Deutschlandfunk Kultur

Feature

BaronowskiVietnam Tapes Die Kriegsaufzeichnungen des Michael A. Baronowski Von Alan Hall Übersetzung: Uda Strätling Regie: Thomas Wolfertz Mit: Michael A. Baronowski, Alex Baronowski, Lorraine Meckley-Criss, Tim Duffie und Raymond Barowski sowie Fabian Sattler, Bernhard Schütz, Claudia Fenner, Ronald Nitschke und Thomas Meinhardt Ton: Theresia Singer Produktion: BBC 2003-WDR /Dlf 2005 Länge: 44"24 Ein junger Soldat im Vietnamkrieg macht Tonbandaufnahmen. Dokumente über das Leben in Schützengräben, Kameraden und die Gefechte. 1966 nahm ein junger Marinesoldat ein Aufnahmegerät mit in den Vietnamkrieg. Michael A. Baronowski zeichnete alles auf, was um ihn herum passierte: das Leben in Schützengräben, seine Kameraden und die Gefechtshandlungen. Die Tonbänder schickte er als akustische Briefe zu seiner Familie nach Pennsylvania. Nach nur zwei Monaten fiel er im Krieg. 40 Jahre später überreichte die Familie Michaels dem ehemaligen Kameraden Tim Duffie die Tonbänder. Alan Hall, Featureautor, gründete 1998 die Radio-Produktionsfirma "Falling Tree Productions". Auszeichnungen u.a.: Prix Italia, Prix Europa und Sony Radio Academy Gold Award und Third Coast Award. In Deutschland wurden außerdem gesendet: "Jeff Buckley in London" (Falling Tree für BBC/RBB 2015) und "Hark!" von Chris Brookes, Alan Hall und Paolo Pietropaolo (Battery Radio 2008, Prix Marulic 2009). Vietnam Tapes
Mittwoch 00:05 Uhr

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Bermuda.funk

Kopf im Ohr

johannes gutenbergEin Chat aus dem Jenseits - Johannes Gutenberg ist nicht mehr sterblich Feature von und mit Hans Dölzer ...
Mittwoch 05:00 Uhr

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Ö1

Radiokolleg Spezial "1918"

1918Anatomie einer Zeitenwende. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer, Tanja Malle, Sabine Nikolay, Wolfgang Ritschl und Peter Zimmermann *Weichenstellung. Die Gesellschaft erfindet sich neu* Ab 1914 ziehen zehntausende Soldaten für Kaiser und Vaterland ins Feld, ab 1918 kehren jene, die überlebt haben, in ein unbekanntes Land zurück: Die Erste Republik. Der neue Staat ist wirtschaftlich nicht in der Lage, den ehemaligen Soldaten Arbeitsplätze und Perspektiven zu geben, zeichnet Peter Zimmermann nach. Die Versorgung der vielen traumatisierten und körperlich versehrten Personen ist schlecht. Allein die Literatur gibt der Figur des Kriegsheimkehrers eine Heimat. Als literarische Figur steht er für die Verlorenheit des Einzelnen nach dem Zusammenbruch des "Goldenen Zeitalters der Sicherheit", wie Stefan Zweig die Jahre vor 1914 charakterisiert hat. Im Studio spricht Wolfgang Ritschl mit den Historikern Verena Pawlowsky und Harald Wendelin über die Anfänge des Sozialstaates in Österreich. Die Grundlage für das Gespräch ist ihr Buch: "Die Wunden des Staates. Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914 -1938". Denn aus der Frage, was der Staat mit den versehrten, den psychisch kranken, den verwaisten Menschen, die nach dem Ende des Krieges auf sich alleine gestellt sind, tun soll, entwickelt sich der Wohlfahrtsstaat. Das 1919 verabschiedete österreichische Invalidenentschädigungsgesetz war zu seiner Zeit europaweit einzigartig. In ihren Anfangsjahren stellt die Erste Republik aber nicht nur die Weichen für den Sozialstaat, sondern verhandelt zahlreiche politische und wirtschaftliche Fragen neu, schildert Tanja Malle. Zwei gegensätzliche Entwürfe sind bis heute spürbar. Das rote Wien gegen die schwarzen Bundesländer. Günter Kaindlstorfer und Sabine Nikolay schildern in ihren Beiträgen, welche Folgen der Schock des Ersten Weltkriegs auf die Kultur hat. Zum einen bringen die Roaring Twenties einen rasanten Aufstieg der Massenkultur. Die Menschen suchen Zerstreuung in Kinos und Kabaretts, der Jazz erobert - von den USA ausgehend - die Welt. Und das neuerfundene Massenmedium Radio verändert die Hörgewohnheiten. Zum anderen spiegeln Musik und Kunst die fundamentalen Entdeckungen innerhalb der Naturwissenschaften wider. Kunst beginnt, sich kritisch mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Das einsame Künstlergenie ist passé, Künstlergruppen überschreiten Genregrenzen. Moderation: Wolfgang Ritschl. Recherche der zeithistorischen Originaltöne: Michael Liensberger. Redaktion: Tanja Malle und Ina Zwerger.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

John RawlsPhilosophie der Gerechtigkeit Zur ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" Gerechtigkeit Im Wandel der Philosophie John Rawls Vordenker einer gerechten Gesellschaft Das Kalenderblatt 14.11.1804 Maria Leopoldine heiratet diesmal Graf von Arco Von Birgit Magiera Gerechtigkeit - Im Wandel der Philosophie Autor: Michael Cornadt / Regie: Martin Trauner Kaum etwas empört die Menschen so sehr wie Ungerechtigkeit. Aber darüber, was konkret gerecht oder ungerecht ist, gehen die Meinungen oft weit auseinander. Deshalb bemühen sich Philosophen seit mehr als 2.000 Jahren, objektiv herauszufinden, was Gerechtigkeit eigentlich ist und wie man sie herstellen kann. Der Beitrag beleuchtet wesentliche Stationen dieses Denkwegs: von der Gerechtigkeit als Tugend bei Platon und Aristoteles über Rousseaus Gesellschaftsvertrag bis zur Verfahrensgerechtigkeit bei John Rawls und Jürgen Habermas. Braucht Gerechtigkeit einen moralischen Überbau, oder reichen faire Regeln? John Rawls - Vordenker einer gerechten Gesellschaft Autorin: Maike Brzoska / Regie: Irene Schuck Wie kann eine Gesellschaft gerecht und fair gestaltet werden? Der Philosoph John Rawls schlägt hierfür ein Gedankenexperiment vor: Er geht von einem hypothetischen Urzustand aus, in dem die Bürger noch nicht wissen, welche Position sie in einer Gesellschaft einnehmen werden. Ob sie also arm, reich, gebildet, farbig, gesund oder krank sein werden. Dann sollen sie die Regeln und Verhältnisse dieser Gesellschaft gemeinsam festlegen. Rawls geht davon aus, dass sie die Gemeinschaft so gestalten werden, dass auch die am wenigsten begehrte Position für alle akzeptabel wäre. Das Gedankenexperiment ist unter dem Begriff "Schleier des Nichtswissens" bekannt geworden. Für den Amerikaner Rawls, der selbst einer begüterten und einflussreichen Familie entstammt, waren soziale Gerechtigkeit und gleiche Aufstiegschancen für alle Bürger einer Gesellschaft zeit seines Lebens zentrale Themen seines Schaffens. Seine Weggefährten beschreiben ihn als zurückhaltend, fast schüchtern, dennoch hat er unsere Vorstellung von Gerechtigkeit stark beeinflusst. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Walter BenjaminWalter Benjamin und Hannah Arendt Hannah Arendt Die Banalität des Bösen Walter Benjamin Der unangepasste Philosoph Das Kalenderblatt 14.11.1804 Maria Leopoldine heiratet diesmal Graf von Arco Von Birgit Magiera Hannah Arendt - Die Banalität des Bösen Autor: Fabian Mader / Regie: Christiane Klenz Hannah Arendts Lebensweg als außergewöhnlich zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Schon als Studentin die folgenreiche Affäre mit ihrem Professor Martin Heidegger - die sie ihr Leben lang nicht mehr loslässt. Nach der Flucht vor dem NS-Regime erkämpft sich die Jüdin in den USA ihren Platz als einflussreiche Intellektuelle und hängt doch an Deutschland, der Sprache - und Martin Heidegger, den sie spät in ihrem Leben wiedertrifft. Zum Zeitpunkt des Wiedertreffens ist sie bereits weltberühmt, vor allem aufgrund ihrer Berichte vom Prozess gegen den Holocaust-Logistiker Adolf Eichmann: ihre These der Banalität des Bösen - der kollektiven Gedankenlosigkeit, durch die die Nazi-Gräuel erst möglich geworden seien. Hochumstritten und vielleicht auch deshalb so einflussreich. Weniger bekannt sind ihre Ansätze, um gegen diese Gedankenlosigkeit anzukämpfen, ihre Thesen zu Platon, ihre Auseinandersetzung mit dem Denken und der Freiheit. Walter Benjamin - Der unangepasste Philosoph Autorin: Stephanie Metzger / Regie: Sabine Kienhöfer Er flanierte durch die glitzernde Konsumwelt der Passagen von Paris, um kritisch hinter ihre Oberfläche zu blicken. Er beschrieb den veränderten Status des Kunstwerks angesichts von neuen Medien wie Film, Fotografie, Radio. Mit dem "Engel der Geschichte", der sich einer katastrophalen Vergangenheit zuwendet und zugleich vom Sturm in Richtung Zukunft getrieben wird, stellte er die Idee vom historischen Fortschritt infrage: Walter Benjamin. Im vielschichtigen und höchst rätselhaften Werk des deutsch-jüdischen Intellektuellen spiegeln sich die großen Fragen der Moderne. Sein Denken ist dabei so rastlos wie sein Leben. 1892 in Berlin geboren, nach abgebrochener akademischer Karriere zwischen Berlin, Bern, Paris, Moskau, Ibiza wandernd, aufgrund seiner prekären ökonomischen Lage immer wieder auf Unterstützer angewiesen, nimmt er sich 1940 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten das Leben. Dabei hatten seine Interpretationen alter Texte als Literaturkritiker, seine Arbeit an der Versöhnung der Sprachen als Übersetzer oder sein Blick in die Geschichte als dialektischer Materialist doch einen utopischen Kern. Sie waren der Versuch, aus dem Speicher der Vergangenheit Kräfte zu bergen, um Gegenwart zu verwandeln, mehr noch: eine bessere Zukunft zu denken. Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Nach dem Krieg - Frieden? Die Neuordnung Europas 1918/19 Von Hans von Trotha
Mittwoch 19:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

Slobodan PraljakSelbstmord im Gericht ARD-Themenwoche: Gerechtigkeit Wer war der kroatische Kriegsverbrecher Praljak? Von Zoran Solomun und Jerko Bakotin (Produktion: SWR/WDR) Die Verkündung des letzten Urteils des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien war für den 29. November 2017 angesetzt. Nach 24 Jahren und 84 Urteilen beschlossen die Vereinten Nationen den Gerichtshof zu schließen, da er seine Aufgabe erfüllt habe. Sechs bosnisch-kroatische Generäle und Politiker waren angeklagt, Teile von Bosnien und Herzegowina von Muslimen ethnisch säubern und Kroatien angliedern zu wollen. Doch als das Urteil gegen General Praljak gesprochen war, rief er: "Herr Richter, Slobodan Praljak ist kein Kriegsverbrecher. Ich weise Ihr Urteil mit Verachtung zurück!", zog ein Fläschchen mit Gift aus seiner Tasche, trank es und starb kurz darauf im Krankenhaus in Den Haag. Während er für das Gericht schuldig war, machte ihn der Selbstmord in seiner Heimat endgültig zum Held. Warum? Die Autoren zeichnen die Lebensgschichte Praljaks nach, um die Motive für sein bizarres Ende zu verstehen.
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

TschetschenenMeine Nacht ist ohne Morgen Tschetschenen im deutschen Exil Von Andreas F. Müller Regie: Philippe Brühl Produktion: rbb 2018 - Ursendung -
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Günter KaindlstorferSpezial "1918". Anatomie einer Zeitenwende. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer, Tanja Malle, Sabine Nikolay, Wolfgang Ritschl und Peter Zimmermann
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

Aaron ParksWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | "Little Big", die andere Seite des Pianisten Aaron Parks Das Große im Kleinen - "Little Big", die andere Seite von Aaron Parks: statt akustischer Piano-Virtuosität jetzt Elektronik und Inspirationen aus der Popmusik
Mittwoch 22:30 Uhr

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