Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Screener Hörspiel von Lucas Derycke Übersetzung: Angela Kuhk Mit: Andreas Helgi Schmid, Vanessa Loibl, Moritz Führmann, Thomas Bading, Benjamin Höppner, Daniel Wiemer, Daniel Breitfelder, Edda Fischer, Rabea Wyrwich, Nina Lentföhr Komposition: Jonathan Dhuyvetters, Niels Latomme Ton: Benno Müller vom Hofe Produktion: WDR 2016 Länge: 43" Felix säubert das Internet. Doch die Bilder bleiben in seinem Kopf hängen. Nach längerer Arbeitssuche wird Felix Content Reviewer bei einem großen Unternehmen. Seine Aufgabe: Videos aus dem Internet kontrollieren und filtern. Täglich werden Massen davon bereitgestellt, Banalitäten, aber auch verstörendes und illegales Material - Erniedrigung, Pornografie, Gewalt. Er glaubt, Distanz wahren zu können. Doch die Bilder bleiben im Kopf und brechen in sein privates Leben ein. Lucas Derycke, geboren 1990, ist ein belgischer Radiomacher. Er produzierte kürzere Radiostücke für den Belgischen Sender VRT und den Holländischen Sender NPO und wurde für seine Radioarbeiten bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter 2012 mit dem "NTR Radioprijs" für vielversprechende junge Radiomacher in Belgien und den Niederlanden, sowie 2014 mit dem "Prix Spéciale Découverte" des französischsprachigen Radiofestivals "Monophonic". 2014 und 2015 nahm er mit seinen Hörspielen als belgischer Beitrag am Prix Europa teil. "Screener" ist sein erstes langes Hörspiel und seine erste deutschsprachige Produktion. Er erhielt dafür den ARD Online Award 2016 und den 66. Hörspielpreis der Kriegsblinden 2017. Screener
Montag 00:05 Uhr

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HR2

Feature

karl marxKarl Marx und Friedrich Engels - Über Größe und Grenzen einer abenteuerlichen Freundschaft | Von Uwe Wittstock Schon äußerlich waren sie ein ungleiches Paar: Friedrich Engels groß, schlank, und sportlich, Karl Marx dagegen gedrungen, mit seltsam eckigen Bewegungen und einer Leidenschaft für Aufenthalte in Bibliotheken. Aber auch sonst waren sie höchst gegensätzlich: Marx kam aus einer aufgeklärten, Engels aus einer frömmlerischen Familie. Marx bemühte sich zeitlebens um den Anschein gutbürgerlicher Lebensformen, während Engels sie als Zwang empfand und lange mit zwei Frauen gleichzeitig zusammenlebte.
Sonntag 18:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

bewegungDer Benefit des Sports Wie lange die Lust an der Bewegung ein persönlicher Gewinn ist Von Silvia Plahl Die körperlichen, organischen und psychischen Effekte durch Sport und Bewegung werden immer detaillierter untersucht und eingesetzt. Über das allgemeine Wohlempfinden hinaus kann etwa Walken auch Gefäßverengungen vorbeugen, Rudern die Wirkungen einer Krebstherapie mildern. Das Klettern hilft einem 12-Jährigen, die Auslöser für seine Schulangst zu erkennen, und Psychiatrie-Patienten üben Schritte aus der Depression. Für Gesunde wie Erkrankte gilt dabei gleichermaßen: Die Motivationen für das Weitermachen im sportlichen Wohlgefühl sind sehr unterschiedlich. Einige erfreuen sich an der eigenen Leistung oder daran, in einer Mannschaft oder Gruppe ein gemeinsames Ziel anzustreben. Andere empfinden vor allem Entspanntheit und Zufriedenheit durch die Freisetzung von Botenstoffen im Gehirn. Doch der Gewinn durch die Anstrengung kann auch schädlich werden, in eine Sportsucht abgleiten und sich zum Beispiel bei Essstörungen ins Gegenteil verkehren. Der Benefit des Sports stellt sich nur so lange ein, wie das persönliche Verhältnis zwischen Dosis und Wirkung stimmt.
Sonntag 18:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

Pferd SimonDas Pferd Nach der gleichnamigen Erzählung von Claude Simon Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer Regie: Ulrich Lampen (Produktion: SWR 2018 - Ursendung) "Wir betrachteten das immer noch hinten im Stall auf der Seite liegende Pferd. Man hatte ihm eine Decke übergeworfen. Und es ragten nur seine Insektenbeine heraus, sein schrecklich langer Hals, an dessen Ende der Kopf hing, den auch nur zu heben es keine Kraft mehr hatte, knochig, zu groß mit seinen eingefallenen Backen, seinem nassen Fell, seinen langen gelben von den aufgeworfenen Lippen entblößten Zähnen. Nur das Auge schien noch zu leben, riesig, schmerzerfüllt, schrecklich, und von der glänzenden gewölbten Oberfläche widergespiegelt konnte ich uns sehen, unsere drei im Halbkreis verzerrten Silhouetten." Eine finstere Regennacht während des Zweiten Weltkriegs. Der Erzähler und sein Regiment, französische Dragoner, reiten gen Osten, Richtung Berlin. Hungrig, durstig, verstört vor Angst und Müdigkeit, beziehen sie Quartier in einem nordfranzösischen Dorf. Dort werden sie Zeuge des langsamen Sterbens eines verletzten Armeepferdes, in dessen Auge sich die Agonie des Krieges zu spiegeln scheint. "Das Pferd", erstmals 1958 in der Zeitschrift "Les Lettres Nouvelles" veröffentlicht, ist eine frühe Verarbeitung des Flandern-Materials, das den Autor bis zu seinem großen Antikriegsroman "Die Straße in Flandern" von 1960 über Jahre beschäftigte. In diesem erinnert er an das militärische Desaster Frankreichs von 1940, das ihn als Kavalleristen beinahe das Leben gekostet hätte. Mit dem Motiv der unschuldig leidenden Kreatur verarbeitet Simon das Grauen des Krieges und zollt zugleich der Natur, ihrer Schönheit und Wahrhaftigkeit, seinen Respekt.
Sonntag 18:20 Uhr

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Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

jochen malmsheimerJochen Malmsheimer: Dogensuppe Herzogin - Ein Austopf mit Einlage. Gestaltung: Bernhard Fellinger Jochen Malmsheimer, geboren 1961 in Essen, ist ein vielfach preisgekrönter Kabarettist. Einem größeren Publikum wurde er vor allem durch seine regelmäßigen Auftritte bei "Neues aus der Anstalt" (ZDF) bekannt. Sein leidenschaftlicher Vortrag ist unverwechselbar, bei ihm bleibt kein Wort ohne Wirkung. Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je, sagt Malmsheimer und nennt als Grund dafür die allgemeine Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung. Jochen Malmsheimer ist bereit, sich diesem geradezu enzephalen Unsinn in den Weg zu stellen, gegürtet mit dem Schwert der Poesie, gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime. Denn wie schon "Erasco" von Rotterdam wusste: Wer oft genug ans Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch.
Sonntag 19:05 Uhr

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SR2 Kulturradio

JazzNow

michael wollnyJazzfest Berlin 2017 Michael Wollny, solo mit Johannes Kloth Aufnahme vom 3. November 2017 im Haus der Berliner Festspiele
Sonntag 20:04 Uhr

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HR2

Konzert aus der Elbphilharmonie in Hamburg

kissinFür sein intuitives, gefühlvolles und höchst virtuoses Klavierspiel wird das einstige Wunderkind Jewgenij Kissin rund um den Globus gefeiert. Im vergangenen September hat er seinen Einstand in der Elbphilharmonie gegeben - mit einem der schwierigsten Werke der Klavierliteratur: Béla Bartóks 2. Klavierkonzert.
Sonntag 20:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

virtuellen realitätBetreten auf eigene Gefahr 24 Stunden in der virtuellen Realität Von Christian Schiffer und Christian Alt Regie: Alexandra Distler Produktion: BR 2016 Virtual Reality hält momentan Einzug in unseren Alltag. Wie süchtig macht die neue Technik? Und wie gefährlich ist es, die Brille länger zu tragen als empfohlen? Die Autoren wagen den Selbstversuch: 24 Stunden in der Virtual Reality. Nonstop. Was genau die neue Technik mit uns anstellen wird, ist noch nicht klar: Enthusiasten träumen von fremden Welten und rauschhaften Erfahrungen, mit der Virtual Reality als Empathiemaschine. Skeptiker befürchten, dass die Menschheit in der virtuellen Realität verroht und kollektiv aus dem Real Life flüchtet. Was also wird diese neue Welt aus Bit und Bytes mit sich bringen? Programmierer, Künstler und Gamedesigner überbieten sich mit unterhaltsamen, skurrilen und manchmal befremdlichen Anwendungen für die neue Technologie. Betreten auf eigene Gefahr
Sonntag 20:05 Uhr

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NDR Info

Das Hörspiel

Sumatra Von Sabine Stein Komposition: Frank Merfort Regie: Roman Neumann Mit Vanessa Loibl, Jonas Minthe, Julian Greis, Pascal Houdus, Daniel Axt, Birte Schnöink, Andrea Jolly, Alexander Radszun, Franziska Herrmann, Kai Hufnagel, Maren Sieber, Beate Rysopp, Marc Zippel NDR 2018 / Ursendung Sie sind allesamt Außenseiter auf der Suche nach einer Gegenwelt: Pico, das Mathe-Genie, Jussi, der notorische Abbrecher, und Mascha, die Freiheitskämpferin. Sie träumen davon, nach Sumatra zu fliegen und dort ein neues Leben zu beginnen. Doch dazu kommt es nicht. Es beginnt mit einem Unfall. Im Drogenrausch töten sie einen Autofahrer. Parallel zur Reue wächst in ihnen das Gefühl der Macht. Was, wenn sie der Welt ihre Träume einpflanzten? Sie ein bisschen mehr in Richtung Gerechtigkeit justierten? Im Netz jedenfalls haben sie eine wachsende Fangemeinde. Sie sind jetzt Stars, Helden. Doch einer von ihnen überschreitet die Grenzen. Eine psychologische Art Studie über die Macht. Und über eine Gemeinschaft, die zerbricht. Download unter www.ndr.de/radiokunst Das Hörspiel
Sonntag 21:05 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

minimalismusDie Kraft der Reduktion - Minimalismus in der Kunst Von Rainer Praetorius DLF 2017 Kölner Konzert-Tumult Februar 2016: In der Philharmonie wird Bach- Musik gegeben, kombiniert mit Zeitgenössischem von Fred Frith, Henryk Górecki und Steve Reich. Doch dann ist plötzlich Schluss. Die Komposition aus dem Jahr 1967 "Piano Phase" von Steve Reich, einem Pionier der Minimal Music, wird durch lautes Klatschen und Buhrufe gestört. Einer der besten Cembalisten der Welt, der aus Iran stammende Musiker Mahan Esfahani, unterbricht sein Spiel und fragt auf Englisch: "Wovor haben Sie Angst?" Daraufhin brüllt jemand im Saal: "Reden Sie doch gefälligst auf Deutsch!" Ob nun "Rassismus", so die schnell in Sozialen Medien zirkulierende Botschaft, oder "Überforderung des Publikums" wie der Veranstalter beschwichtigte: Der Konzert-Abbruch markiert eine Wende. Kölns Bildungsbürgertum war lange stolz darauf, das Avantgarde-Mekka der Bundesrepublik zu sein. Bereits 1951 etablierte der WDR das Studio für elektronische Musik mit seinem späteren Leiter Karl-Heinz Stockhausen. Die Avantgarde-Band Can schrieb von Köln aus Pop-Geschichte. In den 1960ern erfanden Kölner Galeristen die erste Kunstmesse für das zeitgenössische Schaffen, die Art Cologne. Eng verbunden mit dieser Avantgarde waren immer die Künstler des Minimalismus wie eben der Komponist Steve Reich oder bildende Künstler wie der Maler Yves Klein. Autor Rainer Praetorius begibt sich auf die Suche nach den Ursachen des Banausen-Ausbruchs in der Philharmonie. Er flaniert durch die Kölner Museumslandschaft und verfolgt die weltweite Wirkung der Werke des Minimalismus bis in die Gegenwart. Club Music wie House oder Techno sind die populärste Spätfolge. Pop-Art-Künstler Andy Warhol praktizierte in seinen frühen Filmen Extrem-Minimalismus und das legendär minimalistische Produktdesign der Firma Braun fand weltweit Beachtung. Jahrzehnte und viele iPhones und iPads später bedankte sich der Apple-Chefdesigner höchstpersönlich bei seinem Braun-Kollegen für die Inspiration.
Sonntag 21:05 Uhr

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