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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Nelson Mandela - Ein Leben für die Freiheit". Zum 100. Geburtstag des "Nationalheiligen" Südafrikas Gedanken von Ulrike Bechmann, Professorin für Religionswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz. - Gestaltung: Alexandra Mantler Nelson Mandela (1918 - 2013), dessen Geburtstag sich am 18. Juli zum 100. Mal jährt, gilt als eine Art "Nationalheiligtum" in Südafrika. Der Übergang des Landes vom rassistischen Apartheidregime zu einem demokratischen Staat mit gleichen Rechten für alle Bürger und Bürgerinnen, wäre ohne ihn wohl nicht möglich gewesen. Denn nicht zuletzt sein Wille, sein Durchsetzungsvermögen und seine persönliche Integrität halfen Südafrika nach der Apartheid durch alle inneren und äußeren Konflikte in dieser entscheidenden Zeit des Neubeginns.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Sommerreprisen: Lotte Ingrisch erinnert sich an Gottfried von Einem Gottfried von Einem ist einer der bekanntesten österreichischen Komponisten der Moderne. Im vergangenen Jänner jährte sich der Geburtstag des 1996 Verstorbenen zum 100. Mal - und die Schar derer, die seiner gedachten und gedenken, ist groß. Ö1 gestaltet einen Jahresschwerpunkt, zahllose Konzerte standen bereits auf den Spielplänen, auch im Radiokulturhaus waren ausgewählte Orgelwerke Einems zu hören. 30 Jahre lang bis zu dessen Tod war Lotte Ingrisch die Frau an der Seite des Komponisten. Von den Feierlichkeiten lässt sie sich nicht davon abhalten, lieb gewonnene Bräuche zu pflegen. Leporello erzählte Ingrisch, dass sie in Erinnerung an ihren Gottfried so manchen guten Tropfen Weins in eine Wiese des Waldviertels zu leeren pflegt. Schon als 20-Jähriger kam Gottfried von Einem als Korrepetitor an die Berliner Staatsoper, später schuf er Schlüsselwerke der Moderne, etwa die Oper "Dantons Tod" nach Georg Büchner, "Der Besuch der alten Dame" nach Friedrich Dürrenmatt oder "Der Prozess" nach Franz Kafka. Lotte Ingrisch schrieb für Einem u.a. das Libretto "Jesu Hochzeit", darüber hinaus verfasste sie zahlreiche Bücher über ihre Kontakte ins Jenseits. Zuletzt erschien "Der Quantengott" mit dem renommierten Physiker Helmut Rauch als Koautor. Gottfried von Einem und Lotte Ingrisch waren wahrlich kein gewöhnliches Paar, ihre Ehe sei jedenfalls sehr fröhlich und humorvoll gewesen, sagt Ingrisch Musikdramen, Opern, Orgelwerke, Sinfonien, Kammermusik und Lieder - das Oeuvre Gottfried von Einems ist gewaltig. Doch ein Stück nimmt für Lotte Ingrisch eine Sonderstellung ein: Der Rindlberger Marsch. Für die Witwe bedeutet er ein Stück gemeinsamer Vergangenheit im Waldviertel. Gottfried von Einem war ein viel beachteter musikalischer Vordenker - doch auch mit den Ambitionen seiner jenseits-affinen Ehefrau konnte er mühelos mithalten. Und hört man Lotte Ingrisch zu, ist zu erahnen, was den Komponisten an seiner Ehefrau fasziniert haben mag: die schrankenlose Fantasie, die auch ihm nicht fremd war. Vor über 20 Jahren ist Gottfried von Einem in seinem geliebten Waldviertel gestorben. Seine Witwe hält bis heute übersinnlichen Kontakt zu ihm, ihre Gespräche mit dem Verstorbenen hat sie im Buch "Ratte und Bärenfräulein" beschrieben. Doch in letzter Zeit sind die Stimmen aus dem Jenseits leiser geworden. Sie sei eben auch schon alt geworden, sagt Lotte Ingrisch und fügt sich gelassen dem Schicksal, dem irdischen.- Gestaltung: Christa Eder


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Stefanie Maderthaner. Kopfrechnen Warum fand Maria Theresia Gefallen an komplizierten Rechnungen? Was hätte sich Mozart wohl zu unseren heutigen CDs und Files gedacht? Diesen und anderen Fragen widmen wir uns im Pasticcio am Dienstag 17. Juli 2018.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der kleine Bruder des Wolfes. Die Wildtierökologin Jennifer Hatlauf über den Goldschakal. Teil 2: Dynamische Verbreitung. Gestaltung: Maria Harmer Seine Heimat ist der Balkan, in den letzten Jahren ist er aber auch bereits in Skandinavien nachzuweisen: der Goldschakal. Auch Österreich war ein Durchzugsland, jetzt gibt es erste Reproduktionsnachweise im Seewinkel. Bis heute ist der Goldschakal - der dämmerungs- bzw. nachtaktiv und sehr scheu ist - ein wenig erforschtes Tier. Irgendwo zwischen Fuchs und Wolf ist er von seinem Aussehen her einzuordnen, auf jeden Fall gehört er zur Familie der Caniden, der Hundeartigen. Am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft läuft derzeit ein Projekt, um mehr über den Goldschakal herauszufinden und um eine präzisere Verbreitungskarte zu erstellen. Initiiert und geleitet wird es von der Wildtierökologin Jennifer Hatlauf.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Allein in der Menge

Wenn Einsamkeit krank macht (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Großbritannien hat neuerdings eine eigene Ministerin für Einsamkeit. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf neueste Daten: Rund 15 Prozent der Briten geben an, sie fühlten sich häufig einsam. In Australien will die Regierung mit rund 30 Millionen Euro lokale Organisationen unterstützen, die beim Knüpfen zwischenmenschlicher Kontakte helfen. In Deutschland steht im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, man werde angesichts einer zunehmend individualisierten, mobilen und digitalisierten Gesellschaft "Strategien und Konzepte entwickeln, die der Einsamkeit in allen Altersgruppen vorbeugen und Vereinsamung bekämpfen". Einsamkeit und die sozialen sowie gesundheitlichen Folgen gelten als demographische Zeitbombe. Denn: Immer mehr Menschen leben länger. Je älter der Mensch, desto eher fühlt er sich im Abseits. Einer der Gründe ist, dass Senioren im Laufe des langen Lebens Freunde und Familienmitglieder verloren haben. Das soziale Netz wird also immer schwächer. Ein weiterer Grund: die eingeschränkte Mobilität. In einen Klub oder zu einer Veranstaltung zu gehen, ist nicht mehr möglich. Gerade für Senioren können daher digitale Hilfsmittel wie Skype und soziale Medien eine Bereicherung darstellen. Doch das ist nur eine Seite der technologischen Medaille: Viele jüngere Menschen sind zwar bestens vernetzt, doch beschreiben sich zunehmend als einsam. Soziale Medien befriedigen nur eingeschränkt, was der Mensch als soziales Wesen braucht: Gespräche, Zuwendung, Geborgenheit, Liebe. Eine britische Befragung kam zu dem überraschenden Schluss, dass 18- bis 35-Jährige häufiger an Einsamkeit leiden als die über 55-Jährigen. Dieses Ergebnis, so die Forscher, sei auf alle westlichen Gesellschaften umzulegen, denn: Es gebe immer weniger Platz für gewachsene Gemeinschaften. Menschen ziehen für die Ausbildung weiter von daheim weg als früher; im Berufleben werden die Pendelzeiten immer länger. Die Arbeitszeit dehnt sich dank Technologie in die Freizeit aus. Kurz: Das moderne Leben macht es also schwieriger, bedeutsame Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen. Einsamkeit verursacht nicht nur emotionales Leid, sie kann krank machen. Laut einer US-amerikanischen Studie liegt das Demenz-Risiko bei alten Menschen umso höher je einsamer sie sich fühlen. Finnische und schwedische Wissenschafter analysierten Langzeitdaten von fast einer halben Million Menschen. Demnach leiden sozial Isolierte eher an chronischen Erkrankungen. Eine britische Studie bestätigte ein um 43 Prozent höheres Risiko einen ersten Herzinfarkt zu erleiden. Daraus ergibt sich: Einsamkeit zu bekämpfen würde auch das Gesundheitssystem entlasten. Diesen Schluss lässt ein Pilotprojekt in einer englischen Kleinstadt zu: Seit Ärzte, Gemeinde und private Organisationen versuchen, vereinsamten Menschen mit ihren behördlichen sowie gesundheitlichen Problemen zu unterstützen und ihnen zu sozialen Kontakten zu verhelfen, gingen die Aufnahmen in den Notambulanzen zurück.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Silvio Gesell und die Freiwirtschaftslehre

Von Schwundgeld und kleinen Wundern (2). Gestaltung: Juliane Nagiller In den Jahren 1932 / 1933 ereignete sich in der kleinen, Tiroler Gemeinde Wörgl ein regelrechtes Wunder. Während im ganzen Land die Arbeitslosigkeit stieg, ging die Zahl der Arbeitslosen in Wörgl um 25 Prozent zurück. Das Wiener "12-Uhr-Blatt" schrieb: Wörgl hat plötzlich Weltbedeutung erlangt. Hinter diesem Weltruhm stand ein Experiment des damaligen Wörgler Bürgermeisters Michael Unterguggenberger. Er führte eine eigene Währung im Tausch für Arbeitskraft ein, die nur im Umkreis von Wörgl gültig war - das Schwundgeld. Damit es gültig blieb, musste man jeden Monat eine Wertmarke auf den Schein kleben. Wer beispielsweise einen 10-Schilling-Schein über das Monatsende hinaus behalten wollte, musste für zehn Groschen eine Marke kaufen und sie auf den Schein kleben. Über die Idee zum Schwundgeld stolperte Michael Unterguggenberger regelrecht. Als er im Jahr 1916 als Lokomotivführer in der Nähe der Front seinen Dienst tat, fand er im Zug eine Ausgabe der Zeitschrift "Der Physiokrat". Diese monatliche Zeitschrift wurde zwischen 1912 und 1916 von Silvio Gesell und seinem Mitstreiter Georg Blumenthal herausgegeben. Der 1862 geborene Silvio Gesell gilt als Begründer der Freiwirtschaftslehre, die er in seinem Hauptwerk Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld veröffentlichte. Um Stagnationserscheinungen und eine wirtschaftliche Rezession zu vermeiden, sei es die primäre Aufgabe des Staates für einen stabilen Umlauf im Geldwesen zu sorgen, argumentierte Silvio Gesell. Freigeld, also Geld das einem Wertverfall unterworfen ist, steht unter Umlaufzwang. Da es schnell ausgegeben wird, regt es Investitions- und Konsumausgaben an und verhindert Deflation und Arbeitslosigkeit. Der ökonomische Autodidakt Gesell lehnte den Zins ab und beklagte, dass das Geld tauschdynamisch den Waren und der Arbeitskraft überlegen sei. Denn diese lassen sich nicht unbegrenzt bewahren, verderben oder verlieren an Wert. Wird hingegen Geld aufbewahrt gewinnt es durch den Zins sogar an Wert. Würde das Geld jedoch "rosten", dann würden sich Geldbesitzer nicht mehr weigern das Geld zirkulieren zu lassen, so Gesells Idee. Seit der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Ideen von Silvio Gesell wieder stärker diskutiert. Das Problem, dass Menschen und Banken Geld horten anstatt es zu investieren, erscheint wieder aktuell. Auf regionaler Ebene wird aktuell nach Alternativen zum bestehenden Geldsystem gesucht. So gibt es in Österreich die Regionalwährung Waldviertler und in Bayern den Chiemgauer. Das Schwundgeld-Projekt in Wörgl wurde übrigens nach einem Jahr von der Bundesregierung verboten, da es gegen das Notenbank-Privileg verstieß. Eine Problematik mit der auch aktuelle Kryptowährungen bald konfrontiert werden könnten.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Mucho gusto! Sehr angenehm!

Lateinamerikanisch-österreichische Musikszenen (2). Gestaltung: Maria Reininger Das ist zum einen die Vielzahl lateinamerikanischer Tanzlokale, die zu besuchen in Österreich schon lange nicht mehr als Begegnung mit dem Fremden gilt. Salsatanzen in einem der Wiener Innenstadtlokale ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Auch Sambaschulen und Candomblékurse befeuern seit vielen Jahren diverse Festln in Österreich. Das lateinamerikanisch-österreichische Zusammenwirken abseits des Breitenvergnügens hat auch Worldmusicstars hervorgebracht: Juan Garcia Herreros zum Beispiel - der E-Bassist aus Bogotà hat sich mit seinen Worldjazzkompositionen schon vor 10 Jahren einen Martin Kollerpreis erspielt, und sein Album Snow Owl wurde international gefeiert. Und Luis Ribeiro, Drummer und Percussionist, ursprünglich aus Sao Paulo. Er hat seine Virtuosität in den vergangenen Jahren in zahlreichen Formationen eingesetzt, und wird immer wieder für die großen Konzerthäuser nachgefragt. Einige seiner Musikerkollegen aus Brasilien sind wieder zurückgekehrt, nachdem sie jahrelang die österreichische Worldmusiczene geprägt haben: der Gitarrist, Sänger und einer der ersten Cajonspieler in Österreich, Alegre Correa gehört dazu. Und die Sängerin und Gitarristin Celia Mara pendelt seit ein paar Jahren zwischen Österreich und ihrem Kulturhaus in Salvador de Bahia in Brasilien. - Eine Lebensform von Kulturschaffenden, die zunimmt. Wiederkommen wird der kolumbianische Dirigent Andrès Orozco Estrada, und zwar als Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Seine Arbeit wirkt der Gefahr allzu deutscher Klassik-Interpretationen entgegen. Abseits des großen Konzertbetriebs feiern auch zahlreiche südamerikanische Immigranten-Communities ihre Musik. Die der Chilenen zum Beispiel, die in den 1970er Jahren vorm Militärputsch geflohen sind. Mit rund 1.000 von 18.000 Menschen lateinamerikanischer Herkunft hier in Österreich, ist das Grüppchen zwar überschaubar, aber im Vergleich kulturell aktiver als andere, mit mehreren Organisationen. Auch eine internationale Gesellschaft für chilenische Musik gehört dazu, die hier die chilenischen Komponisten der vergangenen hundert Jahre bekanntmachen möchte.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Individuell und vielseitig: Erinnerungen an die Mezzosopranistin Huguette Tourangeau. Ausschnitte aus Werken von Giuseppe Verdi, Gaetano Donizetti, Jules Massenet, Giacomo Meyerbeer, u.a. Gestaltung: Michael Blees In den 1960er Jahren hat ein früher Opernauftritt der kanadischen Mezzosopranistin Huguette Tourangeau die Sängerin mit der individuellen Stimme mit dem Dirigenten Richard Bonynge zusammengeführt - und er war es, der die Künstlerin fortan immer wieder für Auftritte und Aufnahmen gemeinsam mit seiner Gattin Joan Sutherland verpflichtet hat. Doch auch abseits der Arbeit mit dem berühmten Künstlerehepaar hat die Tourangeau Karriere gemacht, an beiden New Yorker Opernbühnen, ebenso wie in Hamburg, Amsterdam, London, Philadelphia, Sidney, San Francisco, Montreal und Lyon. In den frühen 1980er Jahren hat sich die Sängerin, die ein Repertoire von Mozart bis Massenet gesungen hat, von der Opernbühne verabschiedet, um künftig ihre Erfahrungen an junge Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Kurz vor ihrem 80. Geburtstag im kommenden August ist Huguette Tourangeau im April dieses Jahres verstorben.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Die Jahre" von Annie Ernaux. Aus dem Französischen von Sonja Fink. Es liest Brigitta Furgler. Gestaltung: Nicole Dietrich Kindheit in der Nachkriegszeit, Algerienkrise, die Karriere an der Universität, das Schreiben, eine prekäre Ehe, die Mutterschaft, Charles de Gaulle, das Jahr 1968, Krankheiten und Verluste, die so genannte Emanzipation der Frau, Frankreich unter Mitterrand, die Folgen der Globalisierung, die uneingelösten Verheißungen der Nullerjahre, das eigene Altern. Anhand von Fotografien, Erinnerungen und Aufzeichnungen, von Wörtern, Melodien und Gegenständen vergegenwärtigt Annie Ernaux, die 1940 geborene "Ethnologin ihrer selbst", die Jahre, die vergangen sind. Und dabei schreibt sie ihr Leben - unser Leben, das Leben - in eine völlig neuartige Erzählform ein, in eine kollektive, "unpersönliche Autobiografie".


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Nadja Kayali.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Styriarte 2018

Karl Markovics, Lesung; Blechreiz. Lesung aus Fritz von Herzmanovsky-Orlandos Stück "Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter" * Werner Pirchner: Do you know Emperor Joe? u.a. (aufgenommen am 8. Juli in der Helmut List Halle in Graz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger Das hätte sich der Aufklärer unter den Habsburgern nicht träumen lassen: dass er einmal als "Emperor Joe" durch Österreich geistern würde. "Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter. Eine dramatische Stimme aus Innerösterreich zum Klang gebracht durch Friedrich von Orlando Herrn und Landstand in Krain und auf der Windischen Mark, Patrizier von Triest und Fiume etc. etc." Unter diesem barocken Titel verfasste Fritz von Herzmanovsky seine Satire auf die Rückständigkeit des alten Österreich. Kaiser Joseph II. kommt 1786 mit dem Zug, aber inkognito, nach Wuzelwang am Wuzel, wo ihm die Bahnwärterstochter Nozerl in die Arme sinkt, während ihn Wilderer vor einem Attentat retten. Am Schluss muss er erfahren, dass die Eisenbahn ja eigentlich noch gar nicht erfunden sei. Das absurde Spektakel wurde 1982 von Werner Pirchner mit einer brillanten Blechbläsermusik ausgestattet. Nun nimmt sich Karl Markovics des herrlichen Textes an. Das Quintett "Blechreiz" fügt Pirchners Suite "Do you know Emperor Joe?" hinzu. (styriarte)


15.30 Uhr

 

 

Moment

Für das Nashorn wird ein Flugzeug gechartert Zootiere gehen regelmäßig auf Reisen, weil sie zwischen Zoos ausgetauscht werden. Der Transport ist aufwändig. Der Krokodilteju, eine südamerikanische Echse, die bis zu 1,20 Meter lang ist, wird in einer Styroporbox verpackt; für Nashörner muss man ein eigenes Flugzeug chartern. Auch Haustiere sind viel unterwegs. Jeder fünfte Haustierbesitzer nimmt Hund oder Katze mit auf Urlaub. Die Tiere harren in speziellen Behältern aus - im Auto, Zug oder Frachtraum eines Flugzeuges. Wie transportiert man Haus- und Zootiere möglichst stressfrei? Gestaltung: Thomas Gasser


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Von Achterbahnen, hohen Bäumen und vom ersten Schultag "Du traust dich eh nicht!" - hat der Kater dem Radiohund zugerufen und ist auf den höchsten Baum des Parks geklettert. Da ist Rudi nachhause gegangen, anstatt den Baum zu erklimmen. Mit Pawle, Christina, Asja und Armin spricht er über Mut, Überwindung und angsteinflößende Situationen. Asja: "Bei mir im Hort gibt's einen Jungen und wie ich das erste Mal in den Hort gekommen bin hat er mich ausgelacht weil ich mich nicht getraut habe mit den anderen Kindern zu reden. Aber das ist halt so, wenn man das erste Mal dort ist dann hat man Angst, man traut sich halt nicht. Und er ist zu mir gekommen und hat gesagt, ich bin ein Baby wenn ich mich nicht trau. Dann hab' ich zu mir selber gesagt, dass ich stark bin und ich nicht immer weinen muss. Ich hab ihn einfach ignoriert." Gestaltung: Johanna Steiner


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Das Genie der melancholischen Tränen. Porträt des ameriikanischen Dichters Allen Ginsberg. Feature von Christian Loidl Im Oktober 1955 wurde Allen Ginsberg mit der ersten öffentlichen Lesung seines Gedichtes "Howl" in San Francisco auf einen Schlag zum Wortführer einer ganzen Generation. Einer Jugend, die mit Jazz, Marihuana, sexueller Freizügigkeit und einem Hang zur Mystik das puritanische Amerika erzittern ließ. "Nicht Ressentiments" seien hinter dem Freiheitsbegriff der Beat Generation gestanden, sagt Ginsberg in diesem historischen Tonspuren-Interview aus dem Jahr 1991, "sondern Offenheit, Begeisterung, Humor - eine Ausweitung, nicht eine Verneinung". Mitte der 1940er Jahre war der Mann aus New Jersey auf Jack Kerouac und William S. Burroughs gestoßen, die Keimzelle der Beat Generation. Bereits in den 50er Jahren experimentierte er mit Drogen, ließ Haare und Bart sprießen, nahm Schülerstunden beim tibetischen Lama und verkündete, dass es beim Schreiben immer um persönliche Erfahrungen gehen müsse. Über fast vier Jahrzehnte galt er als der intellektuelle und dichtende Kopf der US-amerikanischen Gegenkultur. Ginsberg war die Seele der Anti-Vietnam Proteste, er engagierte sich gegen Atomwaffen und gegen die Umweltzerstörung und kämpfte gegen die Diskriminierung Homosexueller. 1997 starb der Erfinder des Begriffs "Flower Power", 70jährig, in New York.


16.45 Uhr

 

 

Notabene 45: Ein Tagebuch

Von Erich Kästner. Gestaltung: Matthias Däuble, Philip Scheiner. Jedem männlichen Mitglied der nach Tirol gereisten Ufa-Filmcrew wird die Aufforderung, sich zu einem vierwöchigen Standschützenkursus zu begeben, zugetragen. Dass die Tiroler Behörden es sich dadurch mit dem Schutzherrn des deutschen Films verscherzen würden, rettet die Berliner.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1986 - Regierungsviertel Sankt Pölten


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. BokAkih live im "Spielärume"-Studio. "Contemporary World Jazz" schreiben die Sängerin Monica Akihary und der Gitarrist Niels Brouwer über ihre Musik. Was sie aber vor allem machen, ist überzeugende und faszinierende Liedkunst ohne Grenzen, im Duo oder mit Partnerinnen aus Indonesien und Deutschland. Akihary und Brouwer bilden das in Amsterdam beheimatete Duo BoiAkih. Die Wurzeln von Akiharys Familie liegen väterlicherseits auf den Molukken, was sich auch in ihrer Musik niederschlägt. Im Spielräume-Studio werden Akihary Brouwer live musizieren. Am Freitag, 20. Juli 2018 tritt das Duo beim Musikforum Vktring auf, und am Sonntag, 29. Juli gastiert Boiakih - mit Gamelan -Solist Bassklarinette zum Quartett erweitert - beim Festival Glatt Verkehrt in Kooperation mit Ö1.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Nelson Mandelas Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. Mit Walter Sauer, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien. Gestaltung: Gudrun Braunsperger Im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit gilt er neben Mahatma Gandhi und Martin Luther King als eine der großen Galionsfiguren des 20. Jahrhunderts. Nelson Mandela erkämpfte in Südafrika das Ende der Apartheid und verbrachte deshalb 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Ein Jahr nach seiner Freilassung, 1991, wurde er zum ersten schwarzen Präsidenten seines Landes gewählt. Noch in den späten achtziger Jahren war sich die westliche Welt nicht darüber einig gewesen, ob sie in Mandela einen Terroristen sehen sollte, oder ob man Solidarität mit ihm bekunden dürfe. 1993 erhielt er schließlich den Friedensnobelpreis. Seine Politik der Versöhnung und Vergebung hat ein Tor zur Befreiung Südafrikas aufgestoßen, sein politisches Erbe will jedoch verwaltet werden. Das Ende der Apartheid war nur ein Etappensieg auf dem Weg zur sozialen Gerechtigkeit für die schwarze Bevölkerung in Südafrika, das zeigt die aktuelle Lage angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, der Aidskrise und stagnierender politischer Reformen. Nelson Mandela war sich des langen und schwierigen Wegs vor dem die Republik Südafrika steht, bewusst: "Wenn man einen hohen Berg bestiegen hat, stellt man fest, dass es noch viele andere Berge zu besteigen gibt".


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Wiederholung eines im Dezember 2013 ausgestrahlten Nachrufs auf Nelson Mandela aus Anlass des 100. Geburtstags des großen Freiheitskämpfers. Gestaltung: Brigitte Fuchs Am 18. Juli wäre Nelson Mandela hundert Jahre alt geworden. Bis heute gilt der 2013 verstorbene Freiheitsheld und Anti-Apartheid-Kämpfer nicht nur in Südafrika als Friedensikone und großer Versöhner. Nachdem er Jahrzehnte im Gefängnis verbracht hatte, schaffte er es nach seiner Freilassung 1990 mit dem damaligen Präsidenten Südafrikas, Frederik Willem De Klerk, eine provisorische Verfassung und vor allem das Ende der Rassentrennung auszuhandeln. Dafür wurden beide 1993 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ein Jahr später wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Sein erklärtes Ziel, die Aussöhnung der verschiedenen Völker Südafrikas, gleich welcher Hautfarbe, war weitgehend erreicht.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Eine kurze Kritik der Offshore-Ökonomie Von Juliane Nagiller Der EU entgehen rund 60 Milliarden Euro pro Jahr an Steuereinnahmen, weil internationale Konzerne ihre Gewinne in sogenannte Steueroasen verschieben. Das belegen Berechnungen des französischen Wirtschaftswissenschafters Gabriel Zucman. Er bezeichnet Steueroasen daher als Orte, an denen der Wohlstand der Nationen versteckt wird. - Offshore Leaks, Panama Papers und Paradiese Papers: Unternehmensinterne Daten, die an die Öffentlichkeit gelangt sind, belegen die vielfältigen Konstruktionen der Steuervermeidung. Die Nutznießer argumentieren, es handle sich dabei um legale Tricks. Der Wortlaut der Gesetze werde zwar eingehalten, dabei aber nicht im Geist des Gesetzes gehandelt, erwidern die Kritiker. Und die Konsequenzen der Panama Papers zeigen, dass aggressive Steuerplanung nicht immer legal ist. Allein in Deutschland mussten Steuerbetrüger bisher 140 Millionen Euro zahlen. Es gab mehr als 70 Strafverfahren - und in mehr als 2.000 Fällen laufen noch Ermittlungen.


19.30 Uhr

 

 

Schubertiade Schwarzenberg 2018

Armida Quartett; Jörg Widmann, Klarinette. Alessandro Scarlatti: Sonata a quattro d-Moll * Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett B-Dur op. 34 * Franz Schubert: Streichquartett G-Dur D 887 (aufgenommen am 24. Juni im Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg). Präsentation: Stefan Höfel Ein junges Streichquartett, das schon zu den besten gezählt wird: das Armida Quartett (benannt nach der gleichnamigen Oper von Joseph Haydn) ist ein Jahr nach seinem bejubelten Schubertiade-Debüt in Hohenems nun auch in Schwarzenberg zu hören. Die Musiker aus Deutschland, die u.a. den ARD-Wettbewerb gewonnen haben, präsentieren sich mit Alessandro Scarlattis Sonata a Quattro in d-Moll, Franz Schuberts Streichquartett in G-Dur und, zum Quintett ergänzt durch Jörg Widmann, mit Carl Maria von Webers beliebtem Klarinettenquintett in B-Dur. (Schubertiade Schwarzenberg)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Allein in der Menge. Wenn Einsamkeit krank macht (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Silvio Gesell und die Freiwirtschaftslehre. Von Schwundgeld und kleinen Wundern (2). Gestaltung: Juliane Nagiller Mucho gusto! Sehr angenehm! Lateinamerikanisch-österreichische Musikszenen (2). Gestaltung: Maria Reininger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Neues aus der Werkstatt Lockenhaus (1). Gestaltung: Gerhard Krammer Die thematische Ausrichtung des 37. Kammermusikfestes Lockenhaus unter der künstlerischen Leitung von Nicolas Altstadt reflektiert heuer "Schöpfung" aus der Erfahrungsebene des 21. Jahrhundert: In der Art der Interpretationen, in der Wahl der Stücke, in der Zusammenstellung der Ensembles. Die Welt im Ungleichgewicht benötigt Stabilität. Die Musik kommt von Giovanni Sollima, Jakub Jankowski, Helmut Lachenmann und anderen, Interpretiert von Musikerin wie Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich. Ö1-Exklusivaufnahmen auf Burg Lockenhaus und in der Pfarrkirche Lockenhaus.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten