Bremen Zwei

Gesprächszeit

Rainer ErlingerRainer Erlinger - wie sich in kleinen Alltagsproblem die großen Gerechtigkeitsfragen der Philosophie verstecken Was ist eigentlich gerecht? Ist es gerecht, wenn Eltern ihrem behinderten Kind mehr vererben als den Geschwistern, weil es mehr braucht? Oder ist es gerecht, wenn die Eltern den nicht behindertenen Kind mehr vererben, weil sie bislang häufig zu kurz gekommen sind? Welches Grundverständnis von Gerechtigkeit verbirgt sich hinter Alltagsfragen wie: Darf ich mich beschweren, wenn die Person vor mir im Flugzeug ihre Lehne zurückklappt? Und wie können uns die Philosophen bei unserem tagtäglichen Umgang mit Gerechtigkeit helfen? Das kann niemand so klug, charmant und kenntnisreich erklären wie Dr. Dr. Rainer Erlinger, Arzt, Jurist, Kolumnist und Autor. Mit dem Fachmann für Gerechtigkeits- und Gewissensfragen spricht Jutta Günther.
Dienstag 18:00 Uhr

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Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Predictive PolicingMit der digitalen Glaskugel gegen Verbrechen? Chancen und Risiken von "Predictive Policing" Von Lukas Grasberger Die Zukunft der Verbrechensbekämpfung, wie sie der Science-Fiction-Thriller "Minority Report" zu Beginn des Jahrtausends zeichnete, wird langsam Wirklichkeit. Delikte vorhersagen und verhindern: Das schaffen heute indes nicht wie im Hollywood-Streifen Hellseher - sondern digitale Rechentechnik. Mehrere Bundesländer testen bereits Software für predictive policing, in München läuft das Programm "Precobs" seit 2016 im Regelbetrieb. Die Software lernt aus Einbrüchen, die es bereits gegeben hat - und prognostiziert aufgrund von Wahrscheinlichkeiten künftige Delikte. Polizeistreifen können so in gefährdeten Gebieten frühzeitig sowie verstärkt präsent sein, Täter dadurch auch abschrecken. Praktiker wie Politiker loben "Precobs": Die Einbrüche nähmen ab, die Festnahmen zu. Doch an der Aussagekraft dieser Statistik gibt es Zweifel - wie auch an der Funktionsweise solcher Software generell. Denn in den USA erstellen Prognose-Programme bereits Listen potenzieller Straftäter - nach kaum nachvollziehbaren Kriterien und auch ohne dass sich Personen schon etwas zu Schulden kommen haben lassen. Bürgerrechtler warnen vor digitaler Diskriminierung, die bereits jetzt zur schikanösen Kontrolle vor allem von Bewohnern ärmerer Viertel führe. Redaktion: Sabine Straßer
Dienstag 18:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

nicaraguaModeration: Ellen Häring Nicaragua in der Krise - Anhaltende Repression und kreativer Widerstand Von Burkhard Birke Mehr als 500 Menschen sind bei den Protesten gegen Nicaraguas Präsident Daniel Ortega nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen gewaltsam ums Leben gekommen. Der ehemalige Guerilla-Chef und heutige Machthaber geht mit harter Hand gegen die Opposition im Land vor. Diese fordert seinen Rücktritt und Neuwah-len, Ortega indessen besteht auf seinem Mandat bis 2021 und will nicht loslassen. Die Fronten sind verhärtet, täglich werden Menschen willkürlich inhaftiert. Dennoch ebbt die Protestwelle nicht ab und ist überall sichtbar. Denn die Oppositionsbewegung zeigt sich erfinderisch und kreativ.
Dienstag 18:30 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

paul pörtner68 - Das neue Hörspiel Was sagen Sie zu Erwin Mauss Von Paul Pörtner Mutter Mauss: Traute Rose Irma Mauss: Marlies Westermann Wirt: Max Mairich Chor: Christa Berndl, Ursula Noack, Klaus Havenstein und Harry Kalenberg Ferner wirken mit: Lina Carstens, Hanne Wieder, Herbert Bötticher, Hans Jürgen Diedrich; Hans Korte, Willi Krüger, Friedrich Maurer, Herbert Mensching, Hans Putz, Horst Sachtleben, Jürgen Scheller, Heinz Schimmelpfennig, Klaus Schwarzkopf, Fritz Straßner und andere Regie: der Autor Aufnahme BR/NDR Anschließend: WDR 3 Foyer Ein dicker Mann, gesehen durch die Augen anderer
Dienstag 19:04 Uhr

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Ö1

Dimensionen

Scarlett JohannsonÜber die Verwandtschaft linker und rechter Identitätspolitik. Von Lukas Wieselberg Die Schauspielerin Scarlett Johannson verzichtet auf eine Rolle als Transgender-Mann, weil ihr vorgeworfen wurde, selbst nicht transgender zu sein. Und beim Konzert einer Reggae-Band sollten Weiße besser keine Dreadlocks tragen, das sei eine unangemessene Aneignung schwarzer Kultur. Zwei Beispiele einer linken Identitätspolitik, die in den vergangenen Jahren aus dem Ruder gelaufen zu sein scheint. - Begonnen hat sie in den 1960er Jahren, als die US-Bürgerrechtsbewegung für die Rechte der Schwarzen kämpfte. Später folgten Feministinnen, Schwule und Lesben, verschiedene Ethnien, Alte, Behinderte, Dicke und Dünne und viele mehr. Allen gemeinsam ist, dass sie aufgrund individueller Identitäten und erfahrener Diskriminierung politisch handeln. Teilweise mit Erfolg. - Problematisch wird es, wenn die individuelle Betroffenheit zum einzig legitimen Maßstab für politische Aktivität wird. Dann wird jeder Diskurs über die Grenzen der durch (vermeintliche) Identität Verbundenen unmöglich. Das widerspricht dem universalen Charakter der Aufklärung und liegt zudem sehr nahe an einer alt-neu-rechten Identitätspolitik, die sich nicht zufällig als "identitär" bezeichnet.
Dienstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

otto dixKriegstriptychon Die zwei Welten des Otto Dix Von Ulrike Bajohr Regie: Axel Scheibchen Produktion: Dlf 2014 23-jährig zog Otto Dix in den Ersten Weltkrieg. Patriotismus trieb ihn weniger als Neugier. Was er sah, überstieg seine Fantasie - dennoch saß er stoisch im Schützengraben, skizzierte, aquarellierte sogar. Das berühmteste Resultat dieser Eindrücke ist das Triptychon ,Der Krieg". Was Wunder, dass Dix gleich 1933 seine Professur in Dresden verlor. Er ging mit Frau und Kindern an den Bodensee. Dort lebte er eine bürgerliche Idylle, aus der er regelmäßig gen Dresden ausbrach: zu Käthe und Katharina und in sein altes Atelier, in dem das Kriegstriptychon stand. Das landete nach 1945 in den Dresdner Kunstsammlungen; die DDR-Kulturbürokratie begleitete das Hin und Her des Meisters zwischen Bodensee und Sachsen wohlgefällig. Doch Dix ließ sich zu keiner antifaschistischen Aussage hinreißen. "Krieg ist Scheiße!", mehr sagte er nicht und forderte einen ordentlichen Leihvertrag für sein Werk. Was folgte, war ein Ringen um Anerkennung und Geld, dessen Spur bis ins Heute reicht. Kriegstriptychon
Dienstag 19:15 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

arbeitArbeit neu denken Können wir Arbeit wirklich neu denken und verteilen? Ein Briefwechsel über den zukünftigen Gesellschaftsvertrag Von Michael Hirsch und Martin Zeyn Die Ausgangslage ist klar. Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Daher lohnt das Nachdenken. Denn es kann sein, dass die Digitalisierungen sämtlicher Lebensbereiche Verwerfungen hervorrufen werden, die jene aller bisherigen industriellen Revolutionen noch übertreffen. Was tun wir, wenn die Arbeit nicht ausstirbt, aber ein seltenes Gut wird? Spalten wir unsere Gesellschaft auf in jene, die durch ein Grundeinkommen alimentiert werden, und jene, die selber Geld verdienen? Wenn aber der produktive Teil der Arbeit durch Maschinen geleistet wird, wer bezahlt dann Kindererziehung, Pflegegeld und Renten? Oder entsteht eine ganz neue Klassengesellschaft: auf der einen Seite die festangestellten und gut dotierten Facharbeiter und Spezialisten, die Arbeiteraristokratie, wie Karl Marx sie nannte, auf der anderen das Lumpenproletariat, die temporär beschäftigten und schlecht bezahlten Dienstleister, die Pizzaboten und Call-Shop-Angestellten? Ganz offensichtlich haben wir ein fundamentales Problem der Verteilung der Arbeit in der Gesellschaft. Und ein fundamentales Problem der Bestimmung der Wertschätzung verschiedener menschlicher Tätigkeiten: der bezahlten wie der unbezahlten. Wollen wir wirklich so leben? Es gibt Modelle, Arbeit neu zu denken. Der Philosoph Michael Hirsch und Nachtstudioleiter Martin Zeyn stellen sie vor.
Dienstag 20:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv

ingrid laubrockSchatten des Unbewussten Das Ingrid Laubrock Oktett beim SWR NEWJazz Meeting 2011 Am Mikrofon: Reinhard Kager Ingrid Laubrock zählt zweifelsohne zu den eigenständigsten Stimmen des Gegenwartsjazz. Das konnte die in New York lebende Musikerin beim SWR NEWJazz Meeting 2011eindrücklich unter Beweis stellen. Mit einem neuen Oktett, dessen Kern Laubrocks Trio "Sleepthief" mit dem Pianisten Liam Noble und dem Schlagzeuger Tom Rainey bildet, studierte die Saxofonistin neun neue Eigenkompositionen ein, die den hervorragenden Instrumentalisten vor allem in rhythmischer Hinsicht alles abverlangten. Mary Halvorson (Gitarre), Tom Arthurs (Trompete), Ted Reichman (Akkordeon), Ben Davis (Cello) und Drew Gress (Bass), die das neue Ingrid-Laubrock-Oktett komplettierten, lösten ihre Aufgaben mit Bravour: durch Präzision und Improvisationsgeschick, denn alle Kompositionen Laubrocks boten neben durcharrangierten Passagen auch viel Raum für freies Spiel. (Produktion 2012) Ingrid Laubrock: Glasses #2 Ingrid Laubrock Oktett Ingrid Laubrock: Conducted Piece No. 1 Ingrid Laubrock Oktet Ingrid Laubrock: Glasses #1 Ingrid Laubrock Oktett Ingrid Laubrock: November Doodle Ingrid Laubrock Oktett Ingrid Laubrock: Red Hook Ingrid Laubrock Oktett Ingrid Laubrock: Chant Ingrid Laubrock Oktett
Dienstag 21:03 Uhr

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RBB kulturRadio

MUSIK DER KONTINENTE

Ernest Ranglinmit Peter Rixen Weltmusik-Pioniere Sie machten die Musik ihrer Heimatregion bekannt als noch kaum jemand den Begriff ""Weltmusik"" verwendete. Zugleich zeigten sich Musikerinnen und Musiker wie die südafrikanische Sängerin Miriam Makeba, der jamaikanische Gitarrist Ernest Ranglin oder der kubanische Mambo-King Chico O"Farill offen für vielerlei Einflüsse.
Dienstag 21:04 Uhr

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WDR3

WDR 3 Jazz & World

oscar petersonJazz at the Philharmonic in Hamburg 1957 Oscar Peterson, p; Ray Brown, b; Herb Ellis, git; Roy Eldridge, tp; Jo Jones, dr; Ella Fitzgerald, voc Aufnahme vom 22. Mai aus der Festhalle Planten un Blomen Swing Klassiker bis 24:00 Uhr
Dienstag 22:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

BaronowskiVietnam Tapes Die Kriegsaufzeichnungen des Michael A. Baronowski Von Alan Hall Übersetzung: Uda Strätling Regie: Thomas Wolfertz Mit: Michael A. Baronowski, Alex Baronowski, Lorraine Meckley-Criss, Tim Duffie und Raymond Barowski sowie Fabian Sattler, Bernhard Schütz, Claudia Fenner, Ronald Nitschke und Thomas Meinhardt Ton: Theresia Singer Produktion: BBC 2003-WDR /Dlf 2005 Länge: 44"24 Ein junger Soldat im Vietnamkrieg macht Tonbandaufnahmen. Dokumente über das Leben in Schützengräben, Kameraden und die Gefechte. 1966 nahm ein junger Marinesoldat ein Aufnahmegerät mit in den Vietnamkrieg. Michael A. Baronowski zeichnete alles auf, was um ihn herum passierte: das Leben in Schützengräben, seine Kameraden und die Gefechtshandlungen. Die Tonbänder schickte er als akustische Briefe zu seiner Familie nach Pennsylvania. Nach nur zwei Monaten fiel er im Krieg. 40 Jahre später überreichte die Familie Michaels dem ehemaligen Kameraden Tim Duffie die Tonbänder. Alan Hall, Featureautor, gründete 1998 die Radio-Produktionsfirma "Falling Tree Productions". Auszeichnungen u.a.: Prix Italia, Prix Europa und Sony Radio Academy Gold Award und Third Coast Award. In Deutschland wurden außerdem gesendet: "Jeff Buckley in London" (Falling Tree für BBC/RBB 2015) und "Hark!" von Chris Brookes, Alan Hall und Paolo Pietropaolo (Battery Radio 2008, Prix Marulic 2009). Vietnam Tapes
Mittwoch 00:05 Uhr

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