Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"In die Wüste geschickt". Der Schriftsteller David Weiss macht sich Gedanken über Sündenböcke und Neuanfänge. - Gestaltung: Alexandra Mantler Zehn Tage der Reue und der Umkehr verbinden das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana und den Versöhnungstag Jom Kippur, den Jüdinnen und Juden in dieser Woche begehen. Die ersten Tage des neuen Jahres stehen im Zeichen von Buße und Vergebung. Und noch ein weiteres Wort ist untrennbar mit Jom Kippur verbunden, der Sündenbock. Der Sündenbock ist wie kein zweiter Begriff aus der Bibelübersetzung Martin Luthers zu einem fixen bildhaften Bestandteil deutschsprachiger Kultur geworden. Bei der priesterlichen Zeremonie am Jom Kippur im Jerusalemer Tempel wurden einst einem Ziegenbock symbolisch die Sünden und Vergehen der ganzen Gemeinde aufgeladen und das Opfertier wurde stellvertretend in die Wüste geschickt. Nach der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n.d.Z. konnte dieses Ritual nicht mehr ausgeführt werden. Aber es fand Aufnahme in die synagogale Liturgie. Jom Kippur, der Versöhnungstag, hat heute einen zutiefst spirituellen Inhalt. Buße und Reue der eigenen Taten, Umkehr und Fasten bestimmen diesen Tag. Der Schriftsteller David Weiss macht sich in dieser Woche "Gedanken für den Tag" über Sündenböcke und Neuanfänge - auch sehr persönlich, denn vor zwei Jahren ist er von Österreich aufgebrochen und lebt nun in den USA.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Stefanie Maderthaner


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Erdzunge und Tannenstachelbart. Die Biologin Irmgard Krisai-Greilhuber erforscht die Großpilze Österreichs. Teil 2: Der Baum als Partner. Gestaltung: Renate Pliem Steinpilz, Parasol, Eierschwammerl: Die essbaren Pilze haben wieder Saison! Viele Schwammerlsucher/innen halten Ausschau nach Genießbarem, doch ihnen ist nicht bewusst, dass in Wäldern, Wiesen und Mooren sehr viel mehr Großpilze wachsen, deren Fruchtkörper ist mit freiem Auge erkennbar ist. Sie haben einen unschätzbaren ökologischen Wert, denn sie schließen den Stoffkreislauf. Pilze sind die einzigen Organismen, die das Lignin (die Holzsubstanz) aufschließen und remineralisieren können. Irmgard Krisai-Greilhuber widmet ihre wissenschaftliche Arbeit den Pilzen. 4.500 unterschiedliche Pilzarten hat die Mykologin mit ihrem Team in Österreich gesammelt, bestimmt und wissenschaftlich dokumentiert. "Zirka fünfzig Prozent davon sind auf der Roten Liste, wenn man die potenziell gefährdeten dazuzählt", sagt sie. Zu den stärker gefährdeten (Gefährdungsstufen 0 bis 3) zählen 30 Prozent aller Pilzarten in Österreich. Viele seltene Pilze sind auf einen bestimmten Lebensraum angewiesen: Der Tannenstachelbart macht kleine "Ästchen" und ist fein verzweigt. Er kommt aus dem abgestorbenen Tannenstamm heraus, aus Totholz, das im Wald meist nicht liegen bleiben darf. Der Papageiensaftling kommt auf Trockenrasen vor und ist glasig durchscheinend, er erinnert an gelb-grünes Papageiengefieder. Es gibt auch kirschrote oder violette Saftlinge. Werden Wiesen gedüngt oder Moore trockengelegt, verschwinden diese seltenen Pilze.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Lehrerbild im Wandel

Vom Drill zur Lernbegleitung (2). Gestaltung: Winfried Schneider Der Beruf der Lehrer und Lehrerinnen durchläuft gerade einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel. Aber das öffentliche beziehungsweise veröffentlichte Bild der Lehrer und Lehrerinnen ist nach wie vor von überkommenen Klischees und tiefsitzenden Vorurteilen geprägt. Wie werden Lehrerfiguren im Film gezeigt? Wie werden Sie in der Literatur beschrieben? Und wie erscheinen Frau Professor und Herr Lehrer in Fernsehserien, Magazinen und Zeitungen? Fest steht: Die Bilder beeinflussen die Realität fast ebenso wie umgekehrt die Realität die Bilder. Was erzählen also die veröffentlichten Bilder vom Beruf der Lehrer und Lehrerinnen? Wird der Wandel in der pädagogischen Profession wahrgenommen? Welche Bilder haben die Lehrpersonen von sich selbst? Und welche haben die Schüler/innen von ihnen? Wie fließt all das in die Lehrerbildung ein? Was ist ein Lehrer/eine Lehrerin? Wer sind die Expert/innen für Unterricht?


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung

Vom Entwurf zur Anwendung (2). Gestaltung: Marianne Unterluggauer Am 25. Mai 2018 trat die Europäische Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Damit wurde eine Diskussion beendet, die in den EU-Institutionen über zwei Jahrzehnte lang geführt wurde. Genauer seit 1995. Damals einigte man sich in der EU auf das erste europäische Datenschutzgesetz, an dem ab 2010 weitergeschrieben wurde: Daran beteiligt waren 28 Nationalstaaten, diverse internationale Lobbyorganisationen und Bürgerrechtsbewegungen. Ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das den Alltag eines Kontinents bestimmt und das Verhalten international tätiger Konzerne beeinflusst, ist kein Spaziergang. Historisch betrachtet wurde 1995 kein Schlusspunkt unter die Debatte gesetzt, aber ein wichtiger Meilenstein, meinen Bobachter: Europa habe auf internationaler Bühne bewiesen, dass auf ihrem Kontinent jeder Bürger Eigentümer seiner Daten ist, und nicht Konzerne noch Staaten. 1995 hielt das Internet gerade Einzug in die Privathaushalte. Dessen Auswirkungen spiegelte das vereinheitlichte Datenschutzrecht noch nicht wider. Es vergingen 15 Jahre, bis die damalige EU-Kommissarin Viviane Reding daran ging, das europäische Datenschutzrecht den Entwicklungen anzupassen und Datenmissbrauch einzuschränke. Von 2010 bis 2015 wurde verhandelt. 2016 wurde das Gesetz schließlich im Parlament und von den 28 Nationalstaaten beschlossen. Zwei Jahre hatten Regierungen und Unternehmen Zeit sich darauf vorzubereiten, bis das Kalenderblatt 25. Mai 2018 erreicht war. Und trotzdem, je näher das Datum kam, umso größer die Aufregung. Aber warum diese Ungewissheit? Worin liegt das Problem bei der Umsetzung? Was müssen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungen beachten, wenn sie Daten sammeln und auswerten? Worin liegt der Nutzen einer vereinheitlichten Datenschutzverordnung für die Bürger? Marianne Unterluggauer fragt für das Radiokolleg nach, was das Gesetz vorgibt und wie die Umsetzung auszusehen hat. In Österreich und International.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Stefan Weber Drahdiwaberl, Yung Hurn, 5/8erl in Ehr'n, A-Gen 53 (2). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Walter Gröbchen, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang Die Radiokollegreihe zur Geschichte der österreichischen Popmusik dokumentiert das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands, reflektiert ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft und würdigt ihren Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur. Alle Beiträge von "Ambros bis Yasmo" sind unter [https://oe1.orf.at/lexikonderpopmusik|Lexikon der österreichischen Popmusik] nachzuhören. *Yung Hurn: der greifbare Erfolg des Cloud-Rap* Yung Hurn ist das aktuelle Reizthema No. 1 der hiesigen Musik-Journaille. Auch abseits seiner Fan-Blase ist der Künstler, sofern überhaupt bekannt, höchst umstritten. Ein vorhersehbares Schicksal: Popmusik, die nicht nur mediokrer Formatradio-Mainstream sein will, polarisiert. Provoziert. Und verkauft sich dennoch - oder gerade deswegen - exorbitant gut. Vor allem bei der engeren Zielgruppe: so ziemlich allen im Alter zwischen 10 und 25 Jahren, die Musik als Identitäts-Anker, Eskapismus-Soundtrack und Absage an die Generation ihrer Eltern feiern. Insofern kommt der Erfolg von Yung Hurn aus Wien-Donaustadt - er hat noch eine Reihe weiterer Pseudonyme, sein wahrer Vorname ist Julian - doch nicht ganz überraschend. Dennoch haben Yung Hurns Charts-Spitzenpositionen mit dem regulären Album-Debut "1220" anno 2018 - No. 2 in Deutschland, derselbe Rang in Österreich - manche Experten in Staunen versetzt. Vor allem solche, die noch nie zuvor vom Phänomen "Cloud Rap" gehört haben. Es handelt sich um eine musikalische Ausdrucksform offensiver Wurschtigkeit, voller Drogenmetaphern und Autotune-Gesangszeilen. In diesem Genre waren es hierzulande vor allem Money Boy und Crack Ignaz, die sich einen (Szene-)Namen machten, bevor der schmächtige Scheiß-mir-nix die virtuelle Bühne betrat. Die üblichen Spielregeln der Pop-Branche scheinen für Yung Hurn nicht zu gelten: keine große Plattenfirma, lässige Medien-Verweigerung, Do-it-yourself-Experimente am laufenden Band. Der Durchlauferhitzer heißt YouTube, die Stereoanlage ist das Smartphone. Dem neuen lokalen Pop-Messias werden sogar kommerzielle Werbeauftritte verziehen. "Alle hassen uns, aber sie schau'n" heisst Hurns aktueller Anti-Schlager. Trefflich! Wer Punk und Gangsta-HipHop verstanden hat, sollte ahnen, was gespielt wird.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Die Strauss-Sopranistin Hilde Güden. Ausschnitte aus den Richard-Strauss-Opern "Der Rosenkavalier", "Ariadne auf Naxos", "Die schweigsame Frau", "Arabella" und "Daphne". Gestaltung: Michael Blees. Ein weitverzweigtes Repertoire von Mozart bis zur damaligen Moderne hat die Wiener Sopranistin Hilde Güden an vielen bedeutenden Bühnen der Welt interpretiert, ein besonderer Schwerpunkt ihres Wirkens hat aber immer den Werken von Richard Strauss gegolten. Über Jahrzehnte war sie die führende Sophie im "Rosenkavalier" - an der Bayerischen Staatsoper (wo sich der Komponist selbst von der Gestaltung der Rolle durch die Güden begeistert gezeigt hat), in Wien und Salzburg und auch an der Metropolitan Opera. Doch nicht nur die Höhenphrasen der Sophie wusste die Sängerin mit der eleganten Erscheinung mit silbrig blühendem Sopran ideal zu erfüllen, sie hatte auch die virtuose Brillanz für die schwierige Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos" oder die Aminta in der "Schweigsamen Frau", sie war eine gefühlvolle Daphne - und sie hat auch (allerdings niemals in Wien) in der "Fast-Hosenrolle" der Zdenka begeistert. Die Strauss-Interpretationen der Güden stehen im Mittelpunkt dieser Erinnerungs-Sendung zum 30.Todestag der unvergessenen Künstlerin.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Anthropologie des Wassers" von Anne Carson. (Ausschnitt). Aus dem amerikanischen Englisch von Marie Luise Knott. Es list Silvia Meisterle. Gestaltung: Nicole Dietrich Wie verschieden Mann und Frau sind, mag in Geschlechterkampf-Phrasen münden, oder aber - wie bei der kanadischen Lyrikerin Anne Carson - in ein Staunen, ein Herantasten an Seins-Zustände, die Toleranz und Zwischenraum für sich beanspruchen. In "Anthropologie des Wassers" verwebt die 1950 in Toronto geborene Dichterin, Altphilologin und Übersetzerin drei Reise-Tagebücher in ihre sphärische Sprachwelt: Sie wandert den Jakobsweg nach Santiago di Compostela; sie umkreist die Einzig- bzw. Verschiedenartigkeit von Männern und Frauen während einer Reise durch die USA und sie erzählt vom Schwimmen in einem Waldsee - eine Reminiszenz an ihren früh verstorbenen Bruder. Erinnerungsfragmente, Reisejournal und Beziehungschronik vermischen sich. Als Motti der einzelnen Kapitel stehen zen-buddhistische Weisheiten, die die unsichtbaren Fäden dieser unberechenbar spannenden, poetisch radikalen Tagebücher bilden. Das Buch erschien 1995 unter dem Titel "Plainwater. Essays and Poetry" und wurde 2014 von Marie Luise Knott ins Deutsche übersetzt und kommentiert. Anne Carson zählt im englischsprachigen Raum zu den bedeutendsten Dichterinnen der Gegenwart. Zudem ist sie Altgräzistin, Homer-Spezialistin, Sappho-Übersetzerin und Sophokles-Kennerin. Ihr von Formwillen und Durchlässigkeit geprägtes umfangreiches poetisches Werk wurde mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. dem T.S. Eliot-Preis für Poesie (2001).


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Peter Kislinger. Das Briggs Trio mit Musik von Hans Gál und Dmitrij Schostakowitsch. 1927 bis 1929 verging weltweit keine Woche ohne Aufführung eines Werkes von Hans Gál. George Szell dirigierte Gáls Oper "Die heilige Ente", Wilhelm Furtwängler, Fritz Busch und Richard Strauss setzten sich für Gáls Ernennung zum Direktor der Mainzer Musikhochschule ein. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten dieser Stelle sofort enthoben. Gál, dem die lebensrettende Flucht gelang, fand sich nach Kriegsende 1945 in Großbritannien, ähnlich wie sein Landsmann Egon Wellesz, in der Rolle des Außenseiters. Erst in den letzten Jahren ist das Interesse an seiner Musik deutlich angewachsen. So hat auch die englische Royal Northern Sinfonia unter der Leitung des Österreichers Thomas Zehetmair vor einigen Jahren eine stark beachtete Aufführungsserie mit Werken des in Brunn am Gebirge bei Wien geborenen Komponisten begonnen. Das in England beheimatete Briggs Trio hat seit den 1990er-Jahren mit Klaviertrios von Haydn, Beethoven. Schubert, Brahms und Zemlinsky seine profunde Kenntnis der deutsch-österreichischen Tradition unter Beweis gestellt und liefert mit dieser CD eine weitere Bestätigung der hohen Qualität der Musik Gáls. Das 1923 entstandene Klaviertrio, das sich einen Platz im Repertoire verdienen würde, zeichnet sich durch innige Lyrik, weit gesponnene Melodien, zuweilen ausladende Opulenz und originellen Aufbau der Außensätze aus. Die CD beeindruckt auch wegen der Kombination mit dem 2. Klaviertrio e-Moll von Dmitrij Schostakowitsch, das auf E-Dur-Akkorden endet, jener Tonart, die Gáls Trio bestimmt. Ein echtes Schmankerl sind Gáls idiomatisch gespielte "Variationen über eine Wiener Heurigenmelodie".


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Arsonore 2018

Karin Bonelli, Flöte; Isabel Pfefferkorn, Mezzosopran; Petrit Ceku, Gitarre; Thomas Selditz, Viola; Benjamin Schmid, Solo-Violine; Yevgeny Chepovetsky und Andrii Uhrak, Violine; Danjulo Ishizaka, Violoncello; Claudia Triguero Ocana, Kontrabass; L'ubica Paurová, Cembalo; Irina Vaterl, Klavier. Eugène Bozza: Image für Flöte solo * Mauro Giuliani: Sei Ariette op. 95 * Niccolò Paganini: Sonata per Le Grand Viola * Nino Rota: Trio für Flöte, Violine und Klavier * Antonio Vivaldi: le quattro stagioni (aufgenommen am 6. September im Schloss Eggenberg in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger Wir laden Sie ein zu einer abenteuerlichen Reise ins Land, wo die Zitronen blüh'n ... "Bella Italia" war immer schon Inspirationsquelle für zahllose Komponisten, die ihrer Liebe zu diesem vielschichtigen Land auf unterschiedlichste Weise Ausdruck verliehen. Eugène Bozza, eigentlich Franzose, war familiär vom grenznahen Italien beeinflusst, Giuliani schuf eine Reihe anmutiger Lieder und Arien, nur von einer Gitarre begleitet. Paganini demonstrierte eindrucksvoll, dass auch die oft im Abseits stehende Bratsche zu virtuosen Höhenflügen fähig ist, und Federico Fellinis Stammkomponist Nino Rota verblüfft mit einem sprühend geistvollen Trio in der raren Besetzung Flöte - Violine - Klavier. Nach der Pause DAS All-Time-Highlight der italienischen Barockmusik: Vivaldis Vier Jahreszeiten in Traumbesetzung mit Benjamin Schmid und vielen weiteren beliebten Arsonore-Stars. Mit Karin Bonelli, Soloflötistin der Wiener Philharmoniker, der charismatischen Mezzosopranistin Isabel Pfefferkorn und der erfolgreichen Grazer Pianistin Irina Vaterl betreten drei beeindruckende junge Damen erstmals das Arsonore-Podium im Planetensaal. (Arsonore)


15.30 Uhr

 

 

Moment

Ganzjähriges Wohnen im Schrebergarten? Ist das der Sinn? Der Schrebergarten war lange ein Fleck Erde in der Not, man konnte Obst und Gemüse anbauen für den Eigenbedarf. Der Erholung diente er erst in besseren Zeiten. Allerdings wurde dafür eine genaue Kleingartenordnung aufgestellt - mit solch strengen Regeln, dass sich bald das geflügelte Wort vom "geistigen Kleingärtner" entwickelte. Die Kleingartensiedlung als Pensionisten-Hochburg: das war einmal. Seit den 1990er Jahren hat sich die Atmosphäre in den rund 40.000 österreichischen Schrebergartensiedlungen verändert. In Wien wohnen nicht wenige Menschen das ganze Jahr über dort. Welche Funktion hat ein Kleingarten heute? Welche soll er haben? Was bedeutet er für Sie? Wie sind Sie zu Ihrem Kleingarten gekommen? Rufen Sie uns an unter 0800 22 69 79. Gestaltung: Alexander Musik


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Auf einer Alm in 1740 Meter Höhe Rudi und Tonmeister wandern im Montafon in Vorarlberg und kommen zu einer Alm. Auf der Alpe Spora trifft der Radiohund den Senner Florian Battlogg. Senner sind Zweibeiner, die auf der Alm arbeiten. Sie hüten Kühe und machen aus der frischen Milch, Käse und Butter. Florian erklärt Rudi, was ein saurer Käse ist und wie er durch Zufall auf die Alm kam. Rudi: "Wie lange gibt es die Alpe Spora schon?" Florian Battlogg: "Das weiß ich nicht, aber sicher unzählige Jahre. Seit hier oben Kühe stehen. Wir haben ein Milchbuch gefunden, das aus dem Jahr 1838 stammt." Gestaltung: Lara Weber


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Null bis Eins - Über das Baby in der Literatur. Feature von Franziska Dorau "Was man alles durch das Baby erfährt" betitelte die amerikanische Schriftstellerin Lydia Davis eine Kurzgeschichte, die 2011 in ihrem Band "Formen der Verstörung" erschien. Anhand kurzer, lakonischer Beschreibungen ihres neugeborenen Sohnes lotet sie darin auf nüchterne, aber keineswegs lieblose Weise frühkindliches und mütterliches Bewusstsein aus. Ausgehend von diesem Text fragt sich die Autorin des Features, welche Rollen Babys und Kleinkindern in der Literatur zugedacht wurden. Und erkennt, dass zwar die literaturwissenschaftliche Sekundärliteratur eine weitestgehend babyfreie Zone, die Literaturgeschichte - von der Antike bis in die Gegenwart - aber voll von Babys ist. Ob bei Wolfram von Eschenbach oder François Rabelais; Henry Fielding oder Heinrich von Kleist, Kate Chopin, Sylvia Plath oder Salman Rushdie: Babys spielen wesentliche Rollen. Sie werden ersehnt oder gefürchtet, gezeugt, geboren, verboten, abgetrieben, adoptiert, gefunden oder ausgesetzt, in Flüsse getunkt um sie stark zu machen, von Wölfinnen und Löwinnen gesäugt, mit Musik von Neil Young von Bauchschmerzen geheilt. Sie versprechen persönliche Heilung oder nationalen Aufschwung, können sozialen Aufstieg oder Absturz bedeuten. Sie können eine ganze Stadt in Aufruhr versetzen - und werden mitunter sogar für Naturkatastrophen verantwortlich gemacht. Doch wann fängt man an, die Null- bis Einjährigen als Persönlichkeiten wahrzunehmen?


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

präsentiert von Jörg Duit


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1944 - Flaktürme


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. Rock the Casbah. Rachid Taha 1958-2018 Fünfzig Jahre ist es her, dass ein Teenager mit seiner Familie von der algerischen Heimat nach Paris übersiedelte. Es ist nicht bekannt, ob ihn die Stimmung anno 1968 für seinen künstlerischen Weg prägte. Seine Musik hatte jedenfalls immer eine unbeugsame, ja rebellische Note. Nach ersten Schritten in einer Punk Band, die immerhin die Aufmerksamkeit von "The Clash" erregte, fand Rachid Taha zu einem eigenen Sound, der paradoxerweise umso eigenständiger wirkte, je mehr er in seine Musik einfließen ließ. Zu den wichtigsten Wurzeln gehört auf jeden Fall der Raï, ein algerisches Genre, das in sich schon eine Mischung von vielen Stilen beinhaltet, von traditionellen nordafrikanischen Formen bis Pop und Rock. Tahas größte Hits verdanken ihre Popularität erwartungsgemäß einer breitenwirksamen Verbindung, die bei Pop- und World-Fans gleichermaßen gut ankam. Taha verfügte über eine ausdrucksstarke Stimme und nahm sich kein Blatt vor den Mund. Er griff auch zu durchaus spektakulären Mitteln, um auf Rassismus, Homophobie und grundsätzlich Intoleranz aufmerksam zu machen, in dem er u.a. mit blond gefärbtem Haar und blauen Kontaktlinsen auftrat. Am 12.September ist Rachid Taha, bei dem 1987 das Arnold-Chiari-Syndrom festgestellt wurde, einem Herzinfarkt erlegen. Am 18.9. wäre er 60 Jahre alt geworden; die Spielräume zollen ihm an diesem Tag Tribut.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Wie der Marxismus Geschichte machte und macht. Mit Christina Morina, Historikerin am Forschungsinstitut Duitsland Instituut in Amsterdam. Gestaltung: Hanna Ronzheimer. Im Jahr 1818 wurde Karl Marx im deutschen Trier geboren. Als er 1883 in London starb, war sein wohl größtes Vermächtnis eine revolutionär neue Perspektive auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Karl Marx und Friedrich Engels entwarfen mit dem Marxismus die Idee einer klassenlosen Gesellschaft. Doch erst nach dem Tod von Karl Marx sollte die marxistische Gesellschaftslehre auch in der Praxis Bedeutung entfalten. Intellektuelle aus vielen Teilen Europas nahmen an der Wende zum 20. Jahrhundert marxistische Ideen auf und entwickelten sie weiter. Die polnisch-deutsche Sozialdemokratin Rosa Luxemburg, der Prager Philosoph Karl Kautsky, der österreichische Arzt und Politiker Victor Adler und der Russe Wladimir Iljitsch Lenin sind nur einige Beispiele dafür, wie die einst rein theoretischen Abhandlungen sich zu politischen Bewegungen mit jeweils eigenen Ausprägungen weiterentwickelten. So erwuchs aus einer gesellschaftlich-ökonomischenTheorie zur Beschreibung der sozialen Wirklichkeit im Kapitalismus jene politische Weltanschauung, die sich im 20. Jahrhundert zum Teil als Staatsideologie ausbreiten sollte - mit weltweiten Auswirkungen.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Ein Land auf der Suche nach sich selbst Gestaltung: Cornelius Wüllenkemper In Georgien scheinen sowohl die politische Klasse als auch Teile der Gesellschaft den Spagat zu versuchen zwischen einer eindeutigen politischen Orientierung in Richtung Europa einerseits und streng konservativen Traditionen andererseits. Neben der Begeisterung für den Westen spielen noch immer das Erbe der sowjetischen Vergangenheit und auch der starke Einfluss der orthodoxen Kirche eine zentrale Rolle bei der Suche Georgiens nach neuen Formen des Zusammenlebens. Als wichtige Messlatte für die Modernisierung des Landes gelten dabei die Rechte sexueller Minderheiten und die Gleichberechtigung der Frauen. Die orthodoxe Kirche und auch zutiefst patriarchalisch geprägte Teile der Gesellschaft vertreten nicht nur deutlich homosexuellenfeindliche Standpunkte, sondern auch ein äußerst repressives, starres Frauenbild - zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit. Mutige Vertreter/innen der Rechte sexueller Minderheiten, selbstbewusste Feministinnen, aber auch Frauen, die sich keineswegs als Aktivistinnen verstehen, begehren zusehends gegen diese Unterdrückung auf.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Die Stadt als treibende Kraft in der Tourismusgeschichte Von Sabrina Adlbrecht Der europäische Städtetourismus ist in den vergangenen Jahren in die Kritik gekommen: Einheimische in Venedig und Barcelona zum Beispiel wehren sich längst lautstark gegen Urlauberfluten und ihre gesellschaftlichen Begleiterscheinungen. Dem gegenüber steht die enorme wirtschaftliche Bedeutung dieser Art von Fremdenverkehr. Mit Gegenwart und Vorgeschichte des städtischen Tourismus in Europa beschäftigt sich der österreichische Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung in einer neuen Publikation: Es geht um frühe Ausprägungen des Städtetourismus wie Pilgerfahrten und "Kavalierstouren" des Adels, um die Entwicklung bestimmter touristischer Organisationsformen wie Reisebüros, um Wissensvermittlung in Reiseführern und Werbung für Städte (Plakate, Panoramen, Ansichtskarten) und die damit verbundene Kanonisierung urbaner Sehenswürdigkeiten. Die Entwicklung des Städtetourismus ist zugleich Abbild gesellschaftlicher Veränderungen; eine interdisziplinär ausgerichtete historische Tourismusforschung könnte wesentlich zur Aufarbeitung gegenwärtiger Probleme im Zusammenhang mit diesem Phänomen beitragen.


19.30 Uhr

 

 

Herbstgold-Festival 2018

Haydn Philharmonie, Dirigent und Violoncello: Nicolas Altstaedt. Joseph Haydn: Symphonie G-Dur Hob. I/100, "Militärsymphonie" * Edward Elgar: Violoncellokonzert e-Moll op. 85 * Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (aufgenommen am 5. September im Schloss Esterházy). Präsentation: Gerhard Krammer Tschinellen, Triangel und große Trommel sind als Instrumente der osmanischen Janitscharenkapellen zur Zeit der Türkenbelagerungen zunächst gefürchtet, dann bekannt und beliebt geworden. Schon während der Wiener Klassik ein fixes Sujet in Opernhaus und Konzertsaal, setzt sie Joseph Haydn in seiner "Militärsinfonie" ein, um die Schrecken des Krieges zu verdeutlichen und schließlich den Sieg zu feiern. Piccoloflöte, Posaunen und Kontrafagott waren es hingegen, die Ludwig van Beethoven im Finale seiner Fünften erstmals in einer Sinfonie verlangt: Hier gilt es, den Jubel der Revolution mit diesen Instrumenten in einem vielgestaltigen Triumphmarsch desto schallender anzustimmen: "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!" Im bewegenden Mittelteil dieses packenden Abends mit der Haydn Philharmonie versenkt sich Nicolas Altstaedt als Solist in Edward Elgars melancholisch wogendes Cellokonzert: Komponiert im Schatten des verheerenden Ersten Weltkriegs, fasst es, wie alle große Musik, Unsagbares in Töne. (Herbstgold-Festival)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Das Lehrerbild im Wandel. Vom Drill zur Lernbegleitung (2). Gestaltung: Winfried Schneider Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Vom Entwurf zur Anwendung (2). Gestaltung: Mariann Unterluggauer Lexikon der österreichischen Popmusik. Stefan Weber Drahdiwaberl, Yung Hurn, 5/8erl in Ehr´n, A-Gen 53 (2). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Walter Gröbchen, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Spurensuche. Marcel Rubin und Paul Kont. Gestaltung: Ursula Strubinsky Musik entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern in Beziehung zu dem bereits vorhandenen - und sei es in der Form, sich zu entscheiden, es ganz anders machen zu wollen. In unserer Serie "Zeit-Ton Spurensuche" bringen wir österreichische Musik zu Gehör, die gegenwärtig im Konzertleben so gut wie verschwunden ist, die aber vor einigen Jahrzehnten präsent war und deren Urheber/innen zum Teil eine wichtige Rolle im österreichischen Musikleben gespielt haben. Unsere Serie "Zeit-Ton Spurensuche" reflektiert damit auch ein Stück österreichische Musikgeschichte, klärt und relativiert Standpunkte, zeigt Entwicklungslinien auf. Die heutige Sendung ist dem Schaffen des Erfinders der "Dritten Tonalität" Paul Kont gewidmet, sowie Marcel Rubin, der in der Zeit des Nationalsozialismus, zu den verfemten Komponisten gehörte.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten