BR-Klassik

Das Musik-Feature

hackbrettDas Trapez aus dem Morgenland Das Hackbrett als Welt-Klassikinstrument Von Ulrike Zöller Es dient nicht dem Zerkleinern von Kalbs- oder Kohlköpfen. Das etwas brutale deutsche Wort "Hackbrett" für dieses einfühlsame Instrument ist durchaus irreführend. "Dulce Melos" - süßer Klang wurde eines der vielen trapezförmigen Instrumente im Mittelalter passender genannt. Hackbrettinstrumente sind im europäischen Raum bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt und wegen ihres silbrigen Klangs bis ins 18. Jahrhundert beliebte Kammermusikinstrumente. Eigentlich aber stammt es wohl aus Persien und wird in der klassischen Musik Chinas oder Weißrusslands in ungebrochener Tradition kammermusikalisch oder orchestral eingesetzt. Dass heute in Europa, nach einer jahrhundertelangen Zeit der Vernachlässigung neben zeitgenössischen Werken Folk, Rock, Jazz, Blues oder Techno mit dem Hackbrett gespielt wird: Das trapezförmige Instrument nimmts mit Fassung und dankt für die neue Aufmerksamkeit mit Csárdás-Seele und Country-Mood, im Konzert- oder Clubstil. Oder auch ganz entspannt im Hier und Jetzt, wenn indische Ragameister ihm meditative Klänge entlocken.
Freitag 19:05 Uhr

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Ö1

matrix - computer neue medien

AvatareWie künstliche "Gesundheits-Zwillinge" unser Leben verändern könnten. Gestaltung: Sylvia Andrews. Nicht nur in der Film- und Spielebranche übernehmen Avatare die Identität von Nutzern und Protagonisten, auch in der Medizin haben künstliche Kreaturen längst ihren Platz gefunden. Als virtuelle Gesundheits-Zwillinge simulieren sie zum Beispiel die physiologischen Vorgänge von Menschen und können so gesundheitliche Veränderungen aufzeigen oder auch Therapien und Vorsorgemaßnahmen veranlassen. Vor allem als Unterstützung für ältere, allein lebende Menschen eröffnen die Potentiale dieser Technologie neue Möglichkeiten des medizinischen Handelns: vom interaktiven Badezimmerspiegel, der als Schalt- und Kommunikationsplattform an die Medikamenteneinnahme erinnert und nach der aktuellen Befindlichkeit fragt, bis zum Toiletten-Sensor, der automatisch Harnwerte misst und Auffälligkeiten an den Hausarzt oder an Angehörige meldet. So vielversprechend diese Technologie aufs Erste klingt, wirft sie auch viele Fragen auf, vor allem hinsichtlich der Privatsphäre und der Autonomie des Patienten. Ist es wünschenswert, dass Avatare Entscheidungen treffen und Informationen an Familie oder Mediziner weiterleiten können? Wie kommen Angehörigen damit zurecht, und welche Pflichten und Rechte ergeben sich für sie daraus? Diesen und weiteren Fragestellungen widmen sich Grazer Wissenschafter/innen in einem interdisziplinären Forschungsprojekt, wie Sylvia Andrews erfahren hat. Moderation und Redaktion: Franz Zeller
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Mikrokosmos - Die Kulturreportage

Chemnitz056 Aufbruch am Abgrund - Chemnitz will Kulturhauptstadt werden Von Manuel Waltz Chemnitz steht im Fokus der Öffentlichkeit. Allerdings nicht so, wie sich das Stadtverwaltung und Einwohner wünschen. Statt mit rechten Parolen und Verfolgungsjagden will Chemnitz künftig mit Kultur und Kreativität in Verbindung gebracht werden. Die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 soll den Imagewandel vorantreiben. Der Titel der Bewerbung lautet Aufbrüche. Aufbruchsstimmung ist auch am ehemaligen Boulevard Am Brühl zu spüren. Einst eine sozialistische Musterstraße mit Fußgängerzone und Shoppingmeile, folgten dort nach der Wende Leerstand und Verfall. Seit einigen Jahren aber nehmen immer mehr Künstlerinnen und Künstler die Straße und ihre leeren Häuser in Beschlag. Pioniere, die den freien Raum nutzen und neu beleben. Wie lebt und arbeitet es sich in diesem Umfeld, wie politisch ist Kunst in Chemnitz? War der Sommer 2018 ein radikaler Umbruch, wie ihn die Stadt schon mehrmals erlebt hat, war er vielleicht ein Aufbruch? Ein Spaziergang durch eine Straße voller Widersprüche, Baustellen, Ateliers und unterschiedlicher Menschen. Und über allem schwebt die Frage: Hat Chemnitz das Zeug zur Kulturhauptstadt? Aufbruch am Abgrund
Freitag 19:15 Uhr

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RBB kulturRadio

JAZZ BERLIN

Andy Narellmit Ulf Drechsel Jazzfest Berlin 1982 - Calypso, Salsa und Jazz Der Steel-Drummer Andy Narell hat das "Ölfass" im Jazz etabliert. Als er 1982 mit seinem Quartett beim Jazzfest Berlin spielte, war er gerade 28 Jahre alt und eine Entdeckung in der Szene. Das 16-köpfige Orquesta Conección Latina des Gitarristen/Bassisten Roy Louis aus Curaçao und des deutschen Posaunisten Rudi Fuesers vereinigt Musiker aus 10 Ländern mit viel Blech und Trommelfellen. Konzertaufnahmen vom 7. November 1982, Metropol
Freitag 20:04 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

morcheebaDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Morcheeba (1/2) Wenn man den Begriff Trip-Hop nennt, dann muss man sowohl Massive Attack, Portishead, aber auch Morcheeba erwähnen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Bands kommen Morcheeba aber nicht aus dem Süden Englands, sondern aus London. Seit 1995 machen sie Musik, bis heute sind sie aktiv - 2018 erschien zuletzt das Album "Blaze Away". Im gleichen Jahr spielten sie in der Muffathalle in München ein Konzert im Rahmen der BR Live Sessions: Wir haben für Sie den Mitschnitt des Auftritts.
Freitag 20:05 Uhr

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Deutschlandfunk

On Stage

Stina StenerudRhythmus und Blues aus Norwegen Stina Stenerud & Her Soul Replacements Aufnahme vom 29.9.2018 beim Lahnsteiner Bluesfestival Am Mikrofon: Tim Schauen Auch das Lahnsteiner Festival ist kein lupenreines Bluesfestival, und das ist auch gut so, denn Blues ist vor allem auch Spielgefühl anstatt reine Genrezuschreibung. Und mit nur Blues ist es schwer, ein breites Publikum zu erreichen. Entsprechend öffnen Festivalmacher immer wieder ihre Türen für Blues-verwandte Musik. Wie das funktionieren kann, zeigte der Auftritt der norwegischen Sängerin Stina Stenerud und ihrer Band: 2009 veröffentlichte Stenerud ihr Debütalbum ,Kissing fool" und seitdem spielt sie vor allem Rhythm "n" Blues und Soul und zeigt, getragen von ihrer warmen Stimme, wie Norwegerinnen auch den Blues fühlen können.
Freitag 21:05 Uhr

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Bayern 2

hör!spiel!art.mix

kathrin rögglaGeschäftsführersitzung Von Kathrin Röggla Regie: Oliver Sturm BR 2019 Ursendung
Freitag 21:05 Uhr

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RBB kulturRadio

HÖRSPIEL

Was ich vom Irak hörte Von Elliot Weinberger Übersetzung: Eike Schönfeld Mit Matthias Bundschuh, Stephanie Eidt, Martin Engler und Corinna Kirchhoff Musik: Sabine Worthmann Regie: Andrea Getto Produktion: rbb 2019 - Ursendung -
Freitag 22:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Sonett..." du hast als denkmal dann mein zart gedicht..." Eine Lange Nacht von der Geschichte des Sonetts Von Martin Erdmann Regie: Rita Höhne Das Sonett ist eine europäische Gedichtgattung mit einer erstaunlichen Geschichte. Erfunden wurde es, nach allem, was man weiß, im 13. Jahrhundert am Hofe des Stauferkaisers Friedrich II. in Neapel, und es hält sich bis heute. Es wanderte in alle Literatursprachen Europas, bis nach Georgien und China. Manchmal geriet es in Mode und erregte den Unmut zum Beispiel Goethes, dessen berühmte Zeile "In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister" allerdings nicht nur selbst aus einem Sonett stammt, sondern auch einen wesentlichen Zug dieser Gattung zusammenfasst: die Beschränkung auf 14 Zeilen in einer vorgegebenen Anordnung. Dabei hat das Sonett inhaltlich eine große Vielfalt erreicht: War es bei Francesco Petrarca noch vorwiegend Liebeslyrik, so kommt bei William Shakespeare die Reflexion über das eigene Schreiben hinzu. Charles Baudelaire erkundet im Sonett die Blumen des Bösen und des Hässlichen. Rainer Maria Rilke benutzt das Sonett für Beobachtungen an Alltagsgegenständen. Dies sind nur ein paar Stationen auf einer kleinen Reise durch die Geschichte des Sonetts, von seinem ersten bedeutenden Repräsentanten Petrarca bis in die unmittelbare Gegenwart über zwei Kontinente hinweg in sieben verschiedenen Sprachen. Das Wort Sonett kommt vom italienischen ,sonare" (klingen), und es bot in allen Sprachen seinen Dichtern immer wieder die Möglichkeit, auszuprobieren, wie die eigene Sprache klingt.
Samstag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

Wolfgang MengeDie Tote aus Hafenbecken 1 Von Wolfgang Menge Regie: S. O. Wagner Mit Werner Rundshagen, Herbert Steinmetz, Otto Thiermann, Ulrich Matschoss, Helga Feddersen, Günther Jerschke, Wolfgang Borchert, Holger Hagen u.a. Produktion: NDR 1958 Länge: 34"35 (mono) Die NDR-Hörfunkreihe ,Die Jagd nach dem Täter" wurde in den 50er-Jahren in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kriminalpolizei entwickelt und lieferte die Grundlage der erfolgreichen Fernsehreihe ,Stahlnetz". Folge 26 schildert einen authentischen Fall aus dem Jahr 1953. Der Lokalreporter Strack kennt sich in Hamburg bestens aus und hat überall seine Informanten. Eines Tages bittet ihn ein gewisser Albert Blosch um Hilfe. Er ist gerade aus Kanada eingetroffen, wohin er nach dem Zweiten Weltkrieg ausgewandert war. Nun will er seine Braut Herta nachholen. Doch kaum in Hamburg angekommen, stellt er fest, dass sie spurlos verschwunden ist. Als Blosch in einer Kneipe zufällig Stracks Visitenkarte findet, hofft er, dass der Reporter seine guten Kontakte zur Polizei nutzen kann, um seine Verlobte zu finden. Auf dem zuständigen Revier erfährt Strack, dass die 35-jährige Arbeiterin Herta Gruber, inzwischen als Prostituierte tätig, seit dem 29. Januar als vermisst gilt. Acht Wochen später findet man im Becken 1 des Hamburger Seehafens eine weibliche Leiche, um deren Hals und Füße ein dickes Tau mit einer Ankerwindenkurbel zum Beschweren befestigt ist. Die Fingerabdrücke der Toten stimmen mit denen der vermissten Herta Gruber überein. Die Obduktion ergibt Hinweise darauf, dass die Frau erwürgt wurde. Kommissar Rose von der Mordkommission ermittelt, dass Herta in der Nacht vor ihrem Verschwinden zuletzt in der Mexiko-Bar in Hamburg-Harburg gesehen wurde. Tatsächlich kann sich ein Harburger Taxifahrer erinnern, Herta und einen Mann dort aufgenommen und in der Nähe von Hafenbecken 1 abgesetzt zu haben. Er sagt aus, die beiden seien auf eines der dort ankernden Schiffe zugegangen. Die vier holländischen Motorschiffe, die in der Nacht zum 29. Januar im Hafenbecken 1 lagen, sind inzwischen in alle Winde zerstreut: Amsterdam, Malmö oder Helsingborg, Bilbao oder Liverpool. Nach der Hafenpolizei und der Hamburger Kripo wird nun per Blitztelegramm auch Interpol in den Fall eingeschaltet.
Samstag 00:05 Uhr

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