Jetzt läuft auf Ö1:

Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


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06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


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06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


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06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Die vielen Gesichter der Gerechtigkeit". In der Woche des Ö1 Schwerpunkts "100 Jahre Erste Republik" macht sich der Literatur- und Kulturwissenschafter Wolfgang Müller-Funk "Gedanken für den Tag" über die vielen Gesichter der Gerechtigkeit. - Gestaltung: Alexandra Mantler Am 11. November 1918 unterzeichneten die Entente-Mächte und Deutschland im französischen Compiègne einen Waffenstillstand und beendeten damit den Ersten Weltkrieg. Am 12. November 1918 um 15.00 Uhr erfolgte von der Parlamentsrampe aus die Ausrufung der Republik Österreich. In der Woche des Ö1 Schwerpunkts "100 Jahre Erste Republik" macht sich der Literatur- und Kulturwissenschafter Wolfgang Müller-Funk "Gedanken für den Tag" über die vielen Gesichter der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit genießt in unserer Welt ein hohes Prestige. Wer möchte nicht, dass es gerecht zugeht? Wer möchte schon selbst als ungerecht gelten? Wer möchte nicht gerecht behandelt werden? Wie gerecht geht es in der Welt, in der wir leben, zu? Und ist eine vollständig gerechte Welt überhaupt denkbar? Gerechtigkeit ist ein Phänomen, das für den sozialen Zusammenhalt einer Gemeinschaft unverzichtbar ist. Aber ganz so einfach ist es mit der Gerechtigkeit nun auch wieder nicht - in bestimmten Konfliktsituationen denken nicht selten beide Kontrahenten, dass der jeweils andere ungerecht ist. Gerechtigkeit gründet auf moralischen Urteilen und ist stets eingebettet in ein bestimmtes Wertesystem. In modernen Gesellschaften wird darum und darüber gestritten, was gerecht ist und was nicht. Gerechtigkeit beinhaltet aber nicht nur eine Bewertung nach vorgegebenen Maßstäben, sondern ist immer auch ein Affekt. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, der gerät in die Situation, wie er sich gegenüber dem erlittenen Unrecht verhalten soll. Revanche und Rache sind dabei ein verführerisches Angebot. Wer für eine gerechte Welt kämpfen will, der sieht sich mit der Frage konfrontiert, welche Mittel legitim sind, um dieses hehre Ziel zu erreichen und ob es nicht unter Umständen moralisch besser wäre, auf die Durchsetzung absoluter Gerechtigkeit zu verzichten, um nicht neues Unrecht zu stiften.


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07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


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07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


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07.52 Uhr

 

 

Leporello


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08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


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08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz


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08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Biologe Nicolas Straube über leuchtende Haie der Tiefsee. Teil 4: Nachwachsende Zähne Gestaltung: Anja Petersen Redaktion: Renate Pliem Laternenhaie haben sich an das Leben in der Tiefsee angepasst. Ihren Namen ver-danken sie speziellen Leuchtorganen, die sie an den Flanken, der Schwanzflosse und an der Bauchseite besitzen. Die Leuchtorgane dienen den Haien nicht nur dazu, mit ihren Artgenossen zu kom-munizieren. Sie nutzen sie auch, um sich zu tarnen, indem sie das Restlicht imitie-ren, das von der Meeresoberfläche bis in die Tiefsee dringt. Die Folge ist, dass ihre Körperkonturen von unten nicht mehr wahrnehmbar sind. Sie machen sich vor Räubern quasi unsichtbar. Bislang haben Forscher über 50 verschiedene Arten von Laternenhaien entdeckt. Einer der bekanntesten ist der Zwerg-Laternenhai, der nur eine Größe von etwa 18 Zentimetern erreicht. Er gilt - neben dem Zylindrischen Laternenhai - als einer der kleinsten Haie der Welt. Laternenhaie leben hauptsächlich in Tiefen zwischen 200 bis 2000 Metern. Den bisherigen Rekord hält ein Exemplar, das von Forschern am Nordatlantischen Rücken entdeckt und fotografiert wurde - in über 3.000 Metern Wassertiefe.


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09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg Spezial "1918"

Anatomie einer Zeitenwende. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer, Tanja Malle, Sabine Nikolay, Wolfgang Ritschl und Peter Zimmermann *Vorboten. Auf dem Weg in die nächste Krise* Die Anfangsjahre der Ersten Republik prägt Mangel. Denn die wichtigsten Industriestandorte und die produktivsten landwirtschaftlichen Betriebe befinden sich nunmehr außerhalb von Österreich. Die Folgen: Geringere Staatseinnahmen, hohe Arbeitslosigkeit, das Fehlen von Nahrungsmitteln und Kohle, Wohnungsnot. Verelendung und bitterste Armut prägten den Alltag der Menschen. Dazu kommt die galoppierende Geldentwertung. 1922 erreicht die Inflation sagenhafte 1.700 Prozent. Ein rigider Sparkurs, eine Währungsreform und ein Notkredit durch den Völkerbund stabilisieren die Finanzlage Österreichs ab 1923, beschreibt Günter Kaindlstorfer. Und Tanja Malle ergänzt, wie Österreich damit klarzukommen versucht, dass sich sein Wirtschaftssystem völlig ändert. Denn die Doppelmonarchie bildete eine Freihandelszone ohne Zollgrenzen, mit einer Währung und einer einheitliche Rechtsgrundlage. Das war die Basis für den Handel mit Waren und Dienstleistungen. 1918 endet diese Union. Österreich ist zunächst der einzige Nachfolgestaat der Monarchie, der seine Grenzen offen hält, die übrigen Länder setzten auf Protektionismus. Viele leben in der Ersten Republik im Elend. Wenige kommen zu sagenhaftem Reichtum. Nämlich durch den Spekulationsboom an der Wiener Börse im Jahr 1919. Zwei Männern mit großem Glück spürt Peter Zimmermann in seinem Beitrag nach. Camillo Castiglioni und Sigmund Bosel werden durch Spekulationen reich und zelebrieren den Luxus. Den ökonomisch und politisch äußerst prekären Verhältnissen zum Trotz. Denn obwohl die finanzielle Situation Österreichs etwa stabilisiert werden konnte, steigt die Arbeitslosigkeit weiter - ein Vorbote der späteren Weltwirtschaftskrise. Damit ist der Weg in die Diktatur - oder besser gesagt: in zwei Diktaturen - geebnet. Sabine Nikolay geht in ihrem Beitrag der Frage nach, welche Zukunftsperspektiven und gesellschaftlichen Utopien die neuen europäischen Gesellschaften angesichts von politischen und wirtschaftlichen Krisen entwickeln. Von der "Zurück zur Natur"-Bewegungen, über planwirtschaftliche Vorstellungen, bis zum Kommunismus und Faschismus. Eine der frühen warnenden Stimmen war die österreichische Autorin und Aktivistin Irene Harand. Sie tritt sehr früh entschieden gegen Antisemitismus und Faschismus auf. Ihr hat der Politologe Anton Pelinka sein Buch: "Die gescheiterte Republik. Kultur und Politik in Österreich 1918-1938" gewidmet. Im Studiogespräch mit Wolfgang Ritschl, analysiert er, welche Lehren sich aus dem Aufbau der Ersten Republik und aus den Fehlen ihrer Architekten ziehen lassen. Moderation: Wolfgang Ritschl. Recherche der zeithistorischen Originaltöne: Michael Liensberger. Redaktion: Tanja Malle und Ina Zwerger.


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09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


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10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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10.05 Uhr

 

 

Ausgewählt

mit Mirjam Jessa. In Zweisamkeit zu Schubert. Yaara Tal und Andreas Groethuysen zu ihren Schubert-Interpretationen. Welches Werk Franz Schuberts ist eigentlich das erste im Werkverzeichnis von Otto Erich Deutsch? Es ist eine Fantasie zu vier Händen in G-Dur komponiert vom 13-jährigen Franz Schubert im April 1810. Und es handelt sich um keine kindliche Petitesse, sondern um kühne 22 Minuten, die eine Überfülle von Ideen kaum bändigen. Von da an komponierte Schubert immer wieder Musik für Klavier zu vier Händen, das "Grand Duo" D 812, das Allegro in a-Moll D 947 und allen voran ein Schlüsselwerk, die Fantasie in f-Moll D 940, entstanden im Todesjahr 1828. Diese Werke sind bekannt, viel gespielt und beachtet. Einem großen Teil der Märsche, Polonaisen, Rondos und Fantasien wird aber viel zu wenig Beachtung geschenkt. Was läge also näher als anlässlich des 190. Todestags Franz Schuberts am 19. November mit einem der besten Klavierduos der Welt seine Klaviermusik zu vier Händen und insbesondere die f-Moll-Fantasie genauer unter die Lupe zu nehmen? Und dabei auch auf das eine oder andere verkannte Werk hinzuweisen? Das Klavierduo Yaara Tal Andreas Groethuysen hat bereits vor gut 20 Jahren das Gesamtwerk Schuberts für Klavier zu vier Händen veröffentlicht und wurde dafür 1997 mit dem Echo-Preis der Deutschen Phono Akademie und 1998 mit dem Cannes Classical Award ausgezeichnet. Zehn Mal erhielten sie insgesamt den "Preis der deutschen Schallplattenkritik".


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11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Die amerikanische Enkelin". Von Inaam Katschatschi. Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. Es liest Katharina Stemberger. Gestaltung: Friederike Raderer Als Saina 13 war, flüchtete sie mit ihrer Familie vor den Schergen Saddam Husseins in die USA. Richtig heimisch fühlte sie sich in den USA nie, obwohl sie bald einen US-amerikanischen Pass erhielt. Und dann kam der 11. September 2001, der Krieg gegen den Irak. Saina meldet sich als Übersetzerin für die CIA, sie will in ihrer alten Heimat arbeiten und ihren Beitrag zur Errichtung einer neuen Demokratie leisten.


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11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


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11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Daniela Knaller.


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11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


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12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


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13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


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13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


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14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Die Herzensstimme - Erinnerungen an Lucia Popp "Ist wie ein Gruß vom Himmel" - meinte es den Duft "persischen Rosenöls" (im Strauss'schen "Rosenkavalier") oder doch die Stimme der Sophie? Verehrt, mehr: geliebt wie nicht so bald eine, ist Lucia Popp vor einem Vierteljahrhundert ihren Fans entrissen worden. Mit Anfängen in Bratislava und (wesentlich) Wien durchlief die Sopranistin eine Skala von den Staccatissimo-Koloratur- und Soubrettenrollen übers lyrische Fach mit Mozart und Mittelpunkt und war dann gerade noch dabei, sich erste gewichtigere Wagner-Partien zu erobern. Lucia Popps Ernsthaftigkeit bei ihren vielen Liederabend- und Konzertauftritten ist keinesfalls dem kollektiven Gedächtnis entschwunden, ebenso wenig ihr Spielwitz auf der Operettenbühne und natürlich auch nicht der Herzenston ihrer "verkauften Braut" und ihrer Pamina. Nicht weniger genial, trotzdem, die (Schallplatten-)Besetzung des "Hausdrachens" Christine im "Intermezzo" von Richard Strauss mit dieser Sängerin!


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15.30 Uhr

 

 

Moment

Obdachlose und ihre Geschichten Für die meisten Passanten sind sie unsichtbar. Im hektischen Alltag der Großstadt gehen die meisten Menschen an ihnen vorüber, ohne sie zu beachten. Sie wechseln den Platz in der U-Bahn, wenn sie ihnen gegenüber sitzen oder betrachten sie als faul und arbeitsunwillig. Die Rede ist von Obdachlosen. Aber welche Geschichten stecken hinter ihren Schicksalen? Wie sind sie in die Obdachlosigkeit geraten? Wie war ihr Leben davor und wie meistern sie jetzt ihren Alltag? Das Neunerhaus ist eine Obdachloseneinrichtung in Wien, die seit fast zwanzig Jahren besteht. Es ist Anlaufstelle für viele Leute auf der Straße. Zwei von ihnen, die regelmäßig hierher kommen, erzählen uns ihre ganz persönlichen Geschichten. Gestaltung: Jan Prazak Rätsel des Alltags: Was tun gegen verzogene Nähte? Gestaltung: Ornella Wächter


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15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Ein Geschwisterduo spielt auf Márton und Bence sind Brüder und leben in Tirol. Márton ist 14 Jahre alt und spielt Saxophon. Bence ist 18 Jahre alt und spielt Klarinette. Als Duo Bubreg musizieren sie auf der ganzen Welt. Rudi und Kater träumen schon lang davon berühmt zu werden. Warum nicht auch mit Musik? Den Radiohund interessiert vorallem: wieviel man dafür üben muss? Gestaltung: Kathrin Wimmer


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16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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16.05 Uhr

 

 

Medizin und Gesundheit


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16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Über Gesetze und Grundregeln des Zusammenlebens. Gestaltung: Tanja Malle Vor 100 Jahren, im November 1918, wurde Österreich eine Demokratie. Die Erste Republik wurde ausgerufen - Frauen und Männer durften das Parlament wählen. Die dorthin von den Wählerinnen und Wähler entsendeten Abgeordneten entscheiden bis heute über Gesetze und damit über Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Aber welche unterschiedlichen Aufgaben haben Regierung und Parlament, Bundeskanzler und Bundespräsident? Welchen Problemen müssen sich Staatsoberhäupter stellen? Und wie viele Länder der Welt sind überhaupt Demokratien? Warum funktionieren die einen besser und die anderen weniger? Diese und zahlreiche andere Fragen der Ö1 Kinderunireporter/innen beantwortet Melanie Wiedemann vom Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien.


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16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


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17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


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17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


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17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Jazzpianist Peter Madsen veröffentlicht drei neue CDs. Vor rund 20 Jahren ist Jazzpianist Peter Madsen, einst auch in der Band von Stan Getz beschäftigt, aus seiner Wahlheimat New York City nach Vorarlberg übersiedelt. Dort wirkt er seither u. a. durch seine Unterrichtstätigkeit am Jazzseminar Dornbirn als wichtiger Impulsgeber: Dass in den letzten Jahren zahlreiche junge Jazztalente aus dem Ländle - allen voran der Madsen-Schüler David Helbock - national und international bekannt geworden sind, ist auch sein Verdienst. 2018 lässt Peter Madsen selbst mit gleich drei denkbar unterschiedlichen CDs aufhorchen, die seinen enorm breiten Horizont demonstrieren: "I Ching" freie Duo-Improvisationen mit Schlagzeuger Alfred Vogel; die Billy-Strayhorn-Hommage "Satin Doll", für die Gitarrist Oliver Rath als Duopartner fungiert; und das von Edgar Allan Poes Werk inspirierte Album "Never Bet The Devil Your Head", das Kompositionen für das achtköpfige Seven Sins Ensemble enthält.


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17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Der Untergang der Habsburger Monarchie. Mit Hannes Leidinger, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Am 12. November 1918, einen Tag nach dem Regierungsverzicht Kaiser Karls I., wurde die Gründung der Ersten Republik ausgerufen. Damit endete die mehr als 600 Jahre währende Herrschaft des Hauses Habsburg. Deren Reich war, wie kaum ein anderes, durch eine Vielfalt an Nationalitäten, Sprachen und Konfessionen geprägt. Dieses heterogene Machtkonglomerat war von Anfang an durch eine chronische Fragilität gekennzeichnet, zeigte aber eine beachtliche Überlebensfähigkeit. Das 19. Jahrhundert war durch Verluste an Territorium und Macht geprägt. Die Nationalitätenkonflikte verschärfen sich nach dem Ausgleich mit Ungarn 1867, der vor allem die slawischen Völker benachteiligte. Die Führung versuchte die Einheit der Monarchie und die Reputation des "Doppeladlers" mit Gewalt zu erhalten, das Militär ging äußerst gewaltsam gegen vermeintliche oder tatsächliche Illoyale vor. Die fatale Entscheidung für den Krieg gegen Serbien, der sich zum verheerenden Ersten Weltkrieg ausweitete, sowie 1916 der Tod von Kaiser Franz Joseph I., schwächten die Habsburgermonarchie enorm. Doch entscheidend für deren tatsächlichen Untergang waren die Ereignisse in den letzten Kriegsmonaten. Im November 1918 war die Monarchie militärisch und politisch tot. Wirtschaftlich, kulturell und vor allem mental scheint sie jedoch überlebt zu haben. Diese Einschätzung vom Fortleben der Monarchie in den Köpfen den Menschen führt zu Überlegungen, welche Alternativen es für den Donauraum gegeben hätte. Und sie deutet an, dass dies keine gute Voraussetzung für das Selbstverständnis und die Überlebensfähigkeit der Ersten Republik war.


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18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


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18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Der Ungarn-Aufstand hat auch die österreichische Geschichte mitgeprägt. Flüchtlinge von damals erinnern sich. Im November 1956 verschwand Ungarn endgültig hinter dem Eisernen Vorhang. Der Aufstand, der am 23. Oktober begonnen hatte, der Versuch, einer Diktatur und dem Machteinfluss der Sowjetunion zu entkommen, war blutig niedergeschlagen worden. Fast 200.000 Menschen verließen damals Ungarn - die allermeisten machten zumindest Zwischenstation in Österreich. Hier geblieben sind allerdings nur die wenigsten - knapp 15.000 Flüchtlinge haben sich schließlich in Österreich ein neues Leben aufgebaut. Drei davon, die als junge Männer geflüchtet waren, haben vor kurzem bei einer Veranstaltung in Wien von ihren Erlebnissen im Herbst 1956 erzählt. Welchen Stellenwert hatte der Aufstand damals für Ungarn und Österreicher, und wie hat man in Österreich diese Zeit erlebt?


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18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


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19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Wie vor 100 Jahren die Weichen für das 20. Jahrhundert gestellt wurden. Von Tanja Malle Nach dem 1. Weltkrieg liegt Europa in Trümmern. Das Deutsche Kaiserreich, wie auch die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, sind Geschichte, die Gesellschaft traumatisiert. Der Aufbau der Republik und der Demokratie beginnt. Auf nationaler Ebene wird der Sozialstaat geboren, auf internationaler Ebene beginnen die USA ihre Vormachtstellung aufzubauen. Politische und wirtschaftliche Krisen führen zu neuen Zukunftsentwürfen und Utopien, darunter der Faschismus und der Kommunismus. Die Gesellschaft remilitarisiert sich und neue Gewalt steht am Horizont. - Anlässlich des Kriegsendes am 11. November 1918 und der Gründung der Ersten Republik am darauf folgenden Tag widmet sich an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eine Tagung der "Zeitenschwelle 1918" und deren Langzeitfolgen.


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19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie, Dirigent: Jakub Hrusa; Barbara Hannigan, Sopran. Hans Abrahamsen: Let me tell you (2012-2013; Österreichische Erstaufführung) * Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (aufgenommen am 3. November im Großen Konzerthaussaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Gerhard Hafner Liebe, Hoffnung, Verzweiflung und Trauer sind uns allen vertraut. Sie finden sich auch in der Musik wieder, so auch in Abrahamsens dramatischem Liederzyklus "Let me tell you". Beim Monolog der unglücklichen Ophelia aus Shakespeares "Hamlet" glänzt die fabelhafte Sopranistin Barbara Hannigan an der Seite der Bamberger Symphoniker. Unter der Leitung seines Chefdirigenten Jakub Hrusa widmet sich das Orchester auch Brahms' Zweiter. Sie entstand am Wörthersee und besticht durch ihre heitere Atmosphäre. Ihrem Komponisten schienen die Melodien nur so zuzufliegen, bekannte er doch: "Der Wörthersee ein jungfräulicher Boden, da fliegen die Melodien, daß man sich hüten muß, keine zu treten!" (Wiener Konzerthaus)


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21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

"Vom Übersetzen habe ich immer geträumt - das ist auch ein Brückenbau" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Ruth Achlama, Übersetzerin Mit ihren deutschen Übersetzungen aus dem Hebräischen vermittelt Ruth Achlama zwischen zwei Kulturen, die historisch bedingt in einem besonderen Verhältnis zueinander stehen. Als Renate Böteführ 1945 in Quedlinburg geboren studierte sie Jus in Heidelberg und arbeitete sechs Monate bei einem Rechtsanwalt in Tel Aviv. Nach ihrer Heirat mit dem Chemiker Abraham Achlama änderte sie ihren Vornamen auf Ruth. Ein Jahr lang studierte sie Judaistik in den USA, bevor sie nach Israel auswanderte. Dort arbeitete sie zuerst als Korrekturleserin bei deutschsprachigen Zeitungen und studierte Bibliothekswissenschaften in Jerusalem. Ihre Arbeit als Bibliothekarin an der Universität in Rehovot gab sie auf, um schließlich Vollzeitübersetzerin zu werden. Ruth Achlama spezialisierte sich auf Belletristik. Ihr ist es zu verdanken, dass Werke von Amos Oz, Abraham Jehoschua, Meir Shalev oder Yoram Kaniuk auf Deutsch erschienen sind. Als Anerkennung ihrer Amos-Oz-Übersetzungen wurde ihr 1995 der Paul-Celan-Preis verliehen. 2015 erhielt sie für ihre Übersetzung von David Vogels "Eine Wiener Romanze" und Yoram Kaniuks "1948" den Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis. Ruth Achlama lebt in Tel Aviv. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählt sie, wie es ist, endlich auch weibliche Autorinnen wie zuletzt Ayelet Gundar-Goshen zu übersetzen und warum sie niemals selbst ein Buch schreiben möchte.


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21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


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22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


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22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Spezial "1918". Anatomie einer Zeitenwende. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer, Tanja Malle, Sabine Nikolay, Wolfgang Ritschl und Peter Zimmermann


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23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Grün, Grüner, Gemüseorchester (1). Gestaltung: Astrid Schwarz Das Wiener Orchester mit den kurzlebigen Instrumenten legt mit "The Green Album" sein viertes Album vor. Seit zwanzig Jahren untersucht das in Wien unter Gemüseorchester bekannte Kollektiv die klanglichen Eigenschaften von Gemüse. Als The Vegetable Orchestra hat es sich international einen Namen gemacht. Das verwendete Instrumentarium besteht auch nach zwei Jahrzehnten ausschliesslich aus Gemüse, das zurecht geschnitten, gehackt und gefräst wird. Frisch oder getrocknet, - Karotten, Lauch, Zellerknollen, Artischocken, Trockenkürbisse und Zwiebelschalen dienen als Basis für die Klangerzeugung. Nach dem Konzert gibt es die traditionelle Gemüsesuppe. Im Zeit-Ton hören Sie bereits Ausschnitte aus "The Green Album", das am kommenden Samstag im Rahmen des Wien Modern Festivals mit einem Konzert präsentiert wird.


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00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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00.05 Uhr

 

 

Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).


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01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


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