Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Meister des Unfertigen" - Johanna Schwanberg, Leiterin des Dom Museum Wien, zum 100. Todestag von Auguste Rodin. Gestaltung: Alexandra Mantler Er gilt als einer der einflussreichsten Künstler der Kunstgeschichte. Mit Werken wie "Der Kuss", "Der Denker" und "Die Bürger von Calais" schuf der 1840 in Paris geborene und 1917 in Meudon verstorbene Bildhauer Auguste Rodin Werke, die bis heute als Inbegriff von Skulptur gelten. Denn mit ihnen ist es ihm gelungen, zentrale menschliche Themen wie Leidenschaft, Gemeinschaft und Reflexion in Kunst zu übersetzen. Rodins Einfluss ist bis heute ungebrochen, da er wie kein Zweiter die Erfahrungen des modernen Menschen an der Wende zum 20. Jahrhundert in Stein übertragen konnte. Rodin widersetzte sich dem idealisierenden Ideal seiner Vorgänger und stellte die Suche nach Wahrhaftigkeit ins Zentrum seiner künstlerischen Arbeit. Anstelle von Perfektion machte er den Schaffensprozess sichtbar und erhob die Unvollkommenheit und das Flüchtige zum obersten Prinzip. In den "Gedanken für den Tag" beleuchtet die Kunstwissenschafterin Johanna Schwanberg die leidenschaftliche Biografie Rodins anlässlich seines 100. Todestages im Spannungsfeld zwischen Kunst und Leben im Frankreich der Jahrhundertwende. Sie stellt weltbekannte Meisterwerke genauso wie weniger bekannte Arbeiten des Künstlers ins Zentrum der Sendungen und zeigt auf, warum die Kunst dieses Wegbereiters bis heute so fasziniert.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Johannes Leopold Mayer


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Tierpfleger und Biologe Rupert Kainradl über Insekten, die sich als Pflanzen tarnen. Teil 4: Artspezifische Eier in Linsenform Gestaltung: Renate Pliem In der Biologie gibt es das Phänomen der "Mimese": eine Form der Tarnung, bei der ein Lebewesen in Gestalt, Farbe und Haltung einen Teil seines Lebensraumes annimmt. So kann es für Fraßfeinde nicht mehr von der Umgebung unterschieden werden. Einige Insekten haben die Mimese zur Perfektion gebracht: das "Wandelnde Blatt" zum Beispiel, eine Gespenstschrecke, deren Nervenbahnen sogar die Blattnervatur imitieren. Wenn das Tier berührt wird, wippt es wie ein Blatt im Wind. Andere Insekten tarnen sich als braune Äste oder als Blätter mit Dornen, um nicht gefressen zu werden. Die Orchideenmantis hingegen imitiert die Umgebung, um Beute zu machen: Die Gottesanbeterin ahmt die Blüten der Phalaenopsis-Orchideen nach. Wenn Insekten diese "Blüte" besuchen, geraten sie in eine tödliche Falle.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wenn die Kinder Erwachsene sind

Generationenbeziehungen im Wandel (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Kaum eine Beziehung scheint so selbstverständlich, kaum eine Beziehung ist so widersprüchlich wie die zwischen Eltern und Kindern. Geprägt ist das Eltern-Kind-Verhältnis von Sorge und Anteilnahme, aber auch von Abgrenzung und Autonomiestreben. Im Idealfall begleiten Eltern ihre Kinder zur Selbständigkeit. Doch: was dann? Eltern sein bleibt eine lebenslange Aufgabe. Denn sobald die Kinder außer Haus sind, die Beziehung zum Nachwuchs frei von Verpflichtungen ist, fällt auch der rituelle Rahmen alltäglicher Handlungen weg. Was bleibt, ist der Wunsch, am Leben der jungen Erwachsenen teilzuhaben. Deren Weg scheint manchmal jedoch schwer nachvollziehbar. Wie lassen sich konträre Ansichten der Kinder mit dem eigenen Selbstverständnis harmonisieren? Die jungen Erwachsenen wiederum ringen jahrelang damit, sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Äußerliche Ähnlichkeiten mit Vater oder Mutter werden oft als Makel empfunden. Makeup, Bartschnitt oder Kleidung helfen, eine Differenz zu betonen. Das Ziel ist immer, ausreichend Distanz zur Herkunftsfamilie schaffen, um sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Und hier kommen die Freundinnen und Freunde ins Spiel. Schwiegerkinder widersprechen oft den Vorstellungen der Eltern vom idealen Partner, der idealen Partnerin. Sie machen sichtbar, was die Jungen wollen und wohin sie sich entwickeln werden. Damit geraten eingespielte Verhaltensmuster in Bewegung, das Verhältnis zwischen den Generationen wird neu definiert.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Ein Gotteskrieger in Lederhosen

Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (4). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Er ist das Urbild des "waschechten" Tirolers - von imposanter Statur, mit schwarzem Bart, Hut und Lederhose: Andreas Hofer, der wohl wie kein anderer dem Klischee eines echten Volkshelden entspricht: Unter seiner Führung erhoben sich 1809 ein paar tausend Bauern gegen die mit Napoleon verbündeten Bayern, die vier Jahre zuvor die Herrschaft in Tirol übernommen hatten. Die neuen Machthaber betrieben eine radikale Modernisierungspolitik nach französischem Vorbild: Privilegien, wie das Recht, nicht zum Wehrdienst eingezogen zu werden, fielen, es kam zu Steuererhöhungen und zu Reformen des Gesundheitswesen. Zudem wurden die Konfessionen einander gleichgestellt. Gegen all das wehrten sich die Tiroler; und der Gastwirt, Wein- und Viehhändler Andreas Hofer, 1767 im Passeier im heutigen Südtirol geboren, wurde zur Leitfigur des Widerstandes - mit klar anti-aufklärerischen Zügen: So wird etwa, nach dem ersten Sieg am Bergisel, die von den Bayern eingeführte Pockenschutzimpfung als "Teufelszeug" verdammt und dem "Weibsvolk" weitestgehende Verhüllung vorgeschrieben. Schließlich unterliegt Andreas Hofer den französischen Truppen, flieht nach Südtirol, wird verraten, gefangengenommen und 1810, auf Befehl Napoleons, in Mantua hingerichtet. Seitdem gilt er als Freiheitsheld par excellence und ist bis heute die meistverehrte historische Figur in ganz Tirol. Nach seinem Tod wurde er allerdings zur Mehrzweck-Symbolfigur für Liberale und Konservative ebenso wie für Austrofaschisten und Nazis. Nach 1945 stand "der Hofer" dann überhaupt für die Tiroler, für die Einheit des Landes und sogar für die "Bumser" genannten Sprengstoffterroristen, die diese Einheit herbeibomben wollten. So ist der "Mythos Hofer", die Geschichte seiner Inszenierung und Instrumentalisierung im Grunde interessanter als die eigentliche historische Figur. Allen Mythen, so formulierte es einmal der Politologe Anton Pelinka, sei gemein, dass sie einen zugefügten Schmerz verewigen und immer wieder in Erinnerung rufen wollen. - Gemessen an der ungebrochenen Hofer-Verehrung, muss dieses Bedürfnis immer noch übermächtig sein.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen

Der Orient in der klassischen Musik (4). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali "Ob der Koran von Ewigkeit sei?" - das fragte sich Hugo Wolf in einem Lied auf einen Text von Goethe. Mit den Intrigen eines Wanderderwischs, der ein Liebespaar in eine Karawane nach Mekka einschleust, beschäftigte sich Christoph Willibald Gluck. Und die Scheherezade des Nikolai Rimsky-Korsakoff lässt uns in den Märchen aus 1001 Nacht schwelgen. Der Orient hält also viele Anknüpfungspunkte in der Themenfindung für europäische Künstler bereit. Auf religiöser Ebene bieten sich der Mystizismus eines Sufi-Ordens, die unterschiedlichen Auslegungen des Islam, der Koran oder die Figur eines Muezzin als Inspiration an. Doch auch die weltliche Perspektive kommt nicht zu kurz: kluge und schöne Frauen finden ebenso ihren Platz wie fromme Gläubige oder die Bandbreite an persischer Dichtung. Der Orient im Okzident hat viele musikalische Seiten. Vorstellungen und Bilder einer vermeintlich exotischen Welt vermischen sich mit detailgetreuen Szenen religiöser Rituale. Arabische, persische und türkische Wörter finden Eingang in die Welt der Oper. "Türkenszenen" finden sich auf den Opernbühnen ab der Zeit Ludwig XVI., das deutschsprachige Lied beruft sich auf die persische Dichtung. Und im 18. Jahrhundert entwickelt sich im so genannten alla turca Stil ein eigenständiges musikalisches Vokabular zur Orientalisierung klassischer Musik. Komponisten wie Lully, Rameau, Haydn, Mozart, Beethoven, aber auch Carl Maria von Weber oder Johannes Brahms haben den Orient im Okzident musikalisch verankert. Thematisch, spirituell oder musikalisch: die Faszination am Reichtum des Orients zieht bis heute Komponisten in ihren Bann. Nadja Kayali und Michaela Schierhuber folgen den klingenden Spuren, die der Orient im Okzident hinterlassen hat.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Der Gitarrist John Scofield. Gestaltung: Helmut Jasbar Seit "Decoy", einem Miles Davis Album von 1984, wurde der Sound von John Scofield plötzlich einem breiteren Publikum bekannt. Da war er freilich kein Anfänger mehr, er hatte bereits acht Alben aufgenommen. Sein unverwechselbarer, trockener und beinahe sprechender Sound ist aus dem zeitgenössischen Jazz bis heute nicht mehr wegzudenken. Er hat mehr als 40 Platten aufgenommen und hat sich auf Konzeptalben spezialisiert, jede neue Aufnahme ist einem Komponisten oder einem bestimmten Genre verpflichtet. Egal, ob er dabei mit Bigband arbeitet oder mit jungen Rappern oder eine Duoplatte mit Pat Metheny einspielt oder gar ein ganzes Album der Musik von Ray Charles widmet: Immer ist sein Gitarrenklang unverkennbar, und scheinbar mühelos schaffte er es, sich bis heute in regelmäßigen Abständen neu zu erfinden.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Die Rückkehr". Von Hisham Matar. Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence. Es liest Giuseppe Rizzo. Gestaltung: Friederike Raderer Gaddafis Diktatur hat seine Familie zerstört. Er selbst lebt seit langem in England, sein Vater wurde in das schlimmste Gefängnis Libyens verschleppt. In dem kurzen Zeitfenster zwischen Gaddafis Sturz und dem darauffolgenden Bürgerkrieg kehrt Hisham in seine Heimat zurück, um nach seinem Vater zu suchen.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Eva Teimel.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. "Leichter" Held mit eigener Meinung: René Kollo zum 80er Im Rückblick wird es ganz deutlich: René Kollo war unter den deutschen Tenören, denen das "heldische" Wagnerfach erreichbar war, nach dem Abtreten der "Dinosaurier"-Generation (inklusive Wolfgang Windgassen) derjenige, der in der Kombination von charaktervoller, den Aufgaben gewachsener Stimme und geistiger Durchdringung alle Altersgenossen überragte. Bekanntermaßen aus dem Schlagerbereich kommend (die Komponistenfamilie Kollo!), war René Kollo bald ein Lohengrin mit zartem Silberglanz, ein zu Herbert von Karajans "kammermusikalischem" Konzept passender Stolzing, aber auch ein Mikrofon-Tannhäuser und -Parsifal. Im persönlichen Umgang nicht einfach, auch nicht allürenfrei - aus dem Bayreuther "Jahrhundertring" stieg er aus - wuchs René Kollo in dem Moment, in dem die Plattenfirmen das Interesse an ihm verloren, vor allem auf Berliner Opernboden zu einem "echten" Heldentenor und zu einem Künstler, dem kein X für ein U vorzumachen war. Entsprechend vehement vertritt er heute in Wort und Schrift das Berufsethos "seiner" Ära - und Schlager und Volkslieder gehen ihm immer noch über die Lippen.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Die österreichische Wrestling Szene im Portrait. Vom Training bis zum Kampf. Thekla kämpft gegen Chabela, am Boden eines Wiener Gürtellokals. Früher sagte man in Österreich zu dieser Form des Kampfes "Catchen", heute "Wrestling". Menschen schlagen sich, beziehungsweise inszenieren einen Kampf, um andere zu unterhalten. In Wien floriert das sogenannte Underground Wrestling im Lokal "Weberknecht", in Österreich gibt es insgesamt drei Kampfschulen, in denen trainiert wird. Es gewinnt, wer das Publikum am besten unterhält - das galt schon am Wiener Heumarkt in der Ära des kürzlich verstorbenen Otto Wanz. "Das wichtigste beim Wrestling ist das Fallen", sagt Trainer Humungus, der in Wien Wrestling Tourniere veranstaltet. "Weil - wenn du nicht fallen kannst, kannst du nicht kämpfen. Weil bei uns beim Wrestling hebt dich der Gegner prinzipiell hoch und haut dich auf den Boden und das tut eben weh." Gestaltung: Franziska Schwarz Meisterstück: Der Schmuckkünstler Thomas Hauser über sein "schwarzes Gold" Niellium, eine schwarze Metalllegierung, die er sich patentieren ließ Gestaltung: Bea Sommersguter


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Der wohl berühmteste Schneemann der Musikgeschichte und sein Schöpfer, Erich Wolfgang Korngold. Das klingt nach Weihnachten, freut sich Rudi, als er diese fröhliche, singende, klingende Musik hört! Und bis es soweit ist, dauert es auch gar nicht mehr lang. Bloß auf den Schnee muss unser Radiohund wahrscheinlich wieder lange, lange warten und damit auf den ersten Schneemann, oder? Falsch gedacht! Diesmal kommt der Schneemann direkt ins Studio geflogen - mit Erich Wolfgang Korngold. Er hat einen musikalischen Schneemann komponiert - mit 11 Jahren (!) - und Walter Samuel Bartussek bringt ihn auf die Bühne im Wiener Musikverein. Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Ideen für ein Lernen mit Freude Gestaltung: Isabelle Engels Die Sommerferien liegen schon wieder weit zurück, die Schüler/innen stecken mitten im Wintersemester. Wohl die meisten von ihnen hätten lieber Ferien - aber gibt es an der Schule auch Dinge, die gut sind, die man gern macht? Woran liegt es, ob man die Schule als Ort empfindet, wo man sehr gern oder eher ungern hingeht? Iris Wintersperger vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien und Mitbegründerin einer innovativen Schule hat die Ö1-Kinderuni-Reporter/innen Pauline, Pia Marie, Rudolf und Yousif nach ihrem Schulalltag gefragt und nach ihren Ideen, was sie anders gestalten würden. Die Sinnhaftigkeit von Hausübungen, die Beginnzeit in der Früh, Konflikte mit Mitschüler/innen sowie Vor- und Nachteile eines fixen Stundenplans wurden dabei diskutiert.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Das schlanke Opus 2 des kalifornischen Wunderwuzzis Kamasi Washington Bekannt wurde er durch seine Arbeit mit HipHop- und Elektronik-Musikern wie Flying Lotus und Kendrick Lamar. Nun lässt der kalifornische Jazzsaxofonist Kamasi Washington seiner 2015 erschienenen Triple-CD "The Epic" einen schlanken Tonträger-Zweitling folgen. Er enthält die sechsteilige, gut 32 Minuten lange Suite "Harmony of Difference", in der kontrapunktische Techniken die Botschaft der Vielfalt transportieren. Auch ein bisschen Bombast darf dabei wieder sein.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Zur Entwicklung des modernen Tourismus. Mit Martin Scheutz, Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Der moderne Tourismus ist ein wichtiger gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Sektor. Die Geschichte des Reisens reicht weit zurück, zur mittelalterlichen Pilgerfahrt, der adelige Kavalierstour, den frühbürgerlichen Bildungsreisen und dem Seebädertourismus ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Als Tourist/innen werden Menschen bezeichnet, die sich aus ihrem gewöhnlichen Umfeld für längere Zeit hinausbewegen, zum bloßen Vergnügen. Doch gehörten Geschäfte und Bildung zu weiteren Motiven des Reisens und eine Abgrenzung fällt daher bis heute schwer. Der Beginn des modernen Tourismus als Massenphänomen wird im frühen 19. Jahrhundert angesetzt. Er ist eng mit der Entwicklung der Transportmittel verbunden - der Eisenbahn, dem Dampfschiff, dem Auto bis hin zum Flugzeug. Diese Verkehrsmittel erlauben es, eine große Menge an Menschen rasch - im Vergleich zum Fußmarsch oder der Kutsche - an einen fernen Ort zu bringen. Damit entstand auch eine touristische Infrastruktur wie Reisebüros, Gastronomie und Hotels. In den Anfängen noch ein Privileg der Reichen breitet sich der Tourismus durch die Sommerfrische auch auf die Mittelschicht aus. Nach dem Ersten Weltkrieg entsteht eine neue Form des Tourismus, die auch und vor allem den Angehörigen der Arbeiterschaft das Reisen ermöglichen soll, der Sozialtourismus: von Gewerkschaften organisierte und finanziell unterstützte Reiseformen, Reisen mit den "Naturfreunden" oder diversen Jugendbewegungen. Totalitäre Regimes entwickeln Formen des Sozialtourismus mit politisch-propagandistischen Absichten, in Italien die faschistische "Opera Nazionale Dopolavoro" oder im nationalsozialistischen Deutschland die "Kraft durch Freude"-Programme. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die Pauschalreise - zuerst im eigenen Land und später als europäische Fernreise - zum Durchbruch. Die Phase des kommerziellen Massentourismus beginnt.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Soll ich mein Kind impfen lassen? Und wenn ja, gegen welche Krankheiten? Anhand dieser Fragen scheiden sich die Geister. - Gestaltung: Daphne Hruby Während sich die einen strikt an den Impfplan halten und manch einer sogar nach einer Impfpflicht ruft, weil bestimmte Krankheiten nur so weiter dezimiert werden können, fürchten sich andere Eltern vor möglichen Nebenwirkungen. Letztere können, wie bei jedem Medikament, auftreten; in seltenen Fällen können Impfungen auch zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen. Dazu kursieren im Internet aber auch die obskursten Theorien. Zu wenig Aufklärung und eine medizinische Abfertigung wie am Fließband erhöhen die Impfskepsis; Kinder sollten heute laut Plan alleine in den ersten beiden Lebensjahren gegen 17 verschieden Krankheiten geimpft werden. Wie hoch sind Nutzen und Risiko von Impfungen? Und wo liegen die gesetzlichen wie moralischen Grenzen der Selbstbestimmung?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Eine Klasse für sich Von Juliane Nagiller Reiche Menschen besitzen neben Geld auch Immobilien, Autos, Unternehmensanteile oder Edelmetall-Reserven. Sie haben ihr Vermögen verteilt und gut abgesichert. Und es geht auch um soziales Kapital. Reichtum ist die Eintrittskarte zu einer eigenen Gesellschaftsschicht, deren Angehörige in Privatschulen ausgebildet werden und politischen Einfluss haben. Jahrhundertelang hat die Schere zwischen Reich und Arm, die derzeit größer wird, politische Ideologien geprägt und Ressentiments geschürt. So war beim letzten G20-Gipfel in Hamburg auch das Porsche-Zentrum Ziel eines Brandanschlags. Gleichzeitig fasziniert das Leben der Reichen: Gerne sieht man sich im Fernsehen Krönungen und Berichte über den Opernball an. Während es für Armut eine eindeutige Definition gibt, tut man sich beim Reichtum schwer. Ab welcher Summe ist man eigentlich reich? Und welches Vermögen gilt in Österreich gesellschaftlich als inakzeptabel?


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

"Zusammenspiel" - Kammermusikensembles der Grazer Kunstuniversität. Joseph Haydn: Streichquartett d-Moll Hob. III/76 (Hensel Quartett) * Joaquin Turina: Circulo op. 91 (KammerEnsembleOberschützen) * Nikolai Rimksij-Korsakow: Quintett für Klavier, Flöte, Klarinette, Horn und Fagott B-Dur (Krzysztof Dziurbiel, Klavier; Melanija Pintar, Flöte; Tomaz Adamic, Klarinette; Atay Bagci, Horn; Eduardo Munoz, Fagott) * Anton Arenski: Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 32 (SoloWay-Trio) (aufgenommen am 27. April im MUMUTH in Graz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger Mittlerweile ist es eine vielbeachtete und voll Interesse erwartete Tradition geworden, dass sich im Rahmen eines Projektes des Abonnement-Zyklus der Grazer Kunstuniversität Ensembles präsentieren, die sich hier in der steirischen Landeshauptstadt zu einem Kammermusikstudium entschlossen haben und dieses - gleitet von fachkundigen Professorinnen und Professoren - voll Engagement und künstlerischer Kompetenz betreiben. Dabei hat man nicht nur Gelegenheit immer wieder neue Ensembles kennenzulernen. Die Programme sind auch so gestaltet, dass neben Bekanntem aus dem Kammermusikrepertoire immer wieder auch Raritäten zu erleben sind, so dass diese Konzerte zu spannenden Begegnungen werden; mit vitalen, manchmal ungewöhnlichen Annäherungen an die Werke. "Zusammenspiel" hat Elisabeth von Magnus, Vizerektorin für Kunst an der Grazer Kunstuniversität, diese Reihe genannt.


21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

"Schon das Denken verändert die Realität" Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Frido Mann, Musiker, Theologe und Psychologe und Christine Mann, geborene Heisenberg, Theologin, Pädagogin und Psychologin Sein Großvater war der Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Ihr Vater war der Physiknobelpreisträgers Werner Heisenberg. Traditionsreichere Stammbäume lassen sich im deutschen Sprachraum kaum finden. Beide - Frido und Christine Mann - haben Theologie und Psychologie studiert. Beim Theologiestudium in München haben sie sich auch kennengelernt. 1966 heirateten sie. Er, der Spross einer Künstlerfamilie und sie, die Tochter von einem der bedeutendsten Physiker. Jetzt - Frido ist 76 Jahre und Christine 73 Jahre alt - haben sie gemeinsam ein Buch geschrieben: "Es werde Licht". Darin will das Ehepaar die Quantenphysik, mitbegründet von Vater Heisenberg, ins Zentrum einer neuen Gesellschaftsphilosophie rücken. Genauer gesagt: es geht ihnen um die Einheit von Geist und Materie. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählen Frido und Christine Mann wie es ist, mit so berühmten Namen aufzuwachsen, wie ihnen die Idee zu ihrem neuen Buch bei einem Spaziergang mit Werner Heisenberg kam und warum es dann doch noch vierzig Jahre gedauert hat, bis sie es schließlich schrieben.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Wenn die Kinder Erwachsene sind. Generationenbeziehungen im Wandel (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Ein Gotteskrieger in Lederhosen. Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (4). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen. Der Orient in der klassischen Musik (4). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Wien Modern 2017. Beatriz Ferreyra zum 80. Geburtstag. Gestaltung: Astrid Schwarz Sie ist eine der Pionierinnen der elektroakustischen Musik. In Argentinien aufgewachsen kam Beatriz Ferreyra 1963 nach Paris, um bei Nadia Boulanger Komposition zu studieren. Dort hörte sie bei einem Konzert zum ersten Mal elektroakustische Kompositionen der GRM, der Groupe des Recherches Musicales, woraufhin ihre Leidenschaft für diese Musik entbrannte. Im Studio von Pierre Schaeffer lernte sie das Handwerk an den Tonbandmaschinen, arbeitet mit ihm an seinem Werk "Traité des Objets Musicaux" und wurde Mitglied der GRM. Später wurde sie Teil der Groupe de Musique Experimentale in Bourges, wo sie zum Komponieren ein Studio zur Verfügung hatte und auch ein Lautsprecher Orchester, ein Akusmonium, für Konzerte. Ihr umfangreiches Werk wurde und wird auf internationalen Festivals gespielt, wie auch am kommenden Sonntag bei Wien Modern. Im Rahmen des "Acousmatic Project" ist ihr anlässlich ihres heuer 80. Geburtstages ein Schwerpunkt gewidmet. Ihr neues Stück "Senderos de luz y sombras. [Pfade von Schatten und Licht]", eine österreichische Erstaufführung, wird im von Thomas Gorbach entwickelten Akusmonium von der Komponistin präsentiert. Auch das IMA feiert Beatriz Ferreyra und präsentiert an diesem Abend eine soeben veröffentlichte Porträt-DVD über die Pionierin, die in der IMA-Porträt-DVD-Reihe "IMAfiction" erschienen ist.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Gerhard Hafner dazw. 03:00 Uhr Nachrichten