Ö1

Radiokolleg - Gruppen machen Menschen

whatsappVon der Urhorde zur Whatsapp Group (3). Gestaltung: Christian Schüller Selbstbestimmung und Individualität gelten als wichtige Errungenschaften der westlichen Gesellschaft. Doch wie unabhängig sind wir voneinander wirklich? Psychologie, Verhaltensforschung und Biologie haben längst gezeigt, dass vor dem Ich das Wir kommt. Es sind Rollen, die unser Verhalten bestimmen - ob im Kindergarten, am Arbeitsplatz oder in sozialen Medien. Wie funktionieren Gruppen, zu denen wir freiwillig oder unfreiwillig gehören? Was machen sie mit uns? Und was können wir mit Gruppen machen? *Wir holen Dich da raus!* Die Arbeitszeit deckt nur einen Teil des Lebens ab. Wer in der Freizeit nicht zu Hause versauern will, dem steht heute eine breite Palette an Neigungsgruppen zur Auswahl - vom Chor bis zur Reisegruppe. Allerdings kostet der Eintritt in eine Gruppe auch einiges an Überwindung. Man muss seinen Platz finden, sich auf Rivalitäten gefasst machen und womöglich Aggression aushalten. Die Gruppe könnte wunde Punkte bloßstellen, die einem schon in der Familie zu schaffen gemacht haben. Aus all diesen Gründen sind Freizeitgruppen kein Allheilmittel gegen Einsamkeit. Wir erkunden, wie Individualisten mit den Zwängen des Gruppenlebens fertig werden und wieviel Eigensinn eine Neigungs- Gruppe vertragen kann.
Mittwoch 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen

BagdadDas Haus der Weisheit Eine arabische Denkwerkstatt Hypathia Eine außergewöhnliche Philosophin der Antike Das Kalenderblatt 24.7.1911 Entdeckung von Machu Picchu Von Isabella Arcucci Das Haus der Weisheit - Eine arabische Denkwerkstatt Autor: Rolf Cantzen / Regie: Martin Trauner Im 9. Jahrhundert war Bagdad das Verwaltungszentrum eines riesigen arabisch-muslimischen Reiches. Hier entstanden kulturelle Institutionen, in denen muslimische, christliche und jüdische Gelehrten das Erbe der Antike bewahrten und weiterentwickelten. Es wurden die Texte der griechischen und hellenistischen Philosophie übersetzt: Aristoteles, Platon, Galen, Plotin, Euklid und andere. Zudem wurden das aus Indien stammende Zahlensystem verbreitet - die "arabischen" Zahlen. Im "Haus der Weisheit" entwickelte sich eine islamisch-arabische Philosophie, die sich kritisch mit der Offenbarung (dem Koran) auseinandersetzte und den Anspruch hatte, Vernunft und Glaube miteinander zu vereinbaren. Die hier gelehrten Wissenschaften hatten durchaus praktische Ziele: Die Medizin wurde in Krankenhäusern praktiziert, die Astronomie ermöglichte die Berechnung des Erdumfangs und die Philosophie sollte den Herrschenden Handlungsorientierungen bieten. Hypathia - Eine außergewöhnliche Philosophin der Antike Autorin: Sylvia Schopf / Regie: Irene Schuck Alexandria, quirlige Vielvölkermetropole an der nordafrikanischen Mittelmeerküste im 5. Jahrhundert n. Chr., Schmelztiegel von Kulturen und Religionen, blühendes Zentrum von Wissenschaft und Handel. Hier lebt, lehrt und forscht eine der ungewöhnlichsten Frauen der damaligen Zeit: Hypathia. Obwohl Frauen damals vom öffentlichen Leben ausgeschlossen sind, erhält die vielfältig begabte Frau dank ihres Vaters, einem griechischen Mathematiker und Philosophen, eine umfassende Bildung und wird sogar Vorsteherin des Museions, der Universität von Alexandria. Doch es sind unruhige Zeiten. Das Christentum, inzwischen Staatsreligion des Römischen Reiches, versucht sich mit aller Gewalt gegen alle nicht-christlichen Strömungen durchzusetzen. Und auch untereinander sind die Christen im Streit um die wahre Lehre. Die brillante Denkerin, Philosophin, Mathematikerin, Forscherin und Astrologin - bewundert, verehrt, aber auch angefeindet - weigert sich, zum Christentum überzutreten, gerät zwischen die Fronten und wird schließlich von christlichen Fanatikern grausamen ermordet. Mit ihrem Tod, so heißt es, beginne auch das Sterben der antiken Philosophie und der Siegeszug des Christentums im Römischen Reich. Erst gut 1.400 Jahre später entdecken Aufklärung und Romantik die vergessene Philosophin, Mathematikerin und Forscherin wieder, später die Literaten, die Feministinnen. Zuletzt hat sich der spanische Oscarpreisträger Alejandro Amenábar in seinem Film "Agora - die Säulen des Himmels" (2010) auf die Spuren dieser ungewöhnlichen Frau begeben. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Pigmente

PigmentePartikel für eine bunte Welt (3). Gestaltung: Sabine Nikolay "Pigment" ist die Bezeichnung für farbgebende Substanzen. Ohne sie wäre das Blut nicht rot, wären Blätter nicht grün, Haare nicht blond und die Haut von Tieren und Menschen durchsichtig. Pigmente dienen in der Natur und in der Kultur als Orientierung, haben Signalwirkung, sind Tarnung und Täuschung und bieten in ihrer organischen Form Schutz vor der Sonne. Ohne Farben kein Michelangelo, kein Raffael, keine Maria Lassnig ... und natürlich keine Höhlenmalerei! Über 40.000 Jahre alt sind die Zeichnungen aus der spanischen La Castillo-Höhle, gemalen mit Pigmenten von Holzkohle, Ocker und Lehm. Ein Farbstoff sticht unter allen anderen hervor: Das tiefblaue Indigo, das aus Indien nach Europa kam und als Farbe für Textilien einen Siegeszug antrat: ohne Indigo keine Arbeitskleidung, keine Jeans, kein "Blaumann" und auch kein "blau machen". Das Gegenstück für den Farbstoff Indigo ist das Pigment Ultramarin, ein Gestein von geradezu himmlischer Farbe - das in der Malerei passenderweise für die Farbgebung des Himmels aber auch den Mantel der Maria auf unzähligen Gemälden von unschätzbarem Wert war. Es wurde teurer gehandelt als Gold, kommt vor allem in Afghanistan vor, und ist mit ein Grund, warum dieses Land über Jahrhunderte ausgebeutet und seine gewachsene Kultur zerstört wurde. Pigmente und Farbstoffe lassen sich in drei Gruppen einteilen: anorganische, mineralische Pigmente; organische, die in Flora und Fauna zu finden sind, und von Menschen geschaffene Effektpigmente auf chemischer Basis. Welche Folge hat das Fehlen von Pigmenten für alle Organismen? Wie (über)leben Menschen und Tiere, denen alle Pigmente fehlen, die an "Albinismus" erkranken? Und: sind nun Cochenille-Läuse im tiefroten beliebten Sommerdrink oder nicht? - Ein Streifzug durch unsere farbenfrohe Welt und ihre Bedeutung.
Mittwoch 09:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Konzert für Stimme und Kurbelorchester

Natasa MirkovicNatasa Mirkovic Matthias Loibner im Doppelporträt (3). Gestaltung: Dorothee Frank Mit "Sängerin" und "Drehleierspieler" wäre das musikalische Tun von Natasa Mirkovic und Matthias Loibner nur unzureichend beschrieben. Beide mäandern zwischen Barock und Rock, traditioneller Musik unterschiedlicher Provenienz, Jazz und Elektronik. Natasa Mirkovic mit einer Stimme, die Gänsehaut erzeugt, insbesondere in der Darstellung von Trauer und Schmerz und deren Überwindung mit musikalischen Mitteln. Matthias Loibner hat die Drehleier zu seinem Multi-Instrument gemacht. Unplugged, oder auch mit Live-Elektronik zum zeitgenössischen "Kurbelorchester" erweitert, und zwar durch ein selbst konzipiertes "Kastl" plus Software. Die beiden haben schon im Sandy Lopicic Orkestar zusammen gearbeitet. Eines ihrer wichtigsten Duoprojekte ist Schuberts Zyklus "Winterreise", für Stimme und Drehleier adaptiert. Ein Konzert in der Elbphilharmonie im Februar 2018 erbrachte eine glänzende Rezension in der New York Times. Das Doppelporträt im "Radiokolleg" beobachtet Natasa Mirkovic und Matthias Loibner bei ihren jeweils eigenen, stilistisch vielfältigen Unternehmungen und an ihrer Schnittstelle als Duo.
Mittwoch 09:45 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

SWR2

SWR2 Leben

PsychoseNimm doch einfach deine Tabletten Rekonstruktion einer Psychose Von Clara Feldmann Missverständnisse können enorm schmerzhaft sein. Diese Erfahrung kennt wohl jeder. Wenn jemand aber in eine Psychose gerät, lebt er in einem einzigen Missverständnis. Alle Wahrnehmungen werden durch einen Filter geschickt, der etwa zu der Gewissheit führen kann, dass andere nur Böses im Sinn haben. So erging es Clara Feldmann, die heute wieder völlig klar denken und beobachten kann. In ihrem Feature lässt sie ihre damalige Innensicht mit der Außensicht kollidieren. Sie erzählt von ihrer Psychose und lässt die zu Wort kommen, die sich gesorgt haben und hilflos waren: Freunde, Kollegen, Angehörige, Professionelle. (Produktion 2017)
Mittwoch 15:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

klugen lebensführungWeisheit Die Kunst der klugen Lebensführung Altersweisheit Vom Umgang mit der verbleibenden Zeit Das Kalenderblatt 24.7.1911 Entdeckung von Machu Picchu Von Isabella Arcucci Weisheit - Die Kunst der klugen Lebensführung Autorin und Regie: Dorit Kreissl "60 Jahre und kein bisschen weise", sang einst Curd Jürgens. Recht hatte er, denn die weitverbreitete Ansicht, "Alter mach weise" ist grundfalsch. Weisheit ist mehrdimensional, basiert auf Wissen, Erfahrung, Urteilsvermögen, Werten und Emotionskontrolle. Die Königsdisziplin um die Weisheit, das höchste Ziel, das ein Mensch erreichen kann, war die Philosophie, trägt sie die "Liebe zur Weisheit" ja schon im Namen. Heute wird die Frage nach einem gelungenen Leben wissenschaftlich untersucht und weniger von Philosophen beantwortet als von Psychologen. Bereits in den 1980er-Jahren entstand das "Berliner Weisheitsmodell". Die Psychologen entwickelten empirische Modelle zur Untersuchung der allgemeinen und persönlichen Weisheit. Für Letzteres stellten sie fünf Kriterien auf, fünf Fähigkeiten, anhand derer das Weisheitsniveau der Testpersonen bewertet wurde: Getestet wurden Faktenwissen, praktisches Wissen sowie Strategien zur Entscheidungsfindung, zur Bewältigung von schwierigen Lebensproblemen, das Denken in Kontexten sowie die Fähigkeit zur Toleranz und das Bejahen von universellen Werten. Altersweisheit - Vom Umgang mit der verbleibenden Zeit Autorin: Mechthild Müser / Regie: Eva Demmelhuber Altern erfordert Mut - weil im Alter die Verluste zunehmen, weil körperliche Grenzen aufgezeigt werden, weil man Fähigkeiten und Freunde verliert. Das ist demütigend in einer Gesellschaft, in der Jugend und Leistungsstärke im Vordergrund stehen, und kann verheerende Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Alten haben, zumal nichts sie aufs Altwerden vorbereitet hat. Der Lebensabend, ein wahres Jammertal? So muss es nicht sein. Wer sein Augenmerk darauf richtet, was er noch hat, statt darauf, was er verloren hat, wer die Fülle der vergangenen Jahrzehnte schätzen kann, der empfindet Dankbarkeit. Wer annehmen kann, dass das Leben nie so perfekt ist wie die Hochglanzbroschüren glücklichen Daseins suggerieren, ist zufriedener, denn oft gelingen Ehe und Berufsleben nur halb und die Kinder gehen eigene Wege. Mit Heiterkeit auf die eigenen Fehler zu schauen und trotzdem nicht zu schweigen angesichts des Elends und Unrechts auf der Welt, hilft, aus dem Kreisen um die eigene Befindlichkeit auszusteigen. Und damit auch ein Stück Freiheit für sich selbst zu gewinnen. Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 15:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

GropiusDas Gropius-Prinzip Wie ein Architekt das Markenzeichen Bauhaus erfand Von Adolf Stock (Wdh. v. 14.05.2008)
Mittwoch 19:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg

WhatsappGruppen machen Menschen. Von der Urhorde zur Whatsapp Group (3). Gestaltung: Christian Schüller Pigmente. Partikel für eine bunte Welt (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Konzert für Stimme und Kurbelorchester (3). Natasa Mirkovic Matthias Loibner im Doppelporträt. Gestaltung: Dorothee Frank
Mittwoch 22:08 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren