Jetzt läuft auf Ö1:

Journal-Panorama

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Sätze lesen". Der Schriftsteller Michael Donhauser über Adalbert Stifter, dessen Todestag sich zum 150. Mal jährt. Gestaltung: Alexandra Mantler "Liest man nach und nach das Werk von Adalbert Stifter, stößt man unversehens und immer wieder auf Sätze von einem Reichtum, der so nicht erstrebt werden kann", sagt der Schriftsteller Michael Donhauser über seine Faszination für Adalbert Stifter, dessen Todestag sich am 28. Jänner zum 150. Mal jährt. "Denn es ist wohl allein die Hingabe an die Sprache, die solche Sätze ermöglicht. Sie stoßen dem Schreibenden zu, ohne Kalkül, und wenn, ist das Kalkül so verinnerlicht, dass es seiner geschriebenen Sprache völlig schon eigen ist. Insofern sind diese Sätze Dichtung. Auf solche Momente im Schreiben Stifters möchte ich hinweisen und deutend auch eingehen".


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Wolfgang Schlag


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die Biologin Patricia Graf über den Biber. Teil 2: Die Bauten des Ökosystem-Ingenieurs Gestaltung: Jakob Fessler Der Biber frisst im Sommer krautige Pflanzen, Gräser und Wasserpflanzen. Im Winter steigt er auf holzige Nahrung um. Große, nachwachsende und orangefarbene Nagezähne ermöglichen ihm das Fällen großer Bäume, um im Winter an die saftige Rinde und an die Knospen der Zweige zu gelangen. Zusätzlich legt er Nahrungsflöße als Vorrat im Wasser vor seinem Bau an. Der Biber ist ein semiaquatisches Tier und lebt im Wasser und an Land. Schwimmhäute an den Hinterbeinen und ein Schwanz, der als Kelle bezeichnet wird, helfen ihm beim Schwimmen und Tauchen. Als Ökosystem-Ingenieur kann der Biber seinen Lebensraum stark verändern. Er gräbt sich unterirdisch Biberburgen mit Gängen und Schlafkesseln. Der Eingang befindet sich unter Wasser und am Ufer, sodass der Bau vor Feinden geschützt ist. Ist die Wassertiefe zum Schwimmen und Tauchen oder für einen Eingang unter Wasser zu niedrig, baut der Biber einen Damm und staut das Wasser auf. Durch die Biberdämme kann Wasser geklärt werden, außerdem können seichtere und tiefere Bereiche mit unterschiedlich starker Strömung als Lebensräume für andere Tierarten wie Fische, Amphibien und Reptilien geschaffen werden. Das durch Fällung geschaffene Totholz ist für viele Vogelarten wichtig, um Nester bauen zu können. Studien belegen, dass der Biber die Artenvielfalt erhöht und deshalb als Schlüsselart gilt. Der Biber ist heute eine streng geschützt Wildtierart, die im 19. Jahrhundert in Europa fast vollständig ausgerottet wurde. Durch Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungsprojekte konnte sich der Bestand erholen - der Biber gilt in vielen Verbreitungsgebieten wieder als heimisch. Niederösterreich hat mit rund 3900 Tieren (Stand 2012) die größte Biberpopulation in Österreich. Seit 2005 gibt es in Niederösterreich auch ein "Bibermanagement". Die meisten Konflikte treten in Gewässernähe auf, wo Menschen den Lebensraum des Bibers mitbeanspruchen. Im steilen Ufergebiet kann der Biber durch seine Bauten Hochwasserschutzdämme untergraben. Das Aufstauen des Gewässers durch Biberdämme kann zur Vernässung von Flächen führen. Nach genauen Beobachtungen und Bewertungen durch die zuständige Behörde können stufenweise verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Jeder Fall muss eigens geprüft und entschieden werden. Präventionsmaßnahmen wie Schutzgitter und Spezialanstrich als Fraßschutz für Bäume, der Eingriff in den Lebensraum des Bibers sowie als letzte Stufe der Eingriff in die Biberpopulation durch Tötung sind möglich.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Sind wir Science-Fiction?

Zukunftssuche in der Vergangenheit (2). Gestaltung: Julia Gindl "Das Zimmer war so gut wie leer, und doch stand es mit allem in Verbindung, was Vashti wichtig war. Als Nächstes betätigte sie wieder den Isolationsknopf, und die Anfragen der letzten drei Minuten stürzten auf sie ein. Der Raum war vom Lärm der Klingeln und Kommunikationsröhren erfüllt. Wie ist das neue Essen? Kannst du es empfehlen? Hast du Ideen gehabt in letzter Zeit?" Man könnte meinen der britische Autor E.M. Forster umschreibt hier das Soziale Netzwerk Facebook und dessen nervige Dauerfrage "Was machst du gerade?". Fosters Erzählung "Die Maschine steht still" ist jedoch im Jahr 1909 erschienen. Die beiden Protagonisten sitzen da isoliert vor blassblauen Bildschirmen und sind von "DER MASCHINE" abhängig, über die sie kommunizieren, Informationen empfangen und alles Notwendige bestellen. 1970 ist der britische Schriftsteller gestorben, lange vor Instant Messaging, Videotelefonie und sozialen Netzwerken. Forster hat in seiner dystopischen Erzählung das Internet und heutige technologische Möglichkeiten vorweggenommen, er thematisiert Technikgläubigkeit und man könnte "Die Maschine steht still" auch als frühe Version von George Orwells "1984" lesen. Der US-amerikanische Informatiker Jaron Larnier bezeichnet Forsters Erzählung sogar als früheste und wahrscheinlich auch heute noch treffendste Beschreibung des Internets. Was wurde aus den Wunschvorstellungen vom Internet als Raum der Freiheit und Demokratie? Welche Technik-Utopien aus Film und Literatur sind bereits eingelöst worden? Und wie beeinflussen philosophische Theorien, künstlerische Werke und Phantasien die Entwicklung von Technologien und unseren Umgang damit. Was projizieren wir in all die smarten Dinge, die uns umgeben hinein und woher kommen diese Bilder? In E.M. Forsters Erzählung versagen die Maschinen schlussendlich, weil sie niemand mehr kontrollieren kann. Julia Gindl begibt sich auf Zukunftssuche in der Vergangenheit, entdeckt dabei Quellen in Literatur, Film und Kunst und vergleicht die Welt der Phantasie mit einer von Technologie mehr und mehr determinierten Realität.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Zäsur '38 - Flucht in eine andere Sprache

Schriftstellerinnen im Exil (2). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Die Wiener Schriftstellerin Vicki Baum war schon ein Star, als sie 1932 nach Kalifornien emigrierte. Sie war die erste Bestsellerautorin des deutschsprachigen Buchmarkts. Nach der Verfilmung ihres Buches "Menschen im Hotel" mit Greta Garbo übersiedelte sie für eine Publicity-Tour nach Kalifornien. Die Nationalsozialisten begannen gegen sie zu hetzen, setzten sie 1933 auf die sog. "schwarze Liste" der verbotenen Bücher, 1938 wurde sie ausgebürgert. Da hatte sie sich schon eine neue Existenz aufgebaut. Nicht alle Schriftstellerinnen hatten so viel Glück. Mela Hartwig zum Beispiel emigrierte 1938 nach England, konnte dort aber nicht mehr als Schriftstellerin reüssieren und arbeitete als Sprachlehrerin. Veza Canetti wurde als Jüdin und Sozialistin von den Nazis mit Berufsverbot belegt und flüchtete 1938 mit ihrem Mann Elias Canetti nach England, wo sie 1963 starb. Annemarie Selinko heiratete 1938 nach Dänemark und schloss sich dort der Widerstandsbewegung an. 1954 schaffte auch sie den Sprung nach Hollywood. Ihr Buch "Désirée" wurde mit Marlon Brando verfilmt. Die Flucht bedeutete auch die Flucht in eine andere Sprache. Vicki Baum eröffnete ihre Lesungen am Anfang ihrer Amerikazeit gerne mit den Worten: "Bitte entschuldigen Sie mein lousy Englisch".


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Ausloten der traditionellen Grenzen

100 Jahre Gottfried von Einem (2). Gestaltung: Gerhard Hafner Vor 100 Jahren, am 24. Jänner 1918, erblickte Gottfried von Einem, als (außerehelicher) Sohn eines k. u. k. Militärattachés und der für ihre Diplomatie international renommierten Gerta Louise von Einem, in Bern das Licht der Welt. Als 20-Jähriger kam Gottfried von Einem als Korrepetitor an die Berliner Staatsoper, später assistierte er in Bayreuth. 1943 wurde sein "Concerto" von Herbert von Karajan uraufgeführt. Die Blitzkarriere des Komponisten erhielt einen Dämpfer, als die Gestapo gegen von Einem wegen Verdachts auf Landesverrat ermittelte. Streitbar war Gottfried von Einem sein ganzes Leben. Das reichte von seinem Rücktritt aus dem Direktorium der Salzburger Festspiele wegen seines couragierten Einsetzens für Bertolt Brecht bis hin zu den Turbulenzen wegen der Blasphemie-Vorwürfe gegen seine Oper "Jesu Hochzeit". Für dieses unter lautstarken Protesten im Mai 1980 bei den Wiener Festwochen uraufgeführte Werk, hatte von Einems zweite Ehefrau, Lotte Ingrisch, das Libretto verfasst. Die große Leistung von Einems lag vor allem in seinem musikdramatischen Schaffen, hierbei insbesondere in der Gattung der Literaturoper. Angefangen von seinem ersten großen Erfolg der 1947 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Oper "Dantons Tod" nach Georg Büchners gleichnamigen Drama. Auf Büchner folgten "Der Prozess" (Kafka), "Der Zerrissene" (Nestroy), "Der Besuch der alten Dame" (Dürrenmatt) und Schillers "Kabale und Liebe". Daneben entstand ein Reigen von Instrumental-, Vokal- und Kammermusikwerken sowie das Ballett "Medusa". Gottfried von Einem, der in Wien liebevoll - spöttisch nur "der Eine" genannt wurde, war einer der wenigen Komponisten, die unbeirrt an den Gesetzen der Tonalität festhielten. Er war so kühn und ehrlich, seine Vorliebe für Konsonanzen, Tonalität oder leicht erkennbare Chiffren zu zeigen. Er riskierte es oft und gern gegen den Strom zu schwimmen und sich mit den politisch oder geistig Mächtigen anzulegen. Natürlich hat von Einem in mancher Hinsicht auch die Postmoderne vorweggenommen, aber dafür schämte er sich auch nicht: er ging unbeirrt einen österreichischen Sonderweg.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Jetzt klingen sie wieder: Anna Moffo im französischen Opern-Repertoire. Ausschnitte aus Werken von Jules Massenet, Fromental Halevy, Georges Bizet, u.a. Gestaltung: Michael Blees Warum werden mache Opern-Produktionen aus Schallplattenzeiten regelmäßig auf CD neu herausgebracht, warum erleben andere überhaupt erst nach Jahrzehnten ihre CD-Erstveröffentlichung? Opernfreunde haben schon oft diese Fragen gestellt, ohne zufriedenstellende Antworten erhalten zu haben. Unter den Aufnahmen der Sopranistin Anna Moffo, dem glamourösen amerikanischen Opernstar der 1950er bis 1970er Jahre, haben bisher beispielsweise die wirkungsvolle Gesamtaufnahme von Jules Massenets "Thais" unter dem Dirigat von Julius Rudel und eine Querschnitt-Produktion durch Fromental Halevys Oper "La Juive" gemeinsam mit Martina Arroyo und Richard Tucker gefehlt. Seit dem vergangenen Jahr liegen diese Aufnahmen aus den 1970er Jahren nun endlich auch erstmals auf CD vor - und schon etwas früher ist auch ein französisches Arien-Recital der Sängerin mit der individuellen Stimme wiedererschienen.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich" von William Saroyan. Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Stingl. Es liest Philipp Hauß. Gestaltung: Gudrun Hamböck Der 18-jährige Joe arbeitet in einer Friedhofsfirma und muss feststellen, dass er die gute Mrs. Gipley ersetzen soll, die er über ihrem Entlassungsschreiben weinend vorfindet. Er kündigt und Mrs. Gipley behält ihren Job. Das ausbezahlte Geld hinterlegt er für eine Probefahrt mit einer Harley Davidson, die er allerdings von San Francisco bis nach Monterey ausdehnt ... Die Titelgeschichte einer neuen Ausgabe von ausgewählten Shortstorys des US-amerikanischen Klassikers William Saroyan, in denen der Lebemann und Schnellschreiber den kleinen Überlebenskünstlern der "Great Depression" ein literarisches Denkmal gesetzt hat.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Das Gambenconsort L'Acheron in Innsbruck 2. 7. Nacht des Fado in Freistadt 3. Matthias Egersdörfer im Kabarett Niedermair Das Gambenconsort L'Acheron in Innsbruck Das Gambenconsort L'Acheron aus Luxemburg ist am 25.Jänner in Innsbruck im Haus Vierundeinzig zu Gast. Auf dem Programm steht tänzerische Englische Consortmusik von Anthony Holborne, höchst beliebt im Goldenen Zeitalter Elizabeth I. Das Konzert mit dem Ensemble L´Acheron beginnt um 20 Uhr. Bereits um 19 Uhr zeigen die jungen Musiker/innen des Gambenconsorts der Musikschule Innsbruck in einem Vorkonzert ihr Können. 7. Nacht des Fado in Freistadt Unerfüllte Liebe, melancholische Erinnerungen, Sehnsucht nach besseren Zeiten, aber vor allem saudade, die sehr spezielle portugiesische Form des Weltschmerzes - das sind die Zutaten des Fado. Ihm ist der kommende Freitag im Salzhof in Freistadt gewidmet. Gestaltet wird er von Carlos Leitao und seinem Ensemble - sie zählen zu den stimmigsten Interpreten dieses Musikgenres. Auch Sandra Correia gilt mit ihrer bittersüßen Stimme als reinste Verkörperung des Fado - sie wird als special guest auftreten. 7. Nacht des fado am Freitag, 26.Jänner im Salzhof in Freistadt. Matthias Egersdörfer im Kabarett Niedermair Der bayerische Kabarettist Matthias Egersdörfer gibt übermorgen, Donnerstag seine Wien-Premiere im Kabarett Niedermair. Geprägt von den lokalen Eigenheiten des Nürnberger Umlands greift Egersdörfer in seinen Programmen auch immer gern auf prägende Erlebnisse in seiner Kindheit zurück. Matthias Egersdörfers neuestes Programm heißt "Ein Ding der Unmöglichkeit" - auch ein prägender Satz aus seiner Kindheit - und dieses wird er am 25. Jänner um 19.30 Uhr im Kabarett Niedermair zeigen.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Eva Teimel


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Königliches Concertgebouworchester Amsterdam, Dirigent: Stéphane Denève; Lucas und Arthur Jussen, Klavier. Leo Smit: Silhouetten für Orchester * Francis Poulenc: Konzert für zwei Klaviere d-Moll * Zugabe der Solisten: Igor Roma: "Sinfonia 40" für zwei Klaviere * Albert Roussel: Symphonie Nr. 3 g-Moll op. 42 * Maurice Ravel: La Valse (aufgenommen am 9. Oktober 2016 im Concertgebouw in Amsterdam)


15.30 Uhr

 

 

Moment

Zu alt für das Lenkrad? Über das Autofahren im Alter Besonders in ländlichen Gegenden sind die Menschen auf das Auto angewiesen. Auch ältere Menschen müssen einkaufen, wollen Friedhof und Gasthaus besuchen, einen Ausflug machen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen, was die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann. Oft sind es Kinder oder andere Familienmitglieder, die betagte Angehörige davon überzeugen müssen, nicht mehr mit dem Auto zu fahren. Nach der Sendung ist die Meinung der Hörerinnen und Hörer gefragt. Kennen Sie solche Situationen aus Ihrem Alltag? Sind Sie ohne Auto weiterhin mobil? Wie lange trauen Sie sich und anderen das Autofahren zu? Rufen Sie an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie an moment@orf.at. Gestaltung: Lukas Tremetsberger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Lieber etwas anderes sein? Rudi philosophiert mit Rosi und dem Tonmeister. Rudi ist nicht ungern ein Hund, aber wenn er es sich vor seiner Geburt hätte aussuchen können, dann wäre er vielleicht doch lieber kein Hund geworden. Mensch würde er auch keiner sein wollen - die Unterhosen, das Arbeiten, das tägliche Duschen, das wäre nichts für ihn. Aber ein Elefant vielleicht... Christine Nöstlingers Geschichten von Rudi, Rosi und dem Tonmeister. Autorin: Christine Nöstlinger


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Ich habe das Gefühl, ich mache nichts. Der Inline-Skater, Lyriker, Übersetzer und Kinderbuchautor Michael Stavaric. Von Nikolaus Scholz "Stillborn" - totgeboren - hat Michael Stavaric seinen ersten, im Jahr 2006 erschienenen Roman genannt. Zwölf Jahre, sechs Romane und einige Kinderbücher später hat der in Brünn geborene Autor die Lust auf das Abenteuer des Schreibens noch immer nicht verloren. Der Autor, der 1979 als Siebenjähriger aus der damaligen Tschechoslowakei mit seinen Eltern nach Österreich gekommen ist, schreibt über "das Loslassen und Ankommen in Sprachen" und über die Poesie, die sich nicht aufzwingt, sondern aussetzt. Er erzählt von Reisen, die getan werden müssen, ohne zu wissen, wo man ankommt. Gemeinsam mit Nikolaus Scholz, dem Gestalter der Sendung, begibt sich Stavaric nach Laa an der Thaya, wo der Autor Volksschule, Gymnasium und Handelsakademie absolvierte. Die Reise führt auch zum ehemaligen Schwimmbad, auf dessen Areal sich heute ein Thermenkomplex samt Hotel erstreckt, an das Ufer der Thaya, sowie nach Brünn, dem Geburtsort des Autors, wo sich Stavaric die Mai-Aufmärsche der Kommunisten ins Gedächtnis gebrannt haben, aber auch das ausgestopfte Krokodil beim Rathaus.


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Kapitalismus und Kapitalismuskritik. Mit Jürgen Kocka, em. Professor für die Geschichte der industriellen Welt an der Freien Universität Berlin. Gestaltung: David Winkler-Ebner Sei es die Klage über wachsende Unsicherheit, den zunehmenden Beschleunigungsdruck oder die Verschärfung sozialer Ungleichheit - die Kritik am Kapitalismus ist vielfältig und erlebte in jüngster Vergangenheit nicht zuletzt infolge des Ausbruchs der Finanzkrise im Jahr 2008 einen Aufschwung. Grund genug, einen Blick auf das Phänomen des Kapitalismus zu werfen, dessen früheste Ansätze sich bis zum Fernhandel antiker Großreiche verfolgen lassen. Ausgehend von China und dem arabischen Reich begann sich der Kapitalismus im Mittelalter in Form des Kaufmannskapitalismus auszubreiten, wohingegen in Europa die christliche Morallehre, die wirtschaftlichem Gewinn grundsätzlich skeptisch gegenüberstand, die Durchsetzung des Kapitalismus zunächst erschwerte. Schließlich sollte Europa aber zum Zentrum des Kapitalismus werden, das neue Formen dieser Wirtschaftsweise hervorbrachte. Mit der europäischen Expansion an der Wende zur Neuzeit nahm auch die Entwicklung des Kapitalismus an Fahrt auf. Aus der Verbindung von Finanzkapitalismus und Kolonialismus entstand jene Organisationseinheit, die für die kapitalistische Produktionsweise in der Neuzeit typisch werden sollte: die Kapitalgesellschaft. Eine der damals größten dieser Art war die 1602 gegründete "Vereinigte Ostindische Kompanie". Zudem kamen über den Aufstieg von Börsen und Bankwesen in der Frühen Neuzeit immer breitere Gesellschaftsschichten mit Kapitalismus in Berührung. Auch die Landwirtschaft wurde vom Kapitalismus erfasst - seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich in Osteuropa der Agrarkapitalismus. Im Bereich des Gewerbes bildeten wiederum die protoindustrielle Hausindustrie und Heimarbeit - so Jürgen Kocka - das "wichtigste Einfallstor des Kapitalismus". Die sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts von England ausbreitende Industrialisierung steht in enger Verbindung zum Kapitalismus. Einerseits hatte dieser der Industrialisierung den Weg geebnet, andererseits veränderte diese den Kapitalismus fundamental: Lohnarbeit wurde zum Massenphänomen, die Akkumulation von Kapital erreichte neue Dimensionen und der Kapitalismus wurde nicht bloß zum dominierenden Regelwerk der Wirtschaft, er durchdrang vielmehr auch andere Bereiche des menschlichen Lebens wie Gesellschaft, Kultur und Politik. Der Aufstieg des Finanzkapitalismus in den vergangenen Jahrzehnten stellte das System vor bislang ungelöste Herausforderungen, die verbreitet zu Ansatzpunkten einer neuen Skepsis gegenüber dem Kapitalismus wurden.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Der NS-Vernichtungsmaschinerie sind eine halbe Million Roma zum Opfer gefallen. Doch der Genozid an ihnen wurde lange Zeit nicht wahrgenommen und wird auch heute noch oft verdrängt. Gestaltung: Maria Harmer In Österreich leben die meisten der verbliebenen Roma heute im Burgenland. Nur vereinzelt finden sich Gedenktafeln oder andere Mahnmale, die an die Ermordung der heimischen "Zigeuner", wie Roma, Sinti, Lovara und andere früher genannt wurden, erinnern. Eine Bestandsaufnahme anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Eine Öko-Bilanz der Reichen Von Tanja Malle Was bzw. wer sind die größten Quellen für klimaschädigende Treibhausgasemissionen? Geht man nach Ländern, sind es China und die USA. Geht man nach Sektoren, sind es Kraftwerke, Land- und Forstwirtschaft sowie Verkehr. Eine dritte Antwort lautet seit kurzem: die Reichen. - Nach Berechnungen der beiden Ungleichheitsforscher Thomas Piketty und Lucas Chancel von der "École d'économie de Paris" sind die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung für rund die Hälfte der Emissionen verantwortlich. Angesichts dieser Problematik fordern die beiden Forscher ergänzende politische Maßnahmen, um diese zehn Prozent gezielter zur Verantwortung zu ziehen. Damit ließen sich die notwendigen Maßnahmen gegen den Klimawandel finanzieren, beispielsweise die Entwicklung dürreresistente Pflanzensamen oder der Ausbau des Hochwasserschutzes. - Die Folgen des Klimawandels werden bis 2030 zusätzliche 100 Millionen Menschen in die Armut treiben, prognostiziert die Weltbank. Und aktuelle Studien der Berkeley University zeichnen ein ähnliches Zukunftsbild: Die Klimakrise wird vor allem die ärmere Weltbevölkerung treffen.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Artis Quartett; Ettore Causa, Viola. Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett D-Dur KV 575, "Veilchen-Quartett" * Gottfried von Einem: Streichquartett Nr. 2 g-Moll op. 51 * Anton Bruckner: Streichquintett F-Dur (aufgenommen am 20. Dezember 2017 im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins) Gottfried von Einem zum 100. Geburtstag


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Das Gambenconsort L'Acheron in Innsbruck 2. 7. Nacht des Fado in Freistadt 3. Matthias Egersdörfer im Kabarett Niedermair Das Gambenconsort L'Acheron in Innsbruck Das Gambenconsort L'Acheron aus Luxemburg ist am 25.Jänner in Innsbruck im Haus Vierundeinzig zu Gast. Auf dem Programm steht tänzerische Englische Consortmusik von Anthony Holborne, höchst beliebt im Goldenen Zeitalter Elizabeth I. Das Konzert mit dem Ensemble L´Acheron beginnt um 20 Uhr. Bereits um 19 Uhr zeigen die jungen Musiker/innen des Gambenconsorts der Musikschule Innsbruck in einem Vorkonzert ihr Können. 7. Nacht des Fado in Freistadt Unerfüllte Liebe, melancholische Erinnerungen, Sehnsucht nach besseren Zeiten, aber vor allem saudade, die sehr spezielle portugiesische Form des Weltschmerzes - das sind die Zutaten des Fado. Ihm ist der kommende Freitag im Salzhof in Freistadt gewidmet. Gestaltet wird er von Carlos Leitao und seinem Ensemble - sie zählen zu den stimmigsten Interpreten dieses Musikgenres. Auch Sandra Correia gilt mit ihrer bittersüßen Stimme als reinste Verkörperung des Fado - sie wird als special guest auftreten. 7. Nacht des fado am Freitag, 26.Jänner im Salzhof in Freistadt. Matthias Egersdörfer im Kabarett Niedermair Der bayerische Kabarettist Matthias Egersdörfer gibt übermorgen, Donnerstag seine Wien-Premiere im Kabarett Niedermair. Geprägt von den lokalen Eigenheiten des Nürnberger Umlands greift Egersdörfer in seinen Programmen auch immer gern auf prägende Erlebnisse in seiner Kindheit zurück. Matthias Egersdörfers neuestes Programm heißt "Ein Ding der Unmöglichkeit" - auch ein prägender Satz aus seiner Kindheit - und dieses wird er am 25. Jänner um 19.30 Uhr im Kabarett Niedermair zeigen.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Sind wir Science-Fiction? Zukunftssuche in der Vergangenheit (2). Gestaltung: Julia Gindl Zäsur '38 - Flucht in eine andere Sprache. Schriftstellerinnen im Exil (2). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Ausloten der traditionellen Grenzen. 100 Jahre Gottfried von Einem (2). Gestaltung: Gerhard Hafner


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Modern "à la gestern" - oder zeitlos? Zum 100. Geburtstag von Gottfried von Einem. Gestaltung: Johannes Leopold Mayer Er hat die Konfrontationen nicht gescheut; man hat sie ihm demnach nicht erspart. Ob es um die Einbürgerung des Bert Brecht und dessen Verankerung bei den Salzburger Festspielen ging, oder um die Intrigen rund um die Nestroy-Oper "Der Zerrissene". Gottfried von Einem hatte eine harte Haut, aber selbstredend war es die eines sensiblen Künstlers, der angesichts von Verdis "Rigoletto "seine eigene Lautheit und Hochmütigkeit" konstatierten konnte. War seine Musik, war er selbst als Mensch je "modern"? Wenn man dergleichen als Haltung versteht, dann ganz zweifellos; denn nichts war Gottfried von Einem verhasster als ein Angepasstsein an Begriffe wie "konservativ" oder "avantgardistisch". Er schrieb seine Musik aus Liebe zu den Menschen, so wie diese nun einmal sind. Und wenn er ihren Nerv traf, dann war es ihm recht - und noch lieber, wenn er ihr Herz erreichte.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten