Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Die oft in Österreich arbeitende deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller hat die Notschlafstelle VinziRast in Wien besucht und dort Habseligkeiten gefunden, die Menschen liegengelassen haben. Sie hat die Gegenstände in 30 Koffer, Taschen und Rucksäcke aufgeteilt, 30 Autorinnen und Autoren gegeben und sie gebeten, darüber zu schreiben. Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Eine hellbraune Handtasche. Darin ein Gebetbuch, eine rosa Mütze, ein Brillenetui mit Brille, eine mit Pflanzen gemusterte Tragetasche, ein getigertes Plastikkopftuch, Papiertaschentücher. Eine Geschichte von Philip Blom.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Johannes Leopold Mayer. Eine frisch duftender morgendlicher Blumenstrauß wird von Joseph Strauß überreicht, Antonín Dvorák lässt fröhlich ein Triangel erklingen und Anton Bruckner offenbart ein bißerl seine "mistviecherischen" Seiten. Ist das Schöne anpassungsfähig?


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Veterinärmediziner Hans Frey über die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee. Teil 2: Dauerpatienten und Frühjahrsgäste Gestaltung: Jakob Fessler Seit über 40 Jahren betreut der Eulen- und Greifvogelexperte Hans Frey verletzte Wildtiere in der niederösterreichischen Gemeinde Haringsee. In mehr als 70 Volieren und Gehegen finden verletzte Vögel, Jungtiere und "Dauerpatienten" die notwendige Behandlung und Verpflegung. Flugunfähige Tiere, die nicht mehr freigelassen werden können, dienen als Ammeneltern für die Aufzucht von Jungtieren. Dadurch werden Fehlprägungen vermieden, die sonst durch eine Handaufzucht entstehen würden. Die Berührung vermeintlich verletzter oder verwaister Wildtiere sollte von Laien unbedingt vermieden werden, da der direkte Kontakt Stress auslöst und dem Tier dauerhaften Schaden zufügen kann. Auch die Station Haringsee hält den Kontakt der Pfleger/innen zu den Tieren möglichst gering und achtet auch den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus der verschiedenen Vogelarten.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wenn die Seele schmerzt

Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Keiner ist davor gefeit, jeden kann es betreffen: Ein unerwartetes, schockartiges Ereignis hinterlässt seine Spuren. Ob als Zeuge eines Verkehrsunfalls oder als Opfer von Gewalttaten: Das erlebte Trauma nimmt Einfluss auf die Psyche eines Menschen. Doch nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt, erkrankt daran. Die Verarbeitungsmechanismen sind individuell sehr unterschiedlich. Die Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen hilft, sich vom traumatischen Erleben zu distanzieren. Entscheidend ist auch, ob ein Trauma einmalig erlebt wird oder wiederholt zugefügt wird. Auch der Kontext und die Ursachen beeinflussen den Umgang damit. Opfer von Naturkatastrophen verkraften in der Regel diese belastende Erfahrung. Menschen, denen willentlich Gewalt durch einen anderen Menschen zugefügt wurde, erkranken öfters an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Oft treten körperliche und psychische Folgereaktionen erst Jahre nach dem Übergriff auf. Denn die menschliche Psyche ist darauf eingerichtet, möglichst rasch die basalen Funktionen wiederherzustellen. Diese Überlebensstrategie überwindet aber nicht das traumatische Erlebnis. Gleich einem Fremdkörper wird es im Gedächtnis isoliert und abgekapselt. Ein Satz, ein Wort, ein Bild, ein Geruch, ein Ton können spontan das traumatische Erlebnis reaktivieren. Der Betroffene wird unkontrolliert von seinen Ängsten überschwemmt. Um das zu verhindern, meiden traumatisierte Menschen jede Form der Erinnerung an das Ereignis. Viele Psychotherapeut/innen unterstützen sie darin. Denn das traumatische Erlebnis lässt sich nicht wiedergutmachen. Entscheidend ist aber, wie Menschen lernen, damit umzugehen. Traumatisierte Menschen brauchen Unterstützung. Forscher/innen widmen sich weltweit diesem Thema. Und unterschiedliche therapeutische Ansätze unterstützen die Betroffenen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (2). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger W wie Wiener Börse Gegründet von Maria Theresia im Jahr 1771, war die Wiener Börse eine der ersten Wertpapierbörsen der Welt. Bis heute ist sie Österreichs einziger Handelsplatz für Aktien, [http://oe1.orf.at/artikel/641601|Anleihen], [http://oe1.orf.at/programm/20180426/511152|Zertifikate], ETFs und [http://oe1.orf.at/artikel/423607|Optionsscheine]. Die wechselvolle Geschichte der Wiener Börse ist eng mit politischen Ereignissen und ökonomischen Entwicklungen verknüpft, wie dem ersten Wiener Börsenkrach 1873, der Schließung während des ersten Weltkriegs, den "Booms and Busts" der Zwischenkriegszeit und dem Verlust der Selbstständigkeit mit dem "Anschluss" 1938 an das Deutsche Reich. 1948 wurde die Wiener Börse wieder eröffnet. Was zeichnet die Wiener Börse 2018 aus? Als Drehscheibe des Kapitalmarkts hat sie in Wien immer noch eine Adresse, auch wenn der Handel längst vollelektronisch erfolgt und Orders keinen Ort mehr brauchen. Hier wird der Leitindex [http://oe1.orf.at/artikel/407433ATX |ATX] berechnet und auch weitere 130 ausländische [http://oe1.orf.at/artikel/439324|Indices]. Welche Technologien haben das rege Treiben der [http://oe1.orf.at/artikel/419123|Market Maker] am Börsenparkett abgelöst? Was unterscheidet die Börse vom [http://oe1.orf.at/artikel/638976|OTC-Handel]. Ein Besuch in den Räumlichkeiten der Computerbörse in der Wallnerstraße 8, im ersten Wiener Gemeindebezirk soll Klarheit schaffen.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Tango Argentino

Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (2). Gestaltung: Verena Gruber Mit dem Begriff Tango Argentino verbinden die meisten Menschen in Europa einen Tanzstil. Der ist allerdings oft mit einem Klischee verbunden: Dem Tango Argentino haftet das Melancholische, das Anrüchige und das Morbide an, hartnäckig kursiert der Mythos von Sinnlichkeit und Leidenschaft. Doch Tango Argentino ist viel mehr. Neben dem Tanz ist er eine komplexe Musikrichtung, die in Europa mittlerweile - abgekoppelt vom Herkunftsland Argentinien und Uruguay - eigenständige Wurzeln geschlagen hat. Entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in den Metropolen Buenos Aires und Montevideo war der Tango Argentino in seinen Anfängen eine Subkultur, die Tanz, Dichtung, Musik und Gesang vereinte und in der sozialen Unterschicht und dem Bordellmilieu angesiedelt war. Der Tango Argentino gelangte Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa, wurde in Paris euphorisch aufgenommen und trat daraufhin seinen Siegeszug um die Welt an, bis er nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Vergessenheit geriet. Erst vor etwa 50 Jahren kam es in Europa wieder zu einer Annäherung. Maßgeblich dafür verantwortlich war der "Erneuerer des Tango", der Komponist und Bandoneonspieler Astor Piazzolla (1921 - 1992), der als Begründer des sogenannten Tango nuevo gilt. Mit ihm begann sich der argentinische Tango neuen Musikgattungen zu öffnen, unter anderem dem Jazz, der Neuen Musik und der Weltmusik. Heute bietet er ein weites Feld für Grenzüberschreitungen und Experimente. Die Einordnung von Tango-Musik fällt bis heute schwer. Bei der aktuellen Vermarktung schwankt die Etikettierung zwischen Tanzmusik, Weltmusik, Crossover oder Experimentelles. Nichtsdestotrotz: Der Tango Argentino übt ungebrochen Faszination aus. Verena Gruber geht in ihrer Radiokolleg-Reihe der Frage nach, wie die Musik des Tango Argentino nach Europa gekommen ist, wie sie in Europa rezipiert wird, in welche Musikgattungen sie Eingang gefunden hat, was zeitgenössische Musiker/innen über sie denken, wie sie sie interpretieren und was so viele Menschen bis heute am Tango Argentino begeistert. Darüber hinaus beschäftigt sich die Sendung auch mit der engen Verbindung von Tanz und Musik und stellt das das Tango-Instrument Bandoneon vor.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Aufwühlende Intensität - Erinnerungen an den Tenor James McCracken. Ausschnitte aus Opern von Ludwig van Beethoven, Giuseppe Verdi, Ruggero Leoncavallo, Camille Saint-Saens, u.a. Gestaltung: Christoph Wagner-Trenkwitz An seiner Stimme und seiner Vortragsart haben sich die Geister geschieden: während die einen beim amerikanischen Tenor James McCracken von verquollener, unsteter und rauer Tongebung sowie über-affektiertem Duktus sprachen, feierten andere ihn dank einer raumgreifenden Stimme und gewaltigen Spitzentönen als einen der größten Heldentenöre seiner Zeit und als einen Gestalter von intensiv aufwühlendem Format. Schon in jungen Jahren hat der Sänger aus Collorado unzählige Auftritte an der New Yorker Met in kleinen Partien absolviert, hat dann seine Stimme in Mailand weiter geschult, um ab den frühen 1960er Jahren Triumphe im heldischen Tenorfach zu feiern - in Wien und London, Zürich und Buenos Aires, San Francisco und Salzburg - und wieder an der Met, wo Rollen wie Otello, Samson, Canio und Radames zu seinen langjährigen Erfolgspartien gezählt haben. Nur 61-jährig ist James McCracken vor 30 Jahren verstorben.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Muttermal" und "Der Mann auf der Treppe". Erzählungen von Miranda July. Deutsch von Clara Drechsler und Harald Hellmann. Es liest Angela Schneider. Gestaltung: Barbara Belic. Präsentation: Stefanie Zussner "Muttermal": Sie war das, was man "eigentlich sehr schön, aber ..." nannte. Deshalb hatte sie seit ihrem vierzehnten Lebensjahr darauf gewartet, dass Schönheitsoperationen so erschwinglich würden wie Computer. 1998 war es so weit, sie ließ das Feuermal in ihrem Gesicht entfernen. Nun begann der Teil ihres Lebens, in dem sie nur noch sehr schön war, ohne Einschränkung. Doch sie hatte ständig das Gefühl, dass ihr etwas fehlte ... "Der Mann auf der Treppe": In Miranda Julys Erzählungen wird das Alltägliche wieder zum Wunder und das Skurrile so selbstverständlich wie Gespräche übers Wetter. Und so ist es auch nicht überraschend, dass die Protagonistin der zweiten Geschichte etwas eigenartig reagiert, als sie mitten in der Nacht von einem Geräusch geweckt wird ... Die Amerikanerin Miranda July, 1974 geboren, ist Filmemacherin, Performance-Künstlerin und Schriftstellerin. Ihre Arbeiten wurden schon im Museum of Modern Art und im Guggenheim Museum in New York gezeigt. 2005 kam ihr Spielfilm "Ich und du und alle, die wir kennen" in die Kinos, bei dem sie das Drehbuch schrieb, Regie führte und die Hauptrolle spielte. Er wurde in Cannes mit der "Caméra d'Or" ausgezeichnet. 2007 wurde Miranda Julys literarisches Debüt, die Kurzgeschichtensammmlung "No One Belongs Here More Than You" mit dem Frank O'Connor Award ausgezeichnet, dem mit 35.000 Euro höchstdotierten Kurzgeschichtenpreis. Auf Deutsch erschienen diese 16 Storys, deren Spektrum von bizarr bis sexy, von zärtlich bis verstörend reicht, im Frühjahr 2008 unter dem Titel "Zehn Wahrheiten".


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Helmut Jasbar.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Moritz Weiß Klezmer Trio (Moritz Weiß, Klarinette; Niki Waltersdorfer, Gitarre Perkussion; Maximilian Kreuzer, Kontrabass Drehleier). Von der traditionellen Klezmermusik nach heute (aufgenommen am 10. Februar im Meerscheinschlössl in Graz). Präsentation: Franz Josef Kerstinger Seine Auseinandersetzung mit dem aus der jüdischen Musiktradition gewachsenen Repertoire sowie das sensibel-kunstvolle Klarinettenspiel der Klezmer-Ikone Giora Feidman haben es ihm angetan: dem steirischen Klarinettisten Moritz Weiß. So hat er sich vor drei Jahren mit einem Gitarristen und einem Bassisten zusammengetan um ein Klezmer-Trio zu gründen. Mittlerweile gestalten Moritz Weiß, Niki Waltersdorfer und Maximilian Kreuzer bei ihren Konzerten Programme aus überlieferten Klezmer-Melodien, solchen von (Giora) Feidman und (Naftule) Brandwein und einer beachtlichen Anzahl eigener Annäherungen an dieses faszinierende Genre. Sie haben sozusagen ihre eigene Musik entwickelt, ihren "Sphärensound". Beim Abend im Grazer Meerscheinschlössl haben die Drei das Publikum mit einer spannenden Auswahl aus Altem und Neuem bezaubert: ein Jazz-Bassist, ein Pop-Gitarrist und ein Klezmer-Klarinettist. (Aber das beschreibt den musikalischen Bewegungsradius der Musiker nur unbefriedigend.) (Franz Josef Kerstinger)


15.30 Uhr

 

 

Moment

mit "Koffergeschichten" "Die blauen Flecken habe ich überschminkt". 40 Jahre Frauenhäuser Gewalt in den eigenen vier Wänden - für viele ist sie Alltag. Laut Schätzungen ist jede fünfte Frau in Österreich davon betroffen - unabhängig von Herkunft, Ausbildung oder sozialem Status. Um ihnen die Flucht aus der Gewaltbeziehung zu ermöglichen, wurde vor 40 Jahren, im April 1978, der Verein "Soziale Hilfen für gefährdete Frauen und ihre Kinder" gegründet. Im November 1978 eröffnete das erste Frauenhaus in Wien. Mittlerweile gibt es allein in der Bundeshauptstadt davon 4, im gesamten Bundesgebiet sind es rund 30. Im Schnitt finden dort pro Jahr über 3000 Frauen und Kinder einen Platz zum Schlafen. Manche bleiben nur einige Tage, andere bis zu einem Jahr. Gestaltung: Bea Sommersguter Koffergeschichten: Peter Simonischek liest Milena Michiko Flasar


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Alberto und Topolina - wie wir zusammen kamen. Katz und Maus - das ist eine eher einseitige Beziehung, weiß der Radiohund aus Berichten vom Kater. Auch aus Mensch und Maus wird selten innige Freundschaft - doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Rudi trifft Topolina, die Musikmaus, und ihren zweibeinigen Begleiter Albert Landertinger von der Orchesterwerkstatt Move on beim Bruckner Orchester Linz. Seit Jahren unterhalten sie mit ihren Musikprogrammen junges Publikum aufs Feinste. Unser Radiohund lässt sich erzählen, wie sie zusammen gekommen sind. Albert Landertinger: "Topolina ist aus Italien in einem Gemüse-LKW zu mir gekommen. Sie wollte eigentlich einen Zirkus verfolgen, aber dann hat sie ganz schnell einen Unterschlupf gesucht und ist im Klavier von Maki gelandet. Da hab ich sie entdeckt." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Nicht als Tote geboren - Die Dichterin Hertha Kräftner. Von Andreas Okopenko Zu Lebzeiten Kräftners waren von ihr lediglich einige Gedichte in Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der österreichischen Nachkriegszeit. "Ein kühler Stern am Himmel der österreichischen Literatur", eine melancholische Dichterin, deren früher Tod bis heute zu Spekulationen Anlass gibt. Als sich Hertha Kräftner 1951, mit 23 Jahren, das Leben nahm, war sie im Grau in Grau der Langeweile schon beinahe erstickt. Entgegen der Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit beschreibt sie die Morbidezza einer Jugend, die trotz hektischer Suche nach "Idealen" an Überdruss und Langeweile verkommt. Der Rück zug in die Liebe, zunächst eine Hoffnung, erweist sich als Verlustgeschäft. Geblieben sind die Gedichte und eine kurze Biographie... "Kräftners einzige Schwäche ist, dass sie tot ist", sagt Andreas Okopenko in diesem Tonspuren-Klassiker aus dem Jahr 1988.


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Das Warten Hat (k)ein Ende: "Waunsd woadsd" - die neue CD der Strottern Wer kennt das nicht: Auf einmal hat der Bus Verspätung, oder das Essen im Wirtshaus, oder das Teewasser beim Heißwerden. Aber: Zeit zum Denken, Zeit zum Schauen - das alles hätten wir, wenn wir warten; so plädieren Klemens Lendl und David Müller für den rechten Umgang mit der erzwungenen Wartezeit. In den Spielräumen wird "waundsd woadsd", natürlich rechtzeitig, vor der 2(!)-tägigen Hallentournee der Strottern, präsentiert und mit passenden Liedern aus aller Welt garniert.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Zur historischen Bewertung Friedrichs III. (1415 - 93). Mit Renate Kohn, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Stellvertretende Institutsdirektorin, Leiterin der Arbeitsgruppe Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit). Gestaltung: Martin Adel Vorne, im rechten Seitenschiff des Stephansdoms in Wien kann man ein monumentales Meisterwerk nicht nur österreichischer Spätgotik bewundern: das rot-marmorne Hochgrab Friedrichs III., des Vaters von Maximilian I.; jener noch im Mittelalter verankert, dieser schon ein Renaissancefürst. Bei dieser Kurzcharakteristik geht vieles unter, was durchaus von Bedeutung war. Falsch wäre jedenfalls Friedrich daran zu messen, dass er gegen seinen Widersacher, den Ungarnkönig Matthias Corvinus, stets den Kürzeren zog. Er konzentrierte sich in seiner langen Regierungszeit mehr auf die Festigung und den Ausbau der eigenen Herrschaft als um Reichsangelegenheiten: Er vereinigte wieder die beiden Habsburger-Linien, die Albertinische und die Tiroler Linie, leitete einen tiefgreifenden Struktur- und Verfassungswandel ein, erwarb Burgund und mit der Anwartschaft auf das Königreich Ungarn legte er den Grundstein für den Aufstieg zur europäischen Großmacht. Nicht zuletzt sicherte er auch die Nachfolge seines Sohnes. Lange Zeit galt er - auch in der Forschung - als "des Heiligen Römischen Reiches Erzschlafmütze", ein Urteil, das sich zum einen auf unzureichende Quellen stützte - bloß auf die (grob gesprochen) erste Hälfte seiner Regentschaft - zum anderen, weil die Reichsgeschichte im Zentrum der Beurteilung lag, und das 15. Jahrhundert insgesamt eher als Zerfallszeit und nicht als Zeit gesellschaftlichen und politischen Wandels begriffen wurde. Und Friedrich III. hatte kein Kriegsglück und wenig Lust, sich gegen die "Türkengefahr" in Stellung zu bringen (1453 war Konstantinopel von den Osmanen erobert worden). Er setzte auf Verhandlungsgeschick, Urteilsvermögen und Geduld. Das machte sich bezahlt. Und er hatte das Glück, seine Widersacher - nicht zuletzt auch seinen Bruder Albrecht IV. oder Matthias Corvinus - um viele Jahre zu überleben. Er erhob das A.E.I.O.U. zu seinem Signé, seinem "Markenzeichen", zur Kennzeichnung seiner Besitztümer (erstmals wohl in Wiener Neustadt, wo er aufgewachsen war und das er zur Residenzstadt ausbauen ließ). Als Wahlspruch hat diese Signatur viele Deutungen erfahren, die sinngemäß aber zumeist mit der häufigsten übereinstimmt: "Alles Erdreich ist Österreich untertan." Austriae est imperare orbi universo" - Es ist Österreich bestimmt, die Welt zu beherrschen. Bis zu einem gewissen Grad machte sein Urenkel Karl V. diesen Anspruch wahr. Den Grundstein legte aber schon Friedrich - mit Heiratspolitik und Verhandlungsgeschick.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Hintergründe zu dem bereits legendären Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland. Gestaltung: Dilijana Lambreva Über 130 Staaten haben bereits die Republik Mazedonien, so heißen darf sie allerdings nicht. Stattdessen trägt das Land im internationalen Verkehr und in der UNO meist die Bezeichnung "FYROM", das steht für "Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien". Es gibt nämlich eine gleichnamige nordgriechische Region. Skopje könnte eines Tages Gebietsansprüche geltend machen, argumentierte Griechenland, als Mazedonien 1991 seine Unabhängigkeit erklärte. Damit brach es den bereits legendären Namensstreit vom Zaun. In Mazedonien wurde der Nationalismus gefördert und Alexander der Große zum Vater der Nation hochstilisiert - auch das sorgte für Unmut in Griechenland. Mit dem Machtwechsel in Skopje 2017 hat sich jedoch ein Zeitfenster für politische Reformen eröffnet, so wurde etwa ein Freundschaftsvertrag mit Bulgarien geschlossen; die EU-Kommission hat diesen Februar die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Mazedonien empfohlen eröffnet. Und auch im Namensstreit wurden Fortschritte erzielt: Noch nie war man einer für beide Seiten akzeptablen Lösung so nahe. Als wahrscheinlichste Lösung kristallisierten sich die Bezeichnungen "Republik Ober-Mazedonien" oder "Republik Nord-Mazedonien" heraus. Die schwierigsten Fragen sind allerdings noch offen: So verlangt Athen etwa eine Verankerung der Namensänderung in der Verfassung, wogegen sich Skopje aber sträubt.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Wie der Klimawandel die Pinguine bedroht Von Ulrike Schmitzer Im Oktober 2017 spielte sich ein Drama ungewohnten Ausmaßes in der Antarktis ab: 18.000 Pinguin-Küken verhungerten, weil ihre Eltern ungewöhnlich weite Wege zur Nahrungssuche zurücklegen mussten und zu spät zurückkehrten. Der Grund: Ein riesiger kalbender Gletscher hatte den Weg zum Krill versperrt, von dem sich die antarktischen Adelie-Pinguine ernähren. Und es war nicht die erste Brutkatastrophe, die diese Kolonie überstehen musste. Denn der Klimawandel und die steigenden Meerestemperaturen verändern den Lebensraum der Adelie-Pinguine. Wie werden die flugunfähigen Vögel mit dieser Bedrohung zurechtkommen? Können sie sich anpassen? Eine Art, die neben dem Klimawandel besonders durch Überfischung und Meeresverschmutzung gefährdet ist, ist der Felsenpinguin. Der Tiergarten Schönbrunn ist der einzige Zoo weltweit, der diese Art erfolgreich züchtet. Er leitet auch die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme für die Nördlichen und Südlichen Felsenpinguine. - Eine Sendung zum Welt-Pinguin-Tag am 25. April.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Mandelring Quartett; Marc-André Hamelin, Klavier; Alois Posch, Kontrabass. Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett B-Dur KV 458, "Jagd-Quartett" * Ludwig van Beethoven: Streichquartett e-Moll op. 59/2 * Franz Schubert: Klavierquintett A-Dur D 667, "Forellenquintett" (aufgenommen am 24. Juni 2017 im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg im Rahmen der "Schubertiade Schwarzenberg 2017"). Präsentation: Stefan Höfel


21.55 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Die oft in Österreich arbeitende deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller hat die Notschlafstelle VinziRast in Wien besucht und dort Habseligkeiten gefunden, die Menschen liegengelassen haben. Sie hat die Gegenstände in 30 Koffer, Taschen und Rucksäcke aufgeteilt, 30 Autorinnen und Autoren gegeben und sie gebeten, darüber zu schreiben. Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Eine schwarz-weiße Stofftasche mit der Aufschrift "Herzblut" und einem Sticker mit den Worten "We are unstoppable". In der Tasche eine Packung Brennnesseltee, ein rotes T-Shirt mit der Aufdruck "Österreich", eine Ausgabe der Straßenzeitung "Augustin". Eine Geschichte von Ilja Trojanow.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Wenn die Seele schmerzt. Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Finanzwelt. V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (2). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Tango Argentino. Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (2). Gestaltung: Verena Gruber


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Ein Porträt der russisch-tartarischen Komponistin Sofia Gubaidulina. Gestaltung: Reinhard Kager Im vergangenen September war die 85-jährige russisch-tartarische Komponistin Sofia Gubaidulina zu Gast beim Tiroler Festival Klangspuren. Wie bei kaum einer anderen Künstlerin, ist die Musik Gubaidulinas stets von religiöser Demut vor der Schöpfung und einer geradezu existenziellen Spiritualität durchsetzt. Im Gespräch erläutert die Komponistin, warum sie gerade in einer Zeit der Kriege, der Vertreibungen und der Gier nach Macht und Geld eine Rückbesinnung auf die spirituellen Wurzeln der Menschen für so bedeutsam hält. Begleitet wird dieses Interview von Ausschnitten aus einigen wichtigen Stücken Gubaidulinas in der jüngsten Zeit. Wie etwa "Glorious Percussion", ein Konzert für Schlagzeugensemble und Orchester, das bei den Klangspuren vom Tiroler Symphonieorchester Innsbruck unter Jonathan Stockhammer und vom Grazer Studio Perkussion als Solisten erstmals in Österreich aufgeführt wurde. Sowie ihr 2017 vollendetes Tripelkonzert für Violine, Violoncello, Bajan, und Orchester, das von Baiba Skride (Violine), Harriet Krijgh (Violoncello) und Elsbeth Moser (am Knopfakkordeon Bajan), begleitet von der NDR Radiophilharmonie Hannover unter Andrew Manze aufgeführt wurde.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten