Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

InsektensterbenDas große Insektensterben Was uns verloren geht Von Renate Ell 75 Prozent weniger Fluginsekten als 1989 - diese Meldung rüttelt auf. Zwar basiert sie nur auf Zählungen in Nordrhein-Westfalen, aber Fachleute widersprechen nicht der Vermutung, dass es in anderen Teilen Deutschlands ähnliche Entwicklungen gab. Dafür sprechen Beobachtungsdaten ebenso wie die Tatsache, dass die Landschaft in den letzten Jahrzehnten überall durch immer mehr Straßen und Siedlungen zerstückelt, die Agrarlandschaft überall eintöniger wurde. Bunt blühende Wiesen etwa, der wichtigste Lebensraum für viele Insekten, sind häufig monotonen "Grasäckern" gewichen oder wurden gleich in Maisfelder umgewandelt. Insekten bilden das Fundament unserer Ökosysteme, als Bestäuber, als Futter für Vögel und andere Kleintiere, als "Abfall-Recycler". Fast eine Million Arten sind bekannt - Fachleute schätzen aufgrund von Stichproben, dass es weit mehr gibt. Und die Zahl der einzelnen Tiere übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Welche Folgen hat es für die Ökosysteme, wenn innerhalb relativ kurzer Zeit ein großer Teil der Insekten verschwindet, wenn einzelne Arten nicht mehr vorkommen? Und wie könnte man diese Entwicklung aufhalten?
Dienstag 18:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Tandem

Hörspiel ist kein Kino im Kopf Nachlese vom Berliner Hörspielfestival Gast: Jochen Meißner Mit den Hörspielen "Multiple Choice für Mütter" von Sabine Bohnen und Wolfgang van Ackeren, einem Ausschnitt aus "Wendy Pferd Tod Mexiko" von Natascha Gangl und Rdeèa Raketa "Späte deutsche Einheit" von Sebastian Hocke und "Die Gemäldeakustikerin" von Gabi Schaffner Moderation: Bernd Lechler Redaktion: Katrin Zipse Die freie Hörspielszene lebt. Und nicht nur das: Sie wird immer größer und besser. Das ist das Resümée, das die Veranstalter des 9. Berliner Hörspielfestivals ziehen können. Denn dieses Jahr gab es so viel Einreichungen wie noch nie - und das Niveau der selbst produzierten Hörspiele war durchgehend hoch. Die besten Einreichungen wurden an drei Festivaltagen im Berliner Theaterdiscounter präsentiert. Aus ihnen hat unsere Redakteurin Katrin Zipse insgesamt acht Hörspiele ausgewählt, die wir Ihnen an diesem und den nächsten beiden Abenden vorstellen. Zu Gast im Studio ist Jochen Meißner, Hörspielkritiker und Featureautor und mit einem umfassenden Wissen über das Hörspiel ausgestattet, von dem er heute einen kleinen Einblick gibt.
Dienstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Tschechien liegt am Meer? Wem die Elbe gehört Von Martin Becker und Patrick Hamouz Regie: Martin Becker Produktion: Dlf 2018 Tschechien liegt tatsächlich am Meer, auch wenn der Blick auf die Landkarte etwas anderes nahelegt. Die Binnenschifffahrt über Moldau und Elbe hat für die Tschechoslowakei und Tschechien immer eine wichtige Rolle gespielt - nicht zuletzt als Zugang zum Hamburger Moldauhafen. Der florierte vor der Samtenen Revolution 1989, heute lebt er vor allem in der Erinnerung tschechischer Seeleute. Um die Binnenschifffahrt zukunftsfähig zu gestalten und das bis 2028 gepachtete Hamburger Hafenareal weiterhin problemlos auf dem Wasserweg erreichen zu können, wünscht sich Tschechien eine Vertiefung der Elbe an mehreren Stellen: Mindestens 345 Tage im Jahr soll der Fluss wieder schiffbar sein. Auf deutscher Seite ist das Interesse daran mäßig: Man braucht die Elbe nicht, man hat ja den Rhein als Hauptwasserstraße. Ökologische Argumente decken sich zufällig mit wirtschaftlichen. Tschechien liegt am Meer?
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

BetriebsratswahlenDer Preis des Lächelns Auf der Schattenseite der Servicegesellschaft Von Gerhard Richter Lächeln gilt als Zeichen von Zuwendung, es ist gleichsam die Währung für guten Service. Doch wer gezwungenermaßen lächelt, läuft Gefahr, krank zu werden. Es gibt 18 verschiedene Arten zu lächeln und nur eine zeugt von echter innerer Freude. Das Duchenne-Lächeln, benannt nach dessen Entdecker Guillaume-Benjamin Duchenne (1806-1875). Heute kommt dem Lächeln im beruflichen Alltag eine bedeutende Rolle zu. Es gilt als Zeichen von Freundlichkeit und gutem Service, ist soziales Schmiermittel für Verkaufsgespräche und hat beinahe den Rang einer Ware für Pflegerinnen und Pfleger. Und Lächeln ist auch Selbsttherapie: Wer lächelt, bekämpft schlechte Laune und erhöht die Blutzufuhr im Gehirn, wird also leistungsfähiger. Aber wer zu viel und ohne echten Grund lächelt, der kann davon krank werden. Forscher warnen mittlerweile vor zu hohem Freundlichkeitsdruck. Moderne Coaches raten zu mehr Authentizität im Kundendialog, dazu, das innere Erleben nicht abzukoppeln. Fallen wir zurück in die Servicewüste oder müssen wir öfter einmal mit echten Begegnungen rechnen?
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

68erJiyujin - Freier Mensch Von Andreas Hartmann DKultur 2016 "Bevor ich nur lebe, um zu arbeiten, sterbe ich lieber." Mit 22 Jahren beschließt Kei, alles hinzuschmeißen. Er will frei sein, reißt von zu Hause aus und lebt als Jiyujin (freier Mensch) unter einer Brücke in Kyoto. Kei flüchtet sich in Traumwelten. Untermalt von Tschaikowsky-Sinfonien aus seinem Discman, durchstreift er die Landschaften Kyotos auf der Suche nach Abenteuern. Doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker prallt die fantasierte Freiheit auf die reale Unfreiheit. Kei muss sich der Realität stellen.
Dienstag 20:00 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

hempress sativaHeute mit Sharon Jones The Dap Kings (1/2) Schon früh hat sich Sharon Jones für Soul und Funk interessiert. Zunächst hat es nicht mit einem Plattenvertrag geklappt, stattdessen sang sie für andere im Begleitchor. Mitte der 90er wurde ihr Talent dann doch noch entdeckt, spätestens Anfang des neuen Jahrtausends kam dann der Erfolg mit der Hausband von Daptone Records: Sie standen für erstklassigen Funk, Soul und R Am 18. November 2016 ist die Sängerin aus Georgia verstorben. Wir haben für Sie den Mitschnitt ihres Konzerts in der Münchener Tonhalle vom 8. Mai 2014.
Dienstag 20:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Miles-Davis-QuintettMiles Davis" zweites Quintett: Die beste Jazz-Band der Welt Schon 1962, als sich der Trompeter Miles Davis eine neue Rhythmus-Gruppe zusammenstellt, beginnt er in einer eigenen Liga zu spielen. Die drei jungen Wilden Herbie Hancock, Ron Carter und Tony Williams (damals erst 17jährig!) treiben den Maestro Miles zu Höchstleistungen an. Als der dann aber zwei Jahre später auch noch den Saxophonisten Wayne Shorter in seine Band holt, zündet er damit eine kreative Explosion. Mit sechs Studio-Alben in nicht einmal vier Jahren katapultiert dieses so genannte zweite Miles-Davis-Quintett den Jazz in eine andere Galaxie, ohne dabei die Erdung zu vergessen. Angelika Niescier ist eine profunde Kennerin des zweiten Quintetts von Miles und selber eine Saxophonistin mit Turbolader. Sie ist Gast von Jodok Hess in der Jazz Collection.
Dienstag 21:00 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Jazz Session

Alan LomaxMississippi Blues Ambrose Akinmusires Suite "MaeMae" beim Jazzfest Berlin 2017 Am Mikrofon: Harry Lachner Die sogenannte "Parchman Farm" ist eines der ältesten Gefängnisse im Staate Mississippi - und auf makabre Weise legendär. Hier waren einige der berühmtesten Bluesmusiker inhaftiert. Hier entstanden Ende der 1930er-Jahre die berühmten, dokumentarischen Aufnahmen der Work Songs, jene Gesänge der schwarzen Gefangenen bei der Zwangsarbeit auf den Feldern. Zusammen mit den Gospel- und Blues-Songs beschreiben diese Aufnahmen von Alan Lomax jene Wurzeln, aus denen sich Jazz und andere Spielarten afro-amerikanischer Musik entwickelt haben. Der Trompeter Ambrose Akinmusires bezog sich bei seinem Auftritt beim Jazzfest Berlin auf dieses kulturelle Fundament, überführte einige dieser Songs in eine musikalische, der Sprache des Jazz verpflichteten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Eine Art Selbstvergewisserung, die sich nicht mit dem Verweis auf die Historie begnügt, sondern zugleich die aktuelle, soziale und politische Problematik mitdenkt. Mattie May Thomas: Workhouse Blues/CD: American Primitive Vol. II: Pre-War Revenants Mattie May Thomas Ambrose Akinmusire: MaeMae Ambrose Akinmusire, Trompete Dean Bowman, Vocals Gerald Clayton, Piano Marvin Sewell, Gitarre Joe Sanders, Double Bass Kendrick Scott, Schlagzeug Mattie May Thomas: MaeMae Ambrose Akinmusire, Trompete Dean Bowman, Vocals Gerald Clayton, Piano Marvin Sewell, Gitarre Joe Sanders, Double Bass Kendrick Scott, Schlagzeug
Dienstag 21:03 Uhr

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RBB kulturRadio

MUSIK DER KONTINENTE

Choro do Brasilmit Peter Rixen Choro do Brasil Lange bevor der Samba sich als Rückgrat der brasilianischen Musik etablieren konnte, entstand aus populärer europäischer Musik, wie Polka und Walzer sowie aus afrikanischen Rhythmen, der Choro. Nachdem er über Jahrzehnte fast in Vergessenheit geraten war, erfreut sich der Choro seit Mitte der 1980er Jahre einer Renaissance.
Dienstag 21:04 Uhr

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Bayern 2

radioTexte am Dienstag

deutsch nicht dumpfThea Dorn: deutsch, nicht dumpf Was ist deutsch? Was macht die "deutsche Seele" aus? Darf man Deutschland lieben? In ihrem Leitfaden für aufgeklärte Patrioten überprüft die Schriftstellerin Thea Dorn die Begriffe Heimat, Leitkultur und Nation in Zeiten von Migration und Globalisierung, räumt mit einigen Vorurteilen auf, ohne dabei auf komplizierte Fragen simple Antworten zu geben.
Dienstag 21:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Musikszene

Francesco TristanoNeoklassik Eine globale Bewegung zwischen Club und Konzertsaal Von Jan Tengeler Francesco Tristano, Sven Helbig, Niels Frahm und Moritz von Oswald, das sind einige der bekanntesten Namen von Musikern, die sich an der Schnittstelle von Klassik und Clubmusik bewegen. Sie entwickeln als Instrumentalisten, Komponisten und Konzeptkünstler einen Stil, in dem Klassik, Minimal Music, Pop und elektronische Musik von Ambient bis Techno zusammenfließen. Oft stehen dabei das Klavier und der digitale Synthesizer im Mittelpunkt. Kritiker feiern die neue Bewegung auch als Zukunft der Klassik, die Musik sei anspruchsvoll genug, um im Konzertsaal konzentriert rezipiert zu werden, aber sie suche im Gegensatz zur Neuen Musik meist die Reduktion, das Eingängige, die Wiederholung, sowie den ruhigen Puls. Damit spricht sie auch junges, im Club sozialisiertes Publikum an. Die Musiker, die zumeist eine klassische Ausbildung absolviert haben, widmen sich vor allem dem Klavier als Ausgangspunkt und ,protofuturistischem Instrument". Die Sendung geht den Arbeitsmethoden zwischen klassischem Handwerk und digitalen Welten nach, stöbert nach historischen Vorbildern und spürt dem Pioniergeist einer neuen Generation nach. Zwischen Lounge und Konzertsaal
Dienstag 22:05 Uhr

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