Deutschlandfunk Kultur

Feature

hoyerswerda:Das Pogrom von Hoyerswerda: Eine Reise in die Gegenwart Von Sebastian Dörfler und Julia Fritzsche Regie: Martin Heindel Mit: Bibiana Beglau, Philipp Moog Ton: Fabian Zweck Produktion: BR 2016 Länge: 53"03 Über Kontinuitäten rassistischer Gewalt und darüber, was ihr Einhalt gebietet. Im September 1991 greifen Neonazis ein Wohnheim für ausländische Vertragsarbeiter und ein Flüchtlingswohnheim in der sächsischen Stadt Hoyerswerda an. Die Anwohner applaudieren. Die Polizei schreitet nicht ein, sondern eskortiert die Geflüchteten in Bussen aus der Stadt. Neonazis erklären Hoyerswerda zur ersten ausländerfreien Stadt. Das Feature erinnert an diese Urszene rassistischer Gewalt im gerade wiedervereinigten Deutschland. Heute ist die rassistische Mobilisierung so stark wie damals. Julia Fritzsche, geboren 1983 in München, ist Juristin und Autorin. Sie schreibt Radiofeatures, Texte und Fernsehbeiträge zu gesellschaftspolitischen Themen. Sebastian Dörfler, 1982 in Nürnberg geboren, Journalist für Funk und Print. Hat Politik studiert und war danach Volontär an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin. Lebt in Berlin. Gemeinsam u.a.: "Rebel Cities" (BR 2013) und "Austerität tötet" (BR 2014). Das Pogrom von Hoyerswerda: Eine Reise in die Gegenwart
Samstag 18:05 Uhr

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Bayern 2

Breitengrad

kubaGeschlossene Gesellschaft am offenen Meer Trotz wirtschaftlicher Öffnung bleibt Kuba ein isoliertes Eiland - die letzte Bastion des Sozialismus in Lateinamerika. Ein Symbol der Grenzen des Systems ist der Malecón, die Uferstraße von Havanna, der "Boulevard der Sehnsüchte", oder die "letzte Mauer des Kalten Kriegs", wie der EU-Botschafter und Autor Herman Portocarero meint. Der Malecón zeigt die Veränderungen des Landes: Einige der wenigen Internet-Hotspots befinden sich an der acht Kilometer langen Mauer, an der sich die Wellen des Atlantiks brechen. Hunderte versammeln sich Abend für Abend und öffnen Fenster zur Welt. Am US-Botschaftsgebäude darf seit fast zwei Jahren wieder die US-Flagge wehen. Der Malecón stehe aber auch für die Dramatik Kubas, sagt Schriftsteller Leonardo Padura. Tausende flohen von hier aus in das nur 90 Meilen entfernte Florida. Heute sei die Ferne der Anfang von etwas Neuem: Einige Kubaner können inzwischen reisen. Nach Jahrzehnten der Eiszeit laufen wieder US-Kreuzfahrtschiffe in den Hafen von Havanna ein und bringen Touristen. Die lassen sich in US-amerikanischen Autos aus den 1950er Jahren über die kaum befahrene Uferstraße chauffieren. Die Fahrer freuen sich über gute Umsätze.
Samstag 18:05 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Geistliche Musik

Ensemble DiscantusAnonymus: "Dum pater familias" Ensemble Discantus Leitung: Brigitte Lesne Magister Albertus Parisiensis: "Congaudeant catholici" Ensemble Discantus Leitung: Brigitte Lesne Joby Talbott: "Path of Miracles" Tenebrae Leitung: Nigel Short Anonymus: "Jacobe servorum spes" Ensemble Discantus Leitung: Brigitte Lesne Bischof von Chartres Fulbert: "Psallat chorus celestium" Ensemble Discantus Leitung: Brigitte Lesne
Samstag 19:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Die verlorenen Söhne» von Robert Schoen Versprengte Wüstensöhne werden 1915 im «Halbmondlager» linguistischen Menschenexperimenten unterzogen. Ein verlorener Sohn des Jahres 2015 stottert an seinen Vater einen berührenden Brief. Und ein emeritierter Kauz schmatzt sich dazu durch sinnleere Begriffskonstruktionen. Am 27. Oktober 1915 wurde unter strengster Geheimhaltung auf Initiative des Sprachwissenschaftlers Wilhelm Doegen die «Königlich Preussische Phonographische Kommission» gegründet. In dieser Kommission arbeiteten Ethnologen, Musikwissenschaftler und Linguisten, um «die Stimmen der Welt» systematisch auf Lautplatten aufzunehmen und zu erforschen. O-Ton-Geber waren die Kriegsgefangenen im sogenannten Halbmondlager im brandenburgischen Zossen, die Lieder singen, Gedichte und Zahlenreihen aufsagen und auch die Geschichte vom verlorenen Sohn erzählen sollten. Etzel Mauss schreibt im Jahr 2015 einen Brief: «Vati! Lieber Vati, ich hoffe, Dir geht es gut. Es tut mir sehr leid, was damals passiert ist. Ich habe einen grossen Fehler gemacht». Vorm Abschicken liest er den Brief einem Chronisten mit Aufnahmegerät vor. Die Aufnahmen seziert ein emeritierter Phonologe. «Grotesk und tragikomisch diagnostiziert er die strapazierte ?Knarrstimme?, ohne sich für das Scheitern des Sprechers zu interessieren, der da wie der verlorene Sohn die Rückkehr zum Vater erwägt. Mit Schoens suggestiver Montage und dem auf lässige Weise eindringlichen Lorenz Eberle in der Hauptrolle glückt hier ein Kunststück: Konträr zu wissenschaftlicher Versuchsdominanz wächst die emotionale Anteilnahme des Hörers.» (Jury-Begründung zur Wahl zum Hörspiel des Monats März 2017) Mit: Lorenz Eberle (Etzel Mauss), Robert Schoen (Chronist), Prof. Dr. Bernd Pompino-Marschall sowie in O-Tönen: Wilhelm Doegen, Herr Lachiman aus Nepal, Max Myron, Karl Heinrich, Paul Bousquet, Bernard Bilhès, Louis Serrier, Kurt Williger, August Brockmann Mitarbeit: Ricarda Franzen - Tontechnik: Roland Grosch - Konzeption und Regie: Robert Schoen - Produktion: HR 2016 - Dauer: 52" Robert Schoen, geboren 1966 in Berlin. Nach dem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Giessen arbeitet er seit Mitte der 90er Jahre als Hörspielregisseur und -autor. Seine Hörspiele wurden vielfach preisgekrönt, u.a. erhielt er für «Schicksal. Hauptsache Schicksal» 2011 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.
Samstag 20:00 Uhr

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WDR3

ARD Radiofestival. Oper

pierre-laurent aimardSalzburger Festspiele Pierre-Laurent Aimard, Klavier; Chor des Bayerischen Rundfunks, Einstudierung: Howard Arman und Robert Blank; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Leitung: Kent Nagano György Ligeti Lux aeterna Olivier Messiaen La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ Zeitversetzte Übertragung aus der Felsenreitschule Anschließend: Festival der ARD-Preisträger Daniela Koch, Flöte; Agnès Clément, Harfe; Aris Quartett Kompilation aus 2 Konzerten Studio-Aufnahmen vom 30. und 31. Mai bis 24:00 Uhr
Samstag 20:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

milo rauMitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs Von Milo Rau Regie: der Autor Mit Ursina Lardi und Consolate Sipérius Produktion: WDR 2016 Länge: 54"09 Wie ertragen wir das Elend der Anderen? Warum schauen wir es an? Und wie human sind unsere humanitären Missionen wirklich? In einem Doppelmonolog leuchtet ,Mitleid" die Ambivalenzen der europäischen Betroffenheitskultur aus. Ursina Lardi, Schauspielerin und ehemalige NGO-Mitarbeiterin, erzählt vom Leben in den Krisenregionen dieser Welt, vom eigenen Befinden im Angesicht der großen Katastrophen. Prolog und Epilog zu dieser Selbstbefragung und Selbstbespiegelung liefert die in Burundi geborene Schauspielerin Consolate Sipérius, die mit vier Jahren als Überlebende des Völkermords von belgischen Eltern adoptiert wurde. ,Mitleid" beruht auf Recherchen vor Ort im Kongo, auf Gesprächen mit humanitären Helfern und Kriegsopfern verschiedenster Kulturen. Es ist nicht nur ein Nachdenken über die Grenzen unseres Mitleids, sondern auch über die Grenzen des europäischen Humanismus. Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs
Samstag 20:05 Uhr

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NDR Info

Jazz Klassiker

johnny hodges"Light Up!" - Buster Bailey, Johnny Hodges, Ernie Wilkins Mit Marianne Therstappen Die drei US-Saxofonisten Johnny Hodges, Buster Bailey und Ernie Wilkins standen in ihren Karrieren nicht immer in der ersten Reihe. Doch alle drei waren über Jahre hinweg Sidemen von absoluten Jazzlegenden wie Count Basie, Duke Ellington oder Benny Goodman und trugen mit ihrem Spielstil zum unverwechselbaren Klang der Bands bei. Mit der Erfahrung aus diesen großen Ensembles gingen sie später ihre eigenen Wege und schlugen so die Brücke vom Swing in den Modern Jazz.
Samstag 20:15 Uhr

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SRF 4 News

Wissenschaftsmagazin

LibellenSommerserie 3/7: Fliegen die Wissenschaftsredaktion hebt ab. Uralte Jäger Libellen gab es schon vor Millionen von Jahren heute sind viele der zielsicheren Flieger selten geworden. Sie heissen Hufeisen-Azurjungfer, Plattbauch, Grosses Granatauge oder Kleine Pechlibelle. Als Larven fressen sie ganze Tümpel leer. Als Erwachsene sind sie wunderschöne, wendige Jäger. Und sie existierten so oder so ähnlich schon vor Millionen von Jahren - damals allerdings mit einer Flügelspannweite von bis zu 70 Zentimetern. Heute weiss man, ihr Gehirn ist perfekt auf die blitzschnelle Jagd auf Sicht eingestellt. Rund ein Drittel aller Libellenarten in der Schweiz sind mehr oder minder selten geworden. Das Wissenschaftsmagazin stellt diesen Tieren nach, von ihrer Entstehung weit zurück in der Evolutionsgeschichte, über ihr Leben als fliegende Raubtiere, bis zur Frage, was ihre Zukunft sichern könnte.
Samstag 20:33 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

léo maletDie Brücke im Nebel Nach dem gleichnamigen Roman von Léo Malet Übersetzung aus dem Französischen: Hans Joachim Hartstein Bearbeitung: Klaus Schmitz Regie: Bernd Lau Mit Christian Brückner, Sabine Postel, Dieter Eppler, Jürgen Andreas, Manuela Romberg, Andreas Mannkopff, Karl Michael Vogler, Joachim Bartels, Manfred Boehm, Ernst Konarek, Wolfgang Reinsch, Margarete Salbach, Willi Schneider, Andreas Szerda, Iris Werlin SWF 1989 Nestor Burma, Privatflic im Paris der 50er-Jahre, Inhaber der Agentur FIAT LUX und Arbeitgeber der bezaubernden Sekretärin Hélène, bekommt Post. Ein ehemaliger Genosse bittet um Hilfe für ein paar Freunde von früher, die in Not seien. Der Briefschreiber liegt allerdings mittlerweile in der Salpêtrière: Jemand hat ihm ein Messer in den Leib gesteckt. Aber wer ist dieser tote Genosse überhaupt? Bei seinen Nachforschungen werden für Nestor Burma Erinnerungen an seine Anarchistenzeit lebendig. Neugierig macht ihn auch eine wunderschöne Zigeunerin, um die sich der Ermordete wie ein Vater gekümmert hatte. Das Kriminalhörspiel
Samstag 21:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Lange Nacht

jane austenVerführung, Stolz und Sinnlichkeit Eine Lange Nacht über die Schriftstellerin Jane Austen Von Regina Kusch und Andreas Beckmann Regie: Rita Höhne (Wdh. v. 26./27.12.2015) Anfang des 19. Jahrhunderts, als es für unvermögende Frauen noch aussichtslos zu sein schien, ein selbstbestimmtes, glückliches Leben zu führen, wenn sie nicht eine gute Partie machten, schuf Jane Austen (1775- 1817) in ihrem populärsten Roman ,Stolz und Vorurteil", mit Elizabeth Bennet und Mr. Darcy, eines der berühmtesten Liebespaare der englischen Literatur. In ihren Geschichten sehnen sich die Heldinnen stets nach der wahren Liebe und nicht nach einer Versorgungsehe. Aus diesem Grund hat Jane Austen selbst nie geheiratet, auch wenn das ihre finanzielle Lage nach dem Tod ihres Vaters erleichtert hätte. Mit der Schriftstellerei sicherte sie sich finanzielle Unabhängigkeit, auch wenn sie ihre Bücher anonym veröffentlichen musste. ,Sinn und Sinnlichkeit", ,Verführung" oder ,Emma" waren schon damals Bestseller und sind es bis heute. Ihr Werk ist über 30-mal verfilmt worden. Namhafte Stars wie Maggie Smith, Judi Dench, Keira Knightley, Sir Laurence Olivier, Colin Firth, Hugh Grant und Kate Winslet ließen heiratswillige junge Damen, Lords, Ladyships oder skurrile Pfarrer lebendig werden. Jedes Jahr findet im gregorianischen Bath, wo die Autorin zeitweise lebte, ein Jane Austen Festival statt. Niemand würde sich wundern, wenn plötzlich Mr. Darcy und Elizabeth Bennet über den Circus spazierten ... Verführung, Stolz und Sinnlichkeit
Samstag 23:05 Uhr

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BR-Klassik

Musik der Welt

Das Ensemble "Enkel" aus Finnland Konzert vom 31. Juli 2016 beim 37. Euroradio Folk Festival in Viljandi
Samstag 23:05 Uhr

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