Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


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06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


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06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


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06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Bilder der Seele". Johanna Schwanberg, Direktorin des Dom Museum Wien, über den norwegischen Jahrhundertwendestar Edvard Munch anlässlich dessen 75. Todestages. - Gestaltung: Alexandra Mantler Edvard Munchs legendäre Bilder wie der "Schrei" gehören zu den Ikonen der Kunstgeschichte und finden sich auch 75 Jahre nach dessen Tod inflationär vermarktet auf Postern, Tassen und Faschingsmasken. Kein Zufall. Denn die Themen, die der norwegische Jahrhundertwendestar an der Schwelle von Symbolismus und Expressionismus in seiner Kunst erfasste, sind zeitlos und stehen für die tiefsten Empfindungen des menschlichen Lebens in Bezug auf Angst, Tod, Trauer, Sehnsucht, Einsamkeit, Liebe und Eifersucht. Aber nicht nur inhaltlich, auch die künstlerische Arbeitsweise und die Überschreitung von Gattungsgrenzen betreffend, war Munch seiner Zeit voraus und gilt als Pionier der Moderne. In den "Gedanken für den Tag" spürt Johanna Schwanberg, Kunst- und Literaturwissenschafterin und Direktorin des Dom Museum Wien, dem von Tod und Schicksalsschlägen gekennzeichneten Leben Edvard Munchs nach. Vor allem aber beleuchtet sie einzelne, berühmte wie auch weniger bekannte Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen des Künstlers. Sie fragt nach der existenziellen Direktheit von Munchs Kunst, die heute wie damals unter die Haut geht, weil sie die Seelenzustände eines Menschen auf unvergleichliche Weise in Farben und Formen zum Ausdruck bringt.


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07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


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07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


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07.52 Uhr

 

 

Leporello


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08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


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08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Beethoven und Debussy erweisen unseren britischen Freunden die Ehre und der Bass Enrico Fissore bringt sich selbst ein Ständchen zum 80er. Was hat Brahms mit dem Bundesstaat Ohio zu tun? die Antwort kennt nur Leonard Bernstein.


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08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Künstlich, natürlich, oder gefälscht? Die Mineralogin Vera Hammer spricht über die Echtheitsprüfung von Edelsteinen. Teil 3: Die Wahl der Instrumente Gestaltung: Lothar Bodingbauer Es ist keine gute Idee, mit vermeintlichen Edelsteinen an einer Fensterscheibe zu kratzen, um die Härte des Steins zu prüfen. Zu leicht könnte ein Teil des Kristalls abspringen. Die Echtheitsprüfung von Edelsteinen funktioniert immer zerstörungsfrei - sie ist die Königsdisziplin der Werkstoffprüfung. Erste Aufschlüsse gibt die Wärmeleitfähigkeit des Steins, die oft, aber nicht immer die Echtheit eines Edelsteins bestätigt. Die Frage ist nämlich: Was ist echt? Es gibt auch synthetische Edelsteine mit denselben Eigenschaften wie natürlich gewachsene Steine. Weitere Prüfungen erfolgen unter UV-Licht, das die Farbe von Edelsteinen verändern kann. Ziel ist, punktgenau die Herkunft eines Edelsteins herauszufinden, was durch die chemische Zusammensetzung von Spurenelementen erfolgen kann. Für Besitzer/innen ist das wichtig: Sie möchten meist wissen, woher genau der wertvolle Edelstein kommt - der übrigens Schmuckstein genannt wird, wenn dessen Härte unter der von Quarz liegt.


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09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Integrieren

Innovativ denken und handeln (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Neues mit Bekanntem in Verbindung bringen und daraus etwas Eigenes entwickeln gehört zu den genuinen Eigenschaften menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns. Menschen beobachten, sie hören und sie fühlen: ständig nehmen sie Informationen wahr, sortieren, wählen aus und integrieren Relevantes in die vorhandene Wissensbasis. Und je positiver die Gefühle sind, die diesen Prozess begleiten, umso leichter fällt das Lernen, so die Hirnforschung. Dieser Lernprozess gilt auch für Gesellschaften. Hurrikans verwüsten ganze Landstriche. Hochwasser und Lawinen zerstören Regionen. Mit Dämmen und Wällen sich davor zu schützen, ist nahezu unmöglich. Denn Krisen sind überraschend, ihr Verlauf ist ungewiss. Hier bietet die Konfliktforschung Lösungsansätze an. Lernen die Mitglieder einer Gesellschaft, ihre eigenen Handlungskompetenzen zu erweitern und Unerwartetes in das Bestehende zu integrieren, zeigen sich diese Communities als resilient. Soziale Innovationen erweisen sich hier als wirkungsmächtig. In einer Wissens und Informationsgesellschaft wiederum sind integratives Denken und Handeln zur Selbstverständlichkeit geworden. Plattformen vernetzen unterschiedliche Denkansätze. Integrative Wissenschaften sind in den Kanon der Universitäten aufgenommen worden. Sie garantieren eine lebendige Forschungslandschaft.


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09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Land der Flammen

Aserbaidschan Revisited (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Im Jahr 1993 bot sich erstmals die Gelegenheit, die ehemalige Sowjetrepublik Aserbaidschan im Rahmen einer journalistischen Erkundungstour für das Radiokolleg zu besuchen. Damals regierte das Militär, der Ausnahmezustand war verhängt, abends herrschte ab 20 Uhr Ausgangssperre. 25 Jahre später ist Sabine Nikolay an dieselben Orte zurückgekehrt um Nachschau zu halten, was aus dem "Land der Flammen" von damals geworden ist. Aserbaidschan, dessen Territorium sich von den hohen Bergen des Kaukasus bis an das Kaspische Meer zieht, ist bekannt durch seinen Dauerkonflikt mit Armenien und für seinen Reichtum an Öl, dessen Export dem Land trotz großer wirtschaftlicher Probleme das Überleben sichert. Gab es 1993 zarte Anfänge einer demokratischen Veränderung, wird das Land heute von der Familie Aliyev regiert, die ihm Fortschritt und Modernisierung von oben verordnet: Das führt dazu, dass die Hauptstadt Baku in neuem Glanz erstrahlt und über eine beeindruckende Skyline verfügt. In der Sonne glänzende Hochhäuser prägen die Stadteinfahrt, über der Altstadt, die 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, leuchten die "Flame Towers": Luxushotel, Bürogebäude und Luxusresidenzen. Dahinter liegen Wohnviertel, die immer noch nicht renoviert sind. Und viele Häuserblocks aus der Sowjetzeit werden geschliffen, um neue Gebäude mit Blick auf das Meer zu errichten. Im Hinterland hingegen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dörfer, Weidenflächen und kleine landwirtschaftliche Betriebe bilden einen Gegenpol zur pulsierenden Metropole Baku. Wie leben die Menschen in Aserbaidschan, und wie schaffen sie den Spagat zwischen kulturellen Traditionen und Standortbestimmung in Zeiten der Globalisierung?


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09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der letzte Schliff

Was ist gutes Audiomastering? (3). Gestaltung: Hans Groiss Hören Sie den Unterschied? Klingt "Nothing else matters" von Metallica glasklar oder verwaschen? Warum ist der Sound von Miles Davis' "Kind of Blue" unverwechselbar und einheitlich? Was war das Geheimnis des guten Tons eines Herbert von Karajan und haben Experimental-KomponistInnen wie Beatriz Ferreyra und Pierre Schaeffer ihre Werke nachbearbeitet? Nach der Studioproduktion einer Pop-Band, einem Livekonzert der Wiener Philharmoniker oder einer Jam-Session im Jazzstüberl gibt es meist Aufnahmen von höherer oder niederer Qualität. Um diese professionell auf Tonträger veröffentlichen zu können, werden die einzelnen Musikstücke abgemischt und gemastert: beim Mischen wird die Balance aller Instrumente zueinander hergestellt - beim Mastering wird der fertige Mix vom Mastering-Engineer in Absprache mit den Musiker/innen und Producern bearbeitet. Mastering ist ein englischer Begriff und bezeichnete in der Musikwelt ursprünglich die Überführung von Musikstücken auf Schallplatte. Heute bedeutet Mastering die Steigerung der Qualität durch einen kreativ-technischen Prozess. Damit Musik auf LP, CD, im Radio oder am Mobiltelefon gut klingt, ist Mastering am Ende einer Musikproduktion mittlerweile Standard. Abhängig vom Musikstil gibt es unterschiedliche Masteringphilosophien: das Angleichen von Lautstärkeunterschieden, das Festlegen von Pausenzeiten zwischen den Musikstücken und die Zusammenführung einzelner Tracks zu einem Album sind subjektive Entscheidungen, die viel Diskussionsstoff liefern. Welche Schritte aber sind nötig, um von einer Komposition oder Improvisation zu einem fertigen Master zu kommen? Wie möchte ich als Musiker/in in der Welt gehört werden: Glasklar oder dreckig? Aufgeblasen oder subtil? Und: Kann das Mastering verbessern, was bei einer Aufnahme nicht geglückt ist? Studierende des Radioproduktionsseminars der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien besuchen gemeinsam mit Hans Groiss Produktionen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Experimentalmusik und diskutieren mit Expert/innen über Mastering.


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09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


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10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Stefanie Maderthaner. Die Brüder Capuçon als Kammermusiker. Claude Debussy: Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 1 G-Dur (Bertrand Chamayou, Renaud Capuçon, Edgar Moreau). In einem Interview für sein Album "Intuition" meinte der französische Cellist Gautier Capuçon, es sei schon ärgerlich, dass man die Stücke immer wieder neu studieren müsse. "Faszinierend und ärgerlich zugleich. Man kann sich Musik nicht einfach greifen wie ein fertiges Ding", so der Musiker für die Plattform "concerti". Der Cellist Gautier Capuçon und sein fünf Jahre älterer Bruder, der Geiger Renaud Capuçon, wuchsen in einem Provinzstädtchen in den savoyischen Alpen auf. Die Eltern waren keine Musiker, nur "Kunstinteressierte". Man wurde als Kind gefördert, aber es gab keinerlei Druck. War bis vor einiger Zeit der Geiger Renaud noch der Bekanntere der Brüder, so hat sich der jüngere Bruder, Gautier, geboren 1981, inzwischen an ihn herangearbeitet, herangespielt: Man ist inzwischen auf Augenhöhe.


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11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Die falsche Haltestelle". Von Italo Calvino (aus dem Italienischen von Heinz Riedt). Es liest Helmut Berger. Gestaltung: Stefanie Zussner. Präsentation: Gudrun Hamböck. Marcovaldo liebt es, kalte Winterabende im Kino zu verbringen. So auch diesmal, als er aus den Urwäldern Indiens wieder in den dichten Nebel der Stadt entlassen wird. In der Straßenbahn träumt er offenen Auges die Bilder des Breitwandkinos weiter und steigt bei der falschen Haltestelle aus. In demselben Nebel, der gerade noch die Wirklichkeit zur idealen Leinwand für Marcovaldos innere Bilder verwischte, gilt es sich jetzt zurechtzufinden ... Mit Marcovaldo, dem ländlichen Hilfsarbeiter in der norditalienischen Industriestadt, schuf Italo Calvino eine seiner liebenswertesten Figuren, die sich aus der Tristesse ihrer - noch neorealistisch gestalteten - Umgebung herausträumt. 20 Kurzgeschichten ranken sich um Marcovaldo und seine vielköpfige Familie. Die ersten entstanden in den frühen 1950er-Jahren. Als Buch veröffentlicht wurden sie 1963, elf Jahre nach Erscheinen des Romans "Der geteilte Visconte", mit dem Calvino seine eigene Spielart der fantastischen Literatur entwickelte. Italo Calvino, 1923 auf Kuba geboren, arbeitete nach seinem Literatur- und Philosophiestudium als Journalist und dann viele Jahre als Lektor im Verlag Einaudi in Turin. Als einer der innovativsten italienischen Nachkriegsautoren weltberühmt wurde Calvino mit Romanen wie "Der geteilte Visconte", "Der Baron auf den Bäumen" oder "Der Ritter, den es nicht gab". Sein 1983 erschienener Meta-Roman "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" spielt mit zahlreichen literarischen Formen des 20. Jahrhunderts. Calvino starb 1985 in Siena.


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11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


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11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. Das Orchester "Les Siecles" begeistert mit Transparenz und Klangvielfalt "Les Siecles", also "Die Jahrhunderte" oder "Die Zeitalter" nennt sich ein vor 15 Jahren gegründetes französisches Orchester. Sein Name will zeigen, dass ihm das Erfassen der Zeit, der Epochen ein zentrales Anliegen ist. Das machen die Musiker, indem sie nicht nur etwa für Barockmusik entsprechende Instrumente und Spielpraktiken aufbringen, sondern auch bei der Musik des frühen oder späten 19.Jahrhunderts ganz genau die Umstände und Klangmittel berücksichtigen, die damals zur Verfügung standen. Der Gründer und Leiter Francois-Xavier Roth sieht bei seinem jungen Ensemble nicht nur auf äußerst hohe Qualitätsstandards, sondern ebenso auf lustvolles Musizieren. All diese Eigenschaften und Vorzüge weist die jüngst erschienene CD mit drei Orchesterwerken Claude Debussys auf. Die zuletzt komponierte Ballett-Partitur von "Jeux" erweist sich tatsächlich als weiter Blick in die Zukunft, an dem sich Olivier Messiaen und Pierre Boulez orientierten. In den drei "Nocturnes" begegnen wir einer leise fluktuierenden Welt, die keinen herkömmlichen Formen der Musikgeschichte zuzuordnen sind und die in allen poetischen Details ausgekostet wird. Und Debussys erster Orchester-Klassiker, das "Prelude a l'apres-midi d'un faune", erklingt in einer zarten Frische als hätte man es noch nie gehört.


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11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


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12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache


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13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


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13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


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14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Danish National Symphony Orchestra, Dirigent: Thomas Søndergard; Janine Jansen, Violine. Claude Debussy Prélude à l'après-midi d'un faune * Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 * Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps (aufgenommen am 1. November 2018 im Konzertsaal des Dänischen Rundfunks, Kopenhagen). Präsentation: Peter Kislinger. Ein Violinkonzert: Orgasmus und Psychotherapie "Warum reißen sich nicht alle Virtuosen um dieses Werk. In 50 Jahren wird Ihr Werk als Klassiker gelten, wie die Konzerte von Beethoven, Brahms und Tschaikowsky. Ich brenne vor Ungeduld, es wieder zu hören", schrieb 1905 eine englische Bekannte an Jean Sibelius nach der von Richard Strauss geleiteten Uraufführung der zweiten Fassung des Violinkonzerts. Mittlerweile ist das Konzert ist das am öftesten aufgenommene und aufgeführte Violinkonzert des 20. Jahrhunderts. An die 60 Aufnahmen sind derzeit erhältlich. Der 1. Satz ist interpretatorisch, weniger spieltechnisch, eine Herausforderung. Die Blöcke müssen zueinander in Beziehung gesetzt werden. Vom Gelingen des 1. Satzes, von der Tempogestaltung und der daraus sich ergebenden Spannung, hängt die maximale Wirkung des folgenden "Adagio di molto - "di molto"! - überschriebenen 2. Satzes ab, der den finnischen Dirigenten Leif Segerstam zu außermusikalischen Assoziationen verführt. Er vergleicht "die Klangaufwallungen" mit "einem enormen Orgasmus. Da starren einander zwei Menschen in die Augen, völlig davon überwältigt, wie tief sie in das größte Geheimnis der Natur - Fortpflanzung!!! - eindringen können. Die Intensität des Gefühls kommt einer mystischen Penetration der Seele gleich." Der stürmische Schlusssatz verlangt technisch fast Unmögliches, aber Sibelius wusste: Wenn beim tänzerischen zweiten Thema die Angst "rauszufliegen" aufkommt und sich dieses Gefühl überträgt, ist die erwünschte Wirkung erreicht. Ein amerikanischer Musikpsychologe hat mir erzählt, er habe das Konzert, gleichsam im Selbstversuch, 30 Jahre lang täglich - oft mehrmals - gehört. Er entdecke immer noch Neues. Die Musik gebe Trost, aber nicht billig. Ohne Konflikte, ohne Trübungen, kein Glück; unglücklich macht, Unvermischtes zu erwarten. Außer den symphonischen Werken des "Meisters aus Ainola" gebe es "keine bessere Psychotherapie als dieses Konzert." Wohl auch keine billigere. Skandal? Ja, aber nicht wegen der Musik Igor Strawinsky boten sich 1911 für die Uraufführung seiner Ballettmusik "Le Sacre du printemps" luxuriöse Bedingungen. Dem pingeligen Dirigenten Pierre Monteux stand ein aus bestbezahlten Spitzenmusikern zusammengesetztes Orchester zur Verfügung, das in 17 (!) Orchester-Proben die Partitur perfekt umzusetzen lernte. Bei der Uraufführung bestand das Publikum aus einem Strawinsky-Fanclub. Die überwiegende Anzahl der Kritiker schrieb wohlwollend, ja begeistert über die Musik. Der Unmut ergoss sich über den Choreographen Vaslav Nijinsky. Den, vielleicht sogar von Sergej Djagilew selbst organisierten, Skandal löste nicht die Musik aus, sondern das rüpelhafte Benehmen der Adeligen und Bürgerlichen im Parkett und in den Logen, die gekommen waren, um Nijinksy auszupfeifen und auszujohlen. Fünf weitere Aufführungen der Musik folgten unmittelbar im Konzertsaal. Die Wenigen, die anfangs zweifelten, waren gewonnen. Das belegt der amerikanische Musiksoziologe Thomas Forrest Kelly in seiner Studie über Uraufführungen "First Nights: Five Musical Premiers". Kelly hat jeden verfügbaren Bericht über die Uraufführung von Strawinskys "Sacre" studiert. Strawinsky erkannte seine Chance: Aus dem Skandal, an dem seine Musik völlig unbeteiligt war, schlug er Kapital. Bis zu seinem Tode hat Strawinsky an der "Legende des zunächst unverstandenen, alles revolutionierenden Genies" emsig weiter komponiert.


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15.30 Uhr

 

 

Moment

Vibrierende Wecker, blinkende Türklingeln, Singen in Gebärdensprache. In der Ausstellung "Hands Up" Sobald man Kopfhörer aufsetzt und die Ohren verstöpselt, herrscht Stille: Die Wiener Ausstellung "Hands Up" möchte Hörenden die Welt von gehörlosen Menschen vermitteln. Ein gehörloser Guide führt die Besucher durch die Räume. Mittels Mimik und Gestik erfährt man vom Alltag der Gehörlosen, von "gebärdeten Gedichten" und Gebärden-Karaoke. Gestaltung: Johanna Steiner Moment-Echo: Natasa Konopitzky Wort der Woche: Lukas Tremetsberger


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15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi und das tanzende Holzstück Den ganzen Tag lässt Rudi Kreisel über den Boden tanzen. Kreisel sind kleine runde Holzstücke mit einem Stil und einer Spitze. Wenn man sie anschnippt, dann drehen sie sich von ganz allein. Stundenlang könnte der Radiohund dabei zusehen, wie sich bunte Kreisel ruhig und immer in Kreisen bewegen. Inspiriert zu seinem neuen Hobby wurde Rudi vergangenen Dezember auf dem Christkindlmarkt in Innsbruck. Dort hat er die Drechslerin Margit Mader getroffen. Sie zaubert aus Holzstücken tanzende Kreisel. Margit verrät ihm, welche Geheimtricks es braucht, um Kreisel in die richtigen Bahnen zu lenken und wie man mit Kreiseln Muskeln aufbaut. Margit Mader: "Kreiselspielen ist eine motorische Übung für die Fingerspitzen. Da werden bis zum hintersten Muskel, hinten an der Schulter, alle Muskeln und Sehnen trainiert. Mit dem kleinen Schnipsen mit den Fingerspitzen." Gestaltung: Lara Weber


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16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


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16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


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16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


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17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


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17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


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17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. "And then". Das neue Album der englischen Singersongwriterin Katie Doherty Eigentlich war ihr Weg schon vorgezeichnet als sie 2007 gleich mit ihrem ersten Album Preise einheimste, zum "Newcomer of the year" gekürt wurde und plötzlich einen vollen Konzertkalender hatte. Aber dann meldete sich die Royal Shakespeare Company und heuerte sie als Komponistin und Theatermusikerin an. Die nächsten Jahre arbeitete sie für verschiedene Bühnen und gründete eine Familie. Jetzt kehrt sie mit ihrer Band The Navigators als Leadsängerin zurück auf die Konzertbühnen, übermorgen erscheint ihr neues Album "And then", das textlich wie musikalisch starke Zeichen setzt und Wesentliches zu unserer Zeit zu sagen hat. Katie Doherty The Navigators - die beste Neuigkeit, die derzeit aus England kommt.


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17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Sport in der Frühen Neuzeit. Mit Martin Scheutz, Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Universität Wien. Gestaltung: Robert Weichinger. Nach einer landläufigen Vorstellung entstand der "moderne Sport" um 1850 und ist vor allem durch Chancengleichheit im Wettkampf, durch ein verbindliches Regelwerk, durch Verweltlichung, durch bürokratische Organisation und durch eine ständige Jagd nach Rekorden geprägt. Lange Zeit meinte man, in der Frühen Neuzeit damit also keine sportlichen Aktivitäten ausmachen zu können. Die neuere Forschung zeigt, unter anderem am Beispiel des "real tennis", dass viele dieser Voraussetzungen des modernen Sports aber schon im 16. Jahrhundert gegeben waren. Am Beispiel von Tennis mit einer ersten Tennisregel soll einerseits das Spiel selbst, aber auch die Sportstätten gezeigt werden. Eine erste deutsche Tennisregel wurde 1680 mit dem "Unterricht deß Ballen=Spiels" vorgelegt. Auch der Sportartikelhandel war in dieser Zeit schon weit entwickelt, es war zum Beispiel im 16. Jahrhundert für die adeligen Spieler kein Problem, Rackets und Tennisbälle aus Paris, Neapel oder Mailand zu beziehen. Adelige und Studenten waren begeisterte Tennisspieler, was sich aber auch als kostenintensiv erwies. Neben dem Tennis wurde auch auf hohem Niveau in Reithallen geritten, der bürgerliche Schießsport blühte zudem in dieser Zeit auf. Regelwerke und das Errichten von Sportanlagen sorgen dafür, dass wir in der Frühen Neuzeit erste Ansätze einer Institutionalisierung von Sport erleben.


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18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


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18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama-Mittwochsrunde


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18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


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19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Zum 100. Geburtstag von Hans Hass. Von Isabelle Engels. 2015 machte der Zoologiestudent Oliver Bruck über einen Internetmarktplatz einen besonderen Fund: Hunderte von originalen Filmrollen von Hans Hass lagern in einer Garage. Darunter auch eine Schachtel unentwickelter Kodak-Filmnegative. In der Hoffnung, bisher Unbekanntes von seinem Vorbild zu entdecken, beginnt Bruck mit der Arbeit an einem Dokumentarfilm. Die erste Hürde: Der Schatz enthält hochexplosiven Nitrofilm sowie Acetatfilm, der sich bereits zu zersetzen beginnt. Im Depot des "Filmarchiv Austria" in Laxenburg findet sich ein Ort zur fachgerechten Archivierung. Bei der Sichtung kommen Bilder aus "Unternehmen Xarifa" von 1954 zum Vorschein, dem erfolgreichen Kinofilm über die Galapagos-Expedition, sowie teils unveröffentlichtes Material zu Hass' Fernsehserie "Wir Menschen". Meta Raunig-Hass, die ihre berühmten Eltern als Kind öfter im Fernsehen sah als daheim, lernte deren Leistungen erst viel später zu schätzen. Von den Medien sei ihr Vater als mutiger Haiforscher verehrt, aber auch auf diese Rolle reduziert worden. Die Anerkennung für seine späteren evolutionstheoretischen Arbeiten blieb ihm jedoch verwehrt. - "Exploring Hans Hass", eine Produktion von Postl-Film unter der Regie von Oliver Bruck, ist ab Mai im Kino zu sehen.


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19.30 Uhr

 

 

Resonanzen 2019

Monica Piccinini, Sopran; Patxi Montero, Viola da gamba; Mara Galassi, Barockharfe Leitung. Werke von Orazio Michi, Marco Marazzoli und Vincenzo Bonizzi (aufgenommen am 20. Jänner im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses). Präsentation: Jörg Duit.


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21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Stalin, Stasi und Co im Visier der Forschung. Gestaltung: Martin Haidinger. Der sowjetische Diktator Josef Stalin war neben Adolf Hitler einer der schlimmsten Massenmörder der Weltgeschichte. Seit 1917 und nach dem Sieg über den Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben kommunistische Regime nach vorsichtigen Schätzungen 65 bis 100 Millionen Todesopfer auf verschiedenen Kontinenten gefordert. Ein breites Betätigungsfeld für die historische und politologische Forschung. Seit vielen Jahren beschäftigen sich Wissenschafterinnen und Wissenschafter wie die Historikerin und Leiterin des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung in Graz Barbara Stelzl-Marx mit der sowjetischen Besatzungszeit in Österreich 1945 bis 1955; und in Deutschland legen Historiker und Politologen des Forschungsverbundes SED-Staat an der FU Berlin und andere Wissenschafter immer neue Publikationen über die sozialistische DDR-Diktatur bis 1989 vor. Das alles unter der aktuellen Begleitmusik erstarkender linksradikaler Kräfte und Gruppen, die durchaus mit Sympathien aus Kreisen des politischen und gesellschaftlichen Establishments mancher europäischer Länder rechnen können und deren Umtriebe bis zu autonomer Gewalt wie beim G-20-Gipfel 2017 in Hamburg reichen. Martin Haidinger beleuchtet Facetten der Extremismusforschung.


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21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


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22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


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22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Integrieren. Innovativ denken und handeln (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das Land der Flammen. Aserbaidschan Revisited (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Der letzte Schliff. Was ist gutes Audiomastering? (3). Gestaltung: Hans Groiss


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23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

"Zeit-Ton"-Magazin. Gestaltung: Nina Polaschegg. Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


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00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


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01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


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