Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Solo für Kruske Von Thomas Anzenhofer Noir-Krimi aus dem Pott Komposition: Tarik Dosdogru Regie: Thomas Werner Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Rhapsodie in Grün Wie die Klassik-Szene auf den Klimawandel reagiert Von Dagmar Penzlin Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Weiterzumachen wie bisher ist keine gute Idee: Der Klimawandel schreitet rasanter voran als von Wissenschaftlern prognostiziert. Auch klassische Musiker und der Klassik-Betrieb an sich stehen vor der Herausforderung, darauf zu reagieren. Organisatorisch wie künstlerisch. "Wir sind ganz klar am Ende unserer Zeit. Und wir Musiker sind ein Teil unserer Zeit." So die Geigerin Patricia Kopatchinskaja. Sie engagiert sich für Umweltprojekte und tritt etwa mit dem Orchester des Wandels auf. Gegründet haben es schon 2011 Musiker der Staatskapelle Berlin unter dem Dach der NaturTon-Stiftung. Die Programme ihrer "Klimakonzerte" sollen gerade auch die Klimakrise emotional erfahrbar machen. Die Berliner Musiker waren Pioniere. Jetzt kommt das Thema Klimawandel breiter in der Klassik-Szene an: zum Beispiel mit Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten", algorithmisch bearbeitet durch Daten zum Klimawandel und zur sinkenden Artenvielfalt, oder durch "Zukunftswerkstätten Musik und Klima". Darüber hinaus versuchen Veranstalter von klassischen Konzerten, ihren CO2-Fußabdruck zu verkleinern. So planen in Dänemark die Helsingborger Symphoniker, ab 2020 keine Solisten mehr einzuladen, die mit dem Flugzeug anreisen müssten; sie selbst reisen mit der Bahn. In Freiburg setzen die Albert-Konzerte zunehmend auf Klimaneutralität. Und auch andere Orchester wie Solisten hinterfragen ihre Routinen.

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

"Zeitzeuge für das abgelaufene Jahrhundert" Heinz Zemanek hat sie alle gesehen: die Pioniere der Informationstheorie und die ersten Rechenanlagen. Er erlebte den Übergang von Hardware zu Software mit, und vom Computerbau zur Computeranwendung. Zemaneks Beschäftigung mit Rechenmaschinen begann in den 1940er Jahren mit dem Lötkolben in der Hand. Ein paar Jahre später suchte er die besten Löter unter seinen Studenten, um mit ihnen den ersten Rechner "made in Austria" zu bauen: das Mailüfterl. Neben handwerklichem Geschick mussten die "Maker" der 1950er Jahre Fantasie beweisen. Die hatte Heinz Zemanek auf jeden Fall, sonst hätte er sich nicht an den Bau eines Transistorrechners gewagt - ein Millionen Schilling-Projekt und ein Projekt, für das die Bestandteile nicht so einfach am Markt erhältlich waren. Transistoren wurden damals noch nicht für Computer produziert, sondern für Hörgeräte. Das Internet hielt Heinz Zemanek später - im Gegensatz zur Entwicklung des Computers und der Programmiersprachen - für langweilig. Er missbilligte auch die Entwicklung, Computer "aus den Händen von Mainframespezialisten" in die Hände von Laien zu übergeben. Für letztere, so Zemanek 2003, sei ein Computer nicht viel mehr als eine Schreibmaschine mit Fernsehbildröhre. Wo der Computer sei, das wüssten nur die Wenigsten. Aus Anlass des 100. Geburtstags von Heinz Zemanek (1920 - 2014) bringen wir ein Matrix über die Thesen und Arbeiten des österreichischen Computerpioniers. Moderation: Wolfgang Ritschl Redaktion: Franz Zeller

Freitag 20:00 Uhr Ö1

Kabarett direkt

"Barrierefrei". Irmgard Knef live aus dem Stadtsaal. Moderation: Doris Glaser Irmgard Knef, Deutschlands reifste und dienstälteste Kabarett-Chansonniere und "Komödiatin der alten Schule", feiert mit ihrem 95. Geburtstag auch ihr neues abendfüllendes Show-Programm. "Barrierefrei" ist Titel und Motto ihrer Show und ihres neuen Lebensabschnitts. Barrierefrei leben heißt für die "Grande Dame des halbseidenen Showbiss" vor gar keinen Hürden mehr kapitulieren zu müssen. Weder bei den Mahlzeiten und den Zeiten der Mahlzeiten, bei Hausordnungen und zwischenmenschlichen Konventionen. Hildegard, die ihre Schwester Irmgard schon lange verlassen hat, wäre stolz auf die taffe Unbeugsamkeit der kleineren Blutsverwandten im Geiste. Als noch und Über-Lebende und intellektuell fitte Zeitzeugin des vergangenen Jahrhunderts, die lustig, sarkastisch und munter ins erste Viertel des 21. Jahrhundert hineinragt.

Freitag 20:04 Uhr rbb Kultur

JAZZ BERLIN

mit Ulf Drechsel Jazzfest Berlin 1983 - Die kleine und die große Form Denny Zeitlin ist seit Mitte der 1950er Jahre als Pianist aktiv. Er spielte Dixieland, vor allem aber Modern Jazz, wie er in den 60er Jahren populär war. Er interessierte sich schon damals sehr für Neue Musik und die Möglichkeiten elektronischer Klangerzeugung. Noch heute ist er als Musiker aktiv, arbeitet aber vor allem in seinem Hauptberuf als Psychiater. Beim Jazzfest Berlin spielte Zeitlin 1983 ein Solo-Pianokonzert, dessen 2. Teil Sie heute hören. Danach ein opulentes Werk des Berliner Saxofonisten und Komponisten Friedemann Graef: Die Uraufführung der ""Indogermanica-Suite"" für Chor und Instrumental-Ensemble. Jazzmusiker wie Graef, Ernst-Ludwig Petrowsky, Michael Sell, Albrecht Riermeier und Chormitglieder der Berliner Capella verbinden europäische Musiktradition mit dem Frei-Geist des Jazz. Konzertaufnahmen vom 30. Oktober 1983, Philharmonie

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Syrischer Schönheitswettbewerb ,Mr. Gay Syria" Von Christian Buckard Regie: Thomas Wolfertz Produktion: Dlf 2018 Syrische Homosexuelle kommen normalerweise nur dann in die Schlagzeilen, wenn sie den IS-Terroristen zum Opfer fallen. Der syrische Journalist Mahmoud Hassino wollte das ändern. Er hat daher 2016 einen Wettbewerb zur Kür des ,Mr. Gay Syria" ins Leben gerufen - einen Schönheitswettbewerb für schwule Männer. Hussein, ein im Istanbuler Exil lebender junger Friseur aus Aleppo, gewann die Wahl. Hussein musste seine Ehefrau und seine kleine Tochter in Syrien zurücklassen. Er träumt nicht nur davon, sich selbst, sondern auch seine Familie in ein besseres Leben hinein zu retten. Doch bislang durfte Hussein weder nach Malta noch nach Deutschland reisen. Der preisgekrönte Dokumentarfilm ,Mr. Gay Syria" von Ayse Toprak erzählt die Geschichte von Hussein, Mahmoud und ihren Freunden. Vielleicht vermag die Magie des Kinos ja, was bislang nicht gelang: Aufmerksamkeit erregen und Grenzen öffnen. "Mr. Gay Syria"

Freitag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Altin Gün Das ist eine "Turkish Psych Folk" Band aus Amsterdam - so beschreibt sich die Band jedenfalls selbst. Beeinflusst wurden Altin Gün von der türkischen Psyche-Szene der 1970er-Jahre, die Mitglieder bestehen aus niederländischen und türkischen Musikern: Das Ergebnis ist sowohl psychedelisch, aber auch tanzbar und überzeugt vor allem bei Live-Konzerten. Beim Paleo Festival 2018 sind Altin Gün aufgetreten, wir haben für Sie den Mitschnitt des Konzerts.

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Psychedelisch mäandernd durch Zeit und Raum (1/3) Die norwegische Band Motorpsycho Aufnahme vom 16.10.2019 aus dem Conne Island, Leipzig Am Mikrofon: Tim Schauen (Teil 2 am 28.2.2020) Schwer zu sagen, in welchem Genre sich die Band Motorpsycho bewegt - die Frage ist eher: in welchem nicht? 1989 wurde sie als Psychedelic Rock-Band in Trondheim gegründet: 1991 erschien ihr Debütalbum ,Lobotomizer", etwa 25 Werke folgten. Bassist Bent Saether sagt, die Formation spiele Hardrock mit psychedelischem Dreh, aber auch mal Jazz und etwas Folk, Country möchte man auch nicht wirklich ausschließen. Ach, eigentlich sei man doch eine Hardrock-Band, aber eben nicht klassisch, sondern dem Sound der späten 60er-, frühen 70er-Jahren verpflichtet. Gerade beim 2uvre der Norweger zeigt sich, dass Etikettierungen Musik eher einschränken als ihr helfen: Beim Leipziger Konzert der vier Norweger an Schlagzeug, Bass, Gitarre sowie Synthesizer und Mellotron wurde offenbar, wie sehr diese Formation in der Lage ist, musikalisch durch Raum und Zeit zu mäandern. Einzigartig! Motorpsycho.

Freitag 22:01 Uhr Ö1

Spielräume - Nachtausgabe

Die Geschichte des Heavy Metal Das Jahr 1970 gilt mit den beiden ersten Alben von Black Sabbath und "Deep Purple in Rock" gemeinhin als das Geburtsjahr der Musikrichtung Heavy Metal. Doch die Wurzeln dieses Genres reichen weit zurück in den Chicago Blues der 1940er Jahre und natürlich auch den Psychedelic Rock und Garagenrock der 1960er Jahre. Die Spielräume Nachtausgabe unternimmt eine Spurensuche und Bestandsaufnahme dieser harten Spielrichtung der Rockmusik. Zu Gast im Studio 1 des Wiener Funkhauses sind die Journalistin Franziska Pieler, Thomas Sulzbacher, Chefredakteur beim Magazin SLAM, "JJ", Frontmann der international erfolgreichen Post-Metal Bands HARAKIRI FOR THE SKY und KARG sowie der Kolumnist und Kabarettist Guido Tartarotti.

Freitag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Männer mit Erfahrung Nach dem gleichnamigen Roman von Castle Freeman Aus dem amerikanischen Englisch von Dirk van Gunsteren Mit: Wolfgang Pregler, Meike Droste, Walter Renneisen, Stefan Haschke, Karl Kranzkowski, Berthold Toetzke, Florian von Manteuffel, Jo Jung u. v. a. Hörspielbearbeitung und Regie: Irene Schuck (Produktion: SWR 2018) Audio unter SWR2.de/hoerspiel Lillian lebt in einem kleinen verschlafenen Nest in Vermont. Aber die Ruhe ist hin, als sie sich von einem undurchsichtigen Typen namens Blackway verfolgt fühlt. Eines Morgens liegt ihre Katze tot vor der Tür. Der Sheriff kann nichts für sie tun, daher sucht sie Hilfe bei einem Club kauziger alter Männer. Beeindruckt von ihrem Mut, stellen diese ihr den betagten Lester und den hünenhaften, etwas beschränkten Nate als Schutz zur Seite. Als kurioses Trio verfolgen sie den obskuren Bösewicht durch die Wälder von Vermont. (Die 2. Vermont-Story von Castle Freeman, "Auf die sanfte Tour", haben wir am 28. Februar im Programm.)

Freitag 22:04 Uhr rbb Kultur

HÖRSPIEL

Die Ermüdeten oder das Etwas, das wir sind Von Bernhard Studlar Mit Robert Gallinowski, Cathleen Gawlich, Godehard Giese, Bettina Hoppe, Bettina Kurth, Florian Lukas, Anne Müller, Max von Pufendorf, Michael Rothschopf, Katharina Marie Schubert und Rainer Strecker Regie: Anouschka Trocker Produktion: rbb 2020 - Ursendung -

Freitag 22:05 Uhr Deutschlandfunk

Milestones - Jazzklassiker

Hot Dawg - Der Mandolinist David ,Dawg" Grisman in wichtigen Einspielungen ,Hot Dawg" (1978), ,Quintet "80" (1980), ,Mandolin Abstractions" (1982) Am Mikrofon: Karl Lippegaus Das Folk-Revival der 60er-Jahre half dem Mandolinisten David Grisman in die Steigbügel. Mit seinem rock-unüblichen Instrument tourte er in Psychedelic Bands, bis er in San Francisco landete und sich mit Jerry Garcia anfreundete, dem Spiritus Rector der Grateful Dead. Gemeinsam hoben sie die Band Old & In The Way aus der Taufe. Grismans größtes Idol wurde der Bluegrass-Vater Bill Monroe. Jerry Garcia taufte den Zauberkünstler an der acht-saitigen Mandoline ,Dawg", nach einem streunenden Hund. Fortan wurde alles, was Grisman aus seiner Mandoline schüttelte, ,Dawg Music". Eines seiner Alben heißt gar ,Dawganova". Früh war Grisman auf Django Reinhardts Gypsy Jazz der 30er-Jahre gestoßen. Mit dessen Geiger Stephane Grappelli begann er eine Zusammenarbeit, die dem Franzosen zu einer späten Karriere in den USA verhalf. Gemeinsam mit dem Instrumentalkollegen Andy Statman machte Grisman die bahnbrechende Platte ,Mandolin Abstractions". In späteren Jahren wurde sein Sound zunehmend jazzorientiert. Durch seine Mandoline spricht ein improvisierender Visionär zur Welt.

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Nahawa Doumbia Curtis Harding - Die südmalische Wassoulou-Sängerin Nahawa Doumbia begeisterte Anfang Februar mit ihrem Konzert im Düsseldorfer KIT. Curtis Harding ließ den alten Motown-Sound beim Paleo Festival 2019 wieder aufleben. COSMO live bringt die beiden Auftritte noch einmal zu euch ins Radio! Nahawa Doumbia ist eine der beliebtesten Sängerinnen der Wassoulou Region in Mali. Sie wurde in der kleinen Stadt Mafélé geboren, im Distrikt Sikasso, nahe der Grenze zur Elfenbeinküste. Sie lebte von Geburt an bei ihrer Großmutter, da ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt verstarb. Doumbia zählt seit den 1980er Jahren zu den bekanntesten Musikerinnen Westafrikas und hat die sonnendurchtränkte Wassoulou-Musik aus Süd-Mali populär gemacht. Über tanzbare Didadi Rhythmen und Gitarrensounds singt sie über Liebe, Feminismus und ganz aktuell über afrikanische Geflüchtete in Frankreich. Die Neuauflagen ihrer Alben "La Grande Cantatrice Malienne Vol 1-3" haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass Nahawa Doumbia weltweit bekannt wurde, nicht nur unter afrikanischen Musiknerds. Für Curtis Harding begann alles 1979 in Michigan, dem amerikanischen Bundesstaat, der kurz gesagt für drei Dinge steht: riesige Autoindustrie, wundervolle Seen und vor allem eine ganze Menge Soul! In Michigan liegt nämlich auch Detroit mit dem wohl wichtigsten Soul-Label überhaupt: Motown. Dort haben The Supremes, Marvin Gaye, The Temptations und Stevie Wonder aufgenommen. Und genau diesen Sound lässt Curtis Harding wieder aufleben. Schon als Kind singt er im Gospelchor, eigentlich eine gute Grundlage für die Karriere. Aber er will zuerst etwas ganz anderes machen: Er hat große Pläne als Meeresforscher, gibt dann doch auf und stellt sich ans Gesangsmikro. Seine Brötchen verdient er sich als Background-Sänger bei Cee-Lo Green und OutKast und spielt in Atlanta bei Night Sun, einem Ableger der Black Lips. Harding singt, spielt Gitarre und Schlagzeug. Erst 2014 kommt sein erstes Soloalbum auf den Markt und schlägt ein wie eine Bombe. Aufgenommen am 04.02.2020 im KIT in Düsseldorf und am 27.07.2019 beim Paleo Festival in Nyon.

Freitag 23:03 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 NOWJazz

Avant Folk Ein Porträt des norwegischen Akkordeonisten Frode Haltli Von Thomas Loewner Frode Haltli entdeckte schon als Kind seine Leidenschaft für das Akkordeon. Ausgehend von der traditionellen norwegischen Musik erweiterte er seine Spieltechnik und stilistische Bandbreite konsequent weiter und wurde schon bald zum wohl meist beachteten Musiker seines Instruments in Skandinavien. Komponisten Neuer Musik schreiben Werke für ihn und er spielte in zahlreichen Bands, die sowohl in den Bereichen Folklore als auch improvisierter Musik aktiv sind. In seinen eigenen Projekten gelingt es Haltli, all diese Einflüsse zu einer Musik zu bündeln, die zugleich traditionell und visionär ist.

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