Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Ironie und Vorurteil". Zum 200. Todestag von Jane Austen wirft die Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche", Brigitte Schwens-Harrant, einen Blick auf die Werke der Autorin. Gestaltung: Alexandra Mantler Drei oder vier Familien in einem Dorf auf dem Lande, das ist der ideale Romanstoff", schrieb Jane Austen einst. Das klingt vielleicht öd, kann aber ganz schön spannend werden. Vor allem wenn man eine so genaue Wahrnehmung mitbringt und so großartig beschreiben kann wie die 1775 geborene britische Schriftstellerin. An ihrer Literatur scheiden sich die Geister. Sie macht wütend und sie begeistert, ist den einen zu unpolitisch, während andere den so typischen bösen Blick auf die Gesellschaft und die starken Frauengestalten lieben. Austen charakterisiert ihre Figuren, indem sie sie handeln und reden lässt, in witzigen, bissigen und dynamischen Dialogen. Ihr Ton ist humorvoll: Sie karikiert und pointiert und entlarvt äußerst vergnüglich Vorurteile und Stereotype, die keineswegs der Vergangenheit angehören. Vor 200 Jahren, am 18. Juli 1817, ist Jane Austen 41-jährig gestorben, Anlass für eine Wiederentdeckung der Werke dieser bedeutenden Autorin.


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Sommerreprisen Seit acht Jahren leben der Akkordeonist Otto Lechner und die Schauspielerin Anne Bennent gemeinsam in ihrem Haus in Gars am Kamp. Während viele Besucher die Waldviertler Marktgemeinde für sommerliche Freizeitaktivitäten aufsuchen, leben Otto Lechner und Anne Bennent das ganze Jahr über hier. Gars am Kamp versteht sich bis heute als Kurort. In den 1980er-Jahren brachte das Bio-Trainingszentrum von Willi Dungl viele Fitnessbegeisterte, darunter auch zahlreiche Künstler, nach Gars. Doch schon lange davor, bereits um 1900, wussten viele Besucher Gars als Ort der Sommerfrische zu schätzen. Zum historischen Sommerfrischeort Gars hat der Kulturpublizist Andreas Weigel geforscht, Archive durchstöbert und Dokumente gesichtet. Seine Ergebnisse sind in der Ausstellung "Stars in Gars. Künstler in der Sommerfrische" zu sehen, die im Museum Zeitbrücke in Gars am Kamp noch bis Oktober läuft. Ergänzt werden die zeitgeschichtlichen Dokumente durch aktuelle Arbeiten regionaler Künstler, die sich auf diese Weise mit Gars auseinandergesetzt haben.- Gestaltung: Jakob Fessler


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Renate Burtscher. Zwei Geigen namens Petrus und Paul, Jubiläums-Lustfahrt auf der Themse und Pizzicato für Pawlowsk. Der Daily Courant vom 19. Juli 1717 berichtet von einer legendären Wasserfahrt, die zwei Tage vorher stattgefunden hatte: "Am Mittwoch abend, ungefähr um acht, begab sich der König in einem offenen Schiff auf eine Bootsfahrt und fuhr, von vielen anderen, mit Standespersonen besetzten Booten, begleitet, flussauf nach Chelsea." Das 'starke' Stück, vor allem die zweite Suite mit ihren dominierenden Trompeten und Hörnerpassagen am besten geeignet, um auf dem Wasser gehört zu werden, feiert heute 300. Geburtstag.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Stoff, der aus Pflanzen gemacht ist. Christina Leitner spricht über die Geschichte natürlicher Textilfasern. Teil 1: Einsatzbereich und Kulturhistorisches. Gestaltung: Ilse Huber Kleid, Hose und Jacke sind nur ein Teil der Textilien. Auch Segel, Taue und technische Gewebe werden aus Fasern gefertigt. Neben tierischen Haaren wie diverse Wollen stammen Garne und Fäden aus pflanzlichen Organen wie Samen, Stängeln und Holz. Viele Hände waren notwendig, um daraus endlose Fäden zu spinnen. Die Textilkultur hat ein reiches soziales Leben und eine vielfältige Handwerkskunst hervorgebracht. Besonders beim Flachs entwickelte sich ein großes traditionelles Gewerbe. Andere Fasern wie von Hanf oder Brennnessel ergänzten das Angebot. Ursprünglich waren alle Rohstoffe natürlich, doch mit der Nutzung von Erdöl stieg auch die Menge an künstlich erzeugten Fasern. Zwar dominieren synthetische Fasern immer mehr die Mode, dennoch gibt es auch eine Besinnung auf die natürliche Herkunft. Eine Sonderstellung nehmen die sogenannten Regeneratfasern, also Zellulosederivate aus Holz, ein. Sie werden auch "natürliche Kunstfasern" genannt, weil ihr Ausgangsprodukt natürlich ist, ihre Verarbeitung aber künstlich erfolgt. Auf dem Weltmarkt ist nur die Baumwolle mengenmäßig relevant.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Muskelapparat

Was Knochen und Haut zusammenhält (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz Sie machen je nach Geschlecht zwischen 30 und 40 Prozent der menschlichen Körpermasse aus - die Muskeln. Ein Muskel - die lateinische Bezeichnung dafür lautet musculus = Mäuschen - ist ein kontraktiles Organ, welches durch die Abfolge von Kontraktion und Relaxation die innere und äußere Struktur des Organismus bewegen kann. Muskeln bringen Bewegung in unseren Körper, ohne sie wäre unser Skelett ein klappriges Knochengerüst. Mit Muskelkraft halten wir unseren Körper aufrecht, laufen wir und tragen Lasten, arbeiten und treiben wir Sport. Weil jeder einzelne Muskel sich nur in einer Richtung zusammenziehen und dadurch Arbeit leisten kann, sind zur Bewegung der Körperteile immer mindestens zwei, oft auch mehrere Muskeln notwendig. Insgesamt besitzt ein gesunder Mensch 656 Muskeln (allein im Gesicht sind 50 von ihnen aktiv) wobei der flächenmäßig größte der Rückenmuskel, und der stärkste der Kaumuskel ist (max. 4000 Newton/cm2). Aber auch der Herzmuskel leistet Enormes, und lässt unser Herz durchschnittlich mehr als 100.000 Mal am Tag schlagen. Jede Muskelfaser stellt eine einzige Zelle dar, die mehrere Kerne hat. Bis zu 30 Zentimeter lang und rund 0,1 Millimeter dick kann eine Muskelfaser werden. Jedoch kann sich eine Muskelzelle nicht teilen, weshalb sie auf natürlichem Wege nie ersetzt werden kann, sollte sie durch beispielsweise einen Unfall verloren gehen. Mehr Muskeln bekommen - das geht eigentlich gar nicht, auch wenn man das oft so sagt. Denn sobald Muskeln trainiert werden, bedeutet dies nur, dass die Muskelfasern dicker werden. Diese Radiokolleg-Reihe beleuchtet nicht nur medizinisches Wissen rund um die Muskulatur, sondern widmet sich u.a. dem Krampf, der Zerrung und dem Muskelkater, und beleuchtet die zahlreich angebotenen Muskelaufbauprogramme, die einerseits auf Präparate schwören und andererseits spezialisierte Trainings für Männer und Frauen anbieten. Nikolaus Scholz hat mit Sportärzten, Orthopäden und Bodybuildern gesprochen, aber auch mit älteren Menschen, die aktiv dazu beitragen, dass ihre Muskulatur elastisch und der Körper fit bleibt.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Verschickt, um zu überleben

Jüdische Kindertransporte nach England 1938/39 (1). Gestaltung: Ute Maurnböck-Mosser Es waren insgesamt rund 10.000 jüdische Mädchen und Buben, die ohne ihre Eltern nach Großbritannien fuhren. Im Gepäck hatten sie das Allernötigste - und Fotos von ihrer Familie, die sie in vielen Fällen nicht mehr wiedersehen sollten. Nach den Novemberpogromen 1938 beschloss die britische Regierung jüdische Kinder aufzunehmen. Bis September 1939 verließen Züge mit Kindern Deutschland, Österreich, Polen und die Tschechoslowakei. Bezahlt wurden der Transport und die Unterkunft allerdings von in Großbritannien lebenden Verwandten oder Freunden der jüdischen Kinder oder von Hilfsorganisationen. Die Schicksale der Kinder verliefen unterschiedlich. Viele fühlten sich von den Eltern im Stich gelassen, andere fühlten sich in der neuen Heimat bald zuhause und konnten mit den eigenen Eltern - so sie diese überhaupt wiedersahen - Jahre später nur schwer wieder eine Beziehung aufbauen. Die Zeit mit den Pflegeeltern prägte alle. Einige Kinder wurden als billige Arbeitskräfte missbraucht, die, die mehr Glück hatten, fanden tatsächlich neue Familien. Nur eines von zehn Kindern fand nach dem Krieg seine Eltern wieder. Die wenigsten kehrten in ihre Heimat zurück, sondern blieben in England oder wanderten in die USA oder nach Israel aus. Bis heute ist allgemein wenig bekannt von den Kindern, die dem Holocaust entgehen konnten. Im Radiokolleg erzählen Überlebende von ihrer Kindheit und Jugend.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Neoklassik

Ein neues Musikgenre, das weder neu, noch Genre ist (1). Gestaltung: Christian Lerch Nils sitzt schüchtern in sich gekehrt mit dem Rücken zum Publikum am Klavier. Er spielt es unverzerrt. Volkers Piano ist mit Bällen und allerlei Plastikkrempel präpariert, Ólafur dagegen spielt seine Konzerte minimalistisch nordisch. Neoklassik, befreundete Männer mittleren Alters machen Instrumentalmusik. Kaum jemand erkennt in den Kompositionen von Nils Frahms, Ólafur Arnalds, Jóhann Jóhannsson oder Hauschka ein kohärentes Musikgenre. Es ist ein Uralttrend, der von London und insbesondere von Berlin aus musikalische Crossover-Wellen schlägt von Clubs in die Konzerthäuser, auf Soundtracks von Hollywoodfilmen gepresst. Ein pastellener Gefühltransporteur für die erkalteten Seelen der urbanen Mittelschicht? Neoklassik trifft eine Ästhetik und den Zeitnerv und ist damit so erfolgreich, wie kaum eine andere zeitgenössische Instrumentalmusik.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Sommerliche Reise durch österreichische Volksmusiklandschaften: Niederösterreich (Teil 2 von 9) Vier sehr unterscheidbare Viertel, Hochgebirge, Ebene und die Landschaft entlang der Donau; Landwirtschaft und schon frühzeitig Industrie - vielfältig sind die Bedingungen für die "Musik des Volkes" in Niederösterreich. Aus diesen hat sich auch der hier vorzufindende Reichtum an Formen und an der Art und Weise des Singens und Spielens entwickelt.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Kap Cod". Von Henry David Thoreau (200. GT am 12. Juli). Es liest Stefan Suske. Gestaltung: Gudrun Hamböck Das "Kabeljau-Kap" südlich von Boston ist ein mythischer Ort der amerikanischen Geschichte - dort hat 1620 die Mayflower angelegt. Henry David Thoreau, der mit seinem berühmten "Walden oder Leben in den Wäldern" zu einem frühen Klassiker der Öko-Bewegung wurde, hat das Kap zwischen 1849 und 1857 vier Mal bereist und beschreibt dessen Natur und Menschen. Letztere leben von Austernzucht und Fischfang, aber auch vom regelmäßig angespülten Ladegut aus den zahllosen Schiffbrüchen dieser sandigen, windumtosten Küste.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Nadja Kayali


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

200 Jahre Freiheit mit dem Fahrrad. Gäste: Petra Sturm, Fahrradhistorikerin und Autorin, Markus Böhm, Ausstellungsmacher. Moderation: Rainer Rosenberg. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Kann man Fahrräder lieben? Eine Ausstellung in Hollenburg bei Krems und vor allem ihre Macher behaupten dies und feiern damit auch den 200. Geburtstag des vielgelobten Verkehrsmittels und Sportgerätes. Etwa 100 außergewöhnliche Räder sind zu sehen, Kuriositäten wie ein "Fahrradnavi" aus dem Jahr 1896; bemerkenswerte Szenen sind auf Foto und Film zu beobachten. Rainer Rosenberg spricht mit dem Ausstellungsmacher Markus Böhm und der Fahrradhistorikerin, Journalistin und Autorin Petra Sturm über das Fahrrad als Gebrauchsgegenstand, Sehnsuchtsobjekt und Mittel der Befreiung. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Sendung zu beteiligen: per Telefon, kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 oder per E-Mail an punkteins@orf.at


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Le Miroir de Musique. Werke von Jacques Arcadelt, Giulio Caccini, Sigismondo d'India u. a. (aufgenommen am 16. April in der Eglise de Villamont, Lausanne). Präsentation: Jörg Duit Unter den zahlreichen Aufführungspraktiken der italienischen Renaissance des 15. und 16. Jahrhunderts hatte das Singen zur Lira eine besonders symbolträchtige Stellung, die eng mit dem Orpheus-Mythos und der göttlichen Figur des Apoll verknüpft ist. Diese Art des Rezitationsvortrags von Epik und Lyrik, deren Ursprünge in humanistischen Kreisen des mittleren 15. Jahrhunderts liegen, bestand anfänglich aus einstimmigem Gesang, der mit einer Lira da braccio begleitet wurde - letztere eine antikisierte Abwandlung der spätmittelalterlichen Vielle. Mit der Erfindung des Lirone in der Zeit um 1500 wandelte sich die Rolle der Begleitung allmählich und erfuhr schließlich mit dem Rezitativstil nach 1600 eine neue Blüte, die den Weg zur Entwicklung der ersten Opern bereitete. Das Ensemble Le Miroir de Musique präsentierte im April dieses Jahres sein Programm "Sulla Lira" in der Villamont Kirche in Lausanne - Maria Cristina Kiehr, Sopran und Giovanni Cantarini, Tenor, begleitet von Lirone, Viola da gamba, Lira da Braccio, Renaissance Violine, Laute und Theorbe.


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Im Rahmen des MOMENT-Schwerpunkts "Wege": Wer sich um Österreichs Wegenetzwerk kümmert Ein Netz von 75.000 Kilometern Bergwegen durchzieht Österreich. Der Großteil davon ist rund 100 Jahre alt. Damals haben der Österreichische und Deutsche Alpenverein aus Naturschutzgründen beschlossen, keine neuen Wege mehr zu bauen und sich ausschließlich auf deren Erhaltung zu konzentrieren. Bis heute sind jedes Jahr hunderte ehrenamtliche Wegewarte im Einsatz, speziell in den Sommermonaten, wenn die Wege schneefrei sind. Sie malen Markierungen nach, räumen Regenrinnen aus, bringen Seilsicherungen an. Die meisten sind Mitglieder alpiner Vereine, aber auch Gemeinden und Touristenverbände kümmern sich um Österreichs Wanderwege. Jonathan Scheucher über ein wenig beachtetes Handwerk. Gestaltung: Jonathan Scheucher


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Vom Schwarzwald bis ins Schwarze Meer - der zweitgrößte Fluss Europas. Unser Radiohund springt vor Freude herum - er fährt auf Urlaub! Der Tonmeister nimmt ihn mit an die Donau. Dafür will Rudi sich vorbereiten. Was ist die Donau für ein Fluss? Wo entspringt sie, wohin fließt sie und wie lang wäre ein Schiffchen von der Mündung bis ins Delta unterwegs? Welche Tiere leben in dem Strom? Der Radiohund besucht Helmut Habersack, Professor für Wasserbau an der Wiener Universität für Bodenkultur. Er erzählt unserem Rudi von Stauketten und freien Fließstrecken, von einem Fisch, der so schwer werden kann wie eine Kuh und einer Lebensader, die viele Menschen in Europa verbindet. Helmut Habersack: "Das Donaudelta, wo die Donau ins Schwarze Meer mündet, ist eine ganz besondere Landschaft - eine Seenlandschaft. Sie ist einzigartig in Europa und besonders schützenswert." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Im Zeit-Raum Zwischen Selbstoptimierung, Weltrettung und Gelassenheit. Johannes Kaup im Gespräch mit dem Philosophen Richard David Precht (Aufzeichnung aus dem Großen Sendesaal vom 2. März 2017) Bearbeitung: Robert Weichinger Wir wollen selbstbestimmt leben und wir wollen dazugehören. Wir wollen frei sein und geliebt werden. Zwischen diesen beiden Polen stellt sich die Frage nach einem guten Leben - die sich heute angesichts von riskanten und gefährlichen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft nicht mit einem neobiedermeierlichen Schrebergartenblick angemessen beantworten lässt. Allein schon deshalb nicht, weil uns gesellschaftliche Phänomene und globale Probleme zumindest indirekt immer mehr betreffen: von der Angst um die Fragilität der Beziehung bis zum Verschwinden des Arbeitsplatzes, vom gefährlichen Populismus bis zum rückwärtsgewandten Neo-Nationalismus, vom gefährlichen Klimawandel bis zum angsterzeugenden Terrorismus. Keine Frage: Viele Entwicklungen haben wir nicht selbst in der Hand. Es sind die großen Fragen der Philosophie, die der 1964 in Solingen geborene Denker Richard David Precht in einer durchaus frischen Art neu in den Blick nimmt. Precht, der seine Doktorarbeit über den Schriftsteller Robert Musil schrieb, zählt seit zehn Jahren zu den bekanntesten Philosophen im deutschen Sprachraum. 2007 wurde sein Buch "Wer bin ich - und wenn ja, wieviele?" zum Beststeller. Darin zeigt er sich als philosophischer Pfadfinder im Dschungel des unübersichtlich gewordenen Wissens über den Menschen. Zwei Jahre später erschien "Liebe: Ein unordentliches Gefühl", danach "Die Kunst, kein Egoist zu sein" und "Erkenne die Welt". Precht vermittelt philosophisches Wissen einem breiten Publikum und will es damit zum Selbstdenken anregen.


16.55 Uhr

 

 

Das Ö1 Musiklexikon

Generalbass mit Lucio Golino Redaktion: Irene Suchy und Hans Georg Nicklaus


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Der Duft des Unsichtbaren. Die Sängerin Céu aus São Paulo "Die Zukunft der brasilianischen Musik" nennt Caetano Veloso sie. In Nordamerika hat sie hunderttausende Alben verkauft, in Europa ist sie vor allem in Frankreich beliebt. Die Sängerin Céu, geboren 1980 in São Paulo, verdreht der Popwelt den Kopf. Mit ihrer Stimme, die auch Herbie Hancock schon für Produktionen genutzt hat, mit intim und leicht wirkenden Songs und einer Klangästhetik, die Samba und Música Popular Brasileira mit jamaikanischem Reggae, Trip-Hop und Vintage-Synthesizer-Sounds vereint. Am 27. Juli eröffnet Céu - der Name bedeutet "Himmel" - die Sommerreihe Fern:weh im Innsbrucker Treibhaus.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Von der Erdscheibe bis zum expandierenden Kosmos. Zur Geschichte unseres astronomischen Weltbildes. Mit Franz Kerschbaum, Institut für Astrophysik, Universität Wien. Gestaltung: Robert Weichinger Es ist eine lange Geschichte des Forschens, der Vermutungen und dem an die Grenzen unserer Vorstellungskraft gelangen, ausgelöst durch die drängende Frage: welchen Platz nehmen wir im Kosmos ein? Schon antike Denker verabschiedeten sich vom Bild der Erde als Scheibe. Der endgültige Wandel vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild stand am Beginn der Neuzeit. Als nächstes wurde klar, dass die nächtlich leuchtenden Sterne Sonnen in unvorstellbar weiter Entfernung sind und dass unser Sonnensystem nur ein winziger, abgelegener Teil einer Galaxie ist, unserer Milchstraße. Und auch diese Milchstraße ist nicht alles, nein, hunderte Milliarden weitere existieren im Universum. Heute wissen wir, dass unser Universum dereinst einen Anfang hatte, vor etwa 13,7 Milliarden Jahren und - aus Sicht der Astrophysiker/innen - somit noch relativ jung ist. Die Geschichte unseres astronomischen Weltbilds beschränkt sich nicht auf astrophysikalische und astronomische Forschungen, sie ist ebenso eng mit den Grundfragen der Philosophie verknüpft: Woher kommen wir, und wohin gehen wir?


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Seit 2008 ist der Kosovo mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern unabhängig, eine EU-Mitgliedschaft aber ist in weiter Ferne. - Gestaltung: Christph Kersting Längst nicht alle EU-Staaten erkennen die Republik Kosovo als unabhängigen Staat an. Unterdessen ist die Lage im Land weitestgehend ruhig, die KFOR-Truppen unter Leitung der NATO sind omnipräsent und schützen neuralgische Punkte, wie die wenigen verbliebenen serbischen Enklaven oder serbisch-orthodoxe Klöster. Von Normalität, von einem entspannten Zusammenleben zwischen mehrheitlich muslimischen Albanern und der serbischen Minderheit, kann jedenfalls noch keine Rede sein. Gleiches gilt für die Roma, die im Kosovo sozial am schlechtesten gestellte Gruppe. Doch es gibt auch Lichtblicke im Vielvölkerstaat Kosovo.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Tonlos. Von Nina Prasse Wer nicht hören kann, muss fühlen. Diese eigentlich negativ besetzte Redensart bringt das MusikERleben von Gehörlosen auf den Punkt: Sie können auch ohne! Denn Töne wahrnehmen hängt nicht allein vom Hörvermögen ab. Hätte der taube Beethoven sonst komponieren können? Musikverarbeitung im Gehirn sei ein hochkreativer Vorgang, so Musik- und Bewegungspädagogin Ulrike Stelzhammer. Heißt es jetzt etwa: Je aktiver die Hirnarbeit, desto weniger Ton braucht es? Was ist denn überhaupt Klang und wie formuliert unser Gehirn Klang zu Musik um? Wie können vollkommen gehörlose Menschen Musik machen? Wie sie auch mithilfe von Gebärden aktiv dabei sind und so sogar eine Lücke im pädagogischen Berufsalltag schließen, eröffnet "Tonlos".


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Marlene Schnedl. Jazzige Chansons mit Witz: Mathilde Band und das Duo Kobylinski/Malkovsky im Februar 2017 im Brucknerhaus Linz. Unterstützt u.a. von Pianist Jacky Terrasson und Trompeter Stéphane Belmondo, legte die Französin Mathilde vergangenes Jahr mit der CD "Je les aime tous" ein viel beachtetes Debüt vor. Mit starker, sinnlicher Stimme und in stilsicheren, reduzierten Arrangements näherten sich die Sängerin und ihr Quintett auch am 13. Februar 2017 anlässlich des Österreich-Debüts im Linzer Brucknerhaus aus jazziger Perspektive der Chanson-Tradition an: Einerseits in Gestalt von Liedern von Leo Ferré, Jacques Brel, Barbara und Édith Piaf, andererseits in Werken aus Mathildes eigener Feder - wie "Le corps des femmes", in dem sie auf schnippische Weise die Problematik des männlichen Blicks auf den weiblichen Körper thematisiert. Zuvor boten der virtuose polnische Pianist Krzysztof Kobylinski und der aus Odessa stammende, in Israel lebende Akkordeonist Boris Malkovsky im Duo folkjazzig angehauchte Tänze und Lieder. Marlene Schnedl präsentiert die Höhepunkte der beiden Konzerte.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Julia Reuter Sommerserie, erster Teil Das bewegte Leben. Klassiker des 19. und 20. Jahrhunderts in Neuausgaben. Franz Grillparzer: Selbstbiographie, Jung Jung Verlag Viktor Schklowskij: Sentimentale Reise, Die Andere Bibliothek (Übersetzung: Olga Radetzkaja)



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Der Muskelapparat. Was Knochen und Haut zusammenhält (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz Verschickt, um zu überleben. Jüdische Kindertransporte nach England 1938/39 (1). Gestaltung: Ute Maurnböck-Mosser Neoklassik. Ein neues Musikgenres, das weder neu, noch Genre ist (1). Gestaltung: Christian Lerch


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Neue Musik aus Lockenhaus (1). Gestaltung: Gerhard Krammer "'Chronos - Kairos' oder die Vermessung des Unermesslichen". Unter dieses Motto stellt Nicolas Altstaedt heuer sein Festival im burgenländischen Lockenhaus. Untertitel seiner Festival-Mottozeile: "Musik im Lauf der Zeit - himmlisch der Länge nach auf den Punkt gebracht". Über das Phänomen "Zeit" ist seit jeher viel reflektiert worden: von Platon, Heraklit, Aristoteles bis Proust und Einstein. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft beschäftigen die Menschheit archetypisch. Im Bereich der zeitgenössischen Musik stehen unter anderem Werke von Henri Dutilleux, Morton Feldman, Johannes Fischer, Philip Glass, Michael Gordon, Ernst Krenek und György Kurtag auf dem Programm. Im "Zeit-Ton" bringen wir in zwei Sendungen die Höhepunkte aus dem Programm des burgenländischen Festivals. In dieser Ausgabe zu hören ist Musik des Cellisten Giovanni Sollima, ein Auftritt des Duos BartolomeyBittmann sowie Werke von György Kurtág und Anton Webern.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Raphael Sas Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten