Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Felicia ZellerIwanow reloaded Hörspiel von Felicia Zeller Regie: Judith Lorentz Mit: Juno Meinecke Ton: Martin Eichberg Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 53"35 (Ursendung) Galaveranstaltungen als willkommener Anlass, einfach nur gut auszusehen? Diese Zeiten sind vorbei. Früher mögen Galaveranstaltungen ein willkommener Anlass gewesen sein, einfach nur gut auszusehen. Diese Zeiten sind vorbei. Vorwürfe und Selbstvorwürfe beginnen bereits auf dem roten Teppich. "Alle im Raum wissen, ich bin gemeint. Und auch ich weiß es, auch wenn er meinen Namen nicht nennt und auch gar nicht von mir spricht, ich weiß, dass alle wissen, dass er mich meint." Felicia Zeller, geboren 1970 in Stuttgart, schreibt Theaterstücke, Prosa und realisiert Filmprojekte. Zahlreiche Theaterstücke, u.a. 2008 "Kaspar Häuser Meer", dafür Publikumspreis der Mülheimer Theatertage NRW, "Stücke 08". 2009 Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg für "Einsam lehnen am Bekannten". 2015 "Wunsch und Wunder" am Saarländischen Staatstheater, damit Nominierung für den 40. Mülheimer Dramatikerpreis 2015. Aus einigen Theaterstücken entstanden Hörspiele, zuletzt: "Die Welt von hinten wie von vorne" (BR 2014) und "Einfach nur Erfolg" (RBB 2016). Das Theaterstück "Zweite allgemeine Verunsicherung" wurde 2016 vom Schauspiel Frankfurt uraufgeführt und war die Vorlage zu "Iwanow reloaded". Iwanow reloaded
Montag 00:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

dirk lauckeEin paar Dinge, die ich loswerden wollte Hörspiel von Dirk Laucke Frei nach seinem Roman "Mit sozialistischem Grusz" Mit: Sebastian Urzendowsky, Charly Hübner u. a. Musik: Ira Göbel, Bernhard Raser Regie: Dirk Laucke (Produktion: SWR 2017 - Ursendung) Bitterfeld im Jahr 2002 - das kann alles Mögliche sein. Zum Beispiel beschissen, findet Phillip. Seine Mutter ist in den Westen, schlimmer noch, nach Bayern abgehauen. Sein Vater schiebt seitdem den Blues. Und Phillip muss Rindenmulch im Park verteilen (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Aufschwung Ost). Denn für die Medienhochschule hat es bei ihm trotz Abi nicht gereicht. Warum also nicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Ödnis in ein Kunstprojekt verwandeln? Phillip zeichnet alles auf: die Schimpftiraden der ABM-Leidensgenossen Jutta (alleinerziehende Mutter) und Tilo (Klimaschutzgegner), den verschuldeten Kumpel Ralf (Ex-Klein-Dealer) und natürlich die hübsche Krankenpflegerin Nicole (spröde). Inzwischen wird auch Vater Hermann kreativ. Er schreibt einen Brief an Margot Honecker, von der er sich Hilfe für seinen perspektivlosen Sohn erhofft. Und ausgerechnet der soll den Brief an die ehemalige DDR-Ministerin für Volksbildung zur Post bringen ... Während das "Jahrhunderthochwasser" droht, einen ganzen Landstrich zu verwüsten, bahnt sich eine mittlere häusliche Katastrophe an. Denn Phillip schickt den Brief nicht ab. Stattdessen lässt er seinem Vater eine eigenwillige Antwort zukommen.
Sonntag 18:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Henny JahnnArmut, Reichtum, Mensch und Tier Von Hans Henny Jahnn Bearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt Mit: Klara Manzel, Volkram Zschiesche, Nora Rim Abdel-Maksoud, Sebastian Becker, Jan Dose, Jessica Richter, Margarita Broich, Robert Gallinowski, Matthias Weidenhöfer, Michael Klobe, Matthias Ransberger Deutsches Filmorchester Babelsberg Leitung: Bernd Wefelmeyer Komposition: Daniel Dickmeis Ton: Alexander Brennecke, Jana Brandt Produktion: Deutschlandradio Kultur/HFF Konrad Wolf 2009 Länge: 82"22 (Wdh. v. 22.11.2009) Tief in den Steinbergen Norwegens lebt ein Bauer, allein mit seinem Pferd. Nun fasst er Heiratspläne. Der einsame und wohlhabende Bauer Manao, der sein Pferd über die Maßen liebt, will die arme, junge Magd Sofia heiraten. Hinterhältig versucht die reiche Bäuerin Anna, die sich ihm versprochen fühlt, dies zu verhindern. Als Sofia stirbt, rächt sich Manao und geht mit Jytte, einem Elfenmädchen, der Reinkarnation seines geliebten Pferdes, vom Hof. Eine Geschichte wie in einem Western, nur dass sie in Norwegen spielt. Es geht um Liebe, Rivalität, um Landbesitz, böse Zungen und Mord. Hans Henny Jahnn, 1894 in Hamburg geboren, 1959 dort gestorben. Schriftsteller, Orgelreformer und Musikverleger. Lebte während des Ersten Weltkriegs im norwegischen Exil, während des zweiten Weltkriegs vornehmlich in Dänemark, wo er einen kleinen Bauernhof bewirtschaftete. 1950 kehrte er nach Hamburg zurück, wo er neun Jahre später starb. Jahnn schrieb Dramen und Prosa, 1949 begann er seine große Romantrilogie "Fluss ohne Ufer". Die späte Erzählung "Nacht aus Blei" wurde 2010 als Hörspiel auf Deutschlandradio Kultur gesendet. Vom "Fluss ohne Ufer" wurde nur der erste Teil, "Das Holzschiff", als Hörspiel realisiert (NDR 2009); außerdem: "Der neue Gott, der mit Millionen Zungen redet" (WDR 1995) nach Jahnns expressionistischem Roman "Perrudja" sowie seine Dramen "Medea" (SDR 1987), "Neuer Lübecker Totentanz" (BR 1955, WDR 1965) und "Trümmer des Gewissens" (SWF 1982). Armut, Reichtum, Mensch und Tier
Sonntag 18:30 Uhr

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Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Rainald GrebeDas Elfenbeinkonzert von Rainald Grebe. Gestaltung: Silvia Lahner Severin Groebner: "Der Abendgang des Unterlands." Gestaltung: Peter Blau Vier Jahre nach seinem letzten Solo "Das Rainald Grebe Konzert" setzt sich der Autor, Comedian und Liedersänger Rainald Grebe wieder allein ans Klavier. "Alles ging damit los, dass eine alte Bekannte anrief, ob er nicht einen Volksmusik-Workshop in der Elfenbeinküste machen wolle, mit ivorischen Deutschstudenten, sie sei jetzt Leiterin des Goetheinstituts dort in Abidjan. Dann sagte sie noch, dass das Goetheinstitut einen Steinwayflügel besitzt, und einen Klavierstimmer gibt es auch, den einzigen in der Cote d"Ivoire. Der betreut etwa ein Dutzend Instrumente und eins davon steht im Institut. Rainald Grebe sagte sofort zu. Aber was ist heute Volksmusik, und wie kann man Deutschland am Äquator musikalisch vermitteln. Und was ist Volksmusik in der Elfenbeinküste ... Oder an der Elfenbeinküste? Das Elfenbeinkonzert ist Rainald Grebes fünftes Soloprogramm. "Seine Komik ist ein intellektueller Kollateralschaden auf dem Kriegspfad gegen die Einfältigkeit. Der Grebe 2012 vertieft das Renommee eines unglaublich innovativen Unterhalters", so die Allgemeine Zeitung Mainz. Viele Menschen sind heute verunsichert. Nichts ist mehr wie es war. Es herrscht allgemeine Orientierungslosigkeit. Da steht man morgens auf und schon laufen ungefiltert Tweets, Posts, Links, Fotos und Fake-News über den Ticker. Im Bus erzählt der Realitätsflüchtling von nebenan über Wirtschaftsflüchtlinge aus der Schweiz. Im Fernsehen erklärt der Bundesbeauftragte für Einbildung, soziale Gerechtigkeit bedeute, dass alle gleich viele Freunde bei Facebook haben. Danach fällt auch noch der Livestream aus und man wird nie erfahren, ob nun die Römer, die Geissens oder Bayern München den 30-jährigen Krieg gewonnen haben. "Was" fragt man sich während man verwirrt zu Bett geht, "macht das Abendland eigentlich am Morgen danach?". Severin Groebner präsentiert das Programm zur Stunde: "Der Abendgang des Unterlands". Ein echter Happycalypso für die richtige Portion Übermut beim Untergang.
Sonntag 19:05 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Jazz

Sarah VaughanThe Divine Frühe Aufnahmen der Sängerin Sarah Vaughan Von Odilo Clausnitzer Man nannte sie "The Divine One" - "Die Göttliche". Für manche steht sie auf der ewigen Rangliste der größten Jazzsängerinnen an erster Stelle: Sarah Vaughan (1924 - 1990). Ihr enormer Tonumfang, ihre fast klassisch glanzvolle Altstimme und ihr höchst modulationsreicher Vortrag sicherten ihr schell eine Ausnahmestellung. Als sie Anfang der 1940er-Jahre ihre Profilaufbahn einschlug, war sie eng mit der Bebop-Szene assoziiert. Die Tonsprache Charlie Parkers und Dizzy Gillespies übertrug sie in ihre wendigen Scat-Improvisationen. Aber kaum eine andere konnte auch Balladen mit solch glutvoller Intensität und honigsüßer Lieblichkeit interpretieren wie sie. Swing- und Blues-Nummern sang sie mit spielerischer Koketterie - auch dafür stand ihr zweiter Spitzname "Sassy", "die Freche". Die Sendung gibt einen Überblick über das erste Jahrzehnt ihrer Karriere, in dem sich ihr späterer Star-Status anbahnte.
Sonntag 19:15 Uhr

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SR2 Kulturradio

JazzNow

Phronesis27. Internationalen St. Wendeler Jazztage Phronesis & hr Bigband Aufnahme vom 16. September 2017 im Saalbau, St. Wendel
Sonntag 20:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

AlptraumDrifting Away - Von Schlaf und Traum "Der Alp steckt seine Zunge den Leuten ins Maul" Auf den Spuren des Alptraums Von Matthias Käther und Teresa Schomburg Regie: Katrin Moll Produktion: DLF 2009 Dunkle Schatten, verwirrende Perspektiven, fantastische Kreaturen: Kein Horrorfilm, kein surreales Gemälde verfügt über das atemberaubende Material an verstörenden Plots und Bildern wie ein Alptraum. In der Fähigkeit, im Schlaf Ängste zu visualisieren, sind fast alle Menschen echte Meister. Die wenigsten allerdings freuen sich darüber. Im Gegenteil, Alpträume sind unwillkommene Gäste. Schon im Mittelalter wurden sie dämonisiert, wurden angeblich von Kobolden oder übelwollenden Mitmenschen geschickt. Warum wir Alpträume haben, ist bis heute nicht restlos geklärt. Das Feature ist eine Zustandsbeschreibung des Phänomens Alptraum, die zeigt, dass die Menschen ihre Urängste mit dem Wertvollsten bekämpfen, das ihnen zur Verfügung steht: ihrer Kreativität. Auf den Spuren des Alptraums
Sonntag 20:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

sidney bechetMilestones mit Johann Kneihs. Süßes Holz und zartes Blech. Die einzigartigen Quartett-Aufnahmen mit Sidney Bechet und Muggsy Spanier. Der 28. März 1940 kann als glücklicher Moment der Jazzhistorie gelten. Zum einen dank der beteiligten Musiker: Sidney Bechet, Saxofonist und Klarinettist aus New Orleans und einer der frühen Stars des Jazz, trifft auf Muggsy Spanier aus Chicago, in mehreren Bands als Trompeter geschätzt und als Leiter einer eigenen erfolgreich. Ein Glücksfall ist aber vor allem die Entscheidung für eine reduzierte Rhythmusgruppe, mit dem Verzicht auf Schlagzeug und Klavier - wie in Django Reinhardts "Quintette du Hot Club de France" erprobt. Die kleinere Besetzung und geringere Lautstärke lassen auch der vergleichsweise leisen Klarinette Raum. Sidney Bechet, der entsprechend häufig vom Saxofon zur Klarinette wechselt, und sein Duo-Partner Muggsy Spanier finden so zu inspirierten Soli und intensivem Dialog. Die acht Stücke der "Bechet-Spanier Big Four", mit Carmen Mastren an der Gitarre und Wellman Braud am Kontrabass, zählen wohl zu den intimsten Swing-Aufnahmen ihrer Zeit. Sie sind auf Singles und später auf verschiedenen Alben und Anthologien erschienen und erst vor Kurzem wieder veröffentlicht worden.
Sonntag 21:00 Uhr

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NDR Info

Das Hörspiel

Justin TorresWir Tiere Nach dem gleichnamigen Roman von Justin Torres Übersetzung aus dem Englischen: Peter Torberg Musik: Fatima Dunn Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann Mit Max Hegewald, David Hofner, Robin Lange, Lennard Lemster, Julien Brinkmann, Daniel Axt, Marina Galic, Paul Schröder, Theresa Berlage, Hannes Stelzer, Christian Lessiak, Wolfgang Schroeder, Benjamin Morik, Ulrich Bähnk NDR 2017 / Ursendung Drei Brüder balgen sich durch ihre Kindheit in Brooklyn: Sie bewerfen sich gegenseitig mit Tomaten, bauen aus Müllsäcken Drachen, klauen, verstecken sich, wenn sich die Eltern anschreien, dreschen aufeinander ein. Die Eltern, nur wenig älter als ihre Kinder - er ist Puerto Ricaner, sie eine Weiße - befinden sich ausdauernd im Kampfmodus, ihre Konflikte schweißen die Familie zusammen und reißen sie auseinander. Laut ist es in diesem Haushalt und leidenschaftlich, die Jungs sind immer hungrig und wollen mehr: mehr Fleisch, mehr Krach, mehr Wärme, mehr Leben.
Sonntag 21:05 Uhr

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