Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

zweisprachige KinderMehr Sprachen - mehr Chancen Immer mehr Kinder in Deutschland wachsen zweisprachig auf: Zum Beispiel, weil ein Elternteil eine weitere Sprache in die Familie bringt oder weil beide Eltern keine deutschen Muttersprachler sind. Und auch einsprachige Eltern wünschen sich eine frühe sprachliche Förderung ihrer Kinder, unter anderem in bilingualen Kindergrippen. Das Thema Zwei-, bzw. Mehrsprachigkeit wird damit in der Gesellschaft und für die Wissenschaft zunehmend bedeutend: Wie werden die Sprachen gelernt und unter welchen Umständen gehen sie vielleicht wieder verloren? Wie kann eine erfolgreiche zweisprachige Erziehung gelingen? Wie "tickt" das mehrsprachige Gehirn? Da zweisprachige Kinder in ihren ersten Lebensjahren die Sprachen manchmal mischen, glaubte man früher, sie seien überfordert und verwirrt. Heute deuten die Experten diese "Sprachmischungen" auf eine ganz andere Art: Es handele sich um eine sehr kreative Nutzung der gesamten sprachlichen Kompetenz, denn auf diese Weise können Wortschatzlücken in der einen Sprache mit Wörtern aus der anderen Sprache gefüllt werden. Sprachforscher gehen außerdem davon aus, dass sich Gedanken in Abhängigkeit von Sprache formulieren und Zweisprachige somit mehr als eine "Denkweise" haben. Neuere Studien konnten zudem zeigen, dass jemand, der zwei Sprachen lernt und spricht, auch seine kreative Denkleistung trainiert. Redaktion: Sabine Straßer
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Dimensionen

WahlbeteiligungWessen Stimme zählt? Von Tanja Malle "Die Wahlbeteiligung sinkt und ist nicht mehr sozial repräsentativ". Zu diesem Schluss kommt eine umfangreiche Studie der Bertelsmannstiftung zur Bundestagswahl in Deutschland im Jahr 2013 sowie Folgestudien zu verschiedenen Regionalwahlen. Die Ursache: Nichtwähler/innen finden sich zwar quer durch alle Bevölkerungsgruppen, allerdings haben sich Angehörige sozial benachteiligter und bildungsferner Schichten übermäßig stark von der politischen Teilhabe zurückgezogen. Die Forscher/innen sprechen von einer "sozialen Spaltung der Wahlbeteiligung", denn in der wirtschaftlich stärkeren Mittel- und Oberschicht sei die Wahlbeteiligung zuletzt angestiegen. Dazu kommt eine weitere Entwicklung: Von der österreichischen Nationalratswahl im September 2017 wurde eine Million Menschen, die hierzulande lebt, ausgeschlossen, weil sie über keinen österreichischen Pass verfügt. Wie könnte eine Demokratisierung der politischen Mitbestimmung aussehen, damit mehr Menschen wählen und an Politik teilhaben?
Dienstag 19:05 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Tandem

Valentina Hörspiel von Sara Magdalena Schüller Regie: Judith Lorentz (Produktion: SWR 2017) Magdalena, eine junge Hamburgerin, ist für mehrere Monate bei der Familie ihres Vaters in Santiago de Chile zu Besuch. In der Fünfzimmerwohnung, in der sie untergekommen ist, leben neben Miguel und Carmen deren unverheiratete Tochter Antonia und die 13-jährige Enkelin Valentina. Sie ist das Kind ihrer anderen Tochter und wird von Miguel und Carmen aufgezogen. Magdalenas Verhältnis zu der verhätschelten Valentina schwankt zwischen Mitleid mit dem von der Mutter verlassenen Kind und Eifersucht, weil sie der auserkorene Liebling aller anderen ist. Magdalena selbst bleibt in dieser Konstellation eine Beobachterin von außen, die Gringa aus Hamburg. Doch sie besitzt ein genaues Gespür für die Dynamik innerhalb des Familiengeflechts und reflektiert in der Auseinandersetzung mit der chilenischen Verwandtschaft ihre eigene Familiengeschichte.
Dienstag 19:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

BiogasBiogas - Fehlinvestition in die Zukunft? Von Annegret Faber In weniger als 20 Jahren laufen die Förderungen für alle Biogasanlagen aus. Eine neue Regelung gibt es noch nicht. Die Biogasbauern sind nervös. Ohne Förderung würden sie nicht auskommen. Ohne Biogas wäre aber der große Plan vom grünen Stromnetz nicht umsetzbar, glauben sie. Denn Biogas könnte der unersetzliche Puffer im Stromnetz sein. Egal ob Sommer oder Winter, Tag oder Nacht, Biogas wartet geduldig in riesigen Behältern und kann nach Bedarf verbrannt und in Strom und Wärme umgewandelt werden. Klingt perfekt. Aus der Politik kommt allerdings Gegenwind. Hat Biogas eine Zukunft?
Dienstag 19:30 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

italo calvinoCosmicMemos Nach Motiven von Italo Calvino, Rolf Dieter Brinkmann, Villém Flusser, Giacomo Leopardi, John Berger u.a. Von HCD (Hermann Kretzschmar, Cathy Milliken, Dietmar Wiesner) Komposition und Regie: Hermann Kretzschmar, Cathy Milliken, Dietmar Wiesner MIt Hans Peter Hallwachs, Ueli Jäggi, Angie Milliken Musiker: Franck Ollu (Horn und Kornett), Claudia Sack (Viola), Jean-Louis Matinier (Akkordeon), Hermann Kretzschmar (Klavier; Synthesizer; Sampler), Rainer Römer (Percussion), Thomas Fichter (Kontrabass; E-Bass) Produktion: HR/BR/NDR// DRS/ZKM Karlsruhe 2000 Länge: 46"39 Ein Schriftsteller legt nach 40 Jahren Prosaarbeit Rechenschaft ab. Sechs poetologische Memos (Leichtigkeit, Schnelligkeit, Exaktheit, Anschaulichkeit, Vielschichtigkeit und Konsistenz) sollen den Weg bahnen. Immer wieder aber zitieren fremde Stimmen - mal ironisch kommentierend, mal bestätigend, mal sich selbst widersprechend - aus dem Kosmos anderer Künstler und stören seine Überlegungen. Nach anfänglichem Widerstand wird des Poeten Monolog zu einem Dialog mit den Fremdstimmen, bis er ihnen schließlich ein Eigenleben gewähren muss und ihnen sein letztes Memo - die Konsistenz - als freies Feld überlässt. CosmicMemos
Dienstag 20:10 Uhr

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SRF 1

BuchZeichen

lana luxDie Hölle, ein Strassenkind zu sein Verlassen, ausgebeutet, missbraucht: Die in Berlin lebende Autorin Lana Lux schildert in ihrem Romandebüt «Kukolka» das Los eines Strassenkindes. Sie tut dies derart realistisch, dass die Lektüre bisweilen schmerzt. Samira, die fiktive Hauptfigur des Romans, ist ein kleines Waisenmädchen, das im Osten der Ukraine aufwächst. Aus dem lebensfeindlichen Kinderheim, in dem sie untergebracht ist, flieht sie und lebt fortan auf der Strasse. Sie schlägt sich über Jahre mit Betteln und Stehlen durch. Am Ende landet sie in Drogensucht und Zwangsprostitution. Lana Lux selbst hat nie auf der Strasse gelebt. Dennoch verarbeitet die Autorin auch Erinnerungen an Begebenheiten in ihrer eigenen Kindheit. Sie hat wie Samira ihre ersten Lebensjahre in der Ukraine verbracht. Die Menschenrechtsexpertin Denise Graf von «Amnesty International» erachtet «Kukolka» als wertvollen Beitrag, um auf die prekäre Lage der Strassenkinder aufmerksam zu machen. Die UNO schätzt ihre Zahl weltweit auf gegen 150 Millionen. Weiter im BuchZeichen: BuchKönig in der BuchBar, Aktuelles aus der Literaturwelt und ein Blick auf unsere Sendung 52 Beste Bücher. Buchhinweis: Lana Lux. Kukolka. Aufbau, 2017.
Dienstag 21:03 Uhr

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WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn

anna mateurKöln Comedy Ladies Night (1/2) Mit Lisa Politt, Anna Mateur und Suchtpotenzial Moderation: Nessi Tausendschön Aufnahme vom 22. Oktober aus dem Comedia Theater
Dienstag 22:05 Uhr

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Eins Live

1LIVE Soundstories

Frank SpilkerHörspiele und Features. Wirklichkeiten neu montiert Zwei ohne Musik Von Frank Spilker Regie: der Autor und Claudia Johanna Leist bis 24:00 Uhr Das erste Hörspiel von Frank Spilker, Frontmann der Band "Die Sterne": Im Zentrum der Geschichte steht Wolfgang (gespielt vom Autor selbst), bzw seine problematische Beziehung zu Claire (Birgit Minichmayr). Das erste Hörspiel von Frank Spilker, Frontmann der Band "Die Sterne": Im Zentrum der Geschichte steht Wolfgang (gespielt vom Autor selbst), bzw. seine problematische Beziehung zu Claire (Birgit Minichmayr). Der Moment des Rückblicks ist ein scheinbar auswegloser. Wolfgang befindet sich in einem abstürzenden Flugzeug: "Ich habe mir einen Flugzeugabsturz immer anders vorgestellt. Irgendwie aufregender. Ästhetischer. Schneller. Man hat so verdammt viel Zeit. Das Ding will und will einfach nicht auf dem Boden aufschlagen." Aber so ein Flugzeugabsturz kann nur dann genossen werden, wenn es ein virtueller ist. Und so entwickelt sich das Hörspiel mit viel Musik und eigens komponierten Songs zwischen virtuellen Ausflüchten aus dem Alltag und der alltäglichen Breitseite des Lebens.
Dienstag 23:00 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 MusikGlobal

Paul BowlesPaul Bowles und die Musik Marokkos Von Christoph Wagner Paul Bowles kennt man als Schriftsteller. Die Verfilmung seines Romans "Himmel über der Wüste" 1990 durch Bernardo Bertolucci machte ihn weltberühmt. Dass Bowles gleichzeitig Komponist und ein großer Musikkenner war, ist dagegen weniger bekannt. Bowles war 1947 nach Tanger gezogen, was den Ort zu einem Magneten für seine Beat-Literaten-Freunde machte. Von hier aus startete er 1959 einen "field recording trip" um die Vielfalt der traditionellen Musik seiner Wahlheimat Marokko zu dokumentieren. In den Aufnahmen entfaltet sich eine musikalische Welt, die häufig rituellen Zwecken diente und "deren psychologische Wirkung zumeist auf die Erzeugung eines Hypnosezustandes abzielte" (Paul Bowles).
Dienstag 23:03 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Rechtsextremismus DDRHass auf Heimat Die rechte Opposition der DDR Von Axel Reitel Regie: Ingo Colbow Mit: Conny Wolter, Roland Hemmo Ton: André Lüer Produktion: MDR 2011 Länge: 54"29 Wurzeln der Neonazibewegung in der DDR. Als am 17. Oktober 1987 die Besucher eines Punkkonzerts in der Berliner Zionskirche von Neonazis überfallen wurden, konnte die Existenz von Rechtsextremismus auch in der DDR nicht mehr verschwiegen werden. Eine Analyse zeigte, dass auffallend viele Kinder hoher SED-Funktionäre Neonazis waren. Vier von ihnen sprechen über dieses Thema. Gegen Ende der 80er-Jahre kommt eine Arbeitsgruppe des DDR-Innenministeriums zu dem Schluss, dass Rechtsextremismus im Osten nicht importiert, sondern eng mit den gesellschaftlichen Problemen des Landes verbunden ist. Mit zuvor unveröffentlichten MfS-Dokumenten und Interviews mit Rechtsextremismus-Experten beleuchtet der Autor die Hintergründe dieses oft noch tabuisierten Kapitels der DDR-Geschichte. "Spätestens gegen Ende der 80er-Jahre ist auch in der DDR vielen Fachleuten klar, dass die ideologische These von den Fremdeinflüssen nicht mehr zu halten ist. So kommt eine Arbeitsgruppe des Innenministeriums zu dem Schluss, dass "die Ursachen für die neofaschistischen Umtriebe in den gesellschaftlichen Problemen unseres Landes liegen." (Dirk Moldt) Axel Reitel, geboren 1961 in Plauen/Vogtland, Schriftsteller und Journalist. Ging 1982 nach Haft und Freikauf nach Berlin und studierte an der TU Kunstgeschichte und Philosophie. Schreibt Features, Reportagen und Essays fürs Radio. Mitglied des PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland. 2016 Verleihung der Solidarnosc-Dankbarkeitsmedaille durch das Europäische Solidarnosc-Zentrum in Gdansk. Zuletzt: "Verstrahlter Ruhm - Die Liquidatoren von Tschernobyl" (DLF/MDR 2013). Hass auf Heimat
Mittwoch 00:05 Uhr

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