Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Die Ö1 Hörspiel-Gala

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Im Dialog mit der Kunst". Mit der spirituellen Bild-Sprache von Mark Rothko beschäftigt sich Gustav Schörghofer, Jesuit und Künstlerseelsorger. An moderne Fastentücher erinnern die späten Gemälde des großen amerikanischen Künstlers Mark Rothko, der am 25. Februar 1970 gestorben ist: große Farbflächen, reduziert und doch reichhaltig; flächige Bilder, oft mit Rottönen, die die Betrachtenden zum meditativen Dialog mit dem Kunstwerk einladen. "Es ging ihm um die großen Fragen der Menschheit", sagte sein Sohn Christopher Rothko: "Warum sind wir hier? Was passiert, wenn wir sterben? Gibt es einen Gott?" Der Theologe und Kunsthistoriker Gustav Schörghofer nimmt den 50. Todestag von Mark Rothko - und die Schwelle vom Fasching zur Fastenzeit - für seine spirituelle Bild-Sprache wahr.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Nicole Brunner. Alte Musik in neuem Gewand. Egal, ob Barock oder Modern, musikalische Spielfreude lässt sich in allen Genres finden. Besonders, wenn es ums Improvisieren geht. Das vorhandene Notenmaterial kann durch unterschiedliche Musikerhände völlig anders erklingen. Drum kann auch aus ganz alt schnell ganz neu werden.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Biologe Markus Domanegg spricht über Ratten. Teil 4: Die Farbratte Gestaltung: Nora Kirschlager Mäuse gehen ja noch, aber Ratten? Neben Spinnen und Schlangen belegen die Nager die Top 3 der unbeliebtesten Tiere. Auch wenn Zeichentrickfilme wie "Ratatouille" (mit Rémy, der kochenden Wanderratte als Hauptdarsteller) das Image der Ratten mittlerweile etwas aufgemöbelt haben - werden den Tieren doch nach wie vor eher negative Eigenschaften, wie hinterlistig, schmutzig, gefährlich usw. zugeschrieben. Anders in Asien: Hier werden Ratten als Glücks- und Heilbringer verehrt. Übrigens stammen fast alle der rund 65 Arten aus Ostasien. Über Handelsschiffe gelangte zuerst die Hausratte, später die Wanderratte nach Europa. Letztere verdrängte schließlich die Hausratte in unseren Breiten fast zur Gänze. Wer des nächtens eine Ratte um ein Hauseck huschen sieht, hat es also ziemlich sicher mit einer Wanderratte zu tun. Wanderratten gibt es auch in der gezähmten Form. Korrekterweise spricht man dann von Farbratten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und auch in diversen Züchtungen, etwa mit einem weißen Körper und einer farbigen Augenmaske oder einem dunklen Fleck zwischen den Ohren, der wie eine Kappe aussieht. Farbratten werden als die "Hunde unter den Ratten" bezeichnet. Sie sind sehr zutraulich und man kann ihnen viel beibringen. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es zwei sehr ungewöhnliche Rattenarten: Die Gambia Riesenhamsterratte hat, wie ein Hamster, Backentaschen, in die sie große Mengen an Weintrauben, Nüssen etc. füllen kann und später in Ruhe in ihrem Versteck frisst. Sie werden in Asien und Afrika zur Entschärfung von Minen und zum Erschnüffeln von Tuberkulose eingesetzt. Die zweite Exotin ist die Nördliche Riesenborkenratte. Ihr auffälligstes Merkmal ist, dass sie eigentlich so gar nicht wie eine Ratte aussieht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das Völkerrecht

Spielregeln gegen die globale Unordnung (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Ein Vertrag, den die beiden mesopotamischen Stadtstaaten Lagasch und Umma im Jahr 3100 v.Chr. schlossen, belegt: Schon lange vor unserer Zeitrechnung machten sich Herrscher nicht nur darüber Gedanken, welche Normen innerhalb ihres eigenen Machtbereichs gelten sollten. Sie waren auch an übergeordneten Spielregeln interessiert, die die Beziehungen diverser Herrschaftsgebiete zueinander ordnen sollten, also eine Art früher und rudimentärer Form des Völkerrechts. Das Völkerrecht - oder internationale Recht -, wie wir es heute kennen, entwickelt sich vor allem im 19. Und 20. Jahrhundert und wird im 21. Jahrhundert ständig erweitert. Umwelt, Weltraum und der virtuelle Raum sind nur einige aktuelle Beispiele. Recht auf der einen und die politischen Interessen der Staaten auf der anderen Seite stehen dabei in einem ständigen und komplexen Wechselspiel. Zwar gibt es inzwischen unzählige internationale Verträge und Abkommen, große Organisationen wie die UNO, internationale Gerichtshöfe und vieles mehr, doch deren Zuständigkeiten, Bedeutung und "korrekte" Auslegung sind häufig umstritten. Das zeigt sich beispielsweise bei der Frage, wann Gewaltanwendung, militärische Interventionen und Präventivschläge gerechtfertigt sind, oder was Vorrang hat - Wirtschaftsinteressen oder Rechte von Indigenen. Grundlegendes Ziel des Völkerrechts wäre es, die Voraussetzungen für eine stabile globale Friedensordnung festzulegen. Tatsächlich aber unterscheiden sich die Vorstellungen von Souveränität und Rechtsgestaltung zwischen den großen Spielern, den USA, der EU, China und Russland oft signifikant.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Casting neuer Ideen (4). Gestaltung: Sarah Kriesche, Ilse Huber, Viktoria Waldegger, Stefan Niederwieser, Margit Atzler, Irmgard Wutscher Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] können Sie Projekte, Ideen und Initiativen einreichen, die die Zukunft im Jetzt reparieren wollen. Wir haben 12 ausgewählt und präsentieren sie im Laufe der Woche. *Ummadum - Eine App für Gemeinschaftsfahrer* Der Verkehr wird immer mehr, und das bringt auf den Straßen in Österreich viele Probleme. Zahlreiche Pendler sind aber trotz Öffi-Ausbau auf ein Auto angewiesen. Diese Autofahrten sollen aber zumindest besser genutzt werden, glauben zwei Start-Up-Gründer. Sie haben in Tirol die App gestartet. Mit einem Belohnungssystem sollen Pendler damit motiviert werden, Fahrgemeinschaften zu bilden. Und die einjährige Testphase dazu hat die Erwartungen übertroffen. Gestaltung: Viktoria Waldegger *Diskriminierung im Computercode - eine Masterarbeit* Die von der Europäischen Union geförderte Forschungsarbeit mit dem Titel "Gender in der Erforschung von Mensch-Maschine-Interaktion" widmet sich einem mitunter versteckten Problem, das mit der Digitalisierung einhergeht, dem Computercode. Viele Projekte in der Forschung und Entwicklung sind nämlich bereits im Design, und damit auch dem Code, - oft unbeabsichtigt - diskriminierend gegenüber Menschen, die nicht gewissen Normen (wie weiß, männlich, gesund) entsprechen. Förderstellen sind sich des Problems bewusst und versuchen, dem etwa mit Frauenförderung entgegenzuwirken. Allerdings, besonders innerhalb von Unternehmen und Institutionen ist man sich des Problems oft nicht bewusst und hat somit auch in Software(produkten) blinde Flecken. In ihrer Masterarbeit nimmt sich die Informatikstudentin Sabrina Burtscher der Herausforderung nicht nur theoretisch an. Sie bedient sich der Gamification und will ein Kartenspiel entwickeln, das Unternehmen und Einrichtungen verwenden können, um künftig eine Möglichkeit zu besitzen, die toten Winkel zu erkennen, die richtigen Fragen zu stellen und diese auch zu diskutieren. Gestaltung: Sarah Kriesche *CO2 Recycling - Aus dem Labor der Kepler Universität in Linz* Globale CO2-Emissionen kommen zu zehn Prozent aus der Industrie. Dabei könnte viel von dem Rauchgas in wertvolle Stoffe verwandelt werden. In Linz erforscht man an der Kepler Universität Katalysatoren, drei Jahre hat Sabrina Gonglach hier ein relativ unscheinbares Kohlestoffpapier entwickelt, das günstig ist und direkt vor Ort eingesetzt werden kann. Ethanol, Methanol und Essigsäure lassen sich so herstellen, der Wirkungsgrad ist hoch, bis zur Serienreife könnten einige Hindernisse auftauchen. Am Ende aber könnte ein beträchtlicher Teil des CO2-Kreislaufs geschlossen werden, es könnte viel CO2 erst gar nicht in die Luft gelangen. Gestaltung: Stefan Niederwieser

09.45 Uhr
Radiokolleg - London - ewiger Quell der Popmusik?

Eine persönliche Spurensuche (4). Gestaltung: Robert Rotifer Seit mehr als einem halben Jahrhundert, den Beatles sei Dank, ist London eine Welthauptstadt der Popkultur. Das war auch der Grund, warum der Wiener Journalist Robert Rotifer einst dorthin zog, um aus der Mitte der dortigen Szene zu berichten. 23 Jahre später fragt er sich, ob er bloß zu alt geworden oder die globale Strahlkraft, der vom Brexit und dem Niedergang der Musikindustrie gebeutelten britischen Hauptstadt tatsächlich verblasst sein könnte. In Soho, wo einst an jeder Ecke Live-Musik zu hören war, gibt es faktisch keine Live-Clubs mehr, die "Grassroots" des Live-Geschehens haben sich längst in den fernen Osten und Süden der Stadt verpflanzt. Doch selbst dort kämpft die Szene ums Überleben - meist ohne Gage. Solche Vorstadt-Phänomene gleichen eher jenen der Pop-Provinz als denen einer Pop-Metropole. Doch wenn die Dinge wirklich so schlecht stehen, woher kam dann die aktuelle Explosion der jungen Londoner Jazz-Szene? Und wenn nicht weiße Bands, sondern Grime-Stars wie Stormzy heute Londons musikalische Aushängeschilder sind, wieso ziehen sich dann die dämonisierten Drill-Rapper auf den Mikrokosmos per Youtube und auf der Straße ausgetragener Kleinkriege zwischen Bewohnern rivalisierender Postleitzahlen zurück? Oder manifestiert sich in all diesen parallel existierenden, kleinen Welten vielmehr das Ende der Ära des Hypes rund um das alle vereinende "next big thing"? In seiner Radiokolleg-Serie verlässt Robert Rotifer seine eingetretenen Pfade auf der Suche nach Londons junger Szene und der Zukunft der Popkultur.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Nina Polaschegg Carl Maria von Webers Quintett für Klarinette und Streicher in B-Dur op. 34 Carl Maria von Weber ist vor allem für seine Opern bekannt - "Freischütz" und "Oberon" sind weithin bekannt. Aber auch die Klarinette hat der Komponist des frühen 19. Jahrhunderts mit einigen Werken bedacht, für das Instrument, das damals so langsam seine Karriere als Soloinstrument begann und für das Mozart schon ein Quintett komponiert hatte. Im Zentrum steht in dieser Ausgewählt-Ausgabe Webers Klarinettenquintett - das neben denjenigen Mozarts und Brahms zu den wichtigen Kammermusikwerken für diese Besetzung zählt. Ergänzt durch weiteres für das Instrument aus Webers Feder.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"In Liebe, dein Vaterland". Von Ryu Murakami. Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe. Es liest Stefan Fleming Es ist ein Albtraum: getarnt als Dissidenten, denen es gelungen ist, aus Nordkorea zu flüchten, besetzen neun koreanische Elite-Soldaten das Stadion der japanischen Hafenstadt Fukuoka und nehmen 30.000 Zuschauer als Geiseln. Während die ohnmächtige japanische Regierung hysterisch sinnlose Maßnahmen ergreift, wird die Invasion von weitere 120.000 Soldaten in die Wege geleitet. Das Ziel: Jaoan soll eine Provinz Nordkoreas werden. Gestaltung: Friederike Raderer.

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Sheku Kanneh-Mason am Cello Über die Familie Kanneh-Mason wird in England gemunkelt, sie sei eine der talentiertesten Familien der Welt. Alle sieben Geschwister musizieren von Kindesbeinen an und haben sich in den letzten Jahren zu reifen, professionellen Musiker/innen entwickelt. Im Juni vergangenen Jahres stand die Pianistin Isata Kanneh-Mason im Mittelpunkt von DesCis mit ihrer CD "Romance". Nun kommt ihr Bruder Sheku Kanneh-Mason an die Reihe - mit seinem Cello. Auf seiner neuen Decca-CD spielt er zusammen mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle. Dabei zeigt Sheku Kanneh-Mason ein feines Gespür für ausgefeilte Arrangements und originelle Besetzungen. Der 20-Jährige verleiht den Kompositionen seiner neuen CD (Edward Elgar; Traditionals, Frank Bridge, Ernest Bloch und Gabriel Fauré) eine spannende, individuelle Note. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Ein unmögliches Paar? Heinrich Heine und Pietro Mascagni Hätte alles ganz anders kommen können? Ausdrücklich hat Pietro Mascagni "Guglielmo Ratcliff" als seine beste Oper bezeichnet, ein Werk, das bereits vor der alles im Leben Mascagnis ändernden "Cavalleria rusticana" fertigkomponiert war, aber erst Jahre später - vor 125 Jahren genau - uraufgeführt wurde. Ein Werk, das obendrein auf einer deutschen Textvorlage beruht, dem Theaterstück "Wilhelm Ratcliff" von - Heinrich Heine! Wollte Pietro Mascagni womöglich gar kein "Verist" sein? Sah er sich in der Nachfolge der ebenfalls künstlerisch Richtung Norden blickenden "Scapigliati", Arrigo Boito, Alfredo Catalani? Gibt es Verbindungen zwischen den in "Guglielmo Ratcliff" hörbaren Wagner-Einflüssen und der notorischst wagnerianischen italienischen Oper der Ära, den (später folgenden!) "Goti" von Gobatti? Eine spannende Sache, zumal "Guglielmo Ratcliff" bis heute extrem selten aufgeführt wird. Natürlich gibt es auch weitere Musik mit Heine-Bezügen - bis hin zum "Traumgörge" von Alexander Zemlinsky.

15.30 Uhr
Moment

Kirchenplatz "1" Die wohl durchdachte oder chaotische Hausnummerierung Sie ziert jedes Haus, dient der Orientierung und Postzustellung und sie hat eine bewegte Geschichte: die Hausnummer. Eingeführt in der Habsburgermonarchie, wurde sie anfänglich auf die Wand aufgemalt. Heute sind es kleine Email-Schilder, in Wien blau, in Graz grün. Die Nummerierung erfolgt meist straßenweise und wechselseitig, rechts die geraden, links die ungeraden Zahlen. In kleinen Gemeinden herrscht oft ein historisch gewachsenes Hausnummern-Chaos, da die Nummern fortlaufend, also nach dem Zeitpunkt der Errichtung der Häuser vergeben wurden. Mancherorts wird dies geändert - zur Freude von Rettungssanitätern und Paketzustellern. Gestaltung: Shenja von Mannstein Meisterstück: Ein Kopfputz aus Federn des "Atelier Renato Co" Gestaltung: Jana Wiese

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Beteigeuze verblasst Rudi hat es im Studiogang gehört. Kollegen vom Tonmeister haben sich unterhalten: "Hast du gehört? Es stirbt gerade ein Stern." Ein sterbender Stern?!?! Rudi traut seinen Schlappohren nicht und holt sich Expertenwissen bei seinem Freund und Fachmann für Sternen- und Universumsfragen, Franz Kerschbaum. Franz Kerschbaum, Astrophysiker an der Universität Wien: "Sterne entstehen, leben mehr oder weniger lang und irgendwann geht's mit ihnen auch zu Ende. Wie kann man sich den Tod eines Sterns vorstellen? Im Prinzip wie bei einem Auto, dem der Treibstoff ausgeht. Wenn der Stern nichts mehr zu verbrennen hat, wenn er nicht mehr leuchten kann, dann ist er für uns gestorben. Das passiert gerade mit dem Beteigeuze, der leuchtet sonst sehr hell und jetzt halt schwächer. Aber wir können seinen Tod nicht täglich erwarten, das kann in ein paar tausend Jahren erst sein."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Von Hörrohren, Röntgenstrahlen und kalten Händen. Gestaltung: Anna Masoner Ein anstehender Arztbesuch lässt einen meist nicht in Freudengeschrei ausbrechen. Man muss oft lange warten, manchmal riecht es in der Praxis oder im Krankenhaus stechend und dann machen Ärzte auch noch allerlei komische Untersuchungen. Die Ö1 Kinderunireporter/innen Mila, Emir, Rana Slava haben schon viel Erfahrung mit Ärzten und Krankenhäusern. Andreas Mittelbach und Patrick Grassl sind beide Ärzte in Ausbildung. Sie verraten, warum sie in der Arbeit nie ohne Stethoskop anzutreffen sind und wie sie sich bei ihren ersten Untersuchungen gefühlt haben.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der Psychiatrie. Mit Monika Ankele, Medizinhistorisches Museum Hamburg, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf. Die Geschichte der Psychiatrie als medizinischer Disziplin ist relativ jung. Im 18. Jahrhundert begann man, die "Irren" nicht mehr als vom Bösen Besessene zu betrachten, sondern als Kranke, die Fürsorge und medizinischer Behandlung bedürfen - und damit eigener Bauten. In der Architektur spiegelt sich die gesellschaftliche Haltung gegenüber psychisch Erkrankten wider. Der von Kaiser Josef II. 1784 errichtete "Narrenturm" war die erste psychiatrische Anstalt Kontinentaleuropas, glich jedoch einem Gefängnis zur Verwahrung von "Insassen". Im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden an den Rändern großer Städte psychiatrische Krankenhäuser, etwa 1907 die Nervenheilanstalt "am Steinhof". In dieser Zeit entwickelte sich in Österreich die Psychiatrie als wissenschaftliche Disziplin und brachte bedeutende Innovationen hervor. Auf diese Hochblüte folgte mit dem Nationalsozialismus das dunkelste Kapitel. Psychisch erkrankte und behinderte Menschen wurden infolge der sogenannten "Euthanasie" ermordet. Diese Zeit sollte in der Psychiatrie noch lange negativ nachwirken. Was die Behandlung betrifft, waren Elektroschocks, Insulinschocks und absichtlich ausgelöste Malaria noch bis in die 1950er-Jahre verbreitet. Dann brachten Psychopharmaka und später auch die begleitende Psychotherapie für die Patienten große Erleichterungen. Ein grundlegender Wandel in der Psychiatrie setzte in Italien bereits in den 1960er-Jahren ein, in Österreich erst in den 80ern. Die Reformen setzten auf individuellere, dezentralisierte und ambulante Versorgungsstrategien. Die Integration psychisch Erkrankter sollte deren Ausgrenzung ablösen, Freiwilligkeit den Zwang. Gestaltung: Isabelle Engels

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Das jüngste EU-Mitgliedsland ist wegen seiner harten Asylpolitik auf dem Prüfstand. Gestaltung: Bartholomäus von Laffert Kroatien wird immer wieder für seine rabiaten Zurückweisungen, dies ogenannten Push-Backs von Migrant/innen und Flüchtlingen heftig kritisiert: Einreisende können keinen Asylantrag stellen, sondern werden schon an der Grenze von der Polizei aufgegriffen und oft gewaltsam gezwungen, sich nach Serbien oder Bosnien zurückzubegeben. Am 21. November 2017 wurde in Serbien, wenige Meter hinter der kroatischen Grenze, die sechsjährige Madina aus Afghanistan von einem Zug erfasst, das Kind starb. Die Familie gab an, zuvor von kroatischen Polizisten aufgegriffen und geschlagen worden sei. Man habe sie genötigt, an den Gleisen nach Serbien zurückzugehen. Die kroatischen Behörden bestreiten die Vorwürfe. Madinas Mutter hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage gegen Kroatien eingereicht, demnächst soll ein Urteil gefällt werden. Was geschah in jener Nacht im November 2017 wirklich?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Die Erforschung des Albtraums. Von Hanna Ronzheimer Ein Drittel unseres Lebens sollten wir - idealerweise - verschlafen. Und dabei in schönen Träumen schwelgen. Doch viele Menschen leiden unter wiederkehrenden Albträumen. Daraus erwachen wir dann mit starken negativen Gefühlen wie Angst, Trauer, Ekel, Scham oder Wut, schweißgebadet und mit guter Erinnerung. Im Gegensatz zum "normalen" Traum bleibt der Albtraum nämlich stärker und länger im Gedächtnis. Warum ist das so? - Immer wiederkehrende Albträume können das Leben untertags unangenehm beeinflussen und Spuren hinterlassen. Die Wissenschaft weiß mittelweile einiges über Albträume. Warum und bei wem sie gehäuft auftreten, aber auch, welche Funktionen Albträume möglicherweise haben. Es könnte sein, so vermuten die Forscher, dass sie uns im Schlaf darauf vorbereiten, bei realer Bedrohung und Angst richtig zu reagieren.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Zum 250. Geburtstag von Antonin Reicha. Filharmonie Brno, Dirigent: Dennis Russell Davies. Tschechischer Philharmonischer Chor Brno; Martina Janková, Sopran (Lenore); Pavla Vykopalová, Sopran; Wojciech Parchem, Tenor; Jiri Brückner, Bariton. Antonin Reicha: "Lenore", Dramatische Kantate für Soli, Chor und Orchester nach der gleichnamigen Ballade von Gottfried August Bürger (aufgenommen am 7. Februar in der Philharmonie Brno - Vereinshaus). Präsentation: Eva Teimel Zum 250. Geburtstag von Anton Reicha brachte man in der Philharmonie Brno ein selten zu hörendes Werk zur Aufführung: Die dramatische Kantate "Lenore", welche Reicha in den Jahren 1805/1806 nach der gleichnamigen Ballade von Friedrich August Bürger für Solistenquartett, Chor und Orchester verfasste. Es ist eine Schauergeschichte ohne Happy End, die durchaus opernhafte Züge trägt: Seit Jahren wartet Lenore auf die Rückkehr ihres Geliebten Wilhelm aus dem Siebenjährigen Krieg. Aus Verzweiflung ob der Ungewissheit und des offenbaren Verlusts des Bräutigams verliert sie ihren Glauben. Da taucht Wilhelm schließlich auf, nicht jedoch in menschlicher Gestalt, sondern als Geist. Seine Geliebte nimmt er mit auf einem wilden Ritt ins gemeinsame Grab.

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Mit Logik kommt man gegen Antisemitismus nicht an!" Rosa Lyon im Gespräch mit Thomas Meyer, Schriftsteller Thomas Meyer ist wohl nicht sein echter Name. Auf seiner Website steht zu lesen: "halb Reptil, halb Mensch - ist ein Agent der Jüdischen Weltverschwörung, der eine Tarnexistenz als Schriftsteller führt. Nicht einmal seine Mutter kennt seinen richtigen Namen." Er lebt in Zürich, schreibt Romane. Aus einem wurde vor Kurzem ein Kinofilm, der auch auf Netflix sehr erfolgreich läuft: "Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse". "Schickse" ist der jiddische Ausdruck für eine Nicht-jüdische Frau. Verglichen wird Thomas Meyer gerne mit Woody Allen - wohl nicht zuletzt, weil er sich mit dem Jüdisch-Sein in seinen Werken beschäftigt. Meyer schreibt nicht nur Romane, früher Werbetexte, er hat auch ein 120 seitiges Pamphlet verfasst: "Trennt Euch!" - im Grunde ein Pro-Beziehungs-Buch. Im Gespräch mit Rosa Lyon denkt Thomas Meyer über Antisemitismus, jüdischen Humor und die deutsche Sprache nach.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das Völkerrecht. Spielregeln gegen die globale Unordnung (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Reparatur der Zukunft. Casting neuer Ideen (4). Gestaltung: Mirela Jasic, Sarah Kriesche, Ilse Huber, Irmgard Wutscher London - ewiger Quell der Popmusik? Eine persönliche Spurensuche (4). Gestaltung: Robert Rotifer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

-Zeitreise. 40 Jahre "Queen of Siam" von Lydia Lunch Im Februar 1980 erschien das erste Album der Musikerin, Autorin und Performerin Lydia Lunch, die schon mit ihrer Band Teenage Jesus and The Jerks zu einer Protagonistin der New Yorker No-Wave-Szene geworden war. Hier ging es nicht um existentialistische Rock-Dekonstruktionen, sondern um eine Art doppelte Umdeutung von Pop-Musik. Anhand von "Queen of Siam" präsentiert diese "Zeit-Ton Zeitreise" Stationen im Schaffen von Lydia Lunch, eine der wichtigsten Künstlerinnen experimenteller Musik. Um 1977 hatte sich in New York Punk überlebt und brachte nun ein Umfeld hervor, das als No Wave bezeichnet wurde. Fundiertes Kunst- und Musikwissen traf auf autodidaktische Verweigerungshaltungen, zudem reichte No Wave weit in Sparten wie Film und Performancekunst. Zu jener Aufbruchszeit kam Lydia Lunch nach New York, wo sie durch die Band Suicide erste Konzerte spielte und Teenage Jesus and The Jerks zu einer Art Prototyp dieses neuen Sounds wurden. Sie hatte dann die Band 8 Eyed Spy, bildete mit Nick Cave, Marc Almond und J. G. Thirlwell The Immaculate Consumptive und arbeitete mit dem Underground-Filmemacher Richard Kern. Zu aktuellen Projekten zählen etwa Big Sexy Noise sowie Medusa's Bed mit Zahra Mani und Mia Zabelka. Zudem ist sie seit den 1990ern als Spoken-Word-Performerin tätig und hat zahlreiche Essay-Bücher geschrieben. Lydia Lunch ist eine der profiliertesten Künstlerinnen dezidiert weiblicher Selbstbestimmtheit. Ihre ebenso radikalen wie lustvollen Auseinandersetzungen mit Sexualität und Gewalt hatten großen Einfluss u.a. auf die feministische und queere Subkultur. Neben Stücken aus "Queen of Siam" - das auf ZE Records, einem der damals wichtigsten Labels experimenteller Rock-Musik, erschien - sind in diesem "Zeit-Ton" weitere Lunch-Nummern jener Zeit zu hören. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Friederike Raderer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten