Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Meister des Unfertigen" - Johanna Schwanberg, Leiterin des Dom Museum Wien, zum 100. Todestag von Auguste Rodin. Gestaltung: Alexandra Mantler Er gilt als einer der einflussreichsten Künstler der Kunstgeschichte. Mit Werken wie "Der Kuss", "Der Denker" und "Die Bürger von Calais" schuf der 1840 in Paris geborene und 1917 in Meudon verstorbene Bildhauer Auguste Rodin Werke, die bis heute als Inbegriff von Skulptur gelten. Denn mit ihnen ist es ihm gelungen, zentrale menschliche Themen wie Leidenschaft, Gemeinschaft und Reflexion in Kunst zu übersetzen. Rodins Einfluss ist bis heute ungebrochen, da er wie kein Zweiter die Erfahrungen des modernen Menschen an der Wende zum 20. Jahrhundert in Stein übertragen konnte. Rodin widersetzte sich dem idealisierenden Ideal seiner Vorgänger und stellte die Suche nach Wahrhaftigkeit ins Zentrum seiner künstlerischen Arbeit. Anstelle von Perfektion machte er den Schaffensprozess sichtbar und erhob die Unvollkommenheit und das Flüchtige zum obersten Prinzip. In den "Gedanken für den Tag" beleuchtet die Kunstwissenschafterin Johanna Schwanberg die leidenschaftliche Biografie Rodins anlässlich seines 100. Todestages im Spannungsfeld zwischen Kunst und Leben im Frankreich der Jahrhundertwende. Sie stellt weltbekannte Meisterwerke genauso wie weniger bekannte Arbeiten des Künstlers ins Zentrum der Sendungen und zeigt auf, warum die Kunst dieses Wegbereiters bis heute so fasziniert.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Aufgekratzte Stimmung bei Schubert, "glitzerndes" von Sarasate und 6 Gamben fantasieren. Robert Schumann als Musikkritiker "Es gehört zu den Redensarten und Witzen geübter Rezensenten, in dieser oder jener neuen Fantasie selbige am meisten zu vermissen. Und diesmal hätten sie einigermaßen Recht; denn einen größeren Bankrott an Phantasie, als Herr Czerny in seinem neusten Großwerke entwickelt, kann es schwerlich geben". Und trotzdem spielen wir jetzt Czerny - mit Fantasie.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Tierpfleger und Biologe Rupert Kainradl spricht über Insekten, die sich als Pflanzen tarnen. Teil 2: Die überraschenden "Blütenblätter" der Gottesanbeterin Gestaltung: Renate Pliem In der Biologie gibt es das Phänomen der "Mimese": eine Form der Tarnung, bei der ein Lebewesen in Gestalt, Farbe und Haltung einen Teil seines Lebensraumes annimmt. So kann es für Fraßfeinde nicht mehr von der Umgebung unterschieden werden. Einige Insekten haben die Mimese zur Perfektion gebracht: das "Wandelnde Blatt" zum Beispiel, eine Gespenstschrecke, deren Nervenbahnen sogar die Blattnervatur imitieren. Wenn das Tier berührt wird, wippt es wie ein Blatt im Wind. Andere Insekten tarnen sich als braune Äste oder als Blätter mit Dornen, um nicht gefressen zu werden. Die Orchideenmantis hingegen imitiert die Umgebung, um Beute zu machen: Die Gottesanbeterin ahmt die Blüten der Phalaenopsis-Orchideen nach. Wenn Insekten diese "Blüte" besuchen, geraten sie in eine tödliche Falle.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wenn die Kinder Erwachsene sind

Generationenbeziehungen im Wandel (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Kaum eine Beziehung scheint so selbstverständlich, kaum eine Beziehung ist so widersprüchlich wie die zwischen Eltern und Kindern. Geprägt ist das Eltern-Kind-Verhältnis von Sorge und Anteilnahme, aber auch von Abgrenzung und Autonomiestreben. Im Idealfall begleiten Eltern ihre Kinder zur Selbständigkeit. Doch: was dann? Eltern sein bleibt eine lebenslange Aufgabe. Denn sobald die Kinder außer Haus sind, die Beziehung zum Nachwuchs frei von Verpflichtungen ist, fällt auch der rituelle Rahmen alltäglicher Handlungen weg. Was bleibt, ist der Wunsch, am Leben der jungen Erwachsenen teilzuhaben. Deren Weg scheint manchmal jedoch schwer nachvollziehbar. Wie lassen sich konträre Ansichten der Kinder mit dem eigenen Selbstverständnis harmonisieren? Die jungen Erwachsenen wiederum ringen jahrelang damit, sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Äußerliche Ähnlichkeiten mit Vater oder Mutter werden oft als Makel empfunden. Makeup, Bartschnitt oder Kleidung helfen, eine Differenz zu betonen. Das Ziel ist immer, ausreichend Distanz zur Herkunftsfamilie schaffen, um sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Und hier kommen die Freundinnen und Freunde ins Spiel. Schwiegerkinder widersprechen oft den Vorstellungen der Eltern vom idealen Partner, der idealen Partnerin. Sie machen sichtbar, was die Jungen wollen und wohin sie sich entwickeln werden. Damit geraten eingespielte Verhaltensmuster in Bewegung, das Verhältnis zwischen den Generationen wird neu definiert.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Ein Gotteskrieger in Lederhosen

Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (2). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Er ist das Urbild des "waschechten" Tirolers - von imposanter Statur, mit schwarzem Bart, Hut und Lederhose: Andreas Hofer, der wohl wie kein anderer dem Klischee eines echten Volkshelden entspricht: Unter seiner Führung erhoben sich 1809 ein paar tausend Bauern gegen die mit Napoleon verbündeten Bayern, die vier Jahre zuvor die Herrschaft in Tirol übernommen hatten. Die neuen Machthaber betrieben eine radikale Modernisierungspolitik nach französischem Vorbild: Privilegien, wie das Recht, nicht zum Wehrdienst eingezogen zu werden, fielen, es kam zu Steuererhöhungen und zu Reformen des Gesundheitswesen. Zudem wurden die Konfessionen einander gleichgestellt. Gegen all das wehrten sich die Tiroler; und der Gastwirt, Wein- und Viehhändler Andreas Hofer, 1767 im Passeier im heutigen Südtirol geboren, wurde zur Leitfigur des Widerstandes - mit klar anti-aufklärerischen Zügen: So wird etwa, nach dem ersten Sieg am Bergisel, die von den Bayern eingeführte Pockenschutzimpfung als "Teufelszeug" verdammt und dem "Weibsvolk" weitestgehende Verhüllung vorgeschrieben. Schließlich unterliegt Andreas Hofer den französischen Truppen, flieht nach Südtirol, wird verraten, gefangengenommen und 1810, auf Befehl Napoleons, in Mantua hingerichtet. Seitdem gilt er als Freiheitsheld par excellence und ist bis heute die meistverehrte historische Figur in ganz Tirol. Nach seinem Tod wurde er allerdings zur Mehrzweck-Symbolfigur für Liberale und Konservative ebenso wie für Austrofaschisten und Nazis. Nach 1945 stand "der Hofer" dann überhaupt für die Tiroler, für die Einheit des Landes und sogar für die "Bumser" genannten Sprengstoffterroristen, die diese Einheit herbeibomben wollten. So ist der "Mythos Hofer", die Geschichte seiner Inszenierung und Instrumentalisierung im Grunde interessanter als die eigentliche historische Figur. Allen Mythen, so formulierte es einmal der Politologe Anton Pelinka, sei gemein, dass sie einen zugefügten Schmerz verewigen und immer wieder in Erinnerung rufen wollen. - Gemessen an der ungebrochenen Hofer-Verehrung, muss dieses Bedürfnis immer noch übermächtig sein.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen

Der Orient in der klassischen Musik (2). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali "Ob der Koran von Ewigkeit sei?" - das fragte sich Hugo Wolf in einem Lied auf einen Text von Goethe. Mit den Intrigen eines Wanderderwischs, der ein Liebespaar in eine Karawane nach Mekka einschleust, beschäftigte sich Christoph Willibald Gluck. Und die Scheherezade des Nikolai Rimsky-Korsakoff lässt uns in den Märchen aus 1001 Nacht schwelgen. Der Orient hält also viele Anknüpfungspunkte in der Themenfindung für europäische Künstler bereit. Auf religiöser Ebene bieten sich der Mystizismus eines Sufi-Ordens, die unterschiedlichen Auslegungen des Islam, der Koran oder die Figur eines Muezzin als Inspiration an. Doch auch die weltliche Perspektive kommt nicht zu kurz: kluge und schöne Frauen finden ebenso ihren Platz wie fromme Gläubige oder die Bandbreite an persischer Dichtung. Der Orient im Okzident hat viele musikalische Seiten. Vorstellungen und Bilder einer vermeintlich exotischen Welt vermischen sich mit detailgetreuen Szenen religiöser Rituale. Arabische, persische und türkische Wörter finden Eingang in die Welt der Oper. "Türkenszenen" finden sich auf den Opernbühnen ab der Zeit Ludwig XVI., das deutschsprachige Lied beruft sich auf die persische Dichtung. Und im 18. Jahrhundert entwickelt sich im so genannten alla turca Stil ein eigenständiges musikalisches Vokabular zur Orientalisierung klassischer Musik. Komponisten wie Lully, Rameau, Haydn, Mozart, Beethoven, aber auch Carl Maria von Weber oder Johannes Brahms haben den Orient im Okzident musikalisch verankert. Thematisch, spirituell oder musikalisch: die Faszination am Reichtum des Orients zieht bis heute Komponisten in ihren Bann. Nadja Kayali und Michaela Schierhuber folgen den klingenden Spuren, die der Orient im Okzident hinterlassen hat.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Tenorale Stilisten: Alfredo Kraus und Nicolai Gedda. Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Vincenzo Bellini, Giuseppe Verdi und Jules Massenet. Gestaltung: Michael Blees So unterschiedlich beider Stimmtimbre auch war, so sehr hat man beide zu den großen Stilisten und den - unter dem Aspekt der Gesangstechnik - souveränsten Tenören in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezählt: Alfredo Kraus und Nicolai Gedda. Der in diesem Jahr verstorbene schwedische Tenor ist 1925 auf die Welt gekommen, zwei Jahre später - somit vor 90 Jahren - wurde sein spanischer, bereits 1999 verstorbener Kollege geboren. Nicolai Gedda hatte zweifellos das weit umfangreichere Repertoire mit Werken deutscher, russischer, französischer und italienischer Herkunft, Alfredo Kraus hat sich dagegen auf italienische und französische Rollen konzentriert, mit manchen Partien waren sie aber auch "Konkurrenten".


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Der Roman einer Fischersfrau". Von Selma Lagerlöf. Aus dem Schwedischen von Marie Franzos. Es liest Elisabeth Orth. Gestaltung: Edith Vukan. Präsentation: Nicole Dietrich. Einsam stand die bescheidene Hütte am äußersten Ende des Fischerdorfes. Einsam saß die Frau oft da und dachte über ihr Schicksal nach, das sie aus einer norwegischen Seestadt an die flache Küste Schwedens geführt hatte. Sie erinnert sich an die erste Begegnung mit dem jungen Matrosen Börje, wie er sie und ihre Familie bezaubert hatte, wie groß ihr Glück nach der Hochzeit war, wie ernüchternd die Ankunft in seiner Heimat. Selma Lagerlöf (1858-1940) wurde auf dem Familiensitz Marbacka in Värmland (Schweden) geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Volksschullehrerin war sie zehn Jahre lang in diesem Beruf tätig. In dieser Zeit erschien 1891 ihr erster Roman "Gösta Berling", mit dem sie Weltruhm erlangte. 1909 wurde sie als erste Frau mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Dieser Roman und das Kinderbuch "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" machten sie weit über Schweden hinaus berühmt. Neben Romanen schrieb Selma Lagerlöf auch Kurzgeschichten, Erzählungen und Legenden.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. Ludwig van Beethovens Cellosonaten sind, wie Valentin Erben im Beiheft seiner Neuaufnahme schreibt, die ersten, bei welchen beide Instrumente in einen echten Dialog treten. Das beginnt schon bei den beiden frühen Werken op.5; in der zehn Jahre später entstandenen A-Dur-Sonate op.69 ist eine Qualität, mehr noch eine Ausdruckstiefe erreicht, die in bislang nicht zugänglich Tiefen des instrumentalen Gesanges reicht. Die beiden späten Cellosonaten op. 102 bedeuten, wie Valentin Erben erläutert, "den endgültigen Aufbruch des ertaubten Meisters in seine inneren, abstrakten Vorstellungswelten. Die Sonate in C-Dur erschreckt uns fast durch ihre kompakte Kürze und zugleich durch die Fülle an Gedanken und Gefühlen, die schroff und unvermittelt auf uns einstürzen?es scheint, als ob es im Kosmos eine Schatztruhe gäbe, auf welche große Geister zugreifen, um persönlichste Gedanken zu beschreiben." Wer so über Beethovens Musik sprechen kann, wie Valentin Erben, der kann sie auch entsprechend interpretieren - und die Pianistin Shani Diluka ist ihm eine durchaus ebenbürtige Partnerin.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Piotr Anderszewski, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Fantasie c-Moll KV 475; b) Sonate c-Moll KV 457 * Leos Janacek: Auf verwachsenem Pfade, Reihe II * Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 6 d-Moll BWV 811 (aufgenommen am 31. Juli in der Orangerie der Residenz Ansbach im Rahmen der "Bachwoche Ansbach 2017"). Präsentation: Stefanie Maderthaner "Für Pjotr Anderszewski ist Bach die Basis" schrieb "Die Welt", als der polnische Pianist mit Pariser Wohnsitz vor einem Jahr aus einem Sabbatical auf die Bühne zurückkehrte. "Eine Spielernatur, ein Jongleur, ein Equilibrist, der sich jeden Abend auf dem Podium neu erfindet". Ohne Netz und doppelten Boden. Wie denkt dieser stets hochkonzentriert, introvertiert auftretende Musiker über das Podium, das Publikum? "Ein idealer Moment. Ich monologisiere, aber ich tue es vor Zuschauern. Ohne sie würde etwas fehlen. Ich liebe die Einsamkeit, aber ich möchte mich auch mitteilen. Und dafür brauche ich Öffentlichkeit. Ein Paradox, das mich immer wieder fasziniert, dem ich aber auch zu entfliehen suche. Was nie gelingen wird." Anderszewski gehört zu den wenigen Pianisten, die mehr als nur ein paar, halt die üblichen Stücke von Bach kennen und öffentlich spielen. Reizvoll ist auch seine Art, Programme zusammenzustellen, Musik verschiedenster Art miteinander zu kombinieren. Anderszewski, zu dessen Vorbildern Svjatoslav Richter gehört, spielt in London und Wien, New York und St. Petersburg. Bei der Bachwoche gibt er sein Debüt! (Bachwoche Ansbach)


15.30 Uhr

 

 

Moment

Ewig dabei. Wenn Mitarbeiter Firmen jahrzehntelang die Treue halten. Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Wer heute einen neuen Job sucht, rechnet kaum noch damit, in dem Betrieb oder der Organisation alt zu werden. Doch es gibt sie noch: die treuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die - umgangssprachlich gesprochen - schon ewig dabei sind. Über die Vor- und Nachteile langer Beschäftigungsverhältnisse und warum sie immer seltener werden. Gestaltung: Tanja Rogaunig


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Werkunterricht der besonderen Art: Nähen im Krankenhaus Denis, Raiman, Wahida und Anjelka haben einen ungewöhnlichen Schulausflug gemacht: Ins Wiener Allgemeine Krankenhaus. Dort haben sie verschiedene medizinische Berufe kennen gelernt, doch eines hat die Vier mehr begeistert, als alles andere: der "Werkunterricht". Sie haben eine künstliche Haut genäht, wie sonst die Ärztinnen und Ärzte Wunden oder Schnitte. Mit der speziellen Nadel, mit dem speziellen Faden und genau so, wie es die Profis machen: ohne die Nadel mit den Fingern anzufassen. Wer hätte gedacht, dass das so schwierig ist?! Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

"Und wenn wir in irgendwas gut sind." Der Nino aus Wien. Feature von Matthias Haydn Mit seinen teils sensibel verspielten und dann wieder tröstlich humorigen Liedtexten hat Nino Mandl eine treue Anhängerschaft gewonnen. Als "Der Nino aus Wien" gilt er seit 2009 als einer der Sterne am heimischen Musikhimmel - damals nahm er mit seinem "Spinat Song" am Protestsongcontest teil. 2016 wurde er mit dem "Amadeus Music Award" ausgezeichnet. Jedes Jahr im Sommer zieht es den 1987 geborenen Wiener einige Wochen weg aus der Stadt - um neue Songs zu schreiben. Im Sommer 2017 wählte er Bad Gastein und Meran als seine Schreib-Orte. Sein dortiger Arbeitsalltag: Er lässt sich von der ungewohnten Umgebung inspirieren, zieht sich dann in sein Hotelzimmer zurück und arbeitet dort an neuen Werken. Zum Schreiben benötigt Nino Mandl vor allem ein Hilfsmittel: seine Gitarre. Er zupft neue Akkordfolgen auf dem Instrument, und dieses Spiel wiederum entlockt ihm die Worte für seine Texte. Das passiert gleichzeitig, erklärt er. Vielleicht schreibt Nino Mandl nur wegen seiner innigen Beziehung zu seiner Gitarre Lieder und nicht etwa Gedichte oder Prosatexte. Weniger bekannt ist, dass Nino Mandl auch abseits der Musik-Bühne literarisch experimentiert. Gemeinsam mit Natalie Ofenböck hat er die Schnitzler-Stücke Leutnant Gustl und Fräulein Else zu einem neuen Werk verbunden: "Fräulein Gustl, oder Ich muss auf die Uhr schau'n".


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Erinnerungen an die Zukunft. Mit Canzoniere Grecanico Salentino, Meklit Hadero, sowie Golnar Shayar und Mahan Mirarab. "Memories of the future" heißt eine Komposition der Sängerin Meklit Hadero. Ausgerechnet für dieses Lied mit dem rätselhaften Titel tut sich die äthiopisch/us-amerikanische Sängerin mit einer Band von Traditionsbewahrern zusammen, nämlich den Preservation Hall Horns aus New Orleans. Die ungewöhnliche Tarantella-Truppe Canzoniere Grecanico Salentino gönnt sich ein ähnliches Abenteuer: Das südliche Septett verbindet nämlich die - jahrhundertealte - schweißtreibende Pizzica-Tradition Kalabriens mit einer hemmungslosen Hommage an italienische Lyrik, an sehnsuchtsvolle Melodien, ja an den Schlager der 1970er Jahre. Aus Wien schließlich kommt großartiger Kammerjazz mit persischem Einschlag, wenn Golnar Shayar und Maha Mirarab ihr Programm "Derakht" präsentieren. Drei aktuelle Musik-Konzepte aus der Weltmusik-Ecke, die sich einmal mehr als Balkon mit Ausblick gebiert: Die Balance zwischen Vergangenheit und Zukunft, die Spannung zwischen gestern und morgen - all das spielt sich ja ohnehin in der Gegenwart, im Jetzt ab.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Zur Entwicklung des modernen Tourismus. Mit Martin Scheutz, Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Der moderne Tourismus ist ein wichtiger gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Sektor. Die Geschichte des Reisens reicht weit zurück, zur mittelalterlichen Pilgerfahrt, der adelige Kavalierstour, den frühbürgerlichen Bildungsreisen und dem Seebädertourismus ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Als Tourist/innen werden Menschen bezeichnet, die sich aus ihrem gewöhnlichen Umfeld für längere Zeit hinausbewegen, zum bloßen Vergnügen. Doch gehörten Geschäfte und Bildung zu weiteren Motiven des Reisens und eine Abgrenzung fällt daher bis heute schwer. Der Beginn des modernen Tourismus als Massenphänomen wird im frühen 19. Jahrhundert angesetzt. Er ist eng mit der Entwicklung der Transportmittel verbunden - der Eisenbahn, dem Dampfschiff, dem Auto bis hin zum Flugzeug. Diese Verkehrsmittel erlauben es, eine große Menge an Menschen rasch - im Vergleich zum Fußmarsch oder der Kutsche - an einen fernen Ort zu bringen. Damit entstand auch eine touristische Infrastruktur wie Reisebüros, Gastronomie und Hotels. In den Anfängen noch ein Privileg der Reichen breitet sich der Tourismus durch die Sommerfrische auch auf die Mittelschicht aus. Nach dem Ersten Weltkrieg entsteht eine neue Form des Tourismus, die auch und vor allem den Angehörigen der Arbeiterschaft das Reisen ermöglichen soll, der Sozialtourismus: von Gewerkschaften organisierte und finanziell unterstützte Reiseformen, Reisen mit den "Naturfreunden" oder diversen Jugendbewegungen. Totalitäre Regimes entwickeln Formen des Sozialtourismus mit politisch-propagandistischen Absichten, in Italien die faschistische "Opera Nazionale Dopolavoro" oder im nationalsozialistischen Deutschland die "Kraft durch Freude"-Programme. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die Pauschalreise - zuerst im eigenen Land und später als europäische Fernreise - zum Durchbruch. Die Phase des kommerziellen Massentourismus beginnt.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Sie stehen oft an markanten Stellen, prägen mit ihren Formen, Dächern und Gebäude-Anordnungen ganze Landstriche - als Vierkanthof, Weiler oder Hakenhof. Doch immer mehr Bauernhöfe stehen leer. - Gestaltung: Ilse Huber Die landwirtschaftlichen Flächen werden verkauft oder verpachtet; doch wie nutzt man Wohnhaus, Stall, Heuboden und Getreidespeicher? Und wie geht das alles mit der Flächenwidmung konform? Im ländlichen Raum wird viel gebaut, meist aber neu. Die alte Bausubstanz hingegen verfällt. Die sechste Leerstandskonferenz des Architekturbüros Nonconform hat sich heuer mit landwirtschaftlichen Gebäuden befasst. Die Entscheidung zwischen Erhalten, Abreißen und Kombination mit Neuem ist eine komplexe und geht über die Zukunft des einzelnen Objektes hinaus. Welche Lehren sind aus den leeren Bauernhöfen zu ziehen?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Wessen Stimme zählt? Von Tanja Malle "Die Wahlbeteiligung sinkt und ist nicht mehr sozial repräsentativ". Zu diesem Schluss kommt eine umfangreiche Studie der Bertelsmannstiftung zur Bundestagswahl in Deutschland im Jahr 2013 sowie Folgestudien zu verschiedenen Regionalwahlen. Die Ursache: Nichtwähler/innen finden sich zwar quer durch alle Bevölkerungsgruppen, allerdings haben sich Angehörige sozial benachteiligter und bildungsferner Schichten übermäßig stark von der politischen Teilhabe zurückgezogen. Die Forscher/innen sprechen von einer "sozialen Spaltung der Wahlbeteiligung", denn in der wirtschaftlich stärkeren Mittel- und Oberschicht sei die Wahlbeteiligung zuletzt angestiegen. Dazu kommt eine weitere Entwicklung: Von der österreichischen Nationalratswahl im September 2017 wurde eine Million Menschen, die hierzulande lebt, ausgeschlossen, weil sie über keinen österreichischen Pass verfügt. Wie könnte eine Demokratisierung der politischen Mitbestimmung aussehen, damit mehr Menschen wählen und an Politik teilhaben?


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Eggner Trio; Lise Berthaud, Viola; Georg Breinschmid, Kontrabass. Joseph Haydn: Trio für Klavier, Violine und Violoncello C-Dur Hob. XV/27 * Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett Es-Dur KV 493 * Franz Schubert: a) Adagio für Klavier, Violine und Violoncello Es-Dur D 897, "Notturno"; b) Klavierquintett A-Dur D 667, "Forellenquintett" (aufgenommen am 8. November im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins - Jubiläumskonzert "20 Jahre Eggner Trio")


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Wenn die Kinder Erwachsene sind. Generationenbeziehungen im Wandel (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Ein Gotteskrieger in Lederhosen. Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (2). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen. Der Orient in der klassischen Musik (2). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Wien Modern 2017. Two Whiskas - John Cage und die Katzen. Gestaltung: Irene Suchy Katzenliebhaberinnen und -liebhaber mögen beim Namen wahlweise fauchend-kratzende oder schnurrende Felltigerchen denken. "Two Whiskas" ist der Name eines ungewöhnlichen Duos: Violine und Paetzold-Bassflöte. Dass Diskant und Bass sehr wohl zusammen passen - man muss schlicht die richtige Musik dafür schreiben oder spielen - das haben schon diverse Musikerinnen und Musiker bewiesen. Die Geigerin Ivana Pristasová und die Blockflötistin Caroline Mayerhofer spielen seit einigen Jahren gemeinsam. Und sie spielen fast nur ganz neue Musik. Im Late-Night-Konzert im Rahmen von Wien Modern haben sie gleich mehre Uraufführungen aus der Taufe gehoben. Unter anderem von Wolfgang Schurig, Thomas Amann, Hannes Kerschbaumer und Judith Unterpertinger. Virtuosität und Klangexperimente erwarten Sie in diesem "Zeit-Ton".


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten