Bremen Zwei

Sounds in Concert

mary halvorsonJazzfest Berlin 2018 (I): Mary Halvorson Octet (USA) / Nicole Mitchell"s Black Earth Ensemble (USA) Konzertmitschnitte vom 1. und 4. November 2018 aus dem Haus der Berliner Festspiele Alles neu? Das wäre übertrieben. Aber der Wechsel der künstlerischen Leitung brachte dieses Mal erstmals eine merkliche Zäsur in der Entwicklung des traditionsreichen Jazzfest Berlin. 2018 war das erste Jahr von Nadin Deventer, zuvor bereits als Produktionsleiterin mit dem Jazzfest befasst. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern brach sie in einiger Hinsicht mit bewährten und lieb gewordenen Konventionen. Das galt bereits für den Eröffnungsabend, an dem sie das gesamte Theater samt Unterbühne bespielen ließ. Die vier Festivaltage trugen Titel, die graphische Gestaltung von Programmheft, Flyern usw. dockte an aktuelle ästhetische Konzepte an. Musikalisch dominierte ein offensives, herausforderndes Avantgarde-Denken, verknüpft mit historisch grundierten Konzepten. Die progressiven Jazz-Bewegungen Chicagos waren ein gewichtiger Programm-Aspekt. Pianist Jason Moran aus New York City wiederum erinnerte an den frühen ?Jazzbotschafter? James Reese Europe und seine Hatlem Hellfighters, der vor 100 Jahren den Jazz im wahrsten Sinne des Wortes nach Europa brachte. Die Idee eines mehrfach präsentierten Artist in residence hatte bereits Richard Williams eingeführt, bis 2017 künstlerischer Leiter des Jazzfestes. Deventer berief in diesem Jahr die viel beachtete New Yorker Gitarristin Mary Halvorson, die mit mehreren Gruppen auftrat und in Berlin auch jenseits der Bühnen aktiv war. Zum Abschluss des Festivals erlebte das Publikum im großen Theatersaal die Europapremiere Ihres Oktetts. Das Festival eröffnet hatte das ungewöhnlich instrumentierte, fantasievoll improvisierende Black Earth Ensemble von Flötistin Nicole Mitchell, die aus dem Kreis der Chicagoer Musikerinitiative AACM stammt.
Samstag 22:00 Uhr

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NDR Info

Jazz Konzert

Saliou CissokhoTheater of Imagination: Motion Ensemble of Hamburg NDR-Aufnahme vom Star Jazz Festival 2018 Mit Felix Tenbaum Mit den Musikern Saliou Cissokho (Kora, Kalebasse) aus Afrika, Guo Yazhi (Woodwinds) aus China/U.S.A., Nils Petter Molvaer (Trompete, electronics) aus Norwegen, Mino Cinelu (Percussion) aus Frankreich und Gastgeber und Leiter des Ensembles Vladyslav Sendecki (Piano) aus Polen/Deutschland betrat eine ungewöhnliche und einmalige Künstlerriege die Bühne. In dieser Konstellation, geeint durch Kreativität, gegenseitigen Respekt und die Lust am gemeinsamen Schaffensprozess, ließen sie Grenzen vergessen und luden zu einem musikalischen Abenteuer ein. Erstsendung am Sonnabend, Wiederholung am Dienstag auf NDR Blue
Samstag 22:05 Uhr

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RBB kulturRadio

LATE NIGHT JAZZ

gunter hampelmit Ulf Drechsel Jazz aus Berlin: Gunter Hampel Quartet «Ich habe als Jazzmusiker gelernt - Freiheit gibt dir keiner, die musst du dir nehmen!» Sagt einer der konsequentesten und individuellsten Jazzmusiker, den es je in Deutschland gegeben hat: Gunter Hampel. Der inzwischen 81-jährige Vibrafonist und Bassklarinettist ist noch immer neugierig, noch immer auf der Suche nach neuen Horizonten. Er gehört zu den Freejazz-Pionieren. Er arbeitetete mit Breakdancern, mit Hip Hop-Musikern und Rappern. Die Musiker seiner aktuellen Band könnten seine Enkel sein. Konzertaufnahme vom 6. November 2018, Berlin, A-TRANE bis 00:00 Uhr
Samstag 23:04 Uhr

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