Jetzt läuft auf Ö1:

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Ironie und Vorurteil". Zum 200. Todestag von Jane Austen wirft die Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche", Brigitte Schwens-Harrant, einen Blick auf die Werke der Autorin. Gestaltung: Alexandra Mantler Drei oder vier Familien in einem Dorf auf dem Lande, das ist der ideale Romanstoff", schrieb Jane Austen einst. Das klingt vielleicht öd, kann aber ganz schön spannend werden. Vor allem wenn man eine so genaue Wahrnehmung mitbringt und so großartig beschreiben kann wie die 1775 geborene britische Schriftstellerin. An ihrer Literatur scheiden sich die Geister. Sie macht wütend und sie begeistert, ist den einen zu unpolitisch, während andere den so typischen bösen Blick auf die Gesellschaft und die starken Frauengestalten lieben. Austen charakterisiert ihre Figuren, indem sie sie handeln und reden lässt, in witzigen, bissigen und dynamischen Dialogen. Ihr Ton ist humorvoll: Sie karikiert und pointiert und entlarvt äußerst vergnüglich Vorurteile und Stereotype, die keineswegs der Vergangenheit angehören. Vor 200 Jahren, am 18. Juli 1817, ist Jane Austen 41-jährig gestorben, Anlass für eine Wiederentdeckung der Werke dieser bedeutenden Autorin.


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Sommerreprisen "Ella ist die Größte von allen", sagte Bing Crosby über Ella Fitzgerald, und nach wie vor gilt die Musikerin als "First Lady Of Jazz". Ella Fitzgeralds über 60 Jahre währender Karriereweg war einmalig und mit Meilensteinen gepflastert. Neben Millionen verkaufter Schallplatten wurde sie mit 13 Grammys ausgezeichnet und wurde dutzende Mal zur "besten Sängerin" gewählt. 1987 wurde ihr vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan sogar die "National Medal of Art" überreicht. Duke Ellington sagte einmal über sie: "Was ihre Musikalität betrifft, steht Ella außerhalb jeder Kategorie". Wie das scheue Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen zu einer Ikone aufsteigen konnte - und das zu Zeiten, in der Afroamerikaner in den USA noch in eigenen Bussen fahren und in eigenen Lokalen auftreten mussten - das beschreibt der Journalist, Schriftsteller und Jazz-Kenner Johannes Kunz in seinem Buch "Ella Fitzgerald und ihre Zeit". Reich illustriert mit seltenen historischen Aufnahmen. Lebendig wird diese Zeit und die Aura dieser faszinierenden Persönlichkeit durch Gespräche, die der Autor mit Ella Fitzgerald, ihrem Ehemann und Bassisten Ray Brown, ihrem Manager Norman Granz und dem Pianisten Oscar Peterson geführt hat. Im vergangenen April wäre die Jahrhundert-Sängerin 100 Jahre alt geworden.


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Irene Suchy. Erinnerung an Jane Austen, deren Geburtstag sich zum 200. Male jährt und: Von der Gefährlichkeit der Höflichkeit: In einem Sommer in Ossiach fragt Hans Haselböck Gulda nach seinem werten Befinden und dieser antwortet: was geht Sie das an?


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Stoff, der aus Pflanzen gemacht ist. Christina Leitner spricht über die Geschichte natürlicher Textilfasern. Teil 2: Lein, auch Flachs genannt. Gestaltung: Ilse Huber Kleid, Hose und Jacke sind nur ein Teil der Textilien. Auch Segel, Taue und technische Gewebe werden aus Fasern gefertigt. Neben tierischen Haaren wie diverse Wollen stammen Garne und Fäden aus pflanzlichen Organen wie Samen, Stängeln und Holz. Viele Hände waren notwendig, um daraus endlose Fäden zu spinnen. Die Textilkultur hat ein reiches soziales Leben und eine vielfältige Handwerkskunst hervorgebracht. Besonders beim Flachs entwickelte sich ein großes traditionelles Gewerbe. Andere Fasern wie von Hanf oder Brennnessel ergänzten das Angebot. Ursprünglich waren alle Rohstoffe natürlich, doch mit der Nutzung von Erdöl stieg auch die Menge an künstlich erzeugten Fasern. Zwar dominieren synthetische Fasern immer mehr die Mode, dennoch gibt es auch eine Besinnung auf die natürliche Herkunft. Eine Sonderstellung nehmen die sogenannten Regeneratfasern, also Zellulosederivate aus Holz, ein. Sie werden auch "natürliche Kunstfasern" genannt, weil ihr Ausgangsprodukt natürlich ist, ihre Verarbeitung aber künstlich erfolgt. Auf dem Weltmarkt ist nur die Baumwolle mengenmäßig relevant.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Muskelapparat

Was Knochen und Haut zusammenhält (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Sie machen je nach Geschlecht zwischen 30 und 40 Prozent der menschlichen Körpermasse aus - die Muskeln. Ein Muskel - die lateinische Bezeichnung dafür lautet musculus = Mäuschen - ist ein kontraktiles Organ, welches durch die Abfolge von Kontraktion und Relaxation die innere und äußere Struktur des Organismus bewegen kann. Muskeln bringen Bewegung in unseren Körper, ohne sie wäre unser Skelett ein klappriges Knochengerüst. Mit Muskelkraft halten wir unseren Körper aufrecht, laufen wir und tragen Lasten, arbeiten und treiben wir Sport. Weil jeder einzelne Muskel sich nur in einer Richtung zusammenziehen und dadurch Arbeit leisten kann, sind zur Bewegung der Körperteile immer mindestens zwei, oft auch mehrere Muskeln notwendig. Insgesamt besitzt ein gesunder Mensch 656 Muskeln (allein im Gesicht sind 50 von ihnen aktiv) wobei der flächenmäßig größte der Rückenmuskel, und der stärkste der Kaumuskel ist (max. 4000 Newton/cm2). Aber auch der Herzmuskel leistet Enormes, und lässt unser Herz durchschnittlich mehr als 100.000 Mal am Tag schlagen. Jede Muskelfaser stellt eine einzige Zelle dar, die mehrere Kerne hat. Bis zu 30 Zentimeter lang und rund 0,1 Millimeter dick kann eine Muskelfaser werden. Jedoch kann sich eine Muskelzelle nicht teilen, weshalb sie auf natürlichem Wege nie ersetzt werden kann, sollte sie durch beispielsweise einen Unfall verloren gehen. Mehr Muskeln bekommen - das geht eigentlich gar nicht, auch wenn man das oft so sagt. Denn sobald Muskeln trainiert werden, bedeutet dies nur, dass die Muskelfasern dicker werden. Diese Radiokolleg-Reihe beleuchtet nicht nur medizinisches Wissen rund um die Muskulatur, sondern widmet sich u.a. dem Krampf, der Zerrung und dem Muskelkater, und beleuchtet die zahlreich angebotenen Muskelaufbauprogramme, die einerseits auf Präparate schwören und andererseits spezialisierte Trainings für Männer und Frauen anbieten. Nikolaus Scholz hat mit Sportärzten, Orthopäden und Bodybuildern gesprochen, aber auch mit älteren Menschen, die aktiv dazu beitragen, dass ihre Muskulatur elastisch und der Körper fit bleibt.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Verschickt, um zu überleben

Jüdische Kindertransporte nach England 1938/39 (2). Gestaltung: Ute Maurnböck-Mosser Es waren insgesamt rund 10.000 jüdische Mädchen und Buben, die ohne ihre Eltern nach Großbritannien fuhren. Im Gepäck hatten sie das Allernötigste - und Fotos von ihrer Familie, die sie in vielen Fällen nicht mehr wiedersehen sollten. Nach den Novemberpogromen 1938 beschloss die britische Regierung jüdische Kinder aufzunehmen. Bis September 1939 verließen Züge mit Kindern Deutschland, Österreich, Polen und die Tschechoslowakei. Bezahlt wurden der Transport und die Unterkunft allerdings von in Großbritannien lebenden Verwandten oder Freunden der jüdischen Kinder oder von Hilfsorganisationen. Die Schicksale der Kinder verliefen unterschiedlich. Viele fühlten sich von den Eltern im Stich gelassen, andere fühlten sich in der neuen Heimat bald zuhause und konnten mit den eigenen Eltern - so sie diese überhaupt wiedersahen - Jahre später nur schwer wieder eine Beziehung aufbauen. Die Zeit mit den Pflegeeltern prägte alle. Einige Kinder wurden als billige Arbeitskräfte missbraucht, die, die mehr Glück hatten, fanden tatsächlich neue Familien. Nur eines von zehn Kindern fand nach dem Krieg seine Eltern wieder. Die wenigsten kehrten in ihre Heimat zurück, sondern blieben in England oder wanderten in die USA oder nach Israel aus. Bis heute ist allgemein wenig bekannt von den Kindern, die dem Holocaust entgehen konnten. Im Radiokolleg erzählen Überlebende von ihrer Kindheit und Jugend.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Neoklassik

Ein neues Musikgenre, das weder neu, noch Genre ist (2). Gestaltung: Christian Lerch Nils sitzt schüchtern in sich gekehrt mit dem Rücken zum Publikum am Klavier. Er spielt es unverzerrt. Volkers Piano ist mit Bällen und allerlei Plastikkrempel präpariert, Ólafur dagegen spielt seine Konzerte minimalistisch nordisch. Neoklassik, befreundete Männer mittleren Alters machen Instrumentalmusik. Kaum jemand erkennt in den Kompositionen von Nils Frahms, Ólafur Arnalds, Jóhann Jóhannsson oder Hauschka ein kohärentes Musikgenre. Es ist ein Uralttrend, der von London und insbesondere von Berlin aus musikalische Crossover-Wellen schlägt von Clubs in die Konzerthäuser, auf Soundtracks von Hollywoodfilmen gepresst. Ein pastellener Gefühltransporteur für die erkalteten Seelen der urbanen Mittelschicht? Neoklassik trifft eine Ästhetik und den Zeitnerv und ist damit so erfolgreich, wie kaum eine andere zeitgenössische Instrumentalmusik.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Tragisches Tenor-Schicksal: Erinnerungen an Jerry Hadley Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Gaetano Donizetti, Giacomo Puccini, u.a. Gestaltung: Robert Fontane Strahlende Höhen, vereint mit geschmeidigem Timbre, dabei doch kraftvoll und viril - einer Stimme, die diese Tugenden vereint, begegnet man nur selten im täglichen Musikbetrieb. Der amerikanische Tenor Jerry Hadley verfügte über so eine Stimme, mit der er sich in der obersten Liga der Opern- und Konzertsänger positioniert hat. Nach seinem New Yorker Debüt als Arturo in Donizettis "Lucia di Lammermoor" war er zunächst nur auf Rollen des Mozart- und Belcantofachs abonniert. Nachdem er aber an der Metropolitan Opera als Des Grieux in Puccinis "Manon Lescaut" eingesprungen ist, hat er sich bald auch dieses Repertoire erschlossen. Spätestens seit Leonard Bernsteins legendärer CD-Aufnahme von Puccinis "La Bohème" war er auch in Europa bekannt und beliebt, was ihm bald Auftritte an den wichtigsten Opernhäusern der Welt ermöglichte. Aber wie viele andere, bedeutende Künstlerpersönlichkeiten war Jerry Hadley von Selbstzweifeln und Depressionen geplagt, und so nahm sein Leben am 18. Juli 2007 allzu früh ein tragisches Ende.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Glück". Von Zsuzsa Bánk. Es liest Eleonore Bürcher. Gestaltung: Martin Sailer Auf der Suche nach dem Glück sind zwei Frauen eine Beziehung eingegangen. Lebenskünstlerin die eine, Journalistin die andere. Kann ihr Glück überdauern? Schon bald zeigen sich erste Risse an der Wand ihrer Zuneigung. Und da wird sie unumgänglich: Die Frage, was "Glück" eigentlich ist. Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung, Glück und Unglück - diese Motive tauchen immer wieder auf in den Arbeiten von Zsuzsa Bánk, die als Kind ungarischer Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kam, wo sie seither lebt. Für ihr Werk ist sie vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Deutschen und dem Adalbert von Chamisso-Preis.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. "Vivaldi pur!" beim Carinthischen Sommer 2017 2. Europäisches Forum Alpbach: "Konflikt Kooperation" 3. Harpomania - Konzertreigen bei Glatt und Verkehrt 1. "Nicht genug geküsst" - das ist das Motto des diesjährigen Carinthischen Sommers, der vom 16. Juli bis 26. August rund um Villach und Ossiach stattfindet. Auf dem Programm stehen zahlreiche Klassik-, Jazz- und Crossover-Konzerte, unter anderem ein Auftritt des Ensembles Castor am 22. Juli. Die oberösterreichische Kammermusikformation widmet sich einen Abend lang dem "Prete Rosso" Antonio Vivaldi. Unter dem Titel "Die anderen Jahreszeiten" stellen der Violinist Enrico Onofri und das 2010 gegründete Originalklangensemble Konzerte und Arien von Vivaldi neben seine berühmten 4 Jahreszeiten. Es singt die kanadische Mezzosopranistin Mireille Lebel. Das Ensemble Castor beim Carinthischen Sommer am 22. Juli um 20 Uhr in der Stiftskirche Ossiach. 2. Die Friedensordnung der Nachkriegszeit endet. Die Macht verteilt sich neu. Welche Konsequenzen damit verbunden sind und wie sich das auf die unterschiedlichen Lebensbereiche auswirkt - das analysiert man im Rahmen des diesjährigen Europäischen Forum Alpbach. Die interdisziplinäre Plattform für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur findet in diesem Jahr vom 16. August bis zum 1. September statt. Das Spannungsfeld zwischen "Konflikt Kooperation" wird in diesen 17 Tagen beleuchtet. Details zum Europäischen Forum Alpbach finden Sie unter www.alpbach.org 3. Das Festival Glatt Verkehrt in der Wachau ist schon in vollem Gange - und es bietet dem Publikum auch heuer wieder eine feine Auswahl an Musik aus aller . Am 27. Juli wird unter dem Motto "Harpomania" die Harfe in unterschiedlichen Formen und vielfältigen musikalischen Texturen präsentiert. Das sogenannte AKA Trio, ein Drei-Länder-Ensemble mit Sitz in London, eröffnet den Thementag. Seckou Keita, ein Meister auf der westafrikanischen Kora, der italienische Gitarrist Antonio Forcione und schließlich der Schlagwerker aus Sao Paulo Adriano Adewale huldigen mit ihrem Konzert jenem Instrument, das mindestens seit den Tagen König Davids von sich reden macht - der Harfe. Nach dem AKA Trio kommt das hochvirtuose Jazz-Duo Edmar Castaneda Hiromi Uehara /Klavier und Harfe bevor dann die äthiopische Band Fendika aufspielt. "Harpomania" - im Rahmen von "Gat t Verkehrt" am Donnerstag, den 27. Juli, bei den Winzern Krems, Sandgrube 13.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Mirjam Jessa


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

36. Kammermusikfest Lockenhaus 2017

Nicolas Altstaedt und Freunde. "Chronos" - "Kairos" oder die Vermessung des Unermesslichen. Musik im Lauf der Zeit - himmlisch der Länge nach auf den Punkt gebracht (aufgenommen vom 6. bis 15. Juli auf der Burg Lockenhaus). Präsentation: Gerhard Krammer Kammermusik in verschiedensten Besetzungen stellt Nicolas Altstedt beim diesjährigen Festival im burgenländischen Lockenhaus unter das Motto "Chronos und Kairos." In Luigi Boccherinis Streichquintett F-Dur musizierte der Intendant selbst am Cello gemeinsam mit musikalischen Wegbegleiter. Weiters zu hören sind Werke von Franz Schubert, Johann Sebastian Bach und Pjotr Tschaikowsky.


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Im Rahmen des MOMENT-Schwerpunkts "Wege": Wer auf geheimen Wegen unterwegs ist und wie sie verschwinden "Hier hinter dem Haus ist er losgegangen, in der Nacht über die Berge in die Schweiz", erinnert sich der Tiroler Egon Zangerl an seinen Vater, den "Schmugglerkönig vom Paznaun". Auf verborgenen Pfaden stiegen die Schmuggler auf die Berge und in das zollfreie Samnaun, sie holten Kaffee, Saccharin, Tabak. Für die Wilderer, die bis in die Nachkriegszeit die Wälder im südlichen Oberösterreich durchstreiften, war ein versteckter Weg wichtig, um auf ihrer Pirsch nicht vom Jäger erwischt zu werden. Gestaltung: Lukas Tremetsberger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Volle Kraft voraus auf der Donau! Rudi in der Motorzille. Rudi ist quietschvergnügt. Diese Woche macht er mit dem Tonmeister Urlaub an der Donau in der Nähe der Schlögener Schlinge in Oberösterreich. Der Radiohund verbringt die meiste Zeit am Ufer und beobachtet den vorbeifließenden Strom. Eigentlich will er nie wieder durch die stickigen Straßen der Stadt zu Pfote gehen, wenn er doch nur ein Boot hätte, denkt sich Rudi. Plötzlich fahren Zweibeiner in einem Holzboot vorbei. Neugierig verfolgt der Hund das Boot vom Ufer aus, bis zu einer kleinen Schiffsanlege mit der Aufschrift "Witti's Motorzillen". Anton Witti: "Zille ist ein Begriff aus dem oberen Donautal. Das ist ein Boot mit flachem Boden, das ursprünglich für Arbeitszwecke gebaut wurde. Und früher gab es viele Schotterstrände an der Donau, dort konnte man ohne Probleme ans Ufer fahren. Man brauchte keine Steganlage. Da fährt man einfach zum Schotterboden hin und zieht die Zille ein bisschen raus und kann schon landen." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Mein Körper ist eine Klangfabrik. Henri Chopin - ein Pionier der akustischen Poesie. Feature von Eva Roither 2005 sitzt Im Wiener Jazzclub Porgy Bess ein kleiner, in sich zusammengesunkener alter Mann in der ersten Reihe. Neben seinem Sitzplatz - sein hellroter Rollstuhl. Er raucht, hustet und trinkt Rotwein. Er ist entzückt über die Moderatorin, die auf der Bühne über ihn spricht. "Ahh, soo fonnie, it's soo fonnie", sagt der 82-jährige Franzose in seinem "barbarian-english", für das er sich immer wieder entschuldigt. Es ist einer der letzten Auftritte des 2008 gestorbenen Autors der Konkreten Poesie. Unter lang anhaltendem Applaus und gestützt von zwei Begleitern wird Henri Chopin, auf die Bühne geführt. Dann startet das Tonband: ein rhythmisches Klopfen tönt aus dem Lautsprecher, ein durchdringendes Rauschen, Atmen, Schmatzen und Gurgeln, das den Boden im Saal zum Vibrieren bringt. Henri Chopin steckt sich das Mikrofon in den Mund, schnalzt mit der Zunge, pfeift und ruft: "La vie, la vie. La seule valeur" - Das Leben, das Leben, das einzige, was zählt ... Im Paris der 1950er Jahre hat er als Mitglied der "Poètes Sonores" die Schriftkultur für beendet erklärt. Henri Chopin ist der erste, der mit den Mitteln des Tonbandgerätes, des Magnetbandes und des Mikrofons sogenannte "Audio-Poeme" entwickelt und den Körper als tönendes Instrument eingesetzt hat. Rund 80 CDs und Schallplatten zählen zu seinem ?uvre. Ein Porträt des "konsequentesten Künstlers des vergangenen Jahrhunderts" (Christian Ide Hintze). Im Anschluss: Musik bis 16.55 Uhr ausgewählt von Alfred Koch


16.55 Uhr

 

 

Das Ö1 Musiklexikon

Ratsche mit Maria Walcher Redaktion: Irene Suchy und Hans Georg Nicklaus


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Soweto, Soul und Son In den nächsten Wochen gibt es auf Österreichs Sommerfestivals Bands aus dem südlichen Afrika, Kuba, sowie viel heimische Ensemble zu erleben. Die Veranstaltungsorte sind denkbar unteschiedlich, vom Vorarlberger Kammgarn und dem Innsbrucker Treibhaus über die "halle 2" in Scheibbs bis zu Minimundus in Kärnten?


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Von der Erdscheibe bis zum expandierenden Kosmos. Zur Geschichte unseres astronomischen Weltbildes. Mit Franz Kerschbaum, Institut für Astrophysik, Universität Wien. Gestaltung: Robert Weichinger Es ist eine lange Geschichte des Forschens, der Vermutungen und dem an die Grenzen unserer Vorstellungskraft gelangen, ausgelöst durch die drängende Frage: welchen Platz nehmen wir im Kosmos ein? Schon antike Denker verabschiedeten sich vom Bild der Erde als Scheibe. Der endgültige Wandel vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild stand am Beginn der Neuzeit. Als nächstes wurde klar, dass die nächtlich leuchtenden Sterne Sonnen in unvorstellbar weiter Entfernung sind und dass unser Sonnensystem nur ein winziger, abgelegener Teil einer Galaxie ist, unserer Milchstraße. Und auch diese Milchstraße ist nicht alles, nein, hunderte Milliarden weitere existieren im Universum. Heute wissen wir, dass unser Universum dereinst einen Anfang hatte, vor etwa 13,7 Milliarden Jahren und - aus Sicht der Astrophysiker/innen - somit noch relativ jung ist. Die Geschichte unseres astronomischen Weltbilds beschränkt sich nicht auf astrophysikalische und astronomische Forschungen, sie ist ebenso eng mit den Grundfragen der Philosophie verknüpft: Woher kommen wir, und wohin gehen wir?


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Sie ist berühmt für ihre Romane "Verstand und Gefühl", "Stolz und Vorurteil" und "Emma": Jane Austen, deren Todestag sich am 18. Juli zum 200. Mal jährt. - Gestaltung: Stephanie Pieper Die Hauptfiguren in Jane Austens humorvollen Büchern sind starke Frauencharaktere, die ihren Weg im Leben suchen. Mit feiner Ironie skizziert sie auch die englische Klassengesellschaft des frühen 19. Jahrhunderts. Ihre Bücher wurden und werden noch immer erfolgreich für Film und Fernsehen adaptiert - und das Porträt der englischen Schriftstellerin wird von diesem Sommer an die neue 10-Pfund-Note schmücken. Jane Austen lebte in einer der schönsten Ecken Südenglands und hat in ihren Romanen auch die dortige Landschaft verewigt.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Gaudete! Von Martin Haidinger In Carnuntum, der Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien, ging es vor zwei Jahrtausenden lustiger zu, als bisher gedacht. Brot und Spiele machten die beim heutigen Petronell - östlich von Wien - gelegene Metropole zu einer regelrechten Partymeile der Antike. Aktuelle Untersuchungen ergeben ein sinnenfreudigeres Bild vom Alltag in Carnuntum. Archäolog/innen haben einen ganzen Stadtbezirk mit Bäckereien, Tavernen und Geschäften gefunden - ohne einen einzigen Spatenstich, mit hochauflösenden Magnetometern und Bodenradarsystemen. Unter der späteren Stadtmauer spürte das Radarsystem auch die Überreste eines Amphitheaters auf. Es lag am Kreuzungspunkt der Straße entlang des Donaulimes und der direkten Verbindung nach Rom. Damit kann der frühen Geschichte des römischen Carnuntum ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden, das die Bedeutung von Brot und Spielen auch am Rand des Römischen Reichs deutlich macht.


19.30 Uhr

 

 

styriarte 2017

(I) Benjamin Schmid, Violine; Markus Schirmer, Klavier. Franz Schubert: a) Violinsonaten a-Moll D 385 und D-Dur D 384; b) Rondo für Violine und Klavier h-Moll D 895, "Rondeau brillant"; c) Violinsonate A-Dur D 574, "Grand Duo" * (II) Giora Feidman, Klarinette; Gitanes Blondes. Very Klezmer. Musik zu einer jüdischen Hochzeit (aufgenommen am 10. Juli bzw. 27. Juni in der Helmut-List-Halle in Graz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger (I) Seine Schulzeugnisse beweisen es: Franz Schubert hatte im Klavierspielen und auf der Geige immer eine ?1?. Leider nur selten führte er seine beiden Instrumente in Sonaten zusammen ? in selig singenden, tänzerisch schwingenden Duos von so unaufdringlicher Schönheit, dass man sie posthum zu ?Sonatinen? degradierte. Benjamin Schmid und Markus Schirmer reinigen diese Perlen der Sonatenkunst vom Firnis der Geigenstunde. Danach wagen sie sich an die wilden Tanzrhythmen im ?Grand Duo? Schuberts und an die ungarischen Tänze im h-Moll-Rondo von 1827. (II) Im März 2016 wurde er 80 Jahre alt, doch sein Nimbus ist ungebrochen: Wo immer Giora Feidman seine sanften Klarinettentöne durch den Raum schweben lässt, zieht er das Publikum in seinen Bann. Zum ?King of Klezmer? wurde der geborene Argentinier 1995 durch die Filmmusik zu ?Schindlers Liste?. Schon sein Vater, Großvater und Urgroßvater spielten zu jüdischen Hochzeiten und zur Bar-Mitzwa auf ? in ihrer Heimat Bessarabien am Schwarzen Meer. Seit 2010 entwickelt Feidman mit den Gitanes Blondes aus München Klezmer-Programme. (Text: styriarte)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. "Vivaldi pur!" beim Carinthischen Sommer 2017 2. Europäisches Forum Alpbach: "Konflikt Kooperation" 3. Harpomania - Konzertreigen bei Glatt und Verkehrt 1. "Nicht genug geküsst" - das ist das Motto des diesjährigen Carinthischen Sommers, der vom 16. Juli bis 26. August rund um Villach und Ossiach stattfindet. Auf dem Programm stehen zahlreiche Klassik-, Jazz- und Crossover-Konzerte, unter anderem ein Auftritt des Ensembles Castor am 22. Juli. Die oberösterreichische Kammermusikformation widmet sich einen Abend lang dem "Prete Rosso" Antonio Vivaldi. Unter dem Titel "Die anderen Jahreszeiten" stellen der Violinist Enrico Onofri und das 2010 gegründete Originalklangensemble Konzerte und Arien von Vivaldi neben seine berühmten 4 Jahreszeiten. Es singt die kanadische Mezzosopranistin Mireille Lebel. Das Ensemble Castor beim Carinthischen Sommer am 22. Juli um 20 Uhr in der Stiftskirche Ossiach. 2. Die Friedensordnung der Nachkriegszeit endet. Die Macht verteilt sich neu. Welche Konsequenzen damit verbunden sind und wie sich das auf die unterschiedlichen Lebensbereiche auswirkt - das analysiert man im Rahmen des diesjährigen Europäischen Forum Alpbach. Die interdisziplinäre Plattform für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur findet in diesem Jahr vom 16. August bis zum 1. September statt. Das Spannungsfeld zwischen "Konflikt Kooperation" wird in diesen 17 Tagen beleuchtet. Details zum Europäischen Forum Alpbach finden Sie unter www.alpbach.org 3. Das Festival Glatt Verkehrt in der Wachau ist schon in vollem Gange - und es bietet dem Publikum auch heuer wieder eine feine Auswahl an Musik aus aller . Am 27. Juli wird unter dem Motto "Harpomania" die Harfe in unterschiedlichen Formen und vielfältigen musikalischen Texturen präsentiert. Das sogenannte AKA Trio, ein Drei-Länder-Ensemble mit Sitz in London, eröffnet den Thementag. Seckou Keita, ein Meister auf der westafrikanischen Kora, der italienische Gitarrist Antonio Forcione und schließlich der Schlagwerker aus Sao Paulo Adriano Adewale huldigen mit ihrem Konzert jenem Instrument, das mindestens seit den Tagen König Davids von sich reden macht - der Harfe. Nach dem AKA Trio kommt das hochvirtuose Jazz-Duo Edmar Castaneda Hiromi Uehara /Klavier und Harfe bevor dann die äthiopische Band Fendika aufspielt. "Harpomania" - im Rahmen von "Gat t Verkehrt" am Donnerstag, den 27. Juli, bei den Winzern Krems, Sandgrube 13.



22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Der Muskelapparat. Was Knochen und Haut zusammenhält (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Verschickt, um zu überleben. Jüdische Kindertransporte nach England 1938/39 (2). Gestaltung: Ute Maurnböck-Mosser Neoklassik. Ein neues Musikgenres, das weder neu, noch Genre ist (2). Gestaltung: Christian Lerch


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Die Salzburger "Jedermann"-Vertonungen. Eine Werkschau. Gestaltung: Irene Suchy Heuer wird es bei den Salzburger Festspielen zur Neuinszenierung des "Jedermann" durch Michael Sturminger auch neue Theatermusik geben, komponiert von Mathias Rüegg. Eine gute Gelegenheit, die Musik vergangener Produktionen Revue passieren zu lassen: von Werner Pirchner und Julian Crouch, Joseph Messner, Gerhard Wimberger und Paul Angerer.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten