Ö1

matrix - computer neue medien

Digitalisierung wie aus 1001 Nacht. Gestaltung: Sarah Kriesche Die nächste Weltausstellung wird 2020 in Dubai stattfinden. Das Motto: "Connecting Minds, Creating the Future", also sinngemäß "Gedanken verbinden, Zukunft gestalten". Dubai will bis dahin die erste Verwaltung haben, die das papierlose Büro verwirklicht. Es soll im Emirat dann auch von selbstfahrenden Autos nur so wimmeln. Dass man am Persischen Golf bereits emsig daran arbeitet, auch die Blockchain-Technologie für die Regierung und die Administration zu nutzen, versteht sich quasi von selbst. Sarah Kriesche hat einen akustischen Blick auf das janusköpfige Disneyland der Digitalisierung geworfen. Moderation und Redaktion: Franz Zeller
Freitag 19:05 Uhr

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RBB kulturRadio

JAZZ BERLIN

fela kutimit Ulf Drechsel Berliner Jazztage 1978: Fela Anikulapo Kuti Der 1938 geborene Fela Kuti war bis zu seinem Tod 1997 eine Gallionsfigur des Afrobeat. Bis heute wird der nigerianische Musiker verehrt und gewürdigt. Vor allem deshalb, weil Musik und Politik für ihn immer eine Einheit bildeten und er seine Popularität nutzte, um sich für Menschenrechte und die Entkolonialisierung des afrikanischen Kontinents einzusetzen. Der Auftritt seines Ensembles bei den Berliner Jazztagen vor fast genau 40 Jahren, um den sich etliche Geschichten auch abseits der Bühne ranken, war Abschluss und gilt bis heute als musikalischer Höhepunkt seiner ""Afrika 70"s""-Tour. Konzertaufnahme vom 4.11.1978, Philharmonie
Freitag 20:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

FrauenromaneMehr Schmalz als Hirn? Was Frauen lesen Von Ulrike Schäfer Regie: Matthias Kapohl Produktion: Dlf 2018 Jeder kennt sie, die Bücher mit Blümchen oder Cupcakes auf dem Cover. Sogenannte Frauenromane gehören zu den erfolgreichsten Büchern hierzulande. Warum eigentlich? Und sind sie tatsächlich so trivial und klischeehaft wie ihr Ruf, vielleicht sogar Instrumente des Patriarchats? Die Genres heißen Sexy Romance, Cosy Crime oder Happy Tears: Frauen greifen oft zu Büchern, die gemeinhin als seicht belächelt werden und in denen die Hauptpersonen oft nichts Besseres zu tun haben, als um ihren Traummann zu kreisen. Aber stimmt das noch? Geht es in den Romanen heute nicht längst um andere Inhalte? Annette Peitz-Orzeszko und Heike Mißler haben sich als Wissenschaftlerinnen mit dem Genre befasst. Die eine verzweifelt an dem Frauenbild darin, die andere glaubt an einen emanzipatorischen Effekt. Die Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy hat mehr als sechs Millionen Bücher verkauft, nimmt sich Kritik aber zu Herzen. In ihrem nächsten Roman wird die Heldin zum ersten Mal aus eigener Kraft ihr Glück finden - und nicht, wie bislang, nur weil es die Umstände gut mit ihr meinten. Die Hamburger Schriftstellerin Verena Carl ist nach einem Ausflug ins Genre zur Literatur zurückgekehrt: weniger Schema F, mehr Gedankentiefe. Michael Meisheit war 20 Jahre lang Drehbuchautor bei der Lindenstraße. Heute ist er Self Publisher von Liebesromanen - und ein großer Fan von Klischees. Auch Maike Mia Höhne, Autorin und Regisseurin, plädiert nicht für ein Ende der Stereotype, sondern für eine Schärfung des Bewusstseins. Und dann sind da noch die Leserinnen: Drei Frauen erzählen, warum sie Frauenromane schätzen und warum sie sich eher darin wiederfinden als in einem Buch von Jonathan Franzen. Mehr Schmalz als Hirn?
Freitag 20:10 Uhr

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NDR Info

Zeitzeichen

Lambda-SondeIm Herbst 1973 Bosch stellt die Lambda-Sonde vor Von Arndt Brunnert Aufnahme des WDR Sie steckt unter dem Auto im Auspuffrohr vor dem Katalysator, ist eher klein und unscheinbar, aber von zentraler Bedeutung. Erst die Lambda-Sonde ermöglichte eine moderne Abgasreinigung beim Auto. Im Herbst 1973 hat der Automobilzulieferer Bosch nach vier Jahren Entwicklung die Lambda-Sonde vorgestellt. Sie misst, wie viel Sauerstoff noch im Abgas ist. Das lässt Rückschlüsse darauf zu, wie effizient das Sauerstoff-Benzingemisch in den Zylindern verbrannt wird und wie viele Schadstoffe der Katalysator in ungefährlichere Gase umwandeln muss. Erst drei Jahre später war sie serienreif - vor allem die Haltbarkeit machte Probleme. 1976 wurde sie erstmals von Volvo in US-Modelle eingebaut. Entwickelt wurde die Lambda-Sonde, weil die Autohersteller Anfang der 70er-Jahre auf härtere Abgasgrenzwerte in den USA reagieren mussten. Aktuell ist die Abgasreinigung vor allem bei Dieseln sehr komplex und teuer. Erst wenn alle Autos elektrisch rollen, wird die Lambda-Sonde überflüssig sein. Zeitzeichen
Freitag 20:15 Uhr

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Deutschlandfunk

On Stage

Jeremiah JohnsonBluesgetränkt ohne Zwangsjacke Jeremiah Johnson & Band Aufnahme vom 19.5.2018 beim Bluesfestival Schöppingen Am Mikrofon: Tim Schauen Jeremiah Johnson fing im Alter von sechs Jahren an, Gitarre zu spielen, und er stammt aus St. Louis - eine Kombination, die in den USA immer noch zu einer Karriere als Bluesgitarrist führt und die schon über 20 Jahre andauert. Soeben ist sein Album ,Straitjacket" beim deutschen Label Ruf Records erschienen, auf dem Johnson den Blues geradeheraus präsentiert: als rockige Version, in der er singt und Gitarre spielt. Und ebenso gradlinig geriet sein Auftritt beim Bluesfestival Schöppingen, wo das Bluesrockverwöhnte Publikum seine Musik geradezu aufsog.
Freitag 21:05 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

New Model ArmyDas tägliche Radiokonzert - Heute mit New Model Army Die britische Indie-Band New Model Army begeistert seit fast 40 Jahren ihre Fans - sowohl auf Platte, als auch live. 2016 erschien das bisher letzte Album "Winter", 2018 traten New Model Army beim A Summer"s Tale in Luhmühlen auf.
Freitag 21:05 Uhr

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RBB kulturRadio

HÖRSPIEL

david zane mairowitzDer Knochen Von David Zane Mairowitz Mit Matthias Matschke, Ueli Jäggi, Angela Winkler, Leslie Malton, Aloysius Itoka, Graham F. Valentine Regie: David Zane Mairowitz Produktion: rbb 2010
Freitag 22:04 Uhr

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SWR2

SWR2 NOWJazz

Birgit UlherFemale Power Trompeterinnen des freien Spiels Von Nina Polaschegg Einst waren es lediglich Sängerinnen und gelegentlich einmal eine Pianistin, die im Jazz geduldet wurden. Doch immer schon wollen auch Frauen Bass spielen, Schlagzeug, Trompete und Posaune. Als Expertinnen vor allem des freien und experimentellen Spiels sind sie inzwischen längst nicht mehr wegzudenken. Auch hervorragende Trompeterinnen gibt es inzwischen eine ganze Reihe. Musikerinnen der jüngeren, aber auch der mittleren Generation. Die Hamburgerin Birgit Ulher hatte nicht nur über viele Jahre hinweg in der Elbstadt das Real Time Music Meeting, ein jährliches Improvisationstreffen veranstaltet. Mindestens ebenso lange schon tüftelt und experimentiert sie mit Präparationen und erweiterten Spieltechniken. Ebenso erfahren und individuell in der Herangehensweise wie ihre viel früher bekannter gewordenen Kollegen. Oder aber Trompeterinnen eine Generation jünger. Liz Allbee, Susanna Santos Silver oder Allison Philips - sie alle stehen für ihren eigenen Sound, ihre eigenen verschiedenen Spielwiesen und Inspirationen aus Jazz, Bildender Kunst, Rock oder Klangarbeit. Eine NOWJazz Sendung luftig leisen und kraftvoll impulsiven Sounds.
Freitag 23:03 Uhr

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Ö1

Zeit-Ton

Tomoko Sauvagemusikprotokoll 2018. Tomoko Sauvage und ihr natürlicher Synthesizer. Gestaltung: Susanna Niedermayr Seit mehr als zehn Jahren bereits erforscht Tomoko Sauvage die klanglichen Qualitäten von Wasser in seinen unterschiedlichen Aggregatzuständen. Sauvage wurde in Yokohama geboren und zog 2003, nachdem sie in New York Jazz Piano studiert hatte, nach Paris. Von Alice Coltrane und Terry Riley inspiriert, begann sie sich mit indischer Musik zu beschäftigen. Ein Schlüsselerlebnis war der Besuch eines Konzertes von Aanayampatti Ganesan, einem Meister des Jaltarang, eines indischen Musikinstruments, das aus einer Reihe mit Wasser gefüllten Porzellanschalen besteht, die mit dünnen Holzstöckchen angeschlagen werden. Unter der weiteren Hinzunahme diverser elektronischer Geräte und einiger Hydrophone entwickelte sie daraufhin ihr eigenes elektro-aquatisches Instrument. Als einen "natürlichen Synthesizer" bezeichnet sie es auch. Mitunter produzieren die in Schwingung versetzten Wellen, Tropfen und im Wasser tänzelnden Luftblasen subaquatische Feedbacks, die die Künstlerin mit viel Fingerspitzengefühl moduliert. Bei einem Konzertaufenthalt in Japan sei sie dann darauf hingewiesen worden, so Tomoko Sauvage, dass ihre so feinsinnige und kontemplative Musik wie ein Suikinkutsu klingen würde: "Es ist ein bisschen so, als wäre ich einmal um die Welt gereist, um schließlich zurück zu meinen Wurzeln zu finden".
Freitag 23:03 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Peter LilienthalPoet des fremden Blicks Eine Lange Nacht mit Peter Lilienthal Von Jochanan Shelliem Regie: der Autor (Wdh. v. 29./30.11.2014) Einen Nomaden haben sie ihn genannt, einen Wanderer wider Willen, der mit sieben Jahren emigrierte, das großbürgerliche Paradies in Berlin-Dahlem verließ. Peter Lilienthal erzählt von seinem lebenslangen Exil, berichtet von Anfängen der deutschen Fernsehkultur, von seinen Begegnungen mit Antonin Artaud Michael Ballhaus. Lilienthal gründete mit den Rebellen des Neuen Deutschen Films den Filmverlag der Autoren. Und er erzählt von Dreharbeiten in Chile, Nicaragua und mit der Mafia in New York, wo er mit dem Blick des Emigranten Filme drehte. Antonio Skármeta berichtet, wie ihm Lilienthal beim Putsch Augusto Pinochets das Leben rettete. Eine Weltreise durch die Lange Nacht mit dem poetischen Anarchisten Peter Lilienthal, der am 29. November 1929 in Berlin geboren worden ist und wundervoll erzählen kann.
Samstag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

tom peuckertDoberschütz und das kleinste Verbrechen der Welt Von Tom Peuckert Regie: Thomas Leutzbach Mit Felix Goeser, László I. Kish, Christian Grashof, John Julian, Bernd Stempel, Jule Böwe, Marleen Lohse, Ilka Teichmüller u.a. Musik: Jean-Boris Szymczak Produktion: WDR 2018 Länge: 53"56 Inzwischen kennen wir Frank Doberschütz als illegalen Privatdetektiv im Ostberlin der letzten DDR-Jahre. Rückblickend erzählt er, wie er damals, Anfang 1980, an diese Nebenbeschäftigung geraten ist. Nachdem er sein Kriminalistikstudium geschmissen hat, jobbt Frank Doberschütz als Pförtner beim VEB Heimelektronik Berlin Friedrichshagen. Der Westjournalist Petruschka ist sehr an Informationen interessiert und heuert Doberschütz als Quelle an. Besonders erpicht ist Petruschka auf Informationen aus dem hochsensiblen Bereich der Mikroelektronik. Auf seiner 6. Tagung im Jahr 1977 hatte das Zentralkomitee der SED beschlossen, die Entwicklung der Mikroelektronik in der DDR zu forcieren, denn das politische Überleben der Führung war an wirtschaftliche Erfolge gebunden, die nur noch durch radikale technologische Innovation erreichbar zu sein schienen. Petruschka überredet Doberschütz, sich ins Vertrauen von Professor Walter Trautmann, dem ,Halbleiterpapst" der DDR, zu schleichen und ihn auszuhorchen. Er war einmal der Leiter des Zentralinstituts für Molekularelektronik, inzwischen eine Fabrik für Fernsehgeräte. Jetzt wohnt Trautmann am Müggelsee, gleich gegenüber von Doberschütz" Arbeitsplatz, dem VEB Heimelektronik Berlin Friedrichshagen. Warum mochte der Professor in Ungnade gefallen sein? Doberschütz und das kleinste Verbrechen der Welt
Samstag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Deutschlandfunk Radionacht

Albert AylerJazz Auftakte Epochale Erstlingsalben der Jazzgeschichte Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer Als sie erschienen, wurden sie manchmal kaum beachtet. Im Nachhinein aber erlangten sie oft historische Bedeutung: die Ersteinspielungen später berühmter Jazzmusiker. Im Lichte bedeutender Karrieren sind in den Debüts junger Improvisatoren oft schon die Anlagen prägnanter Personalstile zu erkennen. In vielen Fällen würdigte man die Genialität und die zukunftsweisende Qualität solcher Frühwerke erst viel später, wenn sie dem Zeitgeist zuwiderliefen oder einfach nur schlecht präsentiert wurden. Die ,Radionacht" stellt eine Auswahl wichtiger Erstlingsplatten vor - vom Schellack- bis ins CD-Zeitalter. Mit Musik von Bill Evans, Albert Ayler, Pat Metheny, Wynton Marsalis und vielen anderen.
Samstag 01:05 Uhr

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