Bayern 2

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KaugummiGummi Der Kaugummi - Zäher Begleiter der Menschheit Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Frank Halbach Er stammt aus Mittel- und Südamerika und war den Mayas ein Allheilmittel. Sie trauten dem bis zu 40 Meter hohen Breiapfel- oder Kaugummibaum, Manilkara zapota, fast alles zu: Wunden heilen, Cholesterin senken, Duchfall stoppen, Erkältung lindern ... Weltkarriere hat sein eingedickter Milchsaft gemacht. Die Ureinwohner nannten ihn Chictli und kauten darauf herum. Die Spanier brachten den Naturkaugummi im 16. Jahrhundert dann nach Europa. Als die Amerikaner Ende des 19. Jahrhunderts den synthetischen Kaugummi erfanden, geriet die süßliche Kaumasse in Vergessenheit. Heute hat sie wieder Renaissance: Eine Kooperative produziert in Mexiko Naturkaugummi der Marke Chicza und vertreibt ihn in über 30 Ländern. Dabei bleiben der tropische Regenwald und eine jahrtausende alte Kultur erhalten. Das weiße Gold - Kautschuksammeln im Amazonas Autorin: Gudrun Fischer / Regie: Irene Schuck Eine Oper mit Goldkuppel mitten im Amazonasurwald? Die Kautschukbarone Brasiliens investierten ihr Geld in Prunk. Sie verdienten Ende des 19. Jahrhunderts ein Vermögen mit dem weißen Gold, dem Kautschuk. Doch der Boom endete schnell. Die Kautschuksamen wurde außer Landes geschmuggelt und wuchsen in anderen tropischen Ländern auf Plantagen. Das mühsame Ernten im Urwald lohnte sich nicht mehr. Trotzdem suchen heute noch Menschen im Amazonasgebiet nach dem Naturgummi. Sie leben in Sammelreservaten, bekommen ein paar Pfade im Urwald zugewiesen und wandern täglich durch den Wald, um an den besten Stämmen zu ritzen. Der weiße Milchsaft läuft in eine Schälchen, das sie am Stamm befestigen und einmal die Woche leeren. Heute liefert Brasilien nur noch ein Prozent des weltweit verkauften Naturgummis. Doch das soll sich ändern. Es wird erforscht, ob der Latex-Baum nicht im Süden Brasiliens in Plantagen wachsen kann, wo der Pilz, der den Baum im Amazonasgebiet befällt, nicht überlebt. Kautschuk ist hitzebeständiger als künstliches Gummi. Deswegen müssen zum Beispiel Flugzeugreifen zu hundert Prozent aus diesem Pflanzensaft sein. Insgesamt 40.000 Produkte werden aus Kautschuk hergestellt, besonders in der Medizintechnik ist Naturlatex nötig. Mit einer Kautschuksammlerin unterwegs im Amazonasurwald. Moderation: Thies Marsen Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

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88vier

onda-info

Ökotourismusonda-info - Das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder Ökotourismus in Costa Rica.
Freitag 12:00 Uhr

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88vier

onda-info

mexikoonda-info - Das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder Ökotourismus in Costa Rica.
Freitag 12:30 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

gustav mahlerDu lebst in meiner Klage Die Kindertotenlieder von Gustav Mahler und Friedrich Rückert Von Dagmar Penzlin Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Es ist der Albtraum aller Eltern: dass das eigene Kind vor ihnen selbst stirbt. Der Dichter Friedrich Rückert muss diese existenziell erschütternde Erfahrung innerhalb weniger Wochen gleich zwei Mal machen. Er verarbeitet den Tod seiner Kinder Luise und Ernst, indem er weit über 400 Kindertotenlieder schreibt. Jahrzehnte später wählt Gustav Mahler fünf Gedichte aus und formt aus ihnen einen Liedzyklus. Er schenkt so Rückerts kunstvoller Poesie eine weitere Tiefendimension. Wie aktuell diese Kindertotenlieder bis heute sind, wie sehr sie die Gefühle trauernder Eltern einfangen, zeigt sich im Gespräch mit Isabel Schupp - sie hat ihre Tochter Pauline verloren und arbeitet heute als Trauerbegleiterin. Zusammen mit den Deutungen der Musikwissenschaftlerin Ivana Rentsch und des Baritons Thomas Hampson ergibt sich eine facettenreiche Interpretation.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

mixen, mahlen,Das Haushaltsgerät Denn du bist, was du isst Von Jenny Hoch Regie: Friederike Wigger Produktion: DLF 2016 Früher mögen es dicke Autos oder Buchdeckel gewesen sein, heute funktioniert vor allem die Ernährung als soziales Distinktionsmittel: Du bist, was du isst. Bio allein ist längst zu normal geworden, um sich darüber noch abzugrenzen. Erst wer den Vornamen seines Kartoffelbauern kennt, sich entsprechend seinem Genotyp ernährt oder Rezepte aus der Frühsteinzeit nachkocht, signalisiert seiner Umwelt: Ich bin kritisch, sensibel und auf der Höhe der Zeit. Die anderen, die Ausgeschlossenen, erkennt man daran, dass sie sich noch trauen, sich hochkalorisch und fettig, also heldenhaft ungesund zu ernähren. Doch was passiert, wenn man eine Öko-Familie, einen Deluxe-Esser, eine Hochleistungsdiät-Halterin und einen Schwerstarbeiter zu Hause besucht, im Gepäck ein kurioses Küchengerät, das angeblich alles kann, mixen, mahlen, kochen, dünsten? Brutzelt es auch die Unterschiede weg? Wir wagen ein Experiment - und lassen alle bei null anfangen. Denn du bist, was du isst
Freitag 20:10 Uhr

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