88vier

Ohrfunk-Hörzeit

Hörspiele, Features und Literatur für Große und Kleine Ohren - Redaktion: Bianca und Jens Bertrams
Sonntag 09:00 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

GeburtshilfeWeinen hilft dir jetzt auch nicht Gewalt in der Geburtshilfe Von Marie von Kuck Aufnahme DLF/WDR 2017 Wiederholung: 20.11. 20.05 Uhr Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von gravierenden Verletzungen der Menschenrechte in geburtshilflichen Einrichtungen. Vertreterinnen der Organisation "Motherhood" schätzen, dass in Deutschland 40 bis 50 Prozent der Mütter betroffen sind. Hebammen und ärztliche Geburtshelfer als Gewalttäter, kann das sein? Eine Geburt markiert einen Neubeginn. Ein kleiner Mensch kämpft sich im engen Zusammenspiel mit der Mutter ins Leben. Für die Frau ist eine Geburt schmerzhaft und eine Grenzerfahrung, sie ist auf Zuspruch und Unterstützung einer kundigen Geburtshelferin angewiesen. Doch wenn Frauen ihr Kind auf natürlichem Weg zur Welt bringen wollen, dann geht es in den Krankenhäusern manchmal schockierend gewaltsam zu. Hauptsache, das Kind ist gesund! Fast die Hälfte aller Mütter macht Erfahrungen von Gewalt unter der Geburt. Kann das sein? - Sind Frauen heute vielleicht nicht mehr bereit, was auszuhalten? Haben sie falsche Erwartungen? Handelt es sich bei den Erfahrungen der Mütter gar um Missverständnisse? Fest steht, die komplikationslose, vaginale Geburt rechnet sich betriebswirtschaftlich für Geburtsstationen in Krankenhäusern nicht. Die vaginale Geburt mit Interventionen wie Periduralanästhesie, Wehentropf oder Saugglocke wird etwas besser honoriert. Ist das der Motor für Interventionen? Gewalt in der Geburtshilfe - ein Tabuthema, über das kaum gesprochen wird. Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, legen Mütter Rosen vor die Türen von Kreißsälen und Geburtskliniken. Als Zeichen, dass ihnen hier Gewalt angetan wurde. Jedes Jahr werden es mehr.
Sonntag 11:05 Uhr

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NDR Info

Das Feature

Rocco GranataRocco Granata singt nicht mehr Vom Erinnern und Vergessen Von Joseph Berlinger BR 2016 Rocco Granata - sein Welthit "Marina" hat ihn einst zum Schlagerstar gemacht. Jetzt geht er auf die 80 zu und will nicht mehr auf die Bühne. Er will auch keine Interviews mehr geben. Er hat seine Autobiografie geschrieben, und es gibt einen Kinofilm über die Geschichte seiner Jugend. "Das muss genügen", sagt Rocco Granatas Managerin und Ehefrau Rosie. Frau Hauser - sie hat Rocco Granatas Welthit "Marina" im Radio oft mitgesungen - als sie das noch konnte. Jetzt ist sie weit über 80 und dement. Sie lebt in einer Seniorenresidenz im Bayerischen Wald. Dort dirigiert jeden zweiten Samstagnachmittag Alexander Metz den Demenzchor. Frau Hauser ist dabei. Aber sie klatscht nur noch mit. Weil Frau Hauser eine tiefe und raue Stimme hat, nennt sie der Dirigent Rocco Granata. Der "echte" Rocco Granata will sich nicht mehr erinnern, die "falsche" Rocco Granata kann sich nicht mehr erinnern. Aber durch die Musik, durch die alten Schlager sind die beiden verbunden. Download unter www.ndr.de/radiokunst Das Feature
Sonntag 11:05 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

Drei Länder - Meine dreifach gespaltene Persönlichkeit Von Inga Lizengevic Regie: die Autorin Produktion: SWR 2016
Sonntag 14:04 Uhr

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NDR Info

Mikado - Radio für Kinder

Nachkriegszeit"Wie war das damals mit der Nachkriegszeit?" Ein Feature für Kinder von Katja Eßbach Vor 70 Jahren waren die deutschen Städte Trümmerlandschaften und Millionen Menschen in ganz Europa waren auf der Flucht. Deutschland hatte den Zweiten Weltkrieg verloren und wurde seit 1945 von den vier Siegermächten Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich und den USA besetzt. Aber was bedeutete das eigentlich für die Menschen damals? Wie schwer war das Leben in den zerstörten Städten? Und wer hat dabei geholfen, die Trümmer wegzuräumen und neue Häuser zu bauen? Mikado-Reporterin Katja Eßbach hat darüber mit den Menschen gesprochen, die diese Zeit selbst miterlebt haben. Außerdem geht es um Geld, das den Namen einer amerikanischen Zigarette trug, um den Schwarzmarkt, ums Hamstern und um ein Wunder, das vielen Deutschen wieder ein besseres Leben brachte. Und zwei Kinderreporterinnen haben ein Museum besucht, das zeigt, wie hart die Hausarbeit vor 70 Jahren war. Und am Ende erfahren die Kinder, warum Deutschland 40 Jahre lang in zwei Länder geteilt war. Mikado - Radio für Kinder
Sonntag 14:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature am Sonntag

Armin ChodzinskiDr. C"s Conversationslexikon(1/3) Eine ökonomische Radiofeature-Reihe I wie Innovation Von Armin Chodzinski Der Doktor kommt ... endlich wieder. Dr. C ist kein Arzt. Dr. C hilft trotzdem. Vor allem bei schmerzlichen Erfahrungen. Eine der schmerzlichsten Erfahrungen verschaffen uns die gegenwärtigen Wirtschafts- und Währungskrisen. Wir kapieren auch bei größter Anstrengung nicht mehr, was da wie passiert. Das tut weh. Wer nichts versteht, kann auch nicht mitreden. Mitreden bedeutet Konversation. Früher gab es dafür Konversationslexika. Heute gibt es den Doktor: Dr. Armin Chodzinski. Nach E wie Effizienz, G wie Geld, S wie Schulden und W wie Wachstum widmet er sich nun drei weiteren Begriffen: I wie Innovation, M wie Management und A wie Aktie. Dr. C. referiert, theoretisiert, exemplifiziert: Zitate, Thesen, Verweise, Quellen und Dokumente. Dr. C. denkt laut und live. Manchmal mag er verkrampft wirken, aber das kommt nur, weil er unbedingt verstanden werden will. Deshalb tanzt er manchmal sogar. Sogar so, dass man es hört. Und natürlich ist eine Kapazität wie Dr. C nicht allein. Mitspielende gibt es auch. Und sogar Mitsingende. I wie Innovation: Es begann wohl mit dem lauten Heureka des nackten Archimedes, aber letztlich ist Innovation, wenn alles blinkt und funkelt und man wieder etwas auspacken kann. Innovation basiere auf der Verbindung von Neugier, Kreativität, Kunst und Betriebswirtschaft, behaupten manche und finden das gut. Aber warum eigentlich? Und wann ist eigentlich alles so gut, dass es nichts Neues mehr braucht? Geht es überhaupt darum? Doch! Bestimmt! Das Neue ist ja kein sinnfreier Selbstzweck! Oder? (Teil 2, Sonntag, 26. November, 14.05 Uhr)
Sonntag 14:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

knausgårdKnausgård ungefiltert Schreiben in Echtzeit Von Annette Brüggemann Aufnahme des WDR 2017 Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård schreibt radikal über sich selbst. Sein autobiografisches Romanprojekt "Min Kamp" katapultierte ihn weltweit in die erste Reihe der Gegenwartsliteratur. Ein Schreibexzess auf 8000 Seiten: "Sterben", "Lieben", "Spielen", "Leben", "Träumen" und "Kämpfen" heißen die Einzelbände des Mammutwerks in deutscher Übersetzung. Wir erleben Minuten, Stunden, Tage, Monate und Jahre eines Lebens in Echtzeit. Langsam und schnell, alltäglich und metaphysisch - existenzieller können Bücher nicht sein. Annette Brüggemann hat in Norwegen nach den Ursprüngen des enigmatischen Schriftstellers gesucht und schaut in Gesprächen mit ihm und Weggefährten hinter das Wesen seiner Literatur, die vor allem eins sein will: wahrhaftig.
Sonntag 15:04 Uhr

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HR2

Im Wohnzimmer Deutschlands

büchereienVon Adelsheim bis Zossen: Eine Bibliotheksreise Ein Feature von Manuela Reichart (WDR 2017) 12.- Euro werden in Deutschland pro Einwohner für öffentliche Bibliotheken aufgewendet, in Finnland sind es 84.- In deutschen Büchereien muss also fast überall der Mangel verwaltet werden. Dabei sind die Lesesäle voll, und viele nutzen sie als Arbeits- oder Wohnzimmer. Es wird weniger gelesen im Land, digitale Medien lösen Bücher oft ab. Wie ist also die Lage der öffentlichen Bibliotheken im Land? Herrscht Trostlosigkeit? Sind Bibliotheken nur noch sterile Servicestationen? Eine Reise quer durch die Republik - von Adelsheim bis nach Zossen - ergibt ein anderes, hoffnungsfrohes Bild: Die Bibliotheken haben sich geändert, keine Spur mehr von strenger Stille und Bücherstaub. Heute steht der Kaffee- neben dem Ohrstöpselautomaten, Mitspielkrimis für Jugendliche und kostenfreies WLAN werden angeboten. Und nie waren sie so gut besucht, nie waren Bibliothekare so phantasievoll und rührig, nie waren sie so wichtig wie heute, denn im Wohnzimmer Deutschlands treffen sich in friedlicher Koexistenz junge Kopftuchträgerinnen und ältere Zeitungsleser, Flüchtlinge, die mühsam die ersten deutschen Wörter buchstabieren und Abiturienten, die hier für die Abschlussklausur büffeln. Man muss hier nichts bezahlen, man muss nichts wollen, nichts konsumieren: In den deutschen Stadtbibliotheken gibt es die besten - auch digitalen - Arbeitsplätze, die aktuellsten Bücher, die interessantesten Kontakte. Man kann Musikinstrumente, Spiele, DVDs, Hörbücher ausleihen, einen "Makerspace" und Sonic Chairs benutzen: in Berlin am Leopoldplatz mitten im armen Wedding genauso wie im neuen Europaviertel in Stuttgart, wo 2011 die modernste öffentliche Bibliothek Europas eröffnet wurde. "Bibliothek muss immer nützlich sein", betont die Leiterin der Hamburger Bücherhallen und fügt hinzu "auch wenn man ein Image hat, das eher ehrpusselig ist, aber damit können wir inzwischen ganz gut leben." Dass sie sonntags ihre Häuser geschlossen halten müssen, das ärgert allerdings nicht nur die Bibliotheksleiterinnen der Republik nachhaltig.
Sonntag 18:04 Uhr

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SWR2

SWR2 Mehrspur

Radio reflektiert Mit Wolfram Wessels In "Mehrspur. Radio reflektiert" geht es ums Radio, ums Radiomachen, um Feature und Hörspiel - wie in dem Internetprojekt Dokublog.de auch. Deshalb werden hier die Beiträge von der Seite einmal im Monat gesendet. Neben den Dokublog-Features und -O-Tönen enthält die Sendung Essays, Analysen, Meinungen und Neues aus der Welt des Radios.
Sonntag 19:30 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Spinat Song"Und wenn wir in irgendwas gut sind." Der Nino aus Wien. Feature von Matthias Haydn Mit seinen teils sensibel verspielten und dann wieder tröstlich humorigen Liedtexten hat Nino Mandl eine treue Anhängerschaft gewonnen. Als "Der Nino aus Wien" gilt er seit 2009 als einer der Sterne am heimischen Musikhimmel - damals nahm er mit seinem "Spinat Song" am Protestsongcontest teil. 2016 wurde er mit dem "Amadeus Music Award" ausgezeichnet. Jedes Jahr im Sommer zieht es den 1987 geborenen Wiener einige Wochen weg aus der Stadt - um neue Songs zu schreiben. Im Sommer 2017 wählte er Bad Gastein und Meran als seine Schreib-Orte. Sein dortiger Arbeitsalltag: Er lässt sich von der ungewohnten Umgebung inspirieren, zieht sich dann in sein Hotelzimmer zurück und arbeitet dort an neuen Werken. Zum Schreiben benötigt Nino Mandl vor allem ein Hilfsmittel: seine Gitarre. Er zupft neue Akkordfolgen auf dem Instrument, und dieses Spiel wiederum entlockt ihm die Worte für seine Texte. Das passiert gleichzeitig, erklärt er. Vielleicht schreibt Nino Mandl nur wegen seiner innigen Beziehung zu seiner Gitarre Lieder und nicht etwa Gedichte oder Prosatexte. Weniger bekannt ist, dass Nino Mandl auch abseits der Musik-Bühne literarisch experimentiert. Gemeinsam mit Natalie Ofenböck hat er die Schnitzler-Stücke Leutnant Gustl und Fräulein Else zu einem neuen Werk verbunden: "Fräulein Gustl, oder Ich muss auf die Uhr schau"n".
Sonntag 20:15 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

heimatDie andere Heimat? Heimat ist wieder in und zumindest der Süden Deutschlands braucht für diese Erkenntnis keine Nationalelf, sondern beweist nun schon seit Jahren: "Mia" sind mehr als "mia", und selbst ein bayerischer Heimatbegriff muss nicht von Lederhose, Parteibuch und Volkstümelei geprägt sein, kann auch klare politische Statements beinhalten, beispielsweise gegen die Obrigkeit. Dass das andere, das anarchische aber auch hippe Bayern im Trend liegt, zeigt der internationale Erfolg von Bands wie LaBrassBanda vom Chiemsee oder die Renaissance der "Oidn Wiesn" auf dem Oktoberfest. Eine Münchner Institution, die den aktuellen Heimat-Trend mitbefördert hat, von ihm profitiert, ihn aber auch kontinuierlich hinterfragt ist "Trikont". "Damn, Trikont get me every time. How do these dudes keep getting it so right?" schreibt der angesehene Musikjournalist Everett True 2007 in der New Yorker "Village Voice": Rund 500 Veröffentlichungen zählt die Diskographie von Trikont: Hier findet sich finnischer Tango neben American Yodeling, Russendisko neben Rembetika, Karl Valentin neben Country-Legende Hank Williams. Eine große musikalische und kulturelle Bandbreite, die allerdings aus einer klaren politischen Linie resultiert. Und deren Wurzeln reichen weit zurück. Gegründet wurde Trikont 1967 als linksradikaler Verlag, als Teil der damals gerade beginnenden Außerparlamentarischen Opposition. Schon damals mit an Bord: Achim Bergmann, heute mit Eva Mair-Holmes Geschäftsführer von Trikont. Klarer Ansatz des Kleinunternehmens: Revolution. Man verlegte Che Guevara und Terrorist Bommi Baumann. Da Politik und Pop in den 1960ern nah beieinander lagen, war es nur logisch, im Laufe der Jahre verstärkt Musik heraus zu bringen und damit ein größeres Publikum zu erreichen als mit ewigen Theoriediskussionen. Die Suche nach dem Anderen, dem Dagegen, dem Experiment nach ureigenen Kriterien, mit einer gehörigen Portion Dickschädel, ohne Angst vor Staat oder Trend, bestimmt bis heute die Arbeit. Ein Label, das mittlerweile international Anerkennung genießt, und immer wieder die Frage nach dem Wo und Wie von Heimat stellt. Auch noch im fortgeschrittenen Alter. Zum 50. Geburtstag im November 2017 wird das Porträt des Münchner Traditonslabels aus dem Jahr 2014 erneut gesendet. Die Autorin Valerie Trebeljahr war Herausgeberin von Fanzines, ist Sängerin und Keyboarderin der Elektropopband Lali Puna und arbeitet als Radiojournalistin.
Sonntag 21:05 Uhr

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