Jetzt läuft auf Ö1:

Leporello

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Sechs Tage - sechs Rufe" - Über die "Flugblätter der weißen Rose". Hubert Gaisbauer, Publizist, erinnert an die Geschwister Scholl, Christoph Probst und Alexander Schmorell und ihre Flugblätter, in denen sie 1942 zum Widerstand aufriefen und dafür hingerichtet wurden. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Flugblätter der weißen Rose", so waren die ersten vier Aufrufe überschrieben, die eine Gruppe deutscher Studenten und Studentinnen in den Monaten Mai und Juni 1942 verfasste und verbreitete. Das erste Flugblatt beginnt mit den Worten: "Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ,regieren' zu lassen." Es gipfelt im Aufruf, passiven Widerstand zu leisten. Und dafür sind sie gestorben, Hans und Sophie Scholl und ihre Freunde. Vor 75 Jahren. Beim Verteilen des sechsten Flugblatts am 18. Februar 1943 im Lichthof der Universität München wurden sie verhaftet. Vier Tage später verhängte der Volksgerichtshof gegen die Geschwister Scholl und Christoph Probst die Todesstrafe, die noch am selben Tag vollstreckt wurde. Ihr Freund Alexander Schmorell, Mitakteur und Mitverfasser der Flugblätter, war orthodoxer Christ. Er wurde verraten, verurteilt und im Juli 1943 hingerichtet. Seine Kirche hat ihn als Märtyrer heiliggesprochen. Die ersten vier Blätter richteten sich an Schriftsteller, Professoren und Buchhändler aus München und Umgebung, aber auch an ihren Freundeskreis und Mitstudierende. Die Zielgruppe war bewusst gewählt. Ein Aufruf an die Intelligenz. Bereits das zweite Flugblatt berichtete über die Ermordung von 300.000 polnischen Juden und Jüdinnen. Im vierten Flugblatt findet sich eine lange Zitatencollage aus der Rede des Dichters Novalis "Das Christentum oder Europa". Im fünften heißt es unter anderem: "Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!" Allein in den letzten beiden Flugblättern ist zehnmal von der Besinnung auf den Geist Europas die Rede, vom Aufwecken der Seele, von der Notwendigkeit großzügiger Zusammenarbeit der europäischen Völker, vom Trugbild einer alles beherrschenden Wirtschaft. Freiheit der Rede, Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten, das sind die Grundlagen des neuen Europa.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Nadja Kayali. Kindische Briefe von Antonin Dvorak und seinem Verleger Simrock, Giulio Caccinis musikalische Tränen, wie Joseph Bodin de Boismortier das Pariser Lebensgefühl um 1720 einfing und wie aus dem Italiener Guiseppe Guttoveggio der Amerikaner Paul Creston wurde. Giulio Caccini (1551-1618) war ein Wegbereiter der Oper und hat eines der ersten bedeutenden Gesanglehrbücher geschrieben: "Le Nuove Musiche". Darin findet sich auch die Arie eines unglücklich Liebenden, der von seinem Herzeleid erzählt und von den vielen Pfeilen, die die Seele verwundet haben.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Botaniker Jürg Schönenberger spricht über das Aussehen der ersten Blüten vor 140 Millionen Jahren. Teil 3: Überraschung und Wahrscheinlichkeiten Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Urblüte ist der letzte gemeinsame Vorfahre der heutigen Blütenpflanzen. Mindestens 300.000 verschiedenen Blütenpflanzen gibt es. Diese Gewächse bilden somit die mit Abstand größte Gruppe im Reich der Botanik. Sie gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Wie haben die Blüten dieses Vorfahren ausgesehen, und wie hat sich die heutige Vielfalt von Blüten entwickelt? Blüten sind für die Bestäubung wichtig. Botaniker unterscheiden genau die Begriffe "Blumen" und "Blüten". Für sie bezeichnet "Blume" die bestäubungsbiologische Einheit einer Blütenpflanze. Eine Blüte kann durchaus aus mehreren Blumen bestehen. Die ersten Blütenpflanzen sind vor 140 Millionen Jahren entstanden, in der Kreidezeit, zur Zeit der Dinosaurier. Kronblätter machen die Blüte farblich attraktiv, Staubblätter und Fruchtblätter sind die männlichen und weiblichen Organe. Die beiden Geschlechter sind in einer Blüte vorhanden. Das war auch bei der Urblüte so. Um herauszufinden, wie sie ausgesehen hat, brauchen Botaniker einen Stammbaum und eine Datenbank mit möglichst vielen Blüten und ihren Merkmalen. Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Merkmale können die Forscher nun schrittweise in der Zeit zurückgehen. Die Urblüte war relativ klein, zweigeschlechtlich und hatte eine Blütenhülle, in der die Organe in Dreierkreisen angeordnet waren. Duft und Farbe können nicht rekonstruiert werden, weil diese Merkmale heute extrem verschieden sind und auf keinen gemeinsamen Vorfahren schließen lassen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Verzeihen und Versöhnen

Wie mit Verletzungen weiter leben? (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Ob im familiären Zwist oder in der Auseinandersetzung mit Vorgesetzten: abwertende Worte kränken. Werden Menschen benachteiligt, ausgeschlossen, missachtet, ignoriert, führt das zu Verletzungen. Ihr Selbstwert wird in Frage gestellt. Die Antwort darauf können Wut und Hass sein, depressiver Rückzug oder Selbstzerstörung. Massive Übergriffe stürzen Menschen in tiefe Verzweiflung. Doch wie lassen sich diese Wunden bearbeiten? Das, was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Dieses zu akzeptieren ist ein erster Schritt aus der Lebenskrise. In kriegerischen Auseinandersetzungen erleben Menschen Grausamkeiten, sie werden Zeugen von Mord und Zerstörung. Das erschüttert ein Grundvertrauen in die menschliche Gemeinschaft. Die Antwort darauf ist oft neuerlich Gewalt. Um einen Bürgerkrieg zu verhindern, ging 1995 in Südafrika Nelson Mandela einen anderen Weg. Er gründete den Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung. Jeder, der ein Kriegsverbrechen begangen hatte, sollte von diesem Ausschuss begnadigt werden, wenn er sein Vergehen mit lückenloser Offenheit bekannte, und zwar im Angesicht der Hinterbliebenen und Opfer. Die Opfer sollen nicht vergessen, doch sie können vergeben, war Nelson Mandelas Überzeugung. Widerfährt ihnen damit Gerechtigkeit? In den Haag wurde vom UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien das vorläufig letzte Urteil gesprochen. Kriegsverbrecher wurden angeklagt und für schuldig gesprochen. Doch für die Menschen ist der Krieg noch allgegenwärtig. Das Zentrum für gewaltfreie Aktion versucht einen Versöhnungsprozess voranzutreiben. Die Voraussetzung dafür ist Verzeihen. "Täter und Opfer müssen einander als menschliche Wesen erkennen," erklärt die Südafrikanische Psychologin Pumla Gobondo-Madikizela. Sie hat im Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung mitgearbeitet. Begleitet wird dieser Prozess von großer Trauer über das, was geschehen und nicht zu ändern ist. Ein Gefühl, das uns mit der Wirklichkeit versöhnen kann.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Bregenzerwald

Transformationen einer Talschaft (3). Gestaltung: Thomas Mießgang "In der guten alten Zeit hatte im Bregenzerwald wohl jedes Dorf und jedes Dörflein seine Linde, sein sogenanntes Kaufhaus oder sonst einen öffentlichen Platz, wo nicht nur die Jugend sich versammelt zu Spiel und Tanz, sondern wo auch die ernsteren Väter oft und gerne ihre Schätze von Lebensweisheit zum Nutzen und Frommen aller öffneten". So schrieb im 19. Jahrhundert Franz Michael Felder, Bauer, Sozialreformer und bis heute der berühmteste Schriftsteller, den der Bregenzerwald hervorgebracht hat. Doch das beschauliche, das er hier in knappen Worten schraffiert, war schon damals eher Wunsch als Wirklichkeit. Felder, der bereits im Alter von 29 Jahren an Tuberkulose starb, nutzte sein kurzes Leben neben der Produktion von Literatur vor allem dazu, gewerkschaftsähnliche Strukturen zu schaffen und die lokalen Käsebarone zu bekämpfen, die die Bauern ausplünderten. Die Käseproduktion, heute in der KäseStrasse, einem Zusammenschluss lokaler Molkereibetriebe organisiert, ist immer noch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Bregenzerwald, der noch bis vor wenigen Jahrzehnten kleinlandwirtschaftlich geprägt war. Doch seit einiger Zeit finden hier, wie auch in anderen ländlichen Gegenden, grundlegende gesellschaftliche und ökonomische Transformationen statt. Das Bregenzerwälder Handwerk, das einen international ausstrahlenden guten Ruf geniesst, hat sich im Rahmen des Werkraumes Andelsbuch zusammengeschlossen und verfügt über ein spektakuläres Gebäude des Stararchitekten Peter Zumthor, das als Showroom, als Konferenz- und Begegnungsort dient, aber auch als Marketing-Plattform, die ein lokales Qualitätsprodukt international vermarkten soll. Und seit den 1970er Jahren gibt es auch das Phänomen der Bregenzerwälder Architektur: Erst wurden lokale Holzbautraditionen in kleinem Stil auf lokaler Ebene revolutioniert, erläutert der international tätige Architekt Bernardo Bader, dann passierten Maßstabssprünge: "Plötzlich wurde es möglich, Hochhäuser in Holzbauweise zu errichten". Der Bregenzerwald hat die Transformation von einem landwirtschaftlichen Gebiet in eine Region, in der Traktor, Technologie und Tourismus eine synergetische Verbindung eingehen, vollzogen. Bei noch überwiegend intakter Landschaft und unter weitgehendem Verzicht auf die Betonburgen eines eskalierenden Massentourismus bündelt eine neue Generation von Handwerkern, Architekten, Gastronomen, Kulturveranstaltern, Touristikern und innovativen Landwirten alles, was an Traditionsbestand und Innovationspotential da ist, zu einem integralen Narrativ. Einer großen Erzählung, in der Geschichte und Gegenwart, das Ländliche und das Urbane, der Laptop und die Lederhose zu einer Hybridgesellschaft zusammenwachsen, die vielleicht Modellcharakter für andere vermeintlich rückständige Regionen haben kann. "Meor ehrod das Ault, und grüssed das Nü." schrieb einst der Bregenzerwälder Mundartdichter Gebhard Wölfle: "Wir ehren das Alte und begrüssen das Neue".


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Come on, Generals!

Der Soundtrack der Anti-Kriegs-Proteste 1968 (3). Gestaltung: Maria Reininger Dem Folksänger Country Joe Mc Donald konnte es nicht laut genug sein, wenn das Publikum seinen I-Feel-Like-I'm-Fixin'-to-Die Rag mit der Zeile "What are we fightin' for?" unterstützte. Come on Generals, eure Chance ist gekommen, war seine Ironisierung des Kriegs gegen die Vietkong. Der Vietnamkrieg war der erste, der per Radio in jedes westliche Wohnzimmer kam. Und es war der Krieg, der von Protesten und Protestsongs zu Ende gebracht wurde. Erst jüngst wurden mehr als 330 Songs über den Vietnamkrieg aus den Jahren zwischen 1961 und 2008 in einer neuen Edition zusammengetragen. 1968 ist das Jahr, in dem die Proteste in den USA zunehmend Gehör fanden - im doppelten Wortsinn. In Chicago wurden demonstrierende Vietnamkriegsgegner niedergeschlagen. Der bereits Monate zuvor von den Demokraten als US-Präsidentschaftskandidat erwogene Robert Kennedy, Gegner des Vietnamkriegs, wurde während der Vorwahlen ermordet. 1968 ist auch das Jahr, in dem die Antivietnamkriegsbewegung nach Europa kam. Das Radiokolleg geht den Songs des Jahres 1968 nach, in dem nach wie vor Tom Paxtons "What did you learn in school today" gesungen wurde, in dem Eric Burdon The Animals "You never reach the sky" formulierten und in dem The Doors mit ihrem "Unknown soldier" die Sinnlosigkeit des Vietnamkriegs besangen. Außerdem widmet sich das Radiokolleg den vielen Songs, die sowohl Woodstock im Jahr darauf als auch die Antikriegsdemos bis zum Rückzug aus dem Vietnam beschallten, und den musikalischen Verarbeitungen des Vietnamkriegs in den Jahrzehnten danach.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. "Douceur française" Charles Gounod: Streichquartett A-Dur (Quatuor Danel) Gounod war auch der Komponist unterschiedlich erfolgreicher Opern. Aber fast zwei Drittel des ?uvres sind Werke der Kirchen- und Kammermusik. In diesen kommen des Komponisten satztechnische Künste vorteilhaft zur Geltung. Sein A-Dur Quartett zeichnet sich zudem durch melodische Erfindung voller französischer "Süßigkeit" aus.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Der Komponist" von Judy Budnitz. Übersetzt von Brigitte Heinrich. Es liest Michou Friesz. Gestaltung: Roland Knie. Präsentation: Nicole Dietrich. Musikverstopfung ist eine extrem seltene Todesursache - glaubten auch die Pathologen, ehe sie den Leichnam des Komponisten öffneten, der den Tod der mütterlichen Harmonien und Musikströme nicht verwinden und den nervtötenden Rhythmus seines eigenen Herzschlagers, nicht mehr ertragen konnte ...


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

BBC Symphony Orchestra, Dirigent: Martyn Brabbins; BBC Symphony Chorus; Elisabeth Llewellyn, Sopran; Marcus Farnsworth, Bariton. Ralph Vaughan Williams: Symphony Nr. 1 "A Sea Symphony" für Sopran, Bariton, Chor und Orchester (aufgenommen am 13. Oktober 2017 in der Barbican Hall, London). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

Ein Brikett reicht für die Nacht. Vom selten gewordenen Heizen mit Kohle, Koks und Briketts Gehörte es vor einigen Jahrzehnten zum Alltag, jeden Morgen den Kohlekübel vom Keller in die Wohnung zu tragen, ist das heute zur Seltenheit geworden. Nur noch wenige Menschen heizen mit Kohle, Koks oder Briketts. Die überwiegende Mehrheit der Wohnungen wird zentral oder mit Fernwärme gewärmt. Die verbliebenen Kohlehändler erweitern ihr Angebot - sie liefern auch Brennholz für Kachelöfen und Kamine und spüren den Preisdruck durch die Konkurrenz von Baumärkten. Ein Porträt eines aussterbenden Geschäfts und ihrer Kunden. Gestaltung: Johanna Steiner Wort der Woche: Lukas Tremetsberger Momwnt-Echo: Jakob Fessler


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

"Koko und der weiße Vogel". Rudi im Figurentheater Lilarum. Tony Terrier hat Geburtstag und lädt Rudi und Kater ins Theater. Sie sind sehr aufgeregt und lassen sich vor Beginn des Stückes noch schnell von Tony erklären, worum es geht. Das Stück heißt "Koko und der weiße Vogel" und handelt von einem Bären, der Suche nach einer Blume und einer Eidechse, die einen Vogel im Käfig gefangen hält. Der österreichische Kinderbuchautor Erwin Moser hat das gleichnamige Bilderbuch dazu geschrieben. Gespannt sitzen alle drei im Figurentheater Lilarum in Wien und warten darauf, dass sich der Vorhang öffnet... Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Alle Menschen san ma z'wida. Kurt Sowinetz und seine (nicht nur) bösen Lieder. Er hatte viele Talente. Seine eigentliche Liebe galt dem Zeichnen, Malen und Bildhauern. Aber Kurt Sowinetz, Sohn eines Hausmeisterehepaars aus Ottakring, wurde Schauspieler. Er war erst 16 als er am Theater in Fürth debütierte. Seit 1955 spielte er an den großen Wiener Bühnen, am Volkstheater, an der Josefstadt und an der Burg. Er gründete mit Helmut Qualtinger und Walter Kohut ein Kabarett-Trio und wurde schließlich durch seine musikalischen Talente populärer denn je. Sein größter Hit war seine Beethoven-Persiflage "Alle Menschen san ma z'wida". Aber er veröffentliche insgesamt zwölf Tonträger mit kritischen Schlagern, Moritaten, Couplets, Schrammelliedern, Kabarettliedern. Am nächsten Montag wäre der am 28. Jänner 1991 verstorbene Kammerschauspieler und Sänger Kurt Sowinetz 90 Jahre alt geworden.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Victor Adler. Mit Wolfgang Maderthaner, Historiker und Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Geboren wurde Victor Adler 1852 in Prag, doch schon als Kleinkind übersiedelte er mit seiner Familie nach Wien. Sein Vater war ein wohlhabender jüdischer Geschäftsmann. Victor, das älteste von fünf Kindern, entschied sich für den Beruf des Mediziners. Er führte in den 1880er-Jahren eine Praxis als Armenarzt an seiner Wohnadresse, der Berggasse im Wiener Alsergrund. Politisch stand Victor Adler zunächst den Deutschnationalen nahe, er war Mitglied der Burschenschaft "Arminia Wien". Erst später schloss er sich der Arbeiterbewegung an und gründete 1886 die Wochenzeitung "Gleichheit" und 1889 die "Arbeiterzeitung". Für die Zeitungen und für seine politische Arbeit opferte er sein gesamtes Familienerbe. Er schrieb aufsehenerregende Reportagen über das soziale Elend der Ziegelarbeiter am Wienerberg, er kämpfte für Demokratie, für das allgemeine Wahlrecht und soziale Reformen. Mehrmals wurde er wegen seiner politischen Arbeit inhaftiert. Victor Adler ist der Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und wurde Staatssekretär des Äußeren in der ersten Staatsregierung unter Karl Renner. Die Erste Republik erlebte er allerdings de facto nicht mehr: einen Tag vor der Proklamation der demokratischen Republik Deutsch-Österreich, am 11. November 1918, verstarb Victor Adler.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Tomaten auf Weltraummission Von Anneke Meyer Unendliche Weiten - und weit und breit nichts zu essen: Wer in den Weltraum vorstoßen will, muss also das Verpflegungsproblem lösen. Auf der Erde liefern Pflanzen, was wir zum Leben brauchen. Im All sieht das anders aus. Noch liefern Versorgungsshuttles regelmäßig Essen auf die ISS: Hauptsächlich Covenience-Food, vorgekocht, thermostabilisiert oder gefriergetrocknet. Hochgerechnet auf eine zweijährige Marsmission hieße das für eine sechsköpfige Mannschaft über sieben Tonnen Ladung alleine für Lebensmittel. Dazu noch Wasser und Sauerstoff macht insgesamt 140 Tonnen. Keine Trägerrakete hat aktuell so große Kapazitäten. Und das Fertigessen enthält zwar alle wichtigen Nährstoffe, aber manche davon, insbesondere Vitamine, lassen sich schlecht lagern. Selbstgezogenes, frisch geerntetes Gemüse könnte die Lösung sein, vor allem wenn es weiter hinausgeht, beispielsweise zum Mars. Pflanzen würden die Astronauten mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen und Mangelerscheinungen verhindern. Der erste Salat wurde im Orbit bereits geerntet. Jetzt geht es darum, in sich geschlossene, stabile Kreisläufe zu entwickeln: Ein autarkes Raumschiff Botanika.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Zum 90. Geburtstag von René Clemencic. Am 27. Februar feiert René Clemencic, der einmal treffend als "eine Mischung aus altgriechischem Faun und Woody Allen" beschrieben wurde, seinen 90. Geburtstag. Geboren 1928 in Wien zählt der Cembalist, Flöten- und Clavichordvirtuose zu den weltweit besten Experten in der Interpretation der sogenannten "alten Musik" und ist als Komponist, Dirigent und Musikwissenschafter tätig. Als Liebhaber von emblematischen Büchern, Skulpturen sowie alter Instrumente hat er in seiner Wohnung im dritten Wiener Gemeindebezirk eine wunderbare Sammlung angelegt, und wer ihm begegnet, bemerkt sofort, dass die Beschäftigung mit alten Künsten den kleinen, weißhaarigen Mann jung gehalten hat. Der umtriebige Universal-Musiker mit altösterreichischen Wurzeln (er spricht Deutsch, Englisch, Italienisch und liest Hebräisch, Latein, Griechisch und Mittelhochdeutsch) gehört zu jenem Typus von Multitaskern, die alles in Ruhe und leise erledigen. Es war daher auch nie seine Sache, laut auf die Marketingtrommel zu schlagen, auch nicht, als er in der Alten Musik eine Pionierleistung nach der anderen vollbrachte - sei es auf dem Instrumenten-, sei es auf dem Aufführungssektor. So wurden beispielsweise unter seiner Leitung 1990 am Theatre des Champs Elysees in Paris fünf verschiedene Barockopern realisiert. Der Gründer des Ensembles Clemencic Consort, der immer wieder auch als Lehrer tätig war, verfasste zudem zahlreiche musikwissenschaftliche Schriften zu Fragen der Instrumentenkunde und der historischen Aufführungspraxis. Seine kompositorische Laufbahn begann Clemencic, der 1996 den Berufstitel Professor erhielt, 1968 mit der Uraufführung seines Werkes "Maraviglia III" beim Forum Alpbach. - Die heutige Ausgabe von "Alte Musik - neu interpretiert" steht ganz im Zeichen des 90. Geburtstags von René Clemencic, der zu Gast im Studio ist.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

12 Fragen an den Narzissmus-Experten Otto Kernberg Gestaltung: Katrin Mackowski Otto Friedmann Kernberg, geboren 1928 in Wien, ist einer der renommiertesten Psychoanalytiker unserer Zeit. Sein Spezialgebiet sind die schweren Persönlichkeitsstörungen. Aber er schreibt, denkt und spricht auch über die Liebe. Wer das Glück in der Liebe sucht, sollte das Fremde, Abgründige in sich selbst und im anderen bejahen. Das "reife sexuelle Paar", sagt Otto Kernberg, ist in der Lage, seine eigenen Wertvorstellungen zu entdecken und sie sogar gegen jede konventionelle Sexualmoral zu verteidigen. Und mehr noch: eine Partnerschaft, die gelingt, lässt infantile, "perverse" wie genitale Wünsche, aber auch homo- und heterosexuelle Strebungen und aggressive Impulse in ihr leben. Wahre Liebe, die mehr als Sehnsucht oder Projektion kindlicher Wünsche ist, kann die unausweichlichen Ambivalenzen der Beziehung ertragen und Ängste vor Hingabe, Verschmelzung oder Tod integrieren. Mehr nicht? Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Verzeihen und Versöhnen. Wie mit Verletzungen weiter leben? (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Der Bregenzerwald. Transformationen einer Talschaft (3). Gestaltung: Thomas Mießgang Come on, Generals! Der Soundtrack der Anti-Kriegs-Proteste 1968 (3). Gestaltung: Maria Reininger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten