Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Geständnisse Von Melissa Murray Psychothriller über eine gefährliche Freundschaft Übersetzung aus dem Englischen: Hubert von Bechtolsheim Josie: Alexandra Henkel Clare: Bettina Engelhardt Christine: Judith Rosmair Mary: Sigrid Burkholder Neil: Ill-Young Kim Mark: Martin Bross Boss (Mr. Matthes): Jochen Kolenda Josies Mutter: Leslie Malton Regie: Annette Kurth Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Folter, Spott und Lebensmut Musik im Lager Von Ulrike Zöller "Es war ein Sieg der geistigen Freiheit, ein Sieg, der nicht zuletzt durch die Kraft der Musik beflügelt wurde", kommentierten die Sänger die erste Aufführung des Liedes "Moorsoldaten" und seine verblüffende Wirkung auf die Lagerkommandanten des KZ Börgermoor. "Ohne die Musik wären wir nicht mehr am Leben", resümierten Coco Schumann und Esther Bejarano, die im Konzentrationslager Ausschwitz die Musik in Combo und Orchester als Rettungsinsel erlebten. Ob in Kriegsgefangenenlagern, Ghettos oder den Konzentrationslagern: Die Musik spielte für Opfer und Täter eine große Rolle, diente als demütigende Folterung, oder in Form von heimlich gesungenen Spottliedern als Ventil, diente als Trost in einer ausweglosen Situation. Bis zum Schluss begleitete die Musik die Gefangenen der Konzentrationslager. So beschreibt die Auschwitz-Überlebende Vera Kriegel den Moment der Befreiung: "Wir waren so glücklich, aber zu schwach, um vor Freude zu tanzen. Deshalb begannen wir leise zu singen."

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Über die (Un-) Durchschaubarkeit digitaler Systeme Wenn heute Algorithmen unsere Kreditwürdigkeit berechnen, weiß kaum jemand, wie sie zu ihren Ergebnissen kommen. "Betriebsgeheimnis", lautet oftmals die Antwort, so man mehr zu wissen wünscht. Aber auch sonst mangelt es in der digitalen Welt an Transparenz und Überblick: Wenn große Firmen ihre Datenverwaltung Jahr für Jahr weiterentwickeln und ausbauen, schleppen sie alte Programmteile mit - und am Schluss weiß niemand mehr, welche Algorithmen nun wirklich am Werk sind, was auch bei Expert/innen zunehmend zu Unbehagen führt. Matrix beleuchtet die Undurchschaubarkeit automatisierter Systeme, von intransparenten Rechen-Programmen bis hin zu spionierender Hardware, die mit nicht ganz freundlichen Absichten in Computerteile eingebaut wird. Moderation: Wolfgang Ritschl Redaktion: Franz Zeller

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Personenschaden» von Gabriel Vetter Notgedrungen kommen sie miteinander ins Gespräch: der alte Bauzeichner und der junge Jurist. Notgedrungen, weil sich jemand vor den Zug geworfen hat, in dem sie sitzen. Und notgedrungen auch, weil sie offenbar die einzigen Passagiere sind.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Viva Fluxus! Mein Leben mit Vostell Von Rilo Chmielorz Regie: die Autorin Produktion: Dlf/SWR 2015 Als sich Mercedes und Wolf 1958 in Spanien kennenlernten, war er ein unbekannter Maler und sie eine junge Lehrerin. Hals über Kopf folgte sie ihm nach Köln. 40 Jahre lang war Mercedes Guardado de Vostell die Frau an der Seite des Mitbegründers der Fluxus-Bewegung und wurde selbst Künstlerin. Fluxus wollte die Grenze zwischen Kunst und Leben aufheben. Alles sollte fließen: KUNST=LEBEN= KUNST. Das Publikum wurde zum Protagonisten der Happenings - und die Künstler wohnten im Atelier. Noch heute spricht Mercedes von ihm als Vostell. Sie war Muse, Mutter, Modell, engste Mitarbeiterin, Museumsgründerin, Familienunternehmerin. Obwohl inzwischen Mitte 80, ist sie immer noch die künstlerische Direktorin des Museo Vostell Malpartida und hält das bewegte Erbe lebendig. Viva Mercedes! Viva Fluxus! Mein Leben mit Vostell

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

History Comeback nach 20 Jahren: Luther Allison & Band Aufnahme vom 4.10.1994 bei den 15. Leverkusener Jazztagen Am Mikrofon: Leo Gehl 1994 war ein bemerkenswertes Jahr für den Bluessänger und -gitarristen Luther Allison. Zuerst der Vertrag mit dem führenden Chicagoer Blues-Label Alligator Records, dann sein Album ,Soul Fixin" Man", das ihm nach 20 Jahren Abwesenheit ein Comeback in den USA verschaffte. Mit durchdringendem Single Note-Spiel schmolz er auf diesem Album Blues mit Rock, Soul und Gospel zusammen, was ihm in jenem Jahr gleich vier Blues Awards einbrachte. Mit diesem Erfolg im Rücken stellte er dieses Album auch seinem europäischen Publikum vor: Hier hatte sich Allison seit 1977 eine treue Hörerschaft erspielt, lebte er doch bis 1992 in der Nähe von Paris. In Deutschland wurde der Auftritt im Forum Leverkusen zu einem gefeierten Höhepunkt der Tour, gleich fünf Titel seines neuen Albums gab es da live zu erleben und in dieser ,On Stage-History" -Ausgabe nach über 25 Jahren noch einmal nachzuhören. Comeback nach 20 Jahren

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

hör!spiel!art.mix

Verfahren Von Kathrin Röggla Regie: Hannah Georgi WDR/BR 2020 Ursendung Es war das spektakulärste Strafverfahren der Nachwendezeit: über 5 Jahre dauerte der Prozess um die NSU-Morde. Aber angesichts der Erwartungen, was dieser Prozess alles aufklären sollte, ist er keineswegs zu Ende. Kathrin Röggla destilliert aus dem NSU-Prozess in "Verfahren" eine gespenstische Groteske. Die Gerichtsverhandlung ist vorbei und geht doch geisterhaft immer weiter. Wir hören ein Echo: Sind es die Stimmen von Richter, Staatsanwaltschaft, Verteidigung oder Zeugen, die in den Mikrofonen des Verhandlungssaals gefangen sind und verzweifelt versuchen, dieser Echokammer zu entkommen? Oder hören wir dem Gerichtspublikum auf der Empore zu, den Bescheidwissern und Engagierten aus der ersten Reihe, die von den Dämonen des Prozesses besetzt sind? Immer wieder eröffnet das Hohe Gericht einen neuen Verhandlungstag, wird ein weiterer Zeuge aufgerufen, beharken sich die alten und die neuen Verteidiger, wird über den Gegenstand dieses Prozesses gestritten. Es ist eine Instanz unter Wiederholungszwang, die ein Verfahren führt, das längst woanders stattfindet. Kathrin Röggla, geb. 1971, österreichische Autorin. Theaterstücke unter anderen die beteiligten (2009), worst case (2010, Nestroy-Theaterpreis Bestes Stück - Autorenpreis), Hörspiele unter anderen really ground zero - anweisungen zum 11. september (BR 2002, Radio-Preis der RIAS Berlin Kommission 2003), die alarmbereiten (BR 2009, Hörspiel des Monats August 2009), publikumsberatung (BR 2011, Hörspiel des Monats Januar 2011); Normalverdiener (2016).

Freitag 22:04 Uhr rbb Kultur

HÖRSPIEL

Nur Berlin ist auch zu viel Von Nick-Julian Lehmann, Marie-Charlotte Schube, Till Großmann Mit Till Großmann, Marie-Charlotte Schube, Nick-Julian Lehmann Regie: Nick-Julian Lehmann Autorenproduktion SWR 2018

Freitag 22:05 Uhr Deutschlandfunk

Milestones - Bluesklassiker

Bessie Smith - Die Kaiserin des Blues Am Mikrofon: Michael Frank Sie sang von den Entbehrungen und Schattenseiten menschlicher Existenz genauso wie von den Freuden körperlicher Liebe. Ihre majestätische Stimme trug ihr den Beinamen ,Empress of the Blues" ein: Bessie Smith gilt als größte Bluessängerin der Musikgeschichte. Ihre erste Schallplatte nahm Bessie Smith 1923 im Alter von knapp 29 Jahren auf. Ihr einzigartiges Gesamtwerk umfasst 160 Songs zwischen Blues und Jazz - manche davon selbst geschrieben. Kein afro-amerikanischer Entertainer war damals finanziell so erfolgreich wie sie. Für Geld gesungen hatte Smith das erste Mal mit neun Jahren auf den Straßen ihrer Heimatstadt Chattanooga, Tennessee. So verdiente sie den Lebensunterhalt für sich und ihre sechs Geschwister. Mit 18 Jahren wurde sie von einer umherziehenden Minstrel Show-Truppe engagiert. Dort nahm sie die Blues-Sängerin Ma Rainey unter ihre Fittiche. Mitte der 20er-Jahre hatte sich Bessie Smith als Solo-Attraktion etabliert. Bei ihren Plattenaufnahmen wurde sie oft von hochkarätigen Musikern begleitet, z.B. von dem Pianisten James P. Johnson und von Louis Armstrong. Ihr Leben verlief stürmisch. Sie starb schon im Alter von 43 Jahren an den Folgen eines Autounfalls. Aber ihr kraftvoller und nuancenreicher Gesang beeinflusste Generationen nachfolgender Künstlerinnen, darunter so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Mahalia Jackson, Janis Joplin und Queen Latifah. Die Kaiserin des Blues

Freitag 22:06 Uhr SRF 2 Kultur

Late Night Concert

HEMU Jazz Orchestra feat. Dudu Penz am Festival Onze Plus 2019 Wenig Orchester, dafür viel Brasil-Jazz.

Freitag 22:33 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Heilige Mörderin(1/2) Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Keigo Higashino Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe Mit: Peter Kurth, Sascha Icks, Sonja Beißwenger, Samuel Weiss, Anne Müller, Wolf-Dietrich Sprenger, Gerd Wameling u. v. a. Musik: Andreas Bick Hörspielbearbeitung und Regie: Janine Lüttmann (Produktion: NDR 2018) Audio unter SWR2.de/hoerspiel Ein fast perfekter Mord. Yoshitaka Mashiba, ein gutaussehender, wohlsituierter Mann, scheint mit seiner attraktiven Frau Ayane eine Bilderbuchehe zu führen. Doch diese fußt auf einer gnadenlosen Abmachung: Sollte Ayane ihm innerhalb einer bestimmten Frist keinen Nachwuchs schenken, wird er sich von ihr trennen. Ayane weiß, dass sie diese Bedingung kaum erfüllen kann. Sie verabschiedet sich von ihrem Mann und bricht zu einem Besuch ihrer kranken Eltern auf. Dann liegt der erfolgreiche Geschäftsmann Yoshitaka tot im Wohnzimmer seiner Villa. (Teil 2, Freitag, 7. Februar, 22.03 Uhr)

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Kobo Town Omar Sosa & Seckou Keita - Kobo Town vereint Calypso, Reggae und akustische Elemente mit innovativen Produktionstechniken, Gesellschaftskritik und einer Indie Rock-Attitüde. Omar Sosa & Seckou Keita bieten eine einzigartige Synthese kubanischer und afrikanischer Musik. Die beiden Highlights des Glatt & Verkehrt Festivals hört ihr heute in COSMO Live! Calypso gilt in Kobo Town, einem Stadtteil von Port of Spain auf Trinidad, als Zeitung des kleinen Mannes. In den Fünfzigerjahren haben nach London migrierte Calypsonians diese Tradition mitgenommen. Hier erzählten sie in ihren Songs von den Eigenarten und Bräuchen, die das Königreich so zu bieten hatte. Diese Musik diente so als Instrument für Protest und Poesie. Kobo Town führen dies mit ihrem durch Reggae und Ska beeinflussten Sound fort. Die Texte behandeln alltägliche Probleme der karibischen Communities und thematisieren Rassismus, Armut, Heimatlosigkeit und Korruption. Omar Sosa ist ein Großmeister am Klavier. Vor 25 Jahren verließ er seine Heimat Kuba in Richtung Ecuador, dann stoppte er in San Francisco. Dem Jazz kubanischer Prägung ist er treu geblieben, mit weltweitem Erfolg. 2012 gab es die folgenreiche Begegnung mit Seckou Keita, einem Virtuosen aus der Jahrhunderte alten Griot-Dynastie der Keita. 13 Jahre jünger als Omar Sosa gilt er als bedeutender Erneuerer des traditionellen Kora-Spiels. Inzwischen zog er von Senegal nach England und machte zuletzt mit dem Duo-Projekt mit der walisischen Harfenistin Catrin Finch auf sich aufmerksam. Nach fünf Jahren gemeinsamer Arbeit veröffentlichten Sosa und Keita 2017 dann das Album "Transparent Water". Aufgenommen am 25. 28.07.2019 beim Glatt & Verkehrt Festival in Krems, Österreich.

Freitag 23:03 Uhr Ö1

Zeit-Ton

Glanzlichter bei den Konfrontationen Nickelsdorf 2019: Anguish. Gestaltung: Susanna Niedermayr Konfrontationen, das international renommierte Festival für frei improvisierte Musik und freien Jazz im Burgenland feierte im Juli 2019 seine 40. Ausgabe. Der ORF zeichnet seit vielen Jahren einige Festivaltage auf und war auch vergangenes Jahr drei Tage lang vor Ort. Einige der Konzerte wollen wir Ihnen an den Freitagen im Jänner und Februar nun in ihrer vollen Länge präsentieren. Ihr Auftritt bei den Konfrontationen 2001 sei eines ihrer einprägsamsten Konzerterlebnisse überhaupt gewesen, so Will Brooks, Gründungsmitglied und MC der Ausnahme-Hip-Hoper Dälek. "Als ich hier in der Jazzgalerie Leute wie Hamid Drake, Ken Vandermark und Peter Brötzmann sah, all die alten Hasen, war ich total eingeschüchtert", schildert Brooks. "Wir waren an diesem Abend die letzten die spielten und ein legendärer Jazzmusiker nach dem anderen kam auf die Bühne, um ein phantastisches Konzert hinzulegen. Ich habe die ganze Zeit gedacht: Warum nur haben die Dälek eingeladen, wollen sich die über uns lustig machen? Ich versteh nicht, warum wir auf derselben Bühne spielen. An diesem Abend habe ich auch Mats Gustafsson zum ersten Mal getroffen. Alle waren so freundlich und haben uns willkommen geheißen. Sie meinten: Nein, nein, das hat schon einen Grund warum ihr hier seid! Als wir dann an der Reihe waren ging alles schief, was nur schief gehen konnte. Nichts hat funktioniert, also mussten wir improvisieren und ich denke genau darum geht es bei dem Festival Konfrontationen ja auch. Während des Intros, das gleich fünfzehn Minuten gedauert hat, haben wir versucht, all unsere Maschinen in Gang zu bringen. Und als Octopus dann den ersten Beat gespielt hat, explodierte die Stimmung im Raum. Ich kann mich noch an diesen Typ hinten erinnern, der einen Sessel hochgerissen hat. Es war der Wahnsinn". Zum 40-jährigen Jubiläum stand Will Brooks nun erneut auf der Bühne der Jazzgalerie, mit seinem Dälek-Bandkollegen Mike Mare, Mats Gustafsson und Andreas Werliin vom Fire! Orchestra und mit Hans-Joachim Irmler von Faust und auch dieses Konzert wurde wieder ein Highlight.

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