Jetzt läuft auf Ö1:

Anklang

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Haltbar.Achtsam.Gerecht" - Wie heute religiös sprechen? Religiös Sprechende sollten bei den Dichtern in die Schule gehen, da religiöse Rede und Poesie mehr gemein haben, als es den Anschein hat, meint Otto Friedrich, Religionsjournalist bei der Wochenzeitung "Die Furche". - Gestaltung: Alexandra Mantler Die einen pressen das, was zu sagen ist, in 140 Zeichen lange Botschaften. Die andern posaunen privateste Äußerungen in den hintersten Erdenwinkel hinaus. Es ist schwer, einen Satz "haltbar zu machen" (© Ingeborg Bachmann). Aber genau das muss religiöse Sprache können, meint Otto Friedrich, Religionsjournalist bei der Wochenzeitung "Die Furche". "Und ebenso muss es ihr um Achtsamkeit gehen, um das heilende Wort - Sprache, die nicht verletzt. Oder um Gerechtigkeit - gerade im Reden, in dem Religion daherkommt". Nicht gemeint sei da die technokratische Sprache der Dogmen-Bewahrer, die Religion wie einen juristischen Fall verstehen. "Aber ebenso geht es nicht um eine religiöse Biedermeier-Moderne: Wellness-Religion lacht uns aus den Titeln der spirituellen Ratgeber entgegen, und ein Gutteil der Sonntagspredigten ist gleichfalls nicht dagegen gefeit. Religiös Sprechende sollten vielmehr bei den Dichtern in die Schule gehen. Religiöse Rede und Poesie haben viel mehr gemein, als es zunächst den Anschein hat".


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Mirjam Jessa. Was für ein Tag dieser 29. Mai! Paris am Abend des 29. Mai 1913 im Théâtre des Champs Elysées: Einer der größten Skandale der Musikgeschichte eskaliert während der Uraufführung von Strawinskys "Sacre du Printemps". Am 29. Mai 1921 in Salzburg wird über den Anschluss ans Deutsche Reich abgestimmt: 99,5 Prozent der Stimmen sind für den Anschluss an die Weimarer Republik. Bis heute gilt der 29. Mai in Griechenland als Unglückstag, weil mit ihm die lange Fremdherrschaft der Türken begann. Denn heute vor 565 Jahren wurde mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen der Untergang des Byzantinischen Reichs besiegelt. Vor 211 Jahren wurde dort auch der reformwillige und komponierende Sultan Selim III. auf Druck der Janitscharen entthront und verhaftet. Möglicherweise diente er Mozart als Vorbild für seinen Bassa Selim in der "Entführung aus dem Serail". Aber auch einer seiner, übrigens ebenfalls kunstsinnigen und komponierenden, Nachfolger, Abdülaziz, wurde in der Nacht von 29. Auf 30. Mai erst gestürzt, später ermordet. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Heute vor 65 Jahren gelang Edmund Hillary und Tenzing Norgay die Erstbesteigung des Mount Everest. 1974 wird Jizhak Rabin am 29. Mai Ministerpräsident und Simon Peres Verteidigungsminister Israels. 1986 weht erstmals die Europa-Fahne zur Europa-Hymne in Brüssel. Außerdem gratulieren wir Reinhard Goebel, der soeben zum künstlerischen Leiter der Berliner Barock Solisten ernannt worden ist!


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Landschaftsgestalter Stefan Schmidt über robuste Bepflanzungen für den öffentlichen Raum. Teil 2: Zusammenspiel von Boden und Pflanze Gestaltung: Ilse Huber Seit Jahrzehnten dominieren auf Plätzen vor den Gemeindeämtern, vor Kirchen und in Verkehrsinseln entweder immergrüne bodenbedeckende Gehölze oder saisonale Blütenpflanzen wie Tulpen, Stiefmütterchen und Pelargonien. In Zeiten knapper werdender Ressourcen, sei es Personal, sei es Wasser und Gartenerde, schwenken die Gemeindeverantwortlichen allmählich um: Die Bepflanzungen im öffentlichen Raum sollen länger attraktiv bleiben, die jahreszeitlichen Veränderungen sichtbar machen und ökologischer werden. Soll heißen: keine Pestizide, einfache Bodenaufbauten und vielfältige Pflanzenkompositionen, die der heimischen Tier- und Pflanzenwelt genügend Lebensraum geben. Kiesbeete, die Trockenheit genauso vertragen wie Starkregen, sind eine Möglichkeit, robusten Pflanzenmischungen zum Wachsen zu verhelfen. Die Abteilung Garten- und Landschaftsgestaltung der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt Schönbrunn testet seit mehr als fünf Jahren heimische Pflanzenmischungen, die langfristig geeignet sind, den öffentlichen Raum zu bereichern.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Zur Wiederholung verdammt

Zwänge, Tics und Obsessionen (2). Gestaltung: Daphne Hruby Ein kurzer Blick auf die Uhr zeigt, sie sollte eigentlich schon längst im Büro sein. Trotzdem, sie kann einfach nicht anders. Sie hastet die Stiegen hinauf, sperrt mit zittrigen Fingern die Wohnungstür auf und kontrolliert nochmals, ob der Herd auch wirklich ausgeschaltet ist - zum fünften Mal. Anderer Schauplatz, selbe Zeit: ein Mann zählt auf dem Weg zur Arbeit jeden einzelnen Pflasterstein, auf den er tritt. Das verschafft ihm irgendwie ein Gefühl der Sicherheit. Am Schreibtisch angekommen, ordnet er dann als erstes die Post - alphabetisch nach Datum und Name des Absenders. Zwei Stockwerke über ihm sitzt sein Vorgesetzter. Er schlürft wie jeden Morgen seinen Kaffee, wie jeden Morgen aus der blauen Tasse, der mit dem goldenen Schriftzug "Chef des Jahrhunderts". Und wie jeden Morgen überfliegt er dabei die Zeitung und kratzt sich auf der Nase, obwohl es ihn eigentlich gar nicht juckt. Wir alle haben unsere Marotten, Alltagsrituale und Tics. Pathologisch werden diese erst, wenn sie beginnen unser Leben zu kontrollieren beziehungsweise zu belasten und wir den Alltag nach ihnen ausrichten. Zwangsstörungen können sich in Form von Obsessionen - also unerwünschten Gedanken - und/oder Handlungen äußern. Dabei ist das Spektrum schier unendlich groß. Die meisten Zwangshandlungen beziehen sich laut dem Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation für medizinische Diagnosen "ICD-10" auf Reinlichkeit, etwa Händewaschen, und wiederholtes Kontrollieren von Dingen. Oft werden diese Tätigkeiten ausgeführt, weil der oder die Betroffen denkt, damit ein Unheil abwenden zu können. Unterdessen kehren die Gedanken immer wieder zum befürchteten Ereignis zurück. Die Spirale aus Grübeleien und Zwangshandlungen beginnt sich immer weiter zu drehen. Von Tics spricht man, wenn Menschen unwillkürlich und ohne erkennbaren Grund Bewegungen ausführen oder Laute von sich geben. Das kann von Grimassen über Räuspern bis hin zu ausgestoßenen Schimpfwörtern reichen. Auch hier ist die Grenze zwischen gewöhnlich und pathologisch für den Laien oft schwer zu ziehen. Wenn die Tics äußerst komplexen Mustern folgen und in Kombination auftreten, kann es sich auch um das Tourette-Syndrom handeln. Die Ursachen für derlei Verhaltensmuster oder Erkrankungsbilder sind vielfältig und führen manchmal erst in der Kombination zur Herausbildung eines Zwangs. Bei einigen Betroffenen spielen etwa genetische Faktoren eine Rolle, man hat familiäre Häufungen beobachtet. Allerdings wird der Habitus auch oft über die Erziehung weitergegeben. Auch dem Stoffwechsel in unserem Gehirn kommt bei gewissen Formen eine Relevanz zu. Und nicht zuletzt können Erlebnisse und Traumata eine Zwangsstörung auslösen. Indessen entwickelt auch so manches Tier Tics oder Zwänge. Bei Pferden etwa nennt man das "Weben", wenn sie ihren Kopf vor den Boxgitterstäben unentwegt hin und her bewegen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - An der Wurzel gepackt

Mathematik kreativ vermittelt (2). Gestaltung: Ilse Huber Schnell und einfach lassen sich Zahlen in die Maschinen tippen. Ob im Restaurant, beim Fachmarkt oder bei der Kinokassa. Wer rechnet noch die Summen im Kopf aus? Derweil helfen Daumen mal Pi Überschlagsrechnungen ungemein im Alltag. Zum Beispiel auf Reisen, bei Vorratskalkulationen oder bei der Bedienung smarter Haushaltsgeräte. "Fremdrechnen" geht leicht, aber will man sich immer mit Punkt und Dezimalstelle auf die Anzeigen verlassen? Ohne Kontrolle, Überprüfung und Eigenleistung? Mathematik hat viele Gesichter. Die Disziplin formt Schneckenhäuser, Bienenwaben, erzeugt Symmetrien, Kurven und Funktionen. Ihr haftet aber ein Spezialistentum an, wer sich für Mathematik, Softwarecodes und Programmieren interessiert, wird gerne als Nerd oder Geek bezeichnet. Abseits grauer Theorie gewinnen unkonventionelle mathematische Zugänge zunehmend an Bedeutung. Bücher, Experimente mit Häusern oder unterhaltsame Programmiersprachen sollen die Lust aufs Rechnen und Coden steigern. Kreative mathematische Vermittlungsformen sind sehr gefragt. Und es gibt auch eigene "mathemagische" Orte, die man besuchen kann, sowie Interessensgruppen und Fans, die sich ganz der Förderung dieser naturwissenschaftlichen Disziplin widmen.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - An Schuberts Seite

Der Komponist Anselm Hüttenbrenner (2). Gestaltung: Gerhard Hafner Vor 150 Jahren, am 5. Juni 1868, starb Anselm Hüttenbrenner in seiner Heimatstadt Graz. Während sein Name heutzutage meist nur mit seinem engen Freund Franz Schubert in Verbindung gebracht wird, war der Komponist und Musikkritiker Anselm Hüttenbrenner zu seinen Lebzeiten eine Größe der heimischen Kulturszene. Er komponierte 27 geistliche Werke - darunter sechs Messen und drei Requien -, acht Opern, über 250 Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung sowie 280 Werke für Männerchor. Als der Grazer Anselm Hüttenbrenner 1815 zum Jurastudium nach Wien ging, lernte er nebenbei auch Gesang und Komposition beim k. k. Hofkapellmeister Antonio Salieri, wo er auch mit dem damals 18-jährigen Franz Schubert bekannt wurde, woraus sich eine lebenslange Freundschaft entwickeln sollte. Gemeinsam mit seinen Brüdern Heinrich, Josef und Andreas war Anselm Hüttenbrenner einer der ersten "Schubertianern", wie man damals die Fans des jungen Komponisten nannte. Der Tod seines Vaters zwang Anselm Hüttenbrenner 1821 zur Rückkehr nach Graz, wo er als Komponist und Musikkritiker tätig war. Zweimal war er auch Direktor des Steiermärkischen Musikvereins. Als Hüttenbrenner vom kritischen Zustand Ludwig van Beethovens hörte, reiste er eilig nach Wien, wo er am Totenbett Beethovens aus dessen Haar eine Locke als Andenken nahm, die noch heute im Universalmuseum Joanneum in Graz aufbewahrt wird. Anselm Hüttenbrenner setzte sich stark für die Ernennung Franz Schuberts zum Ehrenmitglied des Steirischen Musikvereins ein, was schließlich auch gelang. Schubert war darüber so erfreut, dass er daraufhin seine h-Moll-Symphonie, die sogenannte "Unvollendete" dem Steiermärkischen Musikverein widmete und nach Graz sandte. Lange Zeit galt das Werk jedoch als verschollen, weil Anselm Hüttenbrenner die Originalpartitur bis wenige Jahre vor seinem Tod unter Verschluss hielt.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Ein Kapellmeister par excellence - Erinnerungen an den Dirigenten Jesús López Cobos. Ausschnitte aus Opern von Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti, Jules Massenet, Giacomo Puccini, u.a. Gestaltung: Christoph Wagner-Trenkwitz Vielleicht war er nicht immer der "mitreißendste" Dirigent, Sängerinnen und Sänger haben an dem aus Spanien stammenden Jesús López Cobos aber stets seine Musikalität, seine stilistische Bandbreite und Kenntnis - und vor allem die besondere Gabe, begleiten zu können, geschätzt. Vor allem im italienischen Opernfach hat der unter anderem in Wien ausgebildete Maestro in aller Welt Erfolge gefeiert, sein enorm großes Repertoire aus Opern und Konzertwerken war aber wesentlich weitgespannter. Nach einer Wiener "Tosca"-Aufführung im Jänner dieses Jahres hat Jesús López Cobos krankheitsbedingt alle weiteren Auftritte absagen müssen, am 2. März ist er im Alter von 78 Jahren in Berlin verstorben.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Wie John kein Millionär wurde". Von Arno Surminski. Es liest Detlev Eckstein. Gestaltung: Bernhard Herrman. Präsentation: Nicole Dietrich Kellner Pedro führt John zu einem besonderen Spielautomaten. Der spucke alle drei Monate eine Million Dollar aus. Heute wäre es bestimmt wieder so weit. John verspielt alles. Zum Trost spendiert ihm ein Texaner ein Bier. Während John das Casino enttäuscht verlässt, gibt der Texaner den Vierteldollar aus dem Restgeld seiner Tochter. Solle sie doch ihr Glück bei dem Automaten versuchen...


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Hazmat Modine in der Kulturwerkstatt Kammgarn 2. Kultursommer St. Paul im Lavanttal 3. Millöckers "Gasparone" in der Volksoper Wien Hazmat Modine in der Kulturwerkstatt Kammgarn Hazmat Modine wurde vor 20 Jahren von Wade Schuman und Randy Weinstein gegründet. Die New Yorker Band erwächst aus den Wurzeln des Blues, Country, Klezmer, Jazz, Rock'n'Roll, aus Balkan Beats, Calypso, afrikanischer Musik und vielem mehr. Für Band-Urgestein Wade Schuman ist das die Ernte aus den vielfältigen Einflüssen des "Schmelztiegels New York". Davon überzeugen kann man sich beim Konzert von Hazmat Modine - am Freitag, dem 1. Juni in der Kulturwerkstatt Kammgarn in Hard. Konzertbeginn ist um 20 Uhr 30. Kultursommer St. Paul im Lavanttal Ins Lavanttal, wo derzeit der St. Pauler Kultursommer stattfindet, der alljährlich speziell jungen Künstlern die Chance gibt, sich in der Stiftskirche des Benediktinerstifts zu präsentieren. 15 Konzerte und zwei Festmessen können heuer gehört und mitgefeiert werden. Kommenden Freitag sind die Brüder Eduard und Johannes Kutrowatz auf zwei Klavieren zu hören. Sie spielen Kompositionen von Franz Liszt, Dimitri Schostakowitsch sowie Eigenbearbeitungen von Dave Brubeck-Werken. Konzertbeginn ist um 19 Uhr 30. Millöckers "Gasparone" in der Volksoper Wien In die Wiener Volksoper geht am 2. Juni die Premiere von Carl Millöckers "Gasparone" über die Bühne. Die Operette erklingt in dieser Neuproduktion nicht in der Originalfassung aus dem Jahr 1884, sondern in der musikalischen und textlichen Neugestaltung von Ernst Steffan und Paul Knepler aus dem Jahr 1931. Erst diese Version enthält das berühmte Stück "Dunkelrote Rosen bring' ich, schöne Frau". Für die Neuinszenierung zeichnet Olivier Tambosi verantwortlich, auf der Bühne zu sehen sind u.a. Mara Mastalir, Gerhard Ernst, David Sitka und Franz Suhrada.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Peter Kislinger.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Die Österreichischen Bläsersolisten, Dirigent: Milan Turkovic; Eva Simic-Nemeth, Violoncello. Giovanni Gabrieli: Drei Canzonen für drei Bläsergruppen * Friedrich Gulda: Konzert für Violoncello und Blasorchester * Leonard Bernstein: Symphonic Dances aus "West Side Story" (aufgenommen am 7. Mai im Congress Center Villach). Präsentation: Anglika Benke Die Österreichischen Bläsersolisten sind ein Klangkörper, der herausragende Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, der Camerata Salzburg oder dem RSO Wien zu einem großen Ganzen vereint. Anfang Mai hat das Orchester unter der Leitung von Milan Turkovic im Congress Center in Villach das Publikum begeistert. Giovanni Gabrieli ist der Komponist von drei Canzonen, interpretiert von drei Bläsergruppen, die im Saal verteilt wurden. Am 5.10.1981 fand die Uraufführung von Friedrich Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester mit Heinrich Schiff und dem Wiener Bläserensemble unter der Leitung des Komponisten im Congress Center Villach statt. Ebendort übernahm fast 37 Jahre später die Cellistin der Kärntner Sinfonieorchesters, Eva Simic-Nemeth, den Solopart. Anlässlich des 60. Jahrestages der Erstaufführung der "West Side Story" von Leonard Bernstein im Jahr 2017 hat man sich auch der "Symphonic Dances" angenommen, die in authentischer Form auf für Blasorchester geeignet sind.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Wenn Bürger und Bürgerinnen mitreden Bürgerbeteiligung, Bestandteil der Demokratie, ist in der Praxis schwieriger als angenommen - besonders bei Bauprojekten. Architekten und Stadtplaner befassen sich in ihrer Ausbildung immer noch wenig damit, die Bürger selbst haben oft unterschiedliche Bedürfnisse. Wie schaffen es die Beteiligten, widersprüchliche Interessen zu akzeptieren und wohlwollend miteinander zu reden? Wie gelingt es, möglichst "alle" Betroffenen einzubeziehen in Diskussion und Information? Wer sorgt dafür, dass sich nicht nur privilegierte oder laute Menschen äußern? "Moment" berichtet über Chancen und Schwierigkeiten der Bürgermitsprache am Beispiel des "Loquaigrätzels" in Wien-Mariahilf und der "nonconform Akademie", wo man das Beteiligungshandwerk lernen kann. Nach der Sendung bitten wir Sie unter der Telefonnummer 0800/22 69 79 um Ihre Anrufe: inwiefern beteiligen Sie sich an größeren Bauprojekten in Ihrem Umfeld? Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? Werden Sie gehört? Gestaltung: Sonja Bettel


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Mutter Erde, Folge 5: Glückliche und unglückliche Hühner Rudi ist zu Besuch im Hühnerstall von Theresa und Katharina. Die Hühnerschar und der Hahn waren ein Geburtstagsgeschenk an die beiden Oberösterreicherinnen. Sie erzählen Rudi über die Arbeit und die Freuden von Hühnerhaltern, und darüber was glückliche von unglücklichen Hühnern unterscheidet. Gestaltung: Johanna Steiner


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Horváths Gebeine oder Endlich zu Hause! Spurensuche einer Heimholung. Feature von Nikolaus Scholz. Mit Birgit Minichmayr und Michael Rotschopf. Schon die Umstände seines frühen Todes am 1. Juni 1938 waren tragisch-absurd. Ödön von Horváth, am 9. Dezember 1901 in Fiume als Sohn eines österreichisch-ungarischen Diplomaten geboren, wurde auf dem Heimweg auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées von einem herabstürzenden Ast erschlagen. So weit, so bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, schreibt Peter Turrini in einem Artikel in der Tageszeitung "Die Presse", dass sich in seiner Sakkotasche Pornohefte befanden und Joseph Roth nach der Totenrede auf Horváth sturzbetrunken in die offene Grube fiel. Geradezu skurril muten jedoch die Umstände der Exhumierung von Horváths Gebeinen im Jahr 1988 an, sowie deren anschließender Überführung und Wiederbestattung am Wiener Heiligenstädter Friedhof. Damals wurde ein in Paris lebender Übersetzer Horváth'scher Texte von der österreichischen Botschaft mit dieser heiklen Angelegenheit betraut, und dafür mit drei Kisten "Grüner Veltliner" entlohnt. Dass dieser schließlich höchstpersönlich die Exhumierung von Horváths Gebeinen überwachte und sie in einem schwarzen Kindersarg im Handgepäck nach Wien brachte, ist allerdings noch nicht der Clou der Geschichte, die genügend Stoff für ein Drama bietet, das von Horváth selbst stammen könnte. Zu Ödön von Horváths 80. Todestag reist der Autor nach Paris, um jenen in Klagenfurt geborenen Schauspieler und Übersetzer zu treffen, der nicht nur unmittelbarer Zeuge dieser Ereignisse vor 30 Jahren gewesen ist, sondern auch das Gesamtwerk Ödön von Horváths ins Französische übersetzt hat.


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1921 - Landesmuseum Burgenland Als das Burgenland 1921 als eigenes Bundesland zu Österreich kam, verblieben die kulturellen Organisationen der Region und damit auch deren Sammlungen in Sopron. Es galt also, eine neue Sammlung für das neue Burgenland aufzubauen und damit den Grundstock für ein eigenes Landesmuseum anzulegen. Diese Basis sollte die Sammlung des Eisenstädter Weinhändlers Sandor Wolff werden, der als einer der Mitbegründer des Landesmuseums gilt. Ihm ist in dem zu einem Bauwerk zusammgefassten Gebäudekomplex ein eigener Gedenkraum gewidmet, der Einblicke in seine Interessen als Sammler gibt. Von 1967 bis 1976 wurde das Museum von den Architekten Hans Puchhammer und Gunther Wawrik umgbaut. Unter anderem wurde ein Verwaltungstrakt angefügt, es wurden zwei verfallende Bürgerhäuser abgerissen und die verschiedenen Bauteile durch eine umsichtige Gestaltung miteinander verbunden. Gert Polster, Leiter des Landesmuseums, führt durch die Anlage. Architekten: Hans Puchhammer, Gunther Wawrik (Adaptierung) Gründung des Burgenlandes und Sammlungsbeginn: 1921 Adresse: 7000 Eisenstadt, Museumgasse 1


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Panoptikum der Stadtgeschichte. Mit Peter Autengruber, Zeit- und Lokalhistoriker, Univ. Lektor und DÖW. Gestaltung: Martin Adel Zur Zeit der rasant wachsenden Großstadt Wien, an der Jahrhundertwende zum 20. Jh., begann jene Kleingartenbewegung, die noch heute das Stadtbild der Außenbezirke maßgeblich mitbestimmt: besser bekannt unter der teils mit selbstverständlicher Sympathie geäußerten, teils abwertenden Bezeichnung "Schrebergärten". Vorformen dazu gab es in weiten Teilen Europas im Rahmen von Lebensreformbewegungen, die sich schon parallel zur Industrialisierung entwickelten: zum Wohl und nicht zuletzt zur Selbstversorgung der Arbeiterschaft. (Mit dem Leipziger Orthopäden und tief "schwarzen" Pädagogen D. G. M. Schreber hat der erste nach ihm benannte "Schreberverein" (Leipzig 1864) nur namentlich zu tun. Dessen Gründer, ein Schuldirektor, setzte Schreber damit nur ein unverdientes wie posthumes Andenken). In Wien standen die Anfänge im Zeichen der "Natur" und ihrer "heilenden Kräfte", d.h. als Ausgleich zu "De-Naturierung" und "Naturentfremdung" durch das Stadtleben. Was also zunächst begann, um auch Minderbemittelten Urlaubs- und Naturgefühle am Rand der Stadt zu ermöglichen, wurde spätestens mit dem 1. Weltkrieg zu einer wichtigen Nahrungsmittelressource. Kein Wunder, dass daher die Kleingartenbewegung geradezu "explodierte". Noch heute, nachdem viele Kleingärten dem Straßen- oder Wohnungsbau gewichen sind, gibt es allein in Wien 247 Vereine mit weit mehr als 25.000 Kleingärten! (- zwei Drittel aller in österreichischen Städten). Seit 1992 ist in Wien ganzjähriges Wohnen in diesen Siedlungen gesetzlich erlaubt und sehr beliebt. Begonnen haben sie aber als Naherholungsmöglichkeit und als Ort v.a. sozialdemokratischer Vereinstätigkeit. Dann in den Zeiten der Not wandelten sie sich zu lebensnotwendigen Nutzgärten, in denen auch Kleintiere zum Verzehr gezüchtet wurden (1919 waren es 2.500 Waggons allein an Gemüse und Erdäpfeln). Erst in den 1950er Jahren wurden sie langsam zu Ziergärten. Und schließlich änderte ganzjähriges Wohnen in Verbindung mit der Möglichkeit zum Eigentumserwerb der Flächen nicht nur die gebaute Struktur, sondern auch die soziale Zusammensetzung. So spiegelt sich in dieser Entwicklung die Stadt- und Zeitgeschichte Wiens der vergangenen 125 Jahre wie in einem Mikrokosmos wider.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Zusammenfassung einer Diskussionsveranstaltung an der Landesverteidigungsakademie in Wien. Gestaltung: Elisa Vass Militante Separatisten im Senegal, ein eingefrorener Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea, Bürgerkriege in Somalia und im Südsudan, bewaffnete Auseinandersetzungen auch in Mali oder Niger - die Liste der Konflikte in afrikanischen Ländern ließe sich noch fortsetzen. In Europa werden sie vor allem in Hinblick auf mögliche Migrationsströme mit Sorge betrachtet. Aber worum geht es in den gegenwärtigen Konflikten wirklich? Um Ressourcen, Macht, Religion, Ideologie? Welche Ursachen haben die Konflikte, können sie miteinander verglichen werden, welche Perspektiven gibt es auf Frieden und welche Erwartungshaltungen - aus afrikanischer und europäischer Sicht?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Potenzial und Risiken von Gene Drive Von Birgit Dalheimer Die Anopheles-Mücke ausrotten, um die Malaria zu bekämpfen - an diesem Projekt wird mithilfe eines Prinzips gearbeitet, das Gene-Drive oder Genantrieb heißt. Es sorgt für schnellere genetische Veränderungen in einer ganzen Population, indem die Genveränderung sich selbst verdoppelt und so mit viel höherer Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt wird als bei klassischen Genmanipulationen. Bei der Malariabekämpfung wird so den Mücken ein Gen eingebaut, das sie in wenigen Generationen unfruchtbar machen soll. Die Überträger der Malaria würden damit ausgerottet. Weitere Anwendungen sind in anderen medizinischen Bereichen, in der Landwirtschaft und im Naturschutz denkbar. - Bedeutet Gene Drive das "Ende der Natur", wie Umweltschutzorganisationen in einem 2016 veröffentlichten Manifest befürchteten? Kann Gene Drive ganze Ökosysteme verändern oder eine Art binnen kürzester Zeit ausrotten? Die Chancen und Gefahren von Genveränderungen, die wie Kettenreaktionen ablaufen, werden derzeit kontrovers diskutiert.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

"Ö1 Musiksalon 2018". Kirill Maximov, Violine; Tamara Atschba, Klavier; Mirjam Jessa, Moderation. Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 454 * Johannes Brahms: Sonate für Klavier und Violine A-Dur op. 100 * Sergej Prokofjew: Sonate für Violine und Klavier f-Moll op. 80 * Karol Szymanowski: "Notturno und Tarantella" op. 28 (aufgenommen am 25. April im Brucknerhaus in Linz) Jedes der Musikstücke dieses Abends ist von den Komponisten einer besonderen Person gewidmet oder in Gedanken an sie geschrieben worden: Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine Sonate für die Geigerin Regina Strinasacchi, Johannes Brahms komponierte in Gedanken an die Sängerin Hermine Spies, Sergej Prokofjew widmete sein Werk dem Geiger David Oistrach und Karol Szymanowski seinem Freund August Iwanski.


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Hazmat Modine in der Kulturwerkstatt Kammgarn 2. Kultursommer St. Paul im Lavanttal 3. Millöckers "Gasparone" in der Volksoper Wien Hazmat Modine in der Kulturwerkstatt Kammgarn Hazmat Modine wurde vor 20 Jahren von Wade Schuman und Randy Weinstein gegründet. Die New Yorker Band erwächst aus den Wurzeln des Blues, Country, Klezmer, Jazz, Rock'n'Roll, aus Balkan Beats, Calypso, afrikanischer Musik und vielem mehr. Für Band-Urgestein Wade Schuman ist das die Ernte aus den vielfältigen Einflüssen des "Schmelztiegels New York". Davon überzeugen kann man sich beim Konzert von Hazmat Modine - am Freitag, dem 1. Juni in der Kulturwerkstatt Kammgarn in Hard. Konzertbeginn ist um 20 Uhr 30. Kultursommer St. Paul im Lavanttal Ins Lavanttal, wo derzeit der St. Pauler Kultursommer stattfindet, der alljährlich speziell jungen Künstlern die Chance gibt, sich in der Stiftskirche des Benediktinerstifts zu präsentieren. 15 Konzerte und zwei Festmessen können heuer gehört und mitgefeiert werden. Kommenden Freitag sind die Brüder Eduard und Johannes Kutrowatz auf zwei Klavieren zu hören. Sie spielen Kompositionen von Franz Liszt, Dimitri Schostakowitsch sowie Eigenbearbeitungen von Dave Brubeck-Werken. Konzertbeginn ist um 19 Uhr 30. Millöckers "Gasparone" in der Volksoper Wien In die Wiener Volksoper geht am 2. Juni die Premiere von Carl Millöckers "Gasparone" über die Bühne. Die Operette erklingt in dieser Neuproduktion nicht in der Originalfassung aus dem Jahr 1884, sondern in der musikalischen und textlichen Neugestaltung von Ernst Steffan und Paul Knepler aus dem Jahr 1931. Erst diese Version enthält das berühmte Stück "Dunkelrote Rosen bring' ich, schöne Frau". Für die Neuinszenierung zeichnet Olivier Tambosi verantwortlich, auf der Bühne zu sehen sind u.a. Mara Mastalir, Gerhard Ernst, David Sitka und Franz Suhrada.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Zur Wiederholung verdammt. Zwänge, Tics und Obsessionen (2). Gestaltung: Daphne Hruby An der Wurzel gepackt. Mathematik kreativ vermittelt (2). Gestaltung: Ilse Huber An Schuberts Seite. Der Komponist Anselm Hüttenbrenner (2). Gestaltung: Gerhard Hafner


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Aus dem Musikverein-Zyklus des Ensemble Kontrapunkte. Gestaltung: Stefan Höfel Im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins präsentierte das Ensemble Kontrapunkte am Montag, 16. April 2018 Werke von Fritz Keil, Manuela Kerer, Dimitris Mousouras, Frederick Neyrink, Ming Wang und Christoph Renhart. Dirigiert wurde das Konzert wie gewohnt vom Ensemble-Leiter Peter Keuschnig. Das Ensemble Kontrapunkte wurde 1965 gegründet und setzt sich aus Solisten und Solistinnen renommierter Wiener Orchester wie der Wiener Philharmoniker, des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, der Wiener Symphoniker und des Orchesters der Wiener Volksoper zusammen. Seit der Saison 1974/75 gestaltet das Ensemble Kontrapunkte kontinuierlich einen eigenen Abonnementzyklus der Gesellschaft der Musikfreunde im Wiener Musikverein.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten