WDR3

WDR 3 Hörspiel

Bi-Normal Grenzbereiche des Bipolaren Von Christian Lesch und Irina Balzer Aufnahme WDR/ORF 2015
Dienstag 19:04 Uhr

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SWR2

SWR2 Tandem

johanna benrathMich mir merken Hörspiel von Ruth Johanna Benrath Regie: Judith Lorentz Eine Tochter besucht ihre Mutter im Pflegeheim und verwickelt sie in ein Gespräch über früher. Sie will das Erinnerungsvermögen ihrer Mutter anregen, indem sie ihr Geschichten über das einstige Familienleben entlockt. Dabei kommt es zu einer spiegelbildlichen Identitätsvergewisserung: Die Mutter erzählt der Tochter Geschichten aus ihrem Vorleben, die diese nicht kennt, ebenso wie die Tochter die Mutter an Geschichten aus der gemeinsamen Vergangenheit erinnert, die diese mehr und mehr zu vergessen droht. Die Erinnerungsarbeit, die Mutter und Tochter in ihrem Gespräch leisten, stellt nicht nur den Versuch dar, den Gedächtnisverlust der Mutter wenn nicht aufzuhalten, so doch vielleicht abzumildern, sondern auch das Bemühen der Tochter, sich der eigenen Kindheitserinnerungen zu vergewissern, deren Garant einst die Mutter war. (Produktion 2015)
Dienstag 19:20 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

raymond federmanDie Stimme im Schrank Von Raymond Federman Aus dem Englischen von Silvia Morawetz und Peter Torberg Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer Mit Rolf Boysen, Joachim Höppner, Elisabeth Endriß, Detlef Kügow Produktion: BR 1990 Länge: 40"08 "Mein Leben begann in einem Schrank!" So umschreibt Federman das zentrale Ereignis seines Lebens: Versteckt in einem Schrank bzw. einem Kabuff entkommt er 1942 in Paris der drohenden Deportation. Tod und Wiedergeburt des Jungen in diesem Versteck bestimmen die folgende Identitätssuche, sind Metapher in den literarischen Arbeiten Federmans, die sich zu einem einzigen Werk zusammenfügen. Allgegenwärtig ist das zentrale, unaussprechliche Ereignis seines Lebens, das ständig umgangen, berührt und fiktionalisiert werden muss - die Ausrottung seiner Familie, ein Schicksal, dem er nur entging, weil seine Mutter ihn in einen Schrank sperrte. "Ich war dreizehn oder vierzehn, als meine Eltern deportiert wurden, und an die Zeit davor habe ich nur äußerst verschwommene Erinnerungen. Ab dem Tag, an dem ich jenen Schrank verließ, kann ich die Geschichte eines jeden einzelnen Tages nacherzählen." Doch es ist nicht eine Stimme, die in diesem Schrank spricht, es sind mehrere, einander ergänzende, sich widersprechende Stimmen, es ist der Autor Raymond Federman, der die Geschichte seines Lebens sucht, umkreist und immer wieder neu erzählt. Federman wurde 1928 in Paris geboren. 1947 kam er in die USA: Er wurde Schriftsteller, Kritiker und Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der State University of New York in Buffalo. ,Die Stimme im Schrank" ist Federmans zweites Hörspiel. Die Stimme im Schrank
Dienstag 20:10 Uhr

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