Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Die oft in Österreich arbeitende deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller hat die Notschlafstelle VinziRast in Wien besucht und dort Habseligkeiten gefunden, die Menschen liegengelassen haben. Sie hat die Gegenstände in 30 Koffer, Taschen und Rucksäcke aufgeteilt, 30 Autorinnen und Autoren gegeben und sie gebeten, darüber zu schreiben. Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Ein hellgrüner Rucksack. Darin eine orange Cordjacke, eine blau-orange Herrenunterhose, eine Brosche mit der Silhouette von Paris, dunkel-lila Handschuhe und ein kleines Taschenmesser. Eine Geschichte von Michael Köhlmeier.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die ganze Umwelt in der feinen Nase. Die Biologin und Hundetrainerin Gabriele Sauseng spricht über die Ausbildung und Arbeit von Spürhunden. Teil 4: Trüffelhunde unterwegs Gestaltung: Lothar Bodingbauer Hunde haben eine gute Nase. Die Nasenlöcher weisen nach vorne und bilden somit die erste Kontaktmöglichkeit des Hundes mit der Umwelt. In der Spürhundeausbildung wird bereits in den ersten Lebenstagen mit den Gerüchen trainiert. Es findet eine frühe Geruchsprägung statt. Immer soll Positives mit dem Geruch verbunden werden. Wird ein Geruch erkannt, gibt es eine Belohnung. Das Verhalten des Hundes muss vom Menschen gelernt werden, der Hund muss verstehen lernen, was der Mensch von ihm will. Über mehrere Trainingsschritte findet eine Synchronisierung statt und der gemeinsame Weg betrifft nicht nur die Schnüffelarbeit, sondern das ganze Leben. Der Zielgeruch ist jener Geruch, der erlernt werden soll: Trüffel, weitere Pilze, Käfer, Drogen, Lebensmittel, Fledermäuse, Wildkatzen - alles was riecht, kann gezielt trainiert und gesucht werden.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Freiheitsträume und Realpolitik:

Prag und Bratislava 1918-2018 (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch 2018 begehen Österreichs Nachbarn Tschechien und die Slowakei mehrere wichtige Jahrestage. Vor 50 Jahren weckte der Prager Frühling - also das Liberalisierungsprogramm der tschechoslowakischen KP unter Alexander Dubcek sowie der Reformdruck von Seiten der Zivilgesellschaft - Hoffnungen auf einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Doch nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts am 21. August 1968 wurde der Frühling gewaltsam beendet. Die Tschechoslowakei war erst 50 Jahre zuvor gegründet worden. Sie entstand als Staat im Zuge des Zerfalls der Habsburger Monarchie am Ende des Ersten Weltkriegs. Häufig ist von der magischen Acht die Rede, da viele Ereignisse in Jahre fielen, die mit einer Acht enden: 1918, 1938, 1948, 1968. Infolge von Nationalsozialismus und Kommunismus machte die Tschechoslowakei turbulente Jahre durch. Als Protektorat Böhmen und Mähren wurde sie dem nationalsozialistischen Deutschland einverleibt. Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung, die das Leben vor allem auch in Prag entscheidend mitgeprägt hatte, wurde im Holocaust vernichtet. Das schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen konnte erst nach der Wende schrittweise aufgearbeitet werden. Mit dem Fall der Mauer begann aber auch der Kitt zwischen Tschechen und Slowaken zu bröckeln. Uralte Spannungen traten verstärkt zutage, das Gefühl der Slowaken, als kleinere Nation stets einen geringeren Stellenwert im gemeinsamen Staat gehabt zu haben, führte zu Forderungen nach Unabhängigkeit. Mit 31. Dezember 1992 wurde die Tschechoslowakei aufgelöst. Mit 1. Jänner 1993 - also vor 25 Jahren - entstanden die beiden neuen Staaten Tschechien und Slowakei.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Nam Jun Paik, Florian Hecker, Marina Abramovic, Ashley Hans Scheierl (4). Gestaltung: Thomas Mießgang und Christine Scheucher Die Radiokolleg-Langzeitserie "Positionen in der Kunst" will Kristallisationspunkte in der Entwicklung der Kunst der vergangenen 50 Jahre aufzeigen: Momente, in denen sich eine neue Dringlichkeit, mediale Sensibilität oder auch politische Durchschlagskraft auf eine Weise manifestierte, die man bis dato so noch nicht gekannt hatte. Eine Kunst, die traditionelle Genres transzendiert und im intermedialen Diskurs neue ästhetische Sprachen zwischen Sinn und Sinnlosigkeit, zwischen Traum und Trauma zur Debatte stellt. Von Andy Warhol bis Florian Hecker, von Valie Export bis Anne Imhof. Motto: Was zählt, das liegt dazwischen. Die Edition April 2018 umfasst ein breites Spektrum zwischen etablierten Positionen und kontemporären Ansätzen: Ashley Hans Scheirl - Queere Metamorphosen Die österreichische Transgender-Malerin, Konzept-, Mixed Media-, Performance, Body-Art- und Videokünstlerin Ashley Hans Scheirl, die derzeit in Wien lebt, arbeitet und unterrichtet, hat, lange vor den derzeit aktuellen Queer-Debatten und Judith Butler-Exegesen das Thema Geschlechtsidentität/ -laterität ins Zentrum ihrer Kunst gestellt: Sie setzt sich mit der Libido der Ökonomie auseinander und mit der Ökonomie der Libido und begleitete die Entwicklung ihrer Kunst durch geschlechtliche Metamorphosen der eigenen Physis: Interpersonelles Handeln als künstlerische Praxis.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Turandot

Verwandlungen einer orientalischen Prinzessin (4). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber Heiratsunwillig, kalt, hartherzig und stolz: so tritt die chinesische Prinzessin Turandot in der Operngeschichte auf. Doch woher kommt die Figur der Turandot eigentlich und wie sah deren Wandlung über Jahrhunderte hinweg aus? Aus China stammt sie nämlich nicht- und auch als hartherzig wird sie in den epischen Ursprüngen nicht beschrieben. Ihren ersten Auftritt hat Turandot bei dem persischen Dichter Nizami Ende des 12. Jahrhunderts und findet, über die Wandlung zur chinesischen Prinzessin 300 Jahre später, ihre Bewunderer im Frankreich des späten 17. Jahrhunderts. Dort beginnt nun die Popularität dieser Figur rasant an Fahrt aufzunehmen und findet bald ihren Weg auf die Theaterbühne der Commedia dell'Arte. Der Venezianer Carlo Gozzi feiert mit seiner Theaterfassung über Turandot einen so großen Erfolg, dass sein Werk niemand geringeren als Goethe, Schiller, Schlegel oder E.T.A. Hoffmann inspiriert. Gerade eine Rückübersetzung ins Italienische von Schillers Bearbeitung der Turandot fällt schließlich auch Puccini in die Hände und dieser widmete der Prinzessin sein letztes Werk. Doch die Reise von der persischen Dichtung über die italienische Commedia dell'Arte auf die Opernbühne hinterließ bei Turandot Spuren. Einzig der Rätselhaftigkeit, aber auch der Rätselfreudigkeit Turandots hat dies keinen Abbruch getan. Personelle Eigenheiten und Adaptierung der Handlung erfuhren jedoch einen steten Wandel, was sich auch in der unterschiedlichen musikalischen Darstellung niederschlägt. Die Charaktere in Puccinis Oper, allen voran die beiden Frauenfiguren Turandot und Liù, werden musikalisch ausdifferenziert, ebenso finden exotisierende und chinesisch anmutende Klänge Eingang in das Werk. Dass aber gerade diese Wandlungen, allen voran der charakterliche Wechsel der Prinzessin, ihre Tücken haben, musste auch Puccini erfahren: er haderte mit der Vertonung dieser schwierigen Stelle schließlich so lange, dass er darüber starb. Die Überlegungen zum Schluss dieser Turandot halten jedoch bis ins 21. Jahrhundert an, wie Luciano Berio unter Beweis stellt.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ausgewählt

mit Gustav Danzinger. Die 20 Klavierstücke mit den Opusnummern 116 bis 119 sind ein einzigartiges Konzentrat der späten Meisterschaft von Johannes Brahms. Er, der die großen Formen souverän beherrschte, widmete sich am Ende seines Schaffens den typisch romantischen Miniaturen in zumeist simpler Dreiteiligkeit. Doch seine klangliche Experimentierfreude und sein Ideenreichtum bilden hier 20 neue Muster für das 20. Jahrhundert. Brahms wählte keine assoziationsbelasteten Begriffe als Titel, sondern nannte sie zumeist schlicht "Intermezzi"; die einzelnen Bände "Klavierstücke" - etwas, was ihm Arnold Schönberg in großer Begeisterung für deren Dichte und Kraft nachmachte. So gehaltvoll hier jeder einzelne Takt der weit von jeder virtuosen Geste entfernten Stücke ist, so groß ist die Herausforderung an die Interpreten, die Essenz dieser Brahms'schen Beerenauslese ebenso unverwässert wie unverkrampft darzubieten.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Sammlung der Leidenschaften". Von Natalka Sniadanko. Aus dem Ukrainischen von Anja Lutter. Es liest Chris Pichler. Gestaltung: Friederike Raderer Die junge Olessa betrachtet mit Staunen ihre Klassenkameradinnen: eine Epidemie war ausgebrochen, die Epidemie der Leidenschaften. Eine Gruppe war bis zur Besinnungslosigkeit in Michael Jackson verliebt, die zweite in George Michael und die dritte hatte die "hauseigene" Band "Süsser Mai" erkoren. Olessa, von der Epidemie noch unberührt, wartete gespannt darauf, welche dieser drei Kandidaten sie zum Wahnsinn treiben würde. Als sie von ihrem Herzen endlich ein Signal erhielt, war sie entsetzt!


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Eva Teimel.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Mutter Erde und Meister Bach: Sir John Eliot Gardiner dirigiert Von Bach und Händel und Monteverdi ... zu Bach und Händel und Monteverdi! Mit 75 ist John Eliot Gardiner zurück bei den Komponisten, die er mit dem Monteverdi-Choir (ab 1964) und den English Baroque Soloists (ab 1978) so unwiderstehlich neu, frisch, lebensvoll klingen ließ, dass es eine Freude war, als der am Ende ausdauerndste britische "Originalklang"-Export. War denn alles dazwischen Caprice? Die von Gardiner parallel angenommenen Fixpositionen bei traditionellen Symphonieorchestern und Opernhäusern vielleicht, die von Gardiners Plattenfirma angestachelten Ambitionen, von der "Lustigen Witwe" bis "Falstaff" noch das Ephemerste an sich zu reißen, ziemlich sicher, die Gluck-Haydn-Mozart-Exkurse mit "seinen" Ensembles gewiss nicht und eher auch nicht die Eroberungstouren ins spätere 19. Jahrhundert, für die sich Sir John L'Orchestre Revolutionnaire et Romantique erschuf. Die landbesitzenden Gardiners haben schon einmal einen Musiker hervorgebracht, John Eliot Gardiners Großonkel Henry Balfour Gardiner. In seinen Fußstapfen ist der Dirigent und Musikforscher zugleich Landwirt, der auf "bio" hält. Mutter Erde und Meister Bach: ein schönes Bild zum "runden" Geburtstag.


15.30 Uhr

 

 

Moment

mit "Koffergeschichten" Wie wir zusammen kamen. Die Brasilianerin Cesarina Felix Mariano und der Grazer Sebastian Ruppe Beim Baden an einem spanischen Strand sprang der damals 24-jährige Sebastian Ruppe vom Stumpf eines Leuchtturms. Er landete auf einer Sandbank und war von nun an von den Schulterblättern abwärts gelähmt. 15 Jahre später sollte er in Brasilien seine heutige Frau, die Brasilianerin Cesarina Felix Mariano kennenlernen: Beim Tanzen unter freiem Himmel. Sebastian Ruppe bewegte seinen Oberkörper und mittels elektrischer Verstärkung in "schnellen, grazilen Bewegungen" seinen Rollstuhl, wie er sagt. Heute leben die beiden in Graz und haben dreijährige Zwillinge. Gestaltung: Jonathan Scheucher Koffergeschichten: Peter Simonschek liest Karl-Markus Gauß


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Sagenhaftes Vorarlberg: Das Mütterlein mit dem Spinnrad Rudi liebt es, wenn man ihm Geschichten erzählt. Die Autorin Verena Petrasch hat dem Radiohund eine Geschichte aus ihrer Heimatstadt Dornbirn mitgebracht. Sie handelt vom Spinnstubat, einem Mütterlein und einem geheimnisvollen Schatz. Ein bisschen gruselig ist die Geschichte auch, aber so was von spinnend - äh spannend! Verena Petrasch: "Es gab damals einen Brauch in Vorarlberg, an kalten Winterabenden, das war der Spinnstubat. Das war ein sehr gemütlicher Brauch: die Menschen kamen zusammen, am Abend in der warmen Stube. Die Männer rauchten Pfeife und die Frauen spannen Garn und es wurde geredet, gelacht, gesungen - es ging gemütlich zu und so ging der Winter schön vorbei. Rudi, weißt du eigentlich, was Spinnen ist?" Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Warum glaubten die Menschen im Mittelalter an Zauberwesen? Von Drachen, Einhörnern und anderen Fabeltieren Gestaltung: Hans Groiss Im Sommer 2017 erlebte ein Sagentier eine unerwartete und eigenwillige Wiederbelebung: Auf Würstel- und Duschgelpackungen, auf Wasserreifen und sogar auf Klopapier war ein weißer Pferdekopf mit Horn zu finden - das Einhorn. Doch was ist ein Einhorn und gab es dieses Sagentier wirklich? Ebenso hoch im Kurs wie das Einhorn steht bei Kindern und Spielwarenherstellern der Drache - aber sind das überlebende Flugsaurier und wie kamen die Menschen im Mittelalter auf solche Monster und Geistwesen? Das Mittelalter war die Epoche nach der Antike und vor der Neuzeit, also etwa von 500 nach Jesus Geburt bis 1492, also der Entdeckung Amerikas. Damals wurden Tieren wie Igel, Fuchs, Salamander oder Walross überirdische Fähigkeiten zugeschrieben, um eine spezielle Wunscheigenschaft für den Menschen zu symbolisieren. Die Antilope hätte beispielsweise deswegen lange Hörner am Kopf, um hohe Bäume umsägen zu können - so der Mythos. Johannes Preiser-Kapeller von der Abteilung für Byzanzforschung des Instituts für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geht mit den Ö1 Kinderuni-Reporter/innen Zahra, Tara, Lisa-Maria und Mischa diesen unglaublichen Geschichten auf den Grund.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Der Shootingstar unter Deutschlands Jazzpianisten mit einem französischem Gast und vielen norwegischen Gästen Im Mai feiert mit Michael Wollny das Aushängeschild des jungen deutschen Jazz seinen 40. Geburtstag. Der in Schweinfurt in Bayern geborene, nunmehr in Leipzig lebende und unterrichtende Pianist legt aktuell zwei neue Trio-Einspielungen vor: Das tatsächlich in Eisenach aufgenommene Opus "Wartburg", an dem Sopransaxofonist Emile Parisien als Gast mitwirkt, und das Album "Oslo", in dem das von Geir Lynse geleitete Norwegian Wind Ensemble als spontan interagierender Partner fungiert.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Der Papierkrieg zwischen Washington und Wien 1917/18. Mit Kurt Bednar, Historiker und Publizist. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Als im Juli 1914 in Europa der Erste Weltkrieg ausbricht, verhalten sich die USA zunächst neutral. Zwar unterstützte man die Entente-Mächte mit Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfen, darüber hinaus wollte man sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen. Am 6. April 1917 änderte sich das: An diesem Tag traten die USA unter der Präsidentschaft von Woodrow Wilson in den Ersten Weltkrieg ein - mit einer Kriegserklärung an das Deutsche Reich. Die USA entsandten bis zum Kriegsende 1918 etwa zwei Millionen Soldaten nach Europa. Ihr Einsatz wird als ein entscheidender Faktor für den Sieg der Alliierten gesehen. Mit dem "Vierzehn Punkte-Plan" formulierte Präsident Wilson im Januar 1918 seine Kriegsziele und Vorstellungen für eine friedliche Nachkriegsordnung, über die ein Völkerbund wachen sollte. Wenig aufgearbeitet sind jedoch bis heute die Hintergründe und Folgen der Kriegserklärung der USA an Österreich-Ungarn, die erst am 7. Dezember 1917 erfolgte. Die Auseinandersetzungen mit Österreich-Ungarn fanden weder auf Schlachtfeldern noch mittels Angriffen in der Luft oder auf hoher See statt, sondern hauptsächlich auf Papier. Zwischen den amerikanischen Soldaten und jenen der Donaumonarchie gab es kaum Kämpfe - der Krieg fand eher zwischen Diplomaten statt. Doch die Folgen waren weitreichend.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Reportage vor der Landtagswahl am Sonntag. Gestaltung: Katja Arthofer, Peter Daser, Birgit Pointner Sieben Parteien treten in Salzburg landesweit an, dazu zwei in einzelnen Wahlkreisen. Skandale wie jenen um die Landesfinanzen bei der Wahl 2013 gab es diesmal nicht, überhaupt blieb der Wahlkampf von Aufregern und Affären verschont. Als Favorit geht die Volkspartei ins Rennen, mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer an der Spitze. Die Latte liegt niedrig: 2013 hatte die ÖVP das bisher schlechteste Ergebnis in Salzburg. Ziel ist es, sich den Koalitionspartner aussuchen zu können. Sozialdemokraten und Freiheitliche wollen mitregieren, ebenso die Grünen, die schon in der Landesregierung sind. Die NEOS, die Liste des Ex-Freiheitlichen Karl Schnell und die des Ex-Landesrats Hans Mayr werben ebenfalls um Stimmen.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Frühling in Ucluelet Oder: Wenn die Grauwale kommen Von Guido Meyer Jeden März fiebert das kleine Städtchen Ucluelet in der kanadischen Provinz British Columbia dem Frühling entgegen. Denn dann kommen 20.000 Grauwale, die an der Küste vorbeiziehen. Die Tiere haben in wärmeren, südlichen Gewässern vor dem mexanischen Staat Baja California ihre Jungen geboren und schwimmen nun erstmals mit den Kälbern pazifikaufwärts zu ihren Fressgebieten. Ihr Ziel ist die kalte Beringsee vor Alaskas Küste. Die 20.000 Kilometer, die die Grauwale dabei zurücklegen, gelten als die längste Wanderung von Säugetieren. Ihre Zwischenstation in Ucluelet ist Anlass für ein jährliches Volksfest. Einheimische und Tourist/innen beobachten die Meeresriesen und fahren den Walen mit Booten entgegen. Biolog/innen aus dem "Pacific Rim Nationalpark" auf der Insel Vancouver Island informieren die Menschen über die Lebensweise der Grauwale.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Sir John Eliot Gardiner. Franz Schubert: a) Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485; b) Sechs Deutsche Tänze für Klavier D 820, instrumentiert für Orchester von Anton Webern * A. Webern: Passacaglia für Orchester op. 1 * Joseph Haydn: Symphonie C-Dur Hob. I/90 (aufgenommen am 21. November 1999 im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Daniela Knaller Sir John Eliot Gardiner zum 75. Geburtstag.


21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

"Über alle Grenzen hinweg denken" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Bady Minck, Künstlerin, Filmemacherin und Produzentin. Als Bady Minck, geboren in der kleinen Stadt Ettelbruck in Luxemburg, Ende der 1970-er Jahre ihren Eltern erklärte, dass sie zum Studium der Bildhauerei und des experimentellen Films nach Wien gehen möchte, verweigerte ihr der Vater jede finanzielle Unterstützung: nein, ein Studium im Land jener Faschisten, die einst als Soldaten der Deutschen Wehrmacht sein Land okkupierten, würde er nicht bezahlen. Bady Minck - damals noch Madeleine Binck - ging trotzdem. Heute ist sie eine der renommiertesten Filmemacherinnen und Produzentinnen Österreichs. Ihr elfter und jüngster Film "MappaMundi" feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival in Utah und kommt im April in die heimischen Kinos. Als Produzentin war sie in den letzten Jahren mit ihrer Firma "Amour fou" erfolgreich mit Filmen wie "Egon Schiele: Tod und das Mädchen", "Amour fou", "Hannah Arendt", "Der Mann aus dem Eis" oder zuletzt bei der Berlinale 2018 mit dem Film "Styx". Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht die international anerkannte Filmemacherin, Kuratorin, Lehrende und Jury-Mitglied über ihre Anfänge im Zeichentrickfilm, ihre politische Kunst, ihre große Lehrerin Maria Lassnig und ihr neuestes Filmprojekt über Heinrich VII. und Dante.



21.55 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Eine blaue Sporttasche. Darin eine Canon-Kamera, ein Porzellanhund, ein Französisch-Deutsches Wörterbuch, ein Hundegeschirr, ein Damen-Slip, Klopapier und eine blumengemusterte Decke. Eine Geschichte von Anna Kim.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Freiheitsträume und Realpolitik: Prag und Bratislava 1918-2018 (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Positionen in der Kunst. Nam Jun Paik, Florian Hecker, Marina Abramovic, Ashley Hans Scheierl (4). Gestaltung: Thomas Mießgang und Christine Scheucher Turandot. Verwandlungen einer orientalischen Prinzessin (4). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Carl Michael von Hausswolff im Zeit-Ton Porträt. Gestaltung: Heinrich Deisl Carl Michael von Hausswolff lotet Zustände zwischen akustischer Wahrnehmung, Kommunikation und Räumen aus. An den Grenzlinien von Soundforschung, bildender Kunst und Architektur steckt er seit den frühen 1980er Jahren haptische Psychogeografien ab, die den Schweden zu einem der profiliertesten Klangkünstler gemacht haben. Seine Instrumentarien sind Bandmaschinen, Radargeräte, Radios, Pulsgeneratoren und Fieldrecordings. Als Musiker und Kurator war von Hausswolff an zahlreichen Ausstellungen beteiligt, leitet das Ensemble Freq_Out und ist Mitgründer des Mikrostaats Elgaland-Vargaland. Man könnte sagen, das Werk von Carl Michael von Hausswolff, gerne abgekürzt als CMvH, verbindet Industrial mit aktueller Klangkunst. 1956 in Linköping geboren, lebt von Hausswolff in Stockholm. Er war mit William S. Burroughs und Brion Gysin befreundet, arbeitete mit John Duncan, Hafler Trio oder Zbigniew Karkowski und seine Veröffentlichungen erschienen auf Labels wie Touch, Sub Rosa, Raster-Noton oder Laton. Seine Performances und Installationen wurden etwa auf der Istanbul Biennale, der Documenta X in Kassel oder der Biennale Venedig gezeigt und 2014 wurde er mit dem Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokünstler ausgezeichnet. Rasiermesserscharfe Sinuswellen Von Hausswolffs Musik ist eine, die den ganzen Körper zum Schwingungsfeld macht und die vornehmlich aus Messtechnik-Geräten kommt: Einige Aufnahmen beschäftigen sich mit "Electronic Voice Phenomena" (EVP) und bei "Still Life - Requiem" (2017) dient ein Emissionsspektroskop als Klangquelle. Zusammen mit dem Künstler Leif Elggren gründete er 1992 das "Königreich Elgaland-Vargaland" (KREV): eine Mikronation als Kunstprojekt, das Konzepte von Staat, Grenzen und Herrschaftsformen kritisch thematisiert. Überhaupt spielen Architektur und Urbanismus bei von Hausswolff eine zentrale Rolle im musikalisch-performativen Schaffen, siehe etwa "A Lecture On Disturbances In Architecture" (2002) oder "800.000 Seconds In Harar" (2011). Raumspezifische Settings werden auch bei Freq_Out behandelt: In diesem Ensemble wird jedem der zwölf Musiker/innen ein spezielles Frequenzband zugewiesen. Mitglieder sind etwa Finnborgi Pétursson, Franz Pomassl, J. G. Thirlwell oder Jana Winderen. Auftritte fanden in Kopenhagen, Marrakesch und im Mai 2016 in Wien statt, als die Akademie der bildenden Künste und die Kanalanlage aus "Der dritte Mann" bespielt wurden. Im Zeit-Ton-Interview erzählt Carl Michael von Hausswolff von den Wiener Freq_Out-Performances, den facettenreichen Aktivitäten des KREV, Klangräumen und seiner Leidenschaft fürs Radio.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten