi-Arabien tragen ihren Kampf um die Vorherrschaft in der Region immer aggressiver aus. Gestaltung: ARD-Korrespondenten in Kairo, Istanbul, Tel Aviv In Syrien und dem Jemen herrschen blutige Bürgerkriege, die Lage im Libanon, dem Irak oder in Gaza ist äußerst instabil. Spannungen gibt es auch in Katar. An all diesen Konflikten sind der Iran und Saudi-Arabien beteiligt. Sie vertreten ihre Interessen, schmieden Allianzen und führen Stellvertreterkriege. Es geht dabei nicht nur um Macht und Einfluss im Nahen Osten, sondern auch um die Vorherrschaft in der islamischen Welt: Das Theokratenregime in Teheran sieht sich als Führungsmacht der Schiiten, das wahhabitische Königreich in Riad als Schirmherr der Sunniten. Beide legitimieren ihre totalitäre Herrschaft religiös.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Gangster Code Betrüger mit künstlicher Intelligenz Von Piotr Heller Sie parken besser ein, sie entdecken ziemlich zuverlässig Krebs und sie besiegen bereits die weltbesten Go-Profis: Algorithmen, die in Fachkreisen "Super Human" genannt werden. Kein Wunder, dass das auch kriminelle Energien anlockt. Denn mit solchen Programmen lassen sich Handschriften fälschen oder Stimmen imitieren, und der Identitätsdiebstahl im Netz wird zum Kinderspiel: Die Täter spionieren Adressen, Geburtstage, Kontoinformationen, Kreditkartennummern oder Passwörter aus und machen Geschäfte im Namen der Opfer. In den USA sollen im vergangenen Jahr 16 Milliarden Dollar auf diese Weise erbeutet worden sein. Wenn die kriminellen Machenschaften, die es immer gab, dadurch ein neues Niveau erreichen, könnte unser Vertrauen in Dokumente fundamental erschüttern werden. - Was kann dagegen unternommen werden?


19.30 Uhr

 

 

On stage

mit Christian Bakonyi. "File under Zawinul": "The Syndicate" im September 2017 im Wiener Konzerthaus Es war eine würdige Feier der Musik Joe Zawinuls kurz nach dessen zehntem Todestag: Am 25. September 2017 gastierte "The Syndicate" unter der Leitung von Sopransaxofonist Emile Parisien im Großen Wiener Konzerthaussaal und gab dabei ordentlich Gas: Mit Akkordeonist Vincent Peirani als weiterem hochkarätigem Solisten und angetrieben von einer aus Schlagzeuger Paco Sery sowie den Perkussionisten Aziz Sahmaoui und Mino Cinélu bestehenden Rhythmusmaschine, wurden Zawinul-Hits wie "Cannonball", "Gibraltar", "Orient Express" oder "Badia" in groovig brodelnden Versionen dargeboten. Joe Zawinul, der Wiener mit der großen Jazzkarriere in den USA, hätte angesichts der virtuosen Darbietung der Band, in der sich mit Sery, Cinélu, Sahmaoui und E-Bassist Linley Marthé vier Musiker fanden, die er noch selbst dafür rekrutiert hatte, zustimmend gelächelt.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Peter Zimmermann Über das Leben Walter Pilar: Lebenssee IV: Wandelaltar, Ritter Verlag Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen, Roman, Hanser Verlag Marie Gamilscheg: Alles was glänzt, Roman, Luchterhand Verlag Michael Chabon: Moonglow, Roman, Kiepenheuer Witsch Verlag (Übersetzung: Andrea Fischer) Johannes Franzen: Indiskrete Fiktionen. Theorie und Praxis des Schlüsselromans 1960 - 2015, Wallstein Verlag. Gespräch mit dem Autor



21.55 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Eine große bunte Plastiktasche mit Comics und dem Spruch "I don't need your attitude, I have one of my own". In der Tasche ein Schlafsack, eine Flöte und senfgelbe Fäustlinge. Eine Geschichte von Grischka Voss. Gestaltung: Monika Kalcsics, Christina Lenhart


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Freiheitsträume und Realpolitik: Prag und Bratislava 1918-2018 (1). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Positionen in der Kunst. Nam Jun Paik, Florian Hecker, Marina Abramovic, Ashley Hans Scheierl (1). Gestaltung: Thomas Mießgang und Christine Scheucher Turandot. Verwandlungen einer orientalischen Prinzessin (1). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Neue vokale Ausdrucksformen mit Cantando Admont. Gestaltung: Franz Josef Kerstinger (Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Beim Festival Wien Modern, den Klangspuren Schwaz und bei den Konzerten im Kulturzentrum bei den Minoriten in Graz fanden die ersten Auftritte des vor zwei Jahren gegründeten Vokalensemble Cantando Admont statt; ein Ensemble, das sich ganz bewusst der Auseinandersetzung mit Alter und Neuer Vokalmusik widmet. Die Sängerinnen und Sänger, die bei den Salzburger Festspielen 2018 gemeinsam mit dem Klangforum Wien Beat Furrers Musiktheater "Begehren" aufführen werden, haben beim Konzert der Reihe "die andere saite" in Graz neue und neueste vokale Werke von Younghi Pagh-Paan, Elisabeth Harnik, Beat Furrer, Florian Gessler und Christian Klein einer Ordinariumsvertonung von Giovanni Pierluigi da Palestrina gegenübergestellt. Am Dirigentenpult: die Ensemblegründerin und künstlerische Leiterin Cordula Bürgi. (Aufgenommen am 20. Oktober 2017 im Großen Minoritensaal in Graz.)


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Stephanie Maderthaner dazw. 03:00 Uhr Nachrichten