Bayern 2

radioWissen

Die Intelligenz der Natur Tierisch bewusst Denken und empfinden Tiere? Denkende Pflanzen? Natur neu entdeckt Das Kalenderblatt 20.4.1844 Der gestiefelte Kater wird uraufgeführt Autorin: Brigitte Kohn Tierisch bewusst - Denken und empfinden Tiere? Autor: Marko Pauli / Regie: Sabine Kienhöfer Das Innenleben der Tiere - ihr Bewusstsein, die kognitiven Fähigkeiten, die Empfindungsfähigkeit - ist noch weitestgehend unerforscht. Der Meeresbiologe und Verhaltenswissenschaftler Karsten Brensing macht sich in seinem Buch "Das Mysterium der Tiere" auf Spurensuche und berichtet in radioWissen von der "Kultur bei Tieren", der "Geheimsprache der Tiere" und von ihrem "logischen Denken". Brensing ist nicht der einzige auf dem Buchmarkt, der einen erstaunlichen und erstaunten Blick auf die Natur wirft. So ist dort auch von kuschelnden Bäumen, intelligenten Kraken, von geheimen Netzwerken und dem "Seelenleben der Tiere" insgesamt zu lesen. Haben wir das Bewusstsein und die Fähigkeiten der Tiere bisher so sehr unterschätzt und übersehen? Was erfahren wir Neues, und liegt dem neuen Natur-Boom auf dem Büchermarkt womöglich eine Form des Anthropomorphismus zugrunde, sprechen wir also Tieren menschliche Eigenschaften zu, mit denen sie womöglich kaum etwas zu tun haben? Antworten dazu in diesem Feature von der Tierpsychologie, der Literaturkritik und aus der Verhaltensforschung. Denkende Pflanzen? - Natur neu entdeckt Autor: Geseko von Lüpke / Regie: Christiane Klenz Seit Francis Bacon und René Descartes gilt die Natur der Wissenschaft als seelenlose Materie, ihre Lebewesen bestenfalls als animierte Maschinen. Intelligenz wurde seit der Aufklärung ausschließlich dem Menschen zugeschrieben, dem es damit auch erlaubt war, die evolutionär unter ihm stehende natürliche Welt in ihre Bestandteile zu zerlegen und auszubeuten.Die Biologie des 21. Jahrhunderts überschreitet jedoch mittlerweile den radikalen Reduktionismus und Materialismus ihrer Gründerväter. Heute wird Intelligenz auf allen Ebenen der Natur entdeckt. Gentechniker und Biologinnen entdecken, dass Zellen ununterbrochen mit ihren Nachbarinnen flüstern, Gene vieldeutig und dynamisch reagieren, Pflanzen mit Duftstoffen miteinander kommunizieren, lernen und sich erinnern können, Bienen abstrakte Zeichen erkennen, Krähen Werkzeuge herstellen können. Die faszinierenden Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland zeigen ein Bild des Lebens, das sich weit von der mechanischen Utopie des letzten Jahrhunderts entfernt hat: Leben erscheint als ein Prozess von Kommunikation und Austausch in dynamischen Netzwerken. Und die neuesten Einblicke in die Intelligenz von Zellen und ihren Dialog mit der Umwelt haben das Potenzial, unser bisheriges Welt- und Menschenbild grundlegend zu verändern. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

klavier"Silberner Klang trägt den Gesang" Liedbegleitung - Die subtile Kunst am Klavier Von Florian Heurich Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Liedbegleitung - Die subtile Kunst am Klavier Von Florian Heurich Einst haben Franz Schubert oder Richard Strauss ihre Lieder selbst begleitet und sich dabei bisweilen große Freiheiten erlaubt, zur Zeit der Salon- und Hausmusik setzte man sich oft mehr mit Hingabe als mit Talent ans Klavier, und noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein stand bei Liederabenden der Klavierbegleiter häufig im Schatten des Sängers und hielt sich dezent im Hintergrund. Mit dem Pianisten Gerald Moore, seinerzeit Partner von Dietrich Fischer-Dieskau oder Elisabeth Schwarzkopf, wurde die Kunst der Liedbegleitung jedoch auf ein neues Level gehoben. Mittlerweile sind Sänger und Pianist längst gleichwertige künstlerische Partner und verschmelzen oft zu kongenialen Lied-Duos. Wie genau funktioniert aber die Zusammenarbeit zwischen zwei Künstlerpersönlichkeiten bei der Vorbereitung und Probenarbeit für einen Liederabend? Welche Impulse gehen dabei vom Begleiter aus? Worauf wird bei Studium und Ausbildung von Liedpianisten Wert gelegt? Welches besondere Gespür braucht man für diesen Beruf? Solchen Fragen geht Florian Heurich nach und hat sich unter anderem mit den Pianisten Helmut Deutsch, Wolfram Rieger, Donald Sulzen und Gerold Huber sowie den Sängern Jonas Kaufmann, Bo Skovhus und Christian Gerhaher über die subtile Kunst der Liedbegleitung unterhalten.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

hassHerd. Heimat. Hass. (3/4) Über die Verlockungen rechten Denkens In Rechter Gesellschaft Versuch einer Kommunikation mit der Neuen Rechten Von Sammy Khamis Produktion: Dlf 2018 (Teil 4 am 24.4.2018) Sie bezeichnen sich selbst als Avantgarde. Sie setzen auf straffe Organisation und sind Teil einer europäischen ,Reconquista". Die sogenannte Neue Rechte ist nicht neu, aber viele ihrer Akteure sind es: Einer ist 26 Jahre alt, hat einen Universitätsabschluss, ist Mitglied mehrerer Burschenschaften und bestens vernetzt: Philip Stein. Stein leitet eine rechte NGO, spielt Wahlhelfer, verfasst neue-alte Theorien vom Widerstand und baut die außerparlamentarische Opposition abseits der Parlamentsdebatten auf. Stein ist auf der Straße, leitet einen Verlag und ist stolz darauf "Unsagbares wieder sagbar" gemacht zu haben. Das wirft die Frage auf, ob den Worten jetzt noch mehr Taten folgen. Womit entfacht ein geistiger Brandstifter eigentlich sein Feuer und wer soll es löschen und womit? Das Feature versucht nicht nur die Annäherung an einen Akteur dieser vermeintlichen Avantgarde, um darüber die Bruchlinien zu vermessen, die mitten durch die Gesellschaft gehen. Es macht auch die Annäherung selbst zum Thema: Kann/darf/soll man mit der Neuen Rechten sprechen? Und wenn ja, wie? In Rechter Gesellschaft
Freitag 20:10 Uhr

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